PROFIL

Viktor

Frankfurt am Main, Deutschland
  • 36
  • Rezensionen
  • 1.071
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 58
  • Bewertungen
  • Das Lied der Dunkelheit (Demon Zyklus 1)

  • Autor: Peter V. Brett
  • Sprecher: Jürgen Holdorf
  • Spieldauer: 23 Std. und 43 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 2.062
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 1.959
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 1.956

... und in der Dunkelheit lauert die Gefahr. Das muss der junge Arlen auf bittere Weise selbst erfahren. Schon seit Jahrhunderten haben Dämonen, die sich des Nachts aus den Schatten erheben, die Menschheit zurückgedrängt. Das einzige Mittel, mit dem die Menschen ihre Angriffe abwehren können, sind die magischen Runenzeichen. Als Arlens Mutter bei solch einem Dämonenangriff umkommt, flieht er aus seinem Heimatdorf.

  • 5 out of 5 stars
  • Rezension für alle 6 Teile

  • Von Thomas Hachmann Am hilfreichsten 22.06.2018

Postapokalyptische Zombie-Geister-Vampir-Fantasy

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 02.07.2017

Endlich und gerade noch rechtzeitig ungekürzt!
Es ist schon ein krasser Zufall, dass dieses Hörbuch einen Tag vor "Das Lied der Elfen" erschien, denn sowohl die Namensähnlichkeit als auch der ähnliche Background sind rein zufällig, doch dazu komme ich später!

Ich habe lange überlegt, welche der beiden ersten Zeilen ich als Überschrift wählen soll, denn ich habe mich wirklich riesig darüber gefreut, dass diese Bücher jetzt endlich ungekürzt als Hörbuch erscheinen sollen! (Alle vermutlich.) [Nachtrag: Sogar sehr wahrscheinlich, denn Hörbuch 2 ist inzwischen angekündigt.]
Bislang existierten die ersten beiden nur in stark gekürzter Fassung (der eine mehr, der andere weniger stark gekürzt), der dritte jedoch ungekürzt (gelesen ebenfalls von Holdorf!), den habe ich mir auch schon längst gekauft, musste mir doch aber tatsächlich die ersten beiden auf Papier besorgen!!! Alle drei Hörbücher sind jetzt aus dem Audible-Sortiment verschwunden, auch der dritte, vermutlich aus marketingtechnischen Gründen, um die ungekürzten Fassungen im monatlichen Rhythmus oder so ähnlich zu veröffentlichen.
Denn der fünfte und letzte Roman soll dieses Jahr erscheinen, die deutsche Buchfassung ist für den 11. September angekündigt!

Meine tatsächlich gewählte Überschrift spiegelt die ambivalenten Gefühle wieder, die ich nach dem Genuss des Hörbuchs verspüre. Ja, ich war anfangs hellauf begeistert (oops) von dem für mich völlig neuartigen Rahmen der Handlung, einer Fantasy-Welt, die an postapokalyptische Zombie-Filme erinnert: Infolge der plötzlichen Rückkehr der Dämonen, die man in einer hochtechnologischen Welt wie der unsrigen für Schreckgespenster hielt, wurde die Menschheit überrumpelt und fast vollständig ausgelöscht, die übrig gebliebenen leben in einigen wenigen Städten und in weit verstreuten Siedlungen, die für den Anbau von Lebensmitteln zuständig sind. Die Dämonen dampfen jede Nacht aus dem Boden heraus, bevor sie materialisieren und nur durch magische Kraftfelder abgewehrt werden können, die durch gemalte oder geritzte "Siegel" erzeugt werden und nur für Dämonen undurchlässig sind, daher ist man nachts im Freien seines Lebens nicht sicher und an seinen Wohnort gebunden, wenn man nicht über transportable Siegel verfügt, die aber korrekt ausgerichtet werden müssen und auch mit anderen hohen Risiken behaftet sind.
Dass die leibhaftig gewordenen Geister vom Sonnenlicht verbrannt werden, fast die einzige bekannte Weise, sie zu töten, erinnert mich an Vampirromane, insbesondere "Fiebertraum" von George R.R. Martin, den ich gerade fertig gehört habe (erschienen 10 Jahre vor dem ersten True Blood Roman, was ich aus gutem Grund erwähne). Auch an die "Sturmkönige" von Kai Meyer musste ich denken, die ich zufällig kürzlich begonnen habe, der erste Band erschien im Jahr vor dem Lied der Dunkelheit. Darin ist die Stadt Samarkand von einem "Dschinnland" umgeben, das nur wenige zu durchqueren wagen, um durch Handel reich zu werden, wenn sie es überleben. Brett's Dämonen verfügen über übermenschliche Kräfte, können von Menschen nicht getötet werden, sind aber wie Tiere völlig von ihren Instinkten gesteuert, sodass sie sogar über einander her fallen, wenn einer verletzt ist. In Ihrer Gefährlichkeit, die sich aus ihrer Kraft und ihrem Tötungstrieb ergibt, erinnern sie mich an die Vampire aus der Reihe "Stadt der Finsternis", die ich als Super-Zombies bezeichnen würde, die nur von "Nekromanten" gebändigt und kontrolliert werden können. Auch Mauern sind für die Dämonen kein ernsthaftes Hindernis, Manche können sich hindurch graben wie durch Butter, wenn diese nicht durch ein Siegelnetz geschützt sind. Zunächst ist von fünf Dämonenarten mit unterschiedlichen Fähigkeiten die Rede, doch es gab und gibt offensichtlich noch weitere.l Bei den Siegeln musste ich zuerst an das "Rad der Zeit" denken, meinem Lieblingszyklus, doch das ganze ähnelt stärker der Kreidemagie aus Brandon Sandersons "Rithmatist" (der übrigens dieses Jahr endlich fortgesetzt werden soll!), dort gibt es gemalte Wesen namens "Kreidlinge" (chalklings), die die Magier steuern können, aber auch "wilde" Kreidlinge, hier heißen die Dämonen im Original "corelings" (core = Ader, (Erd)Kern), die Übersetzerin hat sie zu "Horclingen" aufgepeppt, die aus dem "Horc" aufsteigen. Zu dieser Parallele muss ich allerdings einschränken, dass der Rithmatist erst nach dem Lied der Dunkelheit erschien, obgleich Sanderson das Buch schon lange zuvor begonnen hatte, bevor er Robert Jordan's Rad der Zeit fertig stellte.

Kommen wir zur Story. Es handelt sich bei diesem ersten Band um eine "Coming of Age" Geschichte aus den Perspektiven dreier Jugendlicher, die zunächst drei separate Handlungsstränge bilden, die erst gegen Ende vereinigt werden. Gemeinsam haben sie, dass sie auf dem Lande geboren sind und bis zu ihrer jeweiligen persönlichen Katastrophe gelebt haben, aufgrund derer sie flüchten müssen.
Arlen wächst in einer harmonischen Familie auf, bis es zu einem Überfall von Horclingen kommt. Genauer gesagt, verhalten sich Horclinge eigentlich immer gleich, problematisch wird es nur, wenn ein Schutzgitter versagt, jedes Gebäude ist durch ein eigenes magisches Netz geschützt, das von Siegeln aufgespannt wird, die sich am Haus befinden. Wird ein Siegel beschädigt, verschmutzt oder auch nur durch ein Blatt verdeckt, so wird die Magie geschwächt oder aufgehoben, das Netz löchrig, das Gebäude angreifbar, und es gehört zum Instinkt der Dämonen, dass sie die Schutzschirme ständig attackieren, um solche Schwächen aufzuspüren und durchzubrechen. Die Siegel selber beschädigen, verschmutzen oder verdecken können sie aber anscheinend nicht, der Autor erwähnt es nicht, soweit ich weiß, aber das ist wohl Teil der Magie. Arlens Familie wird zerrissen, ich will nicht zuviel verraten, es kommt schließlich auch durch die Dummheit des Jungen zu einer Trennung.
Leesha hingegen stammt aus einem zerrütteten Elternhaus, ihre Mutter ist, wenn schon nicht das Böse in Person, so doch zumindest der personifizierte Egoismus. Durch eigenes Verschulden beinahe unfruchtbar geworden, heiratete sie aus materialistischen Gründen einen schmächtigen, aber fleißigen Handwerker, anstelle des Adonis, mit dem sie viel lieber "zusammen war", und statt eines ersehnten Sohnes ist Leesha ihr einziges Kind. Trotzdem hat diese einen makellosen Charakter entwickelt, gerät jedoch unverschuldet in ihrem Heimatort in Ungnade.
Rojer ist noch ein Kleinkind, als sein Heimatdorf vernichtet wird, wobei er zwei Finger verliert. Die Fähigkeit, die er gegen Ende des Buches entdeckt, nutzt er in diesem Band noch ziemlich wenig. Man kann nicht wirklich sagen, dass der "Jongleur" - solche Leute begleiten Kuriere durchs Land, um die Menschen zu unterhalten und Neuigkeiten künstlerisch zu verbreiten - ihm das Leben gerettet habe, bei dem er danach aufwächst. Dieser ist exzellent in seinem Fach, wird jedoch seit diesem Erlebnis von Albträumen geplagt, und obgleich die Stadt, in der die beiden leben, durch Siegel weitgehend abgeschirmt ist, sind sie dort ihres Lebens nicht sicher, denn in den Städten ist der Mensch des Menschen Dämon.
Womit wir zu meinen Kritikpunkten kommen. Es ist zu beachten, dass die Menschheit hoch entwickelt war, bevor die Dämonen zurückkehrten! Einst wurden diese von Magie UND Wissenschaft in Schach gehalten, bevor sie sich für Jahrtausende zurückzogen und die Erinnerung an sie zu Fabeln verblasste, sodass auch die Siegel in Vergessenheit gerieten, mit denen man sich vor ihnen schützen konnte. Jedoch nicht alle, einige Siegel sind bekannt geblieben, sonst hätte niemand die Rückkehr dieser Bestien überleben oder gar die Siegel wieder entdecken können! Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass eine hochentwickelte Gesellschaft wie die unsere imstande sein könnte, irgendetwas derart Bedeutendes zu "vergessen"! Das ist nur einer von vielen Aspekten, die mir unlogisch erscheinen, das Buch ist so voller Logik-Löcher wie ein Emmentaler Käse. Und zum Ende des Buches wird klar, dass es eben doch möglich ist, Waffen gegen die Dämonen zu entwickeln. Worin ist die Menschheit in ihrer Geschichte besser gewesen als in der Entwicklung von Waffen? Muss dazu wirklich erst ein (inzwischen etwas gereifter, aber vom Gedanken an Rache getriebener) "dummer Junge" dahergelaufen kommen? Auch wenn manche der Waffen Siegel benötigen, die in Vergessenheit geraten waren. Zudem hat man es mit einem dummen, anscheinend nicht lernfähigen Gegner zu tun, dessen Verhaltensmuster ziemlich berechenbar ist. Und warum brennen oft reihenweise Häuser ab, wenn nur ein einziges Feuer fängt? Konnten die Menschen nicht lernen, ihre Siedlungen so weiträumig anzulegen, dass derartiges ausgeschlossen ist, wo doch ohnehin jedes Haus einzeln abgeschirmt wird? Brennt ein Haus, so scheint dies unweigerlich die Siegel eines anderen zu verschmutzen, wie ein Dominoeffekt. Gegen Ende des Buches breitet sich eine Seuche epidemisch aus, obwohl hochkompetentes medizinisches Personal anwesend ist. Des weiteren entpuppen sich die exotischen Bewohner der Stadt Krasia und ihrer wüstenhaften Umgebung, die zunächst positiv als die einzigen dargestellt werden, die sich den Dämonen kämpferisch widersetzen, als klischeehafte Patriarchen, an denen der Autor kein gutes Haar mehr lässt, nicht einmal Tugenden wie Gastfreundschaft oder Gerechtigkeitssinn. Ich habe schon gewisse Vorurteile, ich brauche nicht noch mehr davon, Religionen kommen nicht gut dabei weg, obwohl die Existenz von Magie als Gottesbeweis angeführt wird. Dazu kommt viel zwischenmenschliche Unvernunft, übertriebene Gewalttaten. All das führt dazu, dass ich das Buch trotz des originellen Weltentwurfs normalerweise als mittelmäßig bezeichnen und mit drei Sternen bewerten würde. Nur weil es sich um einen Debütroman handelt, bekommt er vier, und ich sehe Hinweise, dass die Folgebände besser werden.
Übrigens würde ich im Nachhinein sagen, dass der Roman darauf angelegt war, in sich abgeschlossen lesbar zu sein. Erst mit dem letzten Absatz scheint Brett eine neue Herausforderung aufzubauen.

Vorleser und Produktion:
Wie bei Shannara muss ich wieder fragen: Warum wird in einem Roman, in dem es von eingedeutschten Namen wimmelt - jede kleinere Ortschaft ist ins Deutsche übersetzt - und kaum ein originaler englischer Name vorkommt, alles englisch ausgesprochen? (Ausgenommen die kasianischen.) Das ist eigentlich eine Entscheidung, die der Verlag klar vorgeben sollte. Die meisten Namen sind offensichtlich an das Englische angelehnt, aber warum macht sich der Autor die Mühe, sie zu verfremden, wenn es der Vorleser dann wieder rückgängig macht? Hier alle anderen Namen aus dem Buch, die ich auf die Schnelle finden konnte: Tibbets Bach (Ortschaft), Selia, Jeph, Silvy, Cobie Fischer(!), Bil Bäcker, Cholie, Ana Holzfäller, Rusco Vielfraß, Coran, Ragen, Graig, Keerin, Miln (Stadt), Angiers (Stadt), Rhinebeck, Euchor (Holdorf liest ihn halb deutsch, halb englisch [ojkor]), Stadtplatz (Dorf), Dasy, Catrin, Jenya, Marea, Coline, Renna, Beni, Ilain, Lucik, Harl, Elona, Erny, Smitt, Michel, Jona, Gared, Bruna, Darsy, Evin, Saira, Mairy, Brianne, Steave, Stefny, Jessum Schenk, Piter, Kally, Geral, Arrick (Honigstimme, wohl ein Künstlername), Flussbrücke (Ortschaft), Elissa, Margrit, Jone, Gaims, Malcum, Vincin, Cob, Woron, Jaik, Macks, Ronnell, Mery, Marick, Jizell, Vika, Yon Grey, Keet, Benn, Keven, Jasin, Edum, Sali, Marya, Anochs Sonne (antiker Ort), Kricketlauf (Ort), Jak (Schuppenzunge), Marko (Herumtreiber), Waldrand (Ort), Jaycob, Cholls, Daved, Abrum, Sali, Skot, Kadie, Roni, Kimber, Jame, Jonsin, Bauerngarten (Ort), Ande, Merrem, Dug, Wonda.
Dazu kommen die orientalischen Namen und Bezeichnungen, meist klein geschrieben, dal'Sharum, alagai, chin, Par'chin, alagai'sharak, Dama(ji), khaffit, Everam, Abban, Kaji, Sharum Ka, kai'Sharum, sharusahk, (Ahmann asu Hoshkamin am')Jardir, Andrah, dama'ting, push'ting, Bajin, Sharik Hora, Shar'Dama Ka, Sharak Ka.
Ansonsten macht der Vorleser seine Sache ziemlich gut. Leider unterbricht er in Dialogen oft unnötig, vielleicht um sich zu orientieren, das mag vorteilhaft sein, hätte aber in der Nachbearbeitung unbedingt korrigert werden müssen. An anderen Stellen fehlen dann wiederum Pausen, wo sie sein sollten, das kommt ja leider in vielen Hörbüchern vor, in meiner Buchausgabe sind die Kapitel durch japanischen Hiragana ähnelnde Zeichen untergliedert. Beides kann man nicht ihm allein ankreiden, insgesamt gebe ich ihm darum vier Sterne.
Für das gute Preis-Leistungs-Verhältnis des Hörbuchs gibt es einen Extra-Stern, darum insgesamt fünf.

Bei Amazon habe ich unter anderem folgenden Klappentext-Werbespruch gefunden:
"Ich habe Das Lied der Dunkelheit genossen. Actionreich, spannend und voll anrührender Charaktere - Peter V. Bretts Stil und seine Ideen sind einfach brilliant!" Und in meiner Buchausgabe steht innen auf der Rückseite: "Ich bewundere Peter V. Brett! Seine Geschichte lässt mich nicht mehr los."
Diese Lobeshymnen stammen von Terry Brooks, dem Schöpfer des Shannara-Zyklus (zu dem er derzeit einen chronologischen Abschluss verfasst), der gerade als Serie verfilmt wird, und dessen dritter Band nur einen Tag nach dem "Lied der Dunkelheit" hier auf Audible erschien, unter dem nachträglichen "Das Lied der Elfen", denn er erschien zunächst dreigeteilt und später als "Sammelband" mit dem Titel "Shannara III". Bezüglich der Namensähnlichkeit möchte ich sagen, dass "Das Lied der Dunkelheit" vermutlich an "Das Lied von Eis und Feuer" angelehnt ist, aber immerhin weniger spoilert als der englische Originaltitel "The Painted Man", der Roman von Terry Brooks hingegen ist schon über 30 Jahre alt und heißt im Original "The Wishsong of Shannara", und da "Elfensteine" die Ursache dafür sind - so übrigens auch der Titel der Vorgänger-Bandes - ist der neue deutsche Titel sehr angemessen.
Beide Fantasy-Sagas spielen nach dem Untergang einer technologischen Zivilisation vergleichbar der unsrigen. Allerdings beginnt der Shannara-Zyklus zunächst wie klassische Fantasy mit Elfen, Zwergen, Gnomen usw, nur die darauf basierende TV-Serie baut den postapokalyptischen Background direkt ein, den Brooks erst später hinzufügte, nachdem er seine Dämonen-Trilogie veröffentlicht hatte, wie ich sie nenne (Dämonensommer, Stadt der Dämonen und Dämonenfeuer, im Englischen nennt man die Trilogie allerdings The Word and the Void), womit sich der Kreis zum Demon-Cycle schließt.
An beiden genannten Stellen findet sich auch folgendes Lob von Charlaine Harris, Autorin der True Blood Vampirserie: "Das Lied der Dunkelheit ist phänomenal! Ein großartiger Abenteuerroman, ein Lied über wahres Heldentum."

HÖRBUCH-TIPS sind reichlich in dieser Rezension enthalten, wie auch in den meisten meiner anderen.
Nur eines noch: Da das Cover optisch an die Königsmörder-Chronik angelehnt ist, die ich komplett angehört habe, soweit sie bisher erschienen ist, möchte ich diese hier empfehlen, obwohl ich auch dort einige, aber nur wenige, Schwierigkeiten mit der Logik hatte, leider ist dieses Werk aber auch noch nicht abgeschlossen. Übrigens habe ich es auf CD gekauft, was ich immer bevorzuge, wenn der Preis stimmt, vielleicht schreibe ich trotzdem mal mehr darüber.

61 von 96 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Evolution der Leere

  • Das dunkle Universum 4, 2
  • Autor: Peter F. Hamilton
  • Sprecher: Oliver Siebeck
  • Spieldauer: 16 Std. und 39 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 865
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 821
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 820

Millionen Pilger sind mit ihren Ultra-Antriebsschiffen auf dem Weg ins Zentrum der Galaxis - in die "Leere". Dort, so ihr Glaube, erwartet sie ein perfektes Leben in einer perfekten Welt. Doch der Preis dafür könnte höher nicht sein. Einige setzen alles daran, die Pilger zu stoppen, wie etwa Gore Burnelli, ältester und einflussreichster lebender Vertreter der Menschheit, der die Jahrtausende vorbeiziehen sah; oder Oscar Monroe, der Märtyrer, der sich schon einmal für das Commonwealth opferte.

  • 5 out of 5 stars
  • Sauberer Abschluss

  • Von Morosus Am hilfreichsten 20.04.2017

Void 3.2 Das Ende der Geschichte (Doppelrezension)

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.05.2017

Nach diesem Buch kann man sich endlich der "Chronik der Faller" widmen! Da ich zu dessen erstem Band, "Der Abgrund jenseits der Träume", bereits eine warnende Rezi verfasst hatte, ohne das Buch zu hören, folgt unten eine echte Rezension dazu, ich habe auch aufgepasst, dieses Buch hier nicht zu spoilern!

Noch eine GUTE NACHRICHT und Warnung in einem: Der zweite und letzte Band der "Chronik der Faller" ist auf Deutsch noch nicht erschienen, auch als Buch nicht, aber Anfang April wurde endlich ein Termin bekannt gegeben! Nämlich Anfang September (2017), unter dem Titel "Das Dunkel der Sterne", und ich wage zu hoffen, dass wie beim ersten Teil das Hörbuch zeitgleich veröffentlicht wird! Wer es nicht abwarten und gut Englisch kann: Die Originalfassung erschien voriges Jahr als Hörbuch auf Audible, und ebenfalls parallel zum Buch.

Zu diesem Buch:
Dies ist die zweite Hälfte von "The Evolutionary Void", dem dritten und letzten Teil der "Void Trilogy", die eigentlich keine echte Trilogie, sondern ein Dreiteiler ist, denn die ersten beiden Bände kann man nicht als in sich abgeschlossen bezeichnen, insbesondere weil man erst im letzten Band erfährt, warum die Anhänger so versessen darauf sind, in die Leere zu gelangen. Letzlich war es ein originelles Konzept, den Leser nur schrittweise über Edeards Leben aufzuklären, in der SF-Story aber immer wieder kleine Spoiler einzuflechten, die auf den Fortgang neugierig machen. Um auch den ersten Teil der Chronik der Faller gleich mit rezensieren zu können, habe ich dieses Buch hier schon mal auf Papier vorausgelesen und war auf die Umsetzung zweier Kapitel und eines weiteren Aspekts gespannt. Leider finde ich deren Umsetzung nicht übermäßig gelungen, weshalb ich, neben der nachträglichen Romanteilung (das Buch gibt es ungeteilt zu einem günstigen Preis, sodass die Hörbuchfassung sogar zweieinhalb mal teurer ist!) auch dafür wieder insgesamt drei Sterne abziehe. Bei den Besonderheiten handelt es sich:
- Erstens um Edeards letzten Traum, dieser besteht aus kurzen Absätzen mit eher poetischem Charakter, jeweils unter einem Schlagwort. In der Hörbuchfassung wurden aber die Pausen zwischen den Absätzen leider weggelassen, das Schlagwort folgt also direkt auf das Ende des vorherigen Absatzes, was absolut unnötig war.
- Zweitens ein Kapitel aus der Perspektive einer Maschinenintelligenz, das finde ich vom Vorleser nicht deutlich genug herausgearbeitet.
- Drittens etwas ähnliches, eine Unterhaltung mit einer Alienrasse mittels eines maschinellen Übersetzers, auch da hätte ich mir gewünscht, dass die vom Übersetzer gesprochenen Teile weniger menschlich klingen, auch wenn die Maschine wohl über künstliche Intelligenz verfügt.
Abgesehen von den kritischen Anmerkungen möchte ich nicht viel verraten, die weitere Entwicklung fand ich sehr interessant, man hat den Eindruck, Hamilton hat sich alle wirklich guten Ideen für den Schluss aufgespart! Für eine Spezies endet es dramatisch, andererseits lernt man die Schöpfer der Leere kennen - Hamilton hat mit seinen "Firstlifes" und "Firstlifers" eine falsche Fährte gelegt, jedenfalls was mich betrifft, ebenso mit seinem "Higher Angel" - man erfährt, wer Aaron ist und wer ihn geschickt hat, aber um mehr über die Skylords und Genistars zu erfahren, muss man zur Chronik der Faller übergehen.

Nachtrag: Rezension zu "Der Abgrund jenseits der Träume"
Hamilton schlägt mit diesem Zweiteiler neue Wege ein, man kann es diesmal tatsächlich als eine Dilogie bezeichnen, denn der erste Band ist in sich relativ abgeschlossen, soviel will ich mal verraten. Er ist in mehrere "Bücher" gegliedert, auch nicht ganz in chronologischer Reihenfolge:
Buch 1, "27 Stunden und 42 Minuten" (ab Hörbuch-Kaptel 2) wirkt zunächst nur wie ein Rückblick auf das, was man am Ende von Void 3.2 über die Vorfahren Edeards erfahren hat. Doch dann kommt ein Artefakt ins Spiel, das es wahrlich in sich hat, und Hamilton greift nach längerem wieder auf Horror-Elemente zurück. Dieser Abschnitt endet mit einer Pointe, die ich auf morbide Weise amüsant, aber auch wissenschaftlich unlogisch fand. Bei näherem Hinsehen scheint es nämlich, dass die genannte Zeitspanne exakt einem Planeten-Tag entsprechen und die Windverhältnisse ohne Einfluss sein müssten. Ich will nicht spoilern, aber es erweist sich dann später, dass die Sache eben doch anders liegt, als ich dachte. Ja, da verdreht einem Hamilton schon gehörig den Verstand!
In Buch 2, "Träume aus der Leere" (ab HB-Kapitel 42) erhält man einen Einblick in die Anfänge von Living Dream, und auch die sehen etwas anders aus, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich hatte angenommen, Inigo hätte seine Träume über einen Zeitraum von vielen Jahren empfangen, sie dann jeweils zügig veröffentlicht, und sich spontan zurückgezogen, als der Inhalt des letzten Traums ihn so schockiert hat, dass er ihn nicht veröffentlichen wollte. Nun wird aber gesagt, Inigo habe all seine Träume während des Aufenthalts auf Centurion Station empfangen (im Gegensatz zu Araminta, die IHRE Träume ja mitten im Commonwealth erlebte). Er hat sie technisch gespeichert und veröffentlicht sie aus Marketing-Gründen schrittweise. Nachdem den Raiel, den selbsternannten Bewachern der Leere, klar wird, dass es sich nicht wie zuerst vermutet um einen Schwindel handelt, kontaktieren sie Nigel Sheldon, dem es gelingt, sich eine Kopie der restlichen Träume zu verschaffen. Er und seine Komplizen veranstalten einen Traum-Serienmarathon und beschließen danach, einen Klo(h)n Sheldons in die Leere nach Makkathran zu schicken. (Damit meine ich eine jüngere Version, einen "geklonten Sohn".) Die Raiel kennen eine Methode, dies gewaltsam zu bewerkstelligen, bekanntermaßen hatten sie ja einmal eine Kriegsflotte hinein geschickt.
Da ich möglichst nicht spoilern will, kann ich nur sagen, wer die Void-Trilogie gelesen hat, weiß, warum Nigel's Plan nicht gelingen kann. Aber die damaligen Siedler hatten sich (sorry, aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen) in drei Gruppen aufgeteilt, und Sheldon landet auf einem anderen Planeten, nämlich dem, der in Buch 1 vorgestellt wurde.
In Buch 3, "Revolution für Anfänger" (ab HB-Kapitel 66) lernen wir jedoch zunächst die hiesigen Nachfahren der Siedler kennen, mehr über Sheldon's Pläne erfahren wir erst in Buch 5. Unter dem Einfluss eines äußeren Feindes, der "Faller", permanenter Invasoren, die ich nicht näher beschreiben will, hat sich hier eine deutlich andersartige Gesellschaft herausgebildet, ebenfalls eine Klassengesellschaft, jedoch mit autoritärerem Charakter, in der Wahlen nur pro forma abgehalten werden. Hauptfigur dieser Story ist Slvasta (Von Sylvester abgleitet? Beim Vorleser klingt es mir eher wie Svlasta), ein - okay, ich verrate nur soviel - eher tragischer Held, der nach einem Kampf, in dem er beinahe umkommt, von der Bekämpfung der Faller besessen ist - und von der Ausrottung der "Mots", da diese im Ernstfall nicht den Menschen, sondern den Fallern gehorchen. Die Mots, formbare Lebewesen, die als Ersatz für Maschinen fungieren, entsprechen den "Genistar"-Tieren aus Edeard's Welt, wie auch die übersinnlichen Phänomene unter anderen Bezeichnungen wiederkehren, Denkpfad statt Longtalk, Teka (Telekinese) statt Dritte Hand.
In Buch 4, "Zellstruktur" (ab 119) baut Slvasta mit der Hilfe einer organisatorisch sehr begabten jungen Frau, Bethaneve, eine Widerstandsbewegung auf. Mir erschien das allzu reibungslos, aber es gibt eine Erklärung dafür, und ganz so unbemerkt von der Obrigkeit läuft es auch tatsächlich nicht.
In Buch 5, "Jene, die fallen" (ab 152) erfahren wir, wie Sheldon (nach der unvermeidlichen Bruchlandung) sich in dieser Welt zurechtgefunden und Verbündete gewonnen hat, Slvasta ist ihnen ja schon in Buch 3 begegnet, und hält ihn für einen Faller-Unterstützer, auch dem Leser blieb zunächst vieles schleierhaft.
In Buch 6, "Jene, die aufsteigen" (ab 204), gewinnt Slvasta mit seiner Gewerkschafts-Partei bei den Wahlen einige Sitze, mutiert danach jedoch vom moralisch korrekten Idealisten geradezu zum rücksichtslosen Saboteur und Revolutionär, ja gar zu einem Terroristen und Despoten. Sehr geärgert habe ich mich über die Entdeckungen im "Faller-Institut". Hamilton baut da eine unglaubliche Spannung auf, die in meinen Augen völlig ins Leere geht. Dass dort ein oder mehrere Faller lebendig gefangen gehalten (und entsprechend ernährt) werden, ist zwar abscheulich, jedoch absolut nachvollziehbar. Aber ausgerechnet dieser? Sorry, das ist albern. Und der angeprangerte Gestank wird auch nicht begründet. Sheldon nutzt derweil die bürgerkriegsähnlichen Zustände, um sich gewisse Dinge zu besorgen, die von den ursprünglichen Siedlern stammen, aber auf der Oberfläche des Planeten nicht funktionieren.
Epilog "Jenseits des Abgrunds" (ab 266).
Technisches: Die Übersetzung nervt manchmal durch Inkonsistenzen zur Void-Trilogie, bspw "Drosilk" statt "Droseide", auch der Vorleser spricht manchmal etwas anders aus, wobei er allerdings die Bücher in umgekehrter Reihenfolge kennengelernt haben dürfte. Die Aufteilung in 266 echte Hörbuch-Kapitel mit einer Länge von durchschnittlich 6 1/2 Minuten wurde gewissenhaft erledigt.

HÖRBUCH-TIPS gebe ich in vielen meiner Rezensionen, hier möchte ich aber vor allem Audible und die Verlage ermutigen, dass auch die anderen Bücher Hamiltons vertont werden, besonders
- der Kurzgeschichten-Band "Zweite Chance auf Eden" zum "Armageddon-Zyklus"
- der Kurzgeschichten-Band "Die Dämonenfalle" (alias "Manhattan in Reverse"), der im August als günstigeres Taschenbuch neu aufgelegt werden soll und unter anderem Stories zum Commonwealth enthält
- der für mehrere Preise nominierte (im Deutschen zweigeteilte) Roman "Der Drachentempel" (Fallen Dragon)
- der in Frankreich preisgekrönte Roman "Der unsichtbare Killer" (der so dick ist, dass ihr ihn meinetwegen ruhig auch teilen dürft, "Great North Road")
- die "Mindstar-Trilogie" (Greg Mandel Trilogy), Hamiltons erfolgreiche Debütreihe
- "Der Dieb der Zeit" (Misspent Youth), ein Roman über die erste "Rejuvenation" (Verjüngungskur), voller unsympathischer Personen, der Vollständigkeit halber
Auf Englisch sind seit wenigen Monaten all diese Bücher bei Audible erhältlich.
Übrigens existiert ein leicht gekürztes deutsches Hörbuch auf CD, "Den Bäumen beim Wachsen zusehen" (englisch "Watching Trees Grow", auch im Sammelband "Manhattan in Reverse"), vielleicht könnte Audible das auch anbieten?

6 von 10 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Das Erbe der Seher (Die Licanius-Trilogie 1)

  • Autor: James Islington
  • Sprecher: Josef Vossenkuhl
  • Spieldauer: 29 Std. und 17 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 1.323
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 1.258
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 1.260

Zwanzig Jahre sind seit dem Ende des Krieges vergangen. Die machthungrigen Auguren, die einst unbesiegbar schienen, wurden von einer Allianz rebellierender Länder hinweggefegt und vernichtet. Andere Magiekundige werden seitdem strengstens überwacht - sie überleben nur, weil sie sich den Vier Gesetzen unterworfen haben, die seit der Rebellion gelten. Der junge Damian leidet unter dem Auswirkungen dieses Krieges, der noch vor seiner Geburt begann.

  • 5 out of 5 stars
  • Spannende Story, sehr guter Sprecher, aber...

  • Von Wunderwuzzi Am hilfreichsten 29.09.2017

Eine neue Romanreihe für Fans von DAS RAD DER ZEIT

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 15.05.2017

"Lieben Sie das Rad der Zeit? Dann wird dies hier Ihre neue Lieblingsserie."
Das sind, übersetzt, die ersten Worte auf James Islington's Homepage! Nun, ICH liebe das Rad der Zeit, und diese Gelegenheit kann ich mir einfach nicht entgehen lassen, Fantasy-Fans auf jenes fantastische Epos hinzuweisen, wie auch umgekehrt die Fans vom Rad der Zeit zu ermutigen, dieses neue Werk hier auszuprobieren. Mit einem 30-Stunden-Wälzer (Original 25h, auch bei Audible), den ein Verlag als Buch gedruckt hat, den ein anderer Verlag (Knaur) ins Deutsche übersetzen ließ, und den Audible selbst als Hörbuch produzieren ließ, das man für nur ein Guthaben bekommt, kann man nicht viel falsch machen! Das ist leider einer der Haken beim "Rad der Zeit": die Bücher, alle außer dem Prequel-Band mindestens so dick wie dieses hier, wurden geteilt, was nicht ungewöhnlich war und ist, aber besonders bei den mittleren Bänden hat es der damalige Verlag (Heyne) übertrieben, und Audible hat nicht den Mumm, diese 10-Stunden-Schnipsel für halbe Guthaben anzubieten. Ich empfehle dennoch, sich zunächst mal den fast in sich abgeschlossenen ersten Band (deutsche Bände 1 und 2) zuzulegen, und dann weiter zu sehen. Die Romane sind in relativ einfacher Sprache verfasst, sodass man auch später, wenn man die meisten Begriffe kennt, auf die ungeteilten englischen Hörbücher umsteigen kann. Übrigens 15 an der Zahl, darunter ein Prequel-Band, den man am besten zwischen Band 10 und 11 lesen sollte.

Aber zurück zu DIESEM Buch und seinem Autor. Eine Wikipedia-Seite über ihn gibt es noch nicht, auch nicht in Englisch. Er ist Australier, und auf seiner Homepage erfährt man, von welchen Autoren er inspiriert wurde: Raimond (E.) Feist , der fast all seine Romane in einem einzigen Fantasy-Universum spielen ließ, dem Midkemia-Kelewan-Zyklus, ich habe bisher nur die 6 Bände gelesen, die (damals) auf Deutsch als "Midkemia-Saga" vermarktet wurden, allerdings nicht wirklich eng zusammen gehören. Dann natürlich Robert Jordan, dessen Lebenswerk das Rad der Zeit ist, das er aufgrund einer seltenen Krankheit nicht mehr abschließen konnte. Dann Brandon Sanderson, auch ein Fan von Robert Jordan, der sich bereits mit eigenen Werken einen Namen gemacht hatte, bevor dessen Witwe ihm die Aufgabe übertrug, das Rad der Zeit zu vollenden, was er großartig bewältigt hat. Und schließlich Patrick Rothfuss, dessen Werk "Der Name des Windes" auch ich "zurzeit" auf Hörbuch genieße. Das ist ein wenig ironisch gemeint, denn ich habe ausnahmsweise den "Fehler" gemacht, eine Hörbuch-Reihe anzufangen, die noch nicht abgeschlossen ist. Auch ein wunderbares Werk! (Okay, denselben "Fehler" habe ich natürlich auch beim Lied von Eis und Feuer gemacht.) Womit wir wieder bei diesem Buch hier wären! Es ist 2014 erschienen, der zweite Teil der Trilogie ist für August diesen Jahres angekündigt, und erfahrungsgemäß wird es für einen Autor um so schwieriger, je mehr er sich dem Ende nähert. George R.R. Martin hat die ersten drei Bände innerhalb vom 4 Jahren veröffentlicht, 5 Jahre für den vierten und 6 Jahre für den fünften benötigt, und für den sechsten wiederum 6 Jahre, sofern er tatsächlich dieses Jahr erscheinen sollte, und das wird noch nicht der letzte sein.

Die "Vier Gesetze", an die sich Magiekundige in diesem Werk halten müssen, haben mich sofort an die "Drei Eide" erinnert, die Magierinnen (Aes Sedai) in Jordan's Rad der Zeit ablegen müssen. Dabei halten sie uralte magische Artefakte in Händen, die die zukünftige Einhaltung der Eide erzwingen. Der interessanteste ist der, niemals die Unwahrheit zu sagen, was sie dazu bringt, sich rhetorische Fertigkeiten zuzulegen, durch die sie ihre Gesprächpartner dennoch irreführen können. Da bin ich aber mal gespannt!

Das Buch ist wirklich gut geschrieben, es beginnt wie das Rad der Zeit mit einem Prolog, in welchem sich ein Held mit einem Bösewicht unterhält, den er hier aber, verwirrt, als seinen "Meister" bezeichnet, und der Bezug dieser Personen zu den nachfolgend geschilderten Ereignissen bleibt zunächst verborgen. Es ist ebenfalls ein "Coming of Age" Roman, auf Deutsch "Entwicklungsroman", eine ziemlich unverständliche Bezeichnung dafür, dass der Romanheld noch jung ist und seine Fähigkeiten gerade erst erforschen und seine Bestimmung finden muss. Wie auch beim Vorbild ist die Handlung grausam, bleibt aber im jugendfreien Bereich.
Der Vorleser macht seine Sache hervorragend, er spricht deutlich und arbeitet die Figuren gut heraus, ohne zu überziehen.
Die Hörbuchkapitel sind lang, sie halten sich an die Kapiteleinteilung des Buches, nur manchmal sind zwei Buchkapitel in einem Hörbuchkapitel zusammengefasst.
Alles in allem gebe ich volle dreimal fünf Sterne!

48 von 60 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Blendwerk

  • Die dunklen Fälle des Harry Dresden 15
  • Autor: Jim Butcher
  • Sprecher: Richard Barenberg
  • Spieldauer: 17 Std. und 16 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    5 out of 5 stars 675
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 644
  • Geschichte
    5 out of 5 stars 641

Harry Dresden steht ein schlechter Tag bevor, denn als Winterritter der Königin der Luft und der Dunkelheit weiß er nie, welche Ränke Mab gerade schmiedet und wie seine Rolle darin aussieht. Üblicherweise hat sie Übles mit ihm im Sinn. Doch diesmal kommt es besonders dick. Mab hat Harry ausgeliehen, um eine alte Schuld zu begleichen, und nun muss er einer Gruppe übernatürlicher Schurken unter Führung eines seiner gefürchtetsten und verhasstesten Feinde, Nicodemus Archleone, helfen.

  • 5 out of 5 stars
  • Zurzeit letzter Band, weiter hoffentlich November

  • Von Viktor Am hilfreichsten 29.04.2017

Zurzeit letzter Band, weiter hoffentlich November

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 29.04.2017

Leider komme ich mit dem Rezensieren einfach nicht nach, ich brauche länger dafür als zum Hören!
Dieser Band ist wieder großartig und hält das Niveau des Vorgängers, auch wenn hier die düstere Seite Harrys stärker betont wird. Eine ausführlichere Rezension werde ich nachtragen, aber ich wollte über den Fortgang der Serie informieren und einen wichtigen Hörbuch-Tip geben.

Der nächste Band, "Friedensgespräche" (Peace Talks) soll im Original im September erscheinen und dann schon im November auf Deutsch, hoffentlich zeitgleich auch als Hörbuch, die Chancen dafür stehen nicht schlecht, aber was weiß ich schon, wie die zeitlichen Abläufe bezüglich Übersetzung und Hörbuchproduktion aussehen.
Audible überbrückt die Zeit mit der Veröffentlichung des Sammelbands "Nebenjobs" (Side Jobs), der jetzt bereits drei(!!!) Monate vorher angekündigt ist. Sofern er mit der Originalausgabe übereinstimmt, enthält er elf Erzählungen, die alle zwischen den Bänden 5 und 13 spielen, außer der ersten, die vor Band 1 spielt (und auf Amazon, Blick ins Buch, komplett einsehbar ist!), hauptsächlich zwischen den Bänden 9 und 11, und sie wurden auch jeweils zeitnah zu den jeweiligen Bänden verfasst und erstveröffentlicht.

Wem die Wartezeit zu lang wird, dem empfehle ich dringend die Reihe "Stadt der Finsternis" von "Ilona Andrews"! Ich habe die Romane abwechselnd mit der Harry Dresden Serie gehört und kann sagen, sie sind beide zurecht in derselben Kategorie eingeordnet, "Horror & Dunkle Mächte". Wer Harry Dresden liebt, muss unbedingt zumindest den ersten Band dieser Serie anhören! Trotz der weiblichen Perspektive (scheinbare Autorin; Hauptfigur und Vorleserin in erster Person) ist die Reihe auch für männliche Leser sehr gut verdaulich, und verfasst wird die Reihe tatsächlich von einem Ehepaar. Die Mischung von Magie, Humor und Gemetzel ist der bei Harry Dresden vergleichbar, und im Gegensatz dazu fand ich sie auch vom ersten Band an wirklich gekonnt konzipiert. Sie spielt ebenfalls in unserer Realität, im weiter südlich gelegenen Atlanta, in einer nahen Zukunft, in der "die Magie" in die Welt zurückgekehrt ist, sich allerdings phasenweise mit "der Technik" abwechselt. Alles, woran Menschen glauben, kann real werden, und wenn man daran glaubt, dass Telefone funktionieren, dann besteht eine gute Chance, dass sie das auch tun.
Dass die Serie mit Romance ziemlich wenig am Hut hat, kann man auch daran erkennen, dass Vampire zwar vorkommen, dabei handelt es sich aber eher um blutrünstige Zombies, die von "Nekromanten" telepathisch kontrolliert werden müssen, deren Gemeinschaft sich "das Volk" nennt. Werwölfe sind zusammen mit anderen Tiermenschen in "dem Rudel" organisiert, und "der Orden" ist eine Organisation, die kostenlos für ein pflegliches Zusammenleben kämpft, und dazu auch schon mal ihren jeweiligen Auftraggeber beseitigt. Die Hauptfigur Kate Daniels arbeitet lieber auf eigene Faust als "Söldnerin", und wie Harry Dresden, so hat auch sie ein dunkles Geheimnis.

Dann gibt es da noch die unvollständige Serie "Geschichten aus der Nightside" von Simon R. Green, die mir aber leider im Verhältnis zur Spieldauer zu teuer ist, sodass ich darüber nichts sagen kann.
Wo ich gerade dabei bin: In der Kategorie "Horror & Dunkle Mächte" steht auch die Dark Fantasy Pentalogie "The Banned", die ich beinahe durch habe, die spielt aber in einer reinen Fantasy-Welt, mehr dazu demnächst.

Viele weitere Hörbuch-Tips und Anregungen in meinen anderen Rezensionen!

22 von 24 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Evolution der Leere

  • Das dunkle Universum 4, 1
  • Autor: Peter F. Hamilton
  • Sprecher: Oliver Siebeck
  • Spieldauer: 16 Std. und 40 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 827
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 790
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 786

Pilger sind mit ihren Ultra-Antriebsschiffen auf dem Weg ins Zentrum der Galaxis - in die "Leere". Dort, so ihr Glaube, erwartet sie ein perfektes Leben in einer perfekten Welt. Doch der Preis dafür könnte höher nicht sein. Einige setzen alles daran, die Pilger zu stoppen, wie etwa Gore Burnelli, ältester und einflussreichster lebender Vertreter der Menschheit, der die Jahrtausende vorbeiziehen sah; oder Oscar Monroe, der Märtyrer, der sich schon einmal für das Commonwealth opferte; und die gnadenlose Ermittlerin Paula Myo, unermüdlich und unaufhaltsam. In ihren Händen liegt es, die Galaxis zu retten. Doch die Zeit ist nicht ihr Verbündeter...

  • 2 out of 5 stars
  • Enttäuschende Verlagspolitik von Lübbe! Teil 3.1

  • Von Viktor Am hilfreichsten 20.03.2017

Enttäuschende Verlagspolitik von Lübbe! Teil 3.1

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 20.03.2017

Dies ist nur die erste Hälfte des letzten Bandes der Void-"Trilogie", "The Evolutionary Void", aber bevor ich los zetere, zuerst die gute(n) Nachricht(en): In den letzten Monaten sind bei Audible zahlreiche Hamilton-Bände auf Englisch erschienen, es gibt jetzt (fast)
DAS GESAMTE WERK HAMILTONS UNGETEILT IM ORIGINAL BEI AUDIBLE!
Außer einigen Kurzgeschichten und einer Jugendbuch-Reihe, die auch noch nicht übersetzt wird.

Die neuen (englischen) Hörbücher sind:
- Die "Night's Dawn Trilogy" ("Armageddon-Zyklus") in drei statt sechs deutschen Bänden ("The Reality Dysfunction", "The Neutronium Alchemist", "The Naked God")
- Die zu "Armageddon" gehörende Vorgeschichten-Sammlung "A Second Chance at Eden" ("Zweite Chance auf Eden"), auf die wir auf Deutsch bisher vergeblich warten, sie ist als Einstieg exzellent geeignet, da sie nicht spoilert; vergleichbar mit dem ersten Hyperion-Roman, sieben Erzählungen unterschiedlicher Art, chronologisch sortiert
- "Misspent Youth" ("Der Dieb der Zeit"), Pilotroman zum Commonwealth-Zyklus, der die "Commonwealth Saga" (englisch zwei Bände, deutsch vier von Lübbe), die Void-Trilogie ("Das dunkle Universum", deutsch vier Bücher, sechs Hörbücher von Lübbe) und die "Chronik der Faller" umfasst (zwei Bände, auf Deutsch bisher nur der erste erhältlich, ungeteilt als Hörbuch vom Hörbuch Hamburg Verlag); laut den Widmungen zu Beginn des Buches sind alle handelnden Personen sowie ihre Handlungen unausstehlich, ich habe auch schon reingelesen
- "Night Without Stars", der zweite und letzte Band der "Chronicle of the Fallers", ein deutscher Veröffentlichungstermin auch für die Buchfassung ist noch nicht angekündigt
- "Fallen Dragon" (deutsch zwei Bände, "Der Drachentempel" = "Sternenträume" + "Drachenfeuer"), dieser bei Kritikern wohl angesehenste Roman Hamiltons wurde immerhin für zwei bedeutende Preise nominiert

Da drehe ich Audible bloß ein paar Monate den Rücken zu, schon tanzen die Verlage auf dem Tisch!
Nachdem Lübbe den ersten Band der "Void-Trilogie" - auch Audible bewarb es kurzzeitig unter diesem Titel, sie wird sogar in den Büchern auf Seite 2 als "Void-Zyklus" und am Ende der ersten beiden Bände über einer Zeittafel als "Leere-Trilogie"(!) bezeichnet - geteilt herausgebracht hatte, hatte man seinen Fehler scheinbar eingesehen und die beiden anderen Bände ungeteilt veröffentlicht.
Jahre später nun, zeitgleich zum ersten Hörbuch, erschienen alle vier Bände als kleineres Taschenbuch zu einem sehr günstigen Preis, was für die Teile zwei und drei (deutsch 3 und 4) sogar ein ganz hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis darstellt! Ich glaubte fest daran, man werde sich auch bei den Hörbüchern an diese Aufteilung halten. Weit gefehlt! Band 2 (3) wurde auf Seite 441 geteilt, fast exakt in der Mitte (zwischen Seite 5 und Seite 876), mitten im Buchkapitel! Zumindest wählte man einen Szenenwechsel zum Teilen. Auch dieser Teil 3 (4) jetzt wurde fast genau halbiert (zwischen Seiten 7 und 876), wir können uns wohl bei Hamilton dafür bedanken, dass gerade auf Seite 445 ein neues Kapitel beginnt. Durch die Halbierungen sind die deutschen Hörbuch-Fassungen nun zweieinhalb mal so teuer wie die Bücher, höchst ärgerlich!

[Spoilerwarnung für diejenigen, die die vorigen Bände noch nicht gehört haben!]
Aber eigentlich ist es ja gar keine Trilogie, so wenig wie der "Herr der Ringe", nein, sogar noch weniger. Denn es erweist sich, dass die Asynchronität von SF-Story und in der Leere spielender Fantasy-Story von vornherein angelegt war: Erst am Ende von Teil 2 (3.2) wurde dem Leser etwas enthüllt, was die Anhänger von "Living Dream" schon lange wissen, und ihre Gegner geben dieser Tatsache die Schuld für die Gefräßigkeit der Leere, für ihren hohen Verbrauch an Energie bzw Materie: Edeard kann "die Zeit zurück drehen"!
Wäre das Buch nicht geteilt worden,würde ich ihm fünf Sterne geben, aufgrund eines guten Preis-Leistungs-Verhältnisses. Was aber nicht heißt, dass ich mit dem Inhalt völlig zufrieden bin. In Band 2 (3.2) stellt sich heraus, dass das Ungemach, das Edeard in seiner Kindheit widerfuhr, und viele Intrigen in der Hauptstadt allein auf eine von langer Hand geplante Verschwörung zurück gehen, die einige Mächtige eingefädelt haben. Doch warum sollten diejenigen, die ohnehin die Macht haben, eine solche Katastrophe herauf beschwören, am Ende gar zahllose Unschuldige dahin metzeln? Und haben sie wirklich einen Plan für die Zeit danach? Inwiefern soll dies eine bessere Gesellschaft darstellen? Dafür liefert Hamilton keine Erklärung. Und in diesem Band hier stellt sich nun heraus, dass die Accelerator-Fraktion, die die Forschungsmissionen zum "Dyson-Paar" lediglich infiltriert hatte, bei deren Erforschung erfolgreicher war als die Veranstalter der Missionen selber. Das halte ich für unglaubwürdig. Selbst die Schöpfer der Technologie können nicht helfen, wohingegen die Pfade der Sylfen allen Gesetzen von Raum und Zeit zu spotten scheinen. Das passt für mich nicht zusammen. Außerdem nervt es mich gewaltig, dass Araminta den Unisphären-Link nie benutzt, die ihr Gore Burnelli frühzeitig zukommen ließ, und dass sie auch Oskar nicht vertraut, obwohl dieser sie doch aus ihrer größten Dummheit heraus gehauen hat - über die ich mich genauso sehr geärgert habe. Stattdessen kontaktiert sie ihren Ex, von dem eigentlich klar sein sollte, dass er unter geheimdienstlicher Beobachtung steht, was auf seine gut vor der Steuer versteckten Altlasten nicht zutraf.Nachdem sie ihrer Hausdurchsuchung schlau durch die Maschen geschlüpft war, reitet sie sich selber immer wieder rein.
Zu den anderen Personen gibt es in diesem Halbband nicht viel Neues, viele streben dem "Spike" zu, wo Ozzie sich aufhalten soll. Selbst Justine bekommt hier nur ein einziges kurzes Kapitel! Immerhin erfahren wir, dass sich ANA nicht aus der SI entwickelt hat, wie ich zuerst mutmaßte. Und wir bekommen nicht mehr alle Träume Inigos geliefert, allerdings lagen auch zwischen den vorigen immer wieder Zeitsprünge. Hier werden der 16., der 21., der 26. und der 29. wiedergegeben. In einem bekommt er es mit Leuten zu tun, die mich stark an den Roman "Hier sangen früher Vögel" ("Where Late the Sweet Birds sang") erinnern, ein Hugo-prämierter Roman, bei dem ich aber ebenfalls die "übermenschlichen" Ansichten und daraus resultierenden Verhaltensweisen der Betreffenden nicht nachvollziehen konnte. Hier stellt sich mir zusätzlich die Frage, wie diese Leute so lange Edeards Aufmerksamkeit entgehen konnten, bis sie so mächtig wurden.

Technisches: Bei Teil 2 (3.1+3.2) war es ganz schlimm, jetzt etwas besser: Die Hörbücher sind in sehr viele kurze Kapitel (HK) unterteilt, im Durchschnitt unter 3 Minuten, normalerweise freut mich das, weil es mir erleichtert, es zum Brennen auf CDs aufzuteilen, doch leider haben diese Stellen meist rein gar keinen Bezug zum Inhalt, selbst Buchkapitel-Grenzen wurden oft übergangen, bei diesem Teil hier immerhin nur einmal, und Szenenwechsel werden nur selten berücksichtigt, teilweise liegen die HK-Anfänge mitten im Satz (" sagte ..."). Die Buchkapitel beginnen bei den HK 2, 43 (ohne Kapitelüberschrift "Justine: Reset Jahr drei"), 47, 85, 103, 164 (im HK bei 7:29:40), 211, 249, 297, 332.
Beim normalen Anhören fällt dies natürlich nicht auf, anders ist das allerdings mit den Stellen, an denen das Hörbuch durch ein Zwischenspiel aus Akkorden unterbrochen wird. Das sind Pausen in Abständen von etwa zwei Stunden, für die es keinen besonderen inhaltlichen Anlass gibt, wenigstens hält man sich dabei meist an Szenenwechsel. Wären es halb so lange Abstände, würde ich annehmen, dass es dort für CDs geteilt werden solle, aber dies hier kann ich nicht nachvollziehen, und es stört eben auch. Die Zwischenspiele liegen vor den HK-Anfängen 43 (Justine-Kapitel), 85 (Edeard-Kapitel), 142, 188 (nach HK-Beginn!), 233, mitten im(!!!) HK 275 und am schlimmsten das letzte, vor Hörbuch-Kapitel 318!
Dieses verfälscht nämlich den Buchtext, denn der Ausspruch "Herrin! Ich frage mich, wie wohl Tag zwei werden wird." stammt von Araminta und gehört zum Vorhergehenden, danach folgt ein Szenenwechsel! ("Darauf war ... selber gespannt." DIESE Personen würden auch niemals "Herrin" sagen, höchstens ironisch.) Nachdem ich lange überlegt habe, ob ich wegen der Teilung zwei oder drei Sterne geben solle, habe ich mich wegen dieser Stümperei für zwei entschieden.
Für die Qualität der Story gebe ich vier Sterne, für die Vorleseleistung fünf, nachdem ich früher Einwände gegen Siebeck hatte. Ein ungeteiltes Hörbuch hätte ich trotz der technischen Lieblosigkeiten insgesamt mit fünf bewertet.

HÖRBUCH-TIPS (bitte auch in meinen anderen Rezensionen stöbern):
Da es jetzt fast alles auf Englisch bei Audible gibt, nochmal in Kurzfassung Hamiltons Bücher in Veröffentlichungs-Reihenfolge:
- Die "Greg Mandel Trilogy", deutsch "Mindstar-Trilogie", 3 englische / 3 deutsche Bände
- Die "Night's Dawn Trilogy", deutsch "Armageddon-Zyklus", 3 / 6
- dazu Vorgeschichten-Sammelband "A Second Chance at Eden", "Zweite Chance auf Eden", 1 / 1
- "Fallen Dragon", "Der Drachentempel", 1 / 2, war für Campbell-Award und Clarke-Award nominiert
- Commonwealth 0: "Misspent Youth", "Der Dieb der Zeit, 1 / 1
- Commonwealth 1: "Commonwealth Saga", 2 / 4
- Commonewallth 2: "Void Trilogy", "Das dunkle Univerum", 3 / 4 (deutsche Hörbücher in 6 Teilen)
- "Great North Road", "Der unsichtbare Killer", 1 / 1, gewann den französischen "Grand prix de l'Imaginaire" als bester ausländischer Roman
- die Kurzgeschichten-Sammlung "Manhattan in Reverse", "Die Dämonenfalle", sieben Erzählungen, von denen einige zum Commonwealth-Universum gehören, 1 / 1, englisch auch einzeln bei Audible, eine erschien deutsch leicht gekürzt auf 2 CDs, "Den Bäumen beim Wachsen zusehen"
- Commonwealth 3 (Prequel zu 2): "Chronicle of the Fallers", "Chronik der Faller", 2 / 1+?
- außerdem "The Queen of Dreams", Fantasy-Jugendreihe, bisher weder vertont noch übersetzt

15 von 17 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Im Namen der Ehre

  • Der Aufstieg Manticores 1
  • Autor: David Weber, Timothy Zahn
  • Sprecher: Uve Teschner
  • Spieldauer: 16 Std. und 43 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 479
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 463
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 460

Travis Long, Rekrut bei der Royal Manticoran Navy, stellt schnell fest, dass der Dienst nicht das ist, was er sich vorgestellt hat. Die Disziplin ist lasch, die Schiffe sind uralt, und für die nötigen Reparaturen fehlt das Geld. Deswegen planen einige Politiker des Sternenkönigreichs Manticore die Raumflotte zu verschrotten. Immerhin ist weit und breit kein Feind in Sicht.

  • 5 out of 5 stars
  • Prequel einer Military Space Opera Bestsellerserie

  • Von Viktor Am hilfreichsten 23.07.2016

Prequel einer Military Space Opera Bestsellerserie

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 23.07.2016

WICHTIGER HINWEIS an diejenigen, die sich nicht vor einem Hörbuchkauf informieren und dann darüber aufregen, dass sie nix kapieren oder lange auf die Fortsetzung warten müssen.
1) Dies ist das insgesamt neunundzwanzigste(!) Buch, das im Universum um HONOR HARRINGTON spielt, einer Offizierin der manticorianischen Raumflotte, mehr dazu unten. Es spielt aber rund 400 Jahre vor der Original-Reihe und ist so abgefasst, dass es auch für Neueinsteiger problemlos verständlich ist. Die Hauptfiguren der vorherigen Bücher waren überwiegend weiblich.
2) Die Reihe soll laut engl. Wikipedia "mindestens" 3 Romane umfassen, von denen aber im Original erst 2 erschienen sind, ein Termin für das dritte ist anscheinend noch nicht bekannt, obwohl es dem Rhythmus nach im Herbst soweit sein könnte. Die deutsche Fassung des zweiten Bandes ist für Dezember angekündigt. Dieser Band hier enthält aber eine in sich abgeschlossene Handlung.
Man sollte vor einem Kauf zumindest mal auf den Namen des Autors klicken, um zu sehen, wieviele Hörbücher es auf Englisch von ihm gibt. (Findet man nichts, handelt es sich wohl um einen deutschen Autor mit englischem Pseudonym.) Besser noch, man schaut mal in Wikipedia nach einer Bibliographie.
Es ist kein Muss, aber empfehlenswert, sich den Wikipedia-Artikel "Honor Harrington" anschauen.

Die Manticore-Reihe spielt gut 1600 Jahre in der Zukunft. Die Menschheit hat sich weit in unserer Galaxis ausgebreitet, auf intelligente Spezies ist man dabei kaum gestoßen, die Konflikte spielen sich ausschließlich zwischen den verschiedenen menschlichen Sternenreichen oder sonstigen menschlichen Akteuren ab.
Hauptfigur ist Travis Long, der sich nach dem frühen Tod seines Vaters infolge der Freiheiten, die ihm seine Mutter lässt, zu einem häufig pedantischen Idealisten entwickelt, der bei allen aneckt, die es mit Regeln nicht so genau nehmen. Spontan verpflichtet er sich für den Dienst in der Weltraum-Navy seiner Heimat Manticore, einer England ähnelnden feudalen Monarchie. Zufällig ist sein Halbbruder ein Lord im manticorianischen Oberhaus und wird in Pläne hineingezogen, die interstellar orientierte Navy, die seit langem nicht mehr gefordert wurde, abzuwickeln und durch innersystemische Patrouillenschiffe zu ersetzen. Nach einer amüsanten Einleitung widmet die Geschichte sich zunächst ausgiebig der Politik Manticores und der Ausbildung Longs, bevor es zu Action kommt: Einer Havarie, deren Überlebende rechtzeitig gerettet werden müssen, und dann einer Expedition zu einer interstellaren Zusammenkunft, bei der das große benachbarte (und damals verbündete) Sternenreich Haven Kriegsschiffe verkaufen will. Da geht es dann so richtig zur Sache, denn Piraten haben es auf die Schiffe abgesehen, und sie haben nicht vor dafür zu zahlen.

MEINE MEINUNG: Ein Kumpel von mir meinte, das Buch gelte als langatmig, ich finde diese Abschnitte jedoch interessant und häufig sehr amüsant. Die Eigenschaften der Technologie sind für einen SF-Fan ausgesprochen gewöhnungsbedürftig, so scheint die Elektronik ausgesprochen rückständig, Waffensysteme können nur genutzt werden, wenn das Raumschiff entsprechend ausgerichtet ist, das Antriebssystem eines Torpedos kann nach dem "Ausbrennen" nicht wieder eingeschaltet werden, das eines Raumschiffs benötigt 40 Minuten zum Hochfahren. Die Kämpfe, die gegen Ende des Romans ausgefochten werden, erscheinen einem wie in Zeitlupe. Das mag für Kampfschiffe, die für eine realistische Art der Kriegführung konzipiert sind, logisch sein, wenn sie in einer völlig andersartigen Situation "kalt erwischt werden", logisch sein. Nicht logisch fand ich allerdings, dass Piraten, die über fast keine schweren Waffen verfügen, dermaßen gut informiert sind, dass sie Raumschiffe mit einer Genialität à la Ocean's Eleven kapern können, und dass ihr Anführer das unerwartete Auftauchen der manticorianischen Delegation durch einen billigen Trick und eine geistlose Schmierenkomödie abzufangen weiß. Über diesen Abschnitt habe ich mich ziemlich geärgert.
DER VORLESER macht seine Sache eigentlich sehr gut, auch wenn ich anfangs fand, er unterscheide die Stimmen nicht hinreichend. Ich würde ihm 5 Sterne geben, wenn er mich nicht so auf die Palme damit gebracht hätte, ständig das Wort "Schürfschiff" (mit kurzem Ü), das zigfach vorkommt, "Schürschiff" (mit langem Ü) auszusprechen. Ich habe mich extra in die nächste Buchhandlung begeben um festzustellen, ob es sich nicht um einen Produktionsfehler handelt, immerhin wird in den neuesten Bänden des Commonwealth-Zyklus "Commonwelth" konsequent ohne A geschrieben, was aber die Aussprache nicht beeinflusst. Nein, im Buch steht es korrekt, und es kommt sogar mindestens einmal das korrekt ausgesprochene Wort "schürfen" vor.
TECHNISCH ist das Hörbuch in 389 Kapitel eingeteilt, durchschnittlich rund 2,5 Minuten, leider wurden wieder mehrfach Szenenwechsel mit einer zu kurzen Pause gesprochen und wohl darum auch bei der Kapiteleinteilung übersehen. Nach größeren Abschnitten gibt es ein musikalisches Intermezzo. Das Hörbuch kann in vier Teilen downgeloadet werden. Volle Punktzahl in der Hoffnung auf weitere Bücher der Reihe ;-)

Die Original-Reihe spielt knapp 2000 Jahre in der Zukunft, Honor Harrington ist eine anfangs noch junge Offizierin in der Raumflotte von Manticore (ein Mantikor ist ein Fabelwesen mit Löwenkörper, einem Skorpion- oder Drachenschwanz und einem scheußlichen Menschengesicht, dessen Beschreibung bei Wikipedia mich an das Shrike aus Hyperion erinnert), Honor steigt im Laufe der Serie immer weiter auf. Die einzigen wichtigen intelligenten Außerirdischen in der Reihe sind die Baumkatzen, die auf Honors Heimatplaneten Sphinx (bekanntes Fabelwesen mit Löwenkörper und menschlichem Gesicht) heimisch sind, untereinander telepathisch kommunizieren und sich an Menschen binden können, Honor hat selber einen Baumkater als Gefährten, der sich, wenn ich mich recht erinnere, gern auf ihren Schultern rumtragen lässt. Baumkatzen haben sechs Beine bzw Arme mit Händen dran.

Das 29. Buch ist es, wenn man nicht mitzählt, dass bisher neun im Deutschen geteilt wurden. Mitgerechnet sind sechs Anthologien, also mit Erzählungen anderer Autoren, aber im selben Universum, deren bislang letzte, "Beginnings", bisher nicht übersetzt wurde, diese enthält auch eine Erzählung von Timothy Zahn, auf der die Manticore-Reihe basiert.
Dieses Hörbuch ist also besonders für diejenigen interessant, die Weber's Honor-Harrington-Romane, zumindest einige davon, bereits kennen. ALLE in diesem Universum spielenden Bücher sind auf Englisch bei Audible erhältlich, dazu noch fast genauso viele andere des Autors (darunter viele Koproduktionen). Die Originalfassungen der ersten beiden Honor Harrington Romane darf man übrigens als Textdateien kostenlos downloaden und weiterverbreiten.

- 13 Bände umfasst bisher die Hauptreihe Honor Harrington, 17 deutsche Bände, da die letzten 4 geteilt wurden
- 6 Sammlungen (deutsch erst 5) mit je 4-6 Erzählungen, von denen durchschnittlich zwei von Weber stammen
- 3 Bände: Crown of Slaves (Wages of Sin), mit Eric Flint verfasst, Bände 2+3 im Deutschen halbiert
- 3 Bände: die Saganami-Reihe, alle wurden im Deutschen halbiert in insgesamt 6 Bände
- 3 Bände: Star Kingdom, eine Reihe für "junge Erwachsene", 2+3 mit Jane Lindskold verfasst, deutsch ungeteilt
- 2 Bände bisher von mindestens 3, Manticore Ascendant, deutscher Band 2 soll Dezember kommen, beide ungeteilt

HÖRBUCH-TIPS (bitte auch in all meinen anderen Rezensionen stöbern):
WERKE VON DAVID WEBER BEI AUDIBLE:
(Die Angaben zu Deutsch beziehen sich nur auf Buchfassungen, zu Audible nur auf englische Hörbücher!)
- Alle Bücher aus dem Honorverse, also die obigen, sind ungekürzt & ungeteilt bei Audible erhältlich
- Dahak, 3 Bände, alle deutsch
- War God, Fantasy, 4 Bände bisher, alle bei Audible, deutsch nur erste drei, dritter halbiert
- Empire of Man (Marduk), mit John Ringo, 4 Bände, alle bei Audible, alle deutsch
- Ring of Fire, Hauptautor Eric Flint
- Starfire, mit Steve White, erste 4 Bände, gesamte Serie bei Audible
- Multiverse, mit Linda Evans bzw Joelle Presby, 3 Bände bisher, bei Audible erhältlich, nicht deutsch
- Safehold, 8 Bände bisher, alle bei Audible, bisher erste sieben deutsch, alle halbiert
- Einzelwerke: Warmasters (Anthologie) bei Audible, Out of the Dark bei Audible und deutsch
Von TIMOTHY ZAHN gibt es auf Englisch bei Audible eine Reihe Star Wars Romane sowie die Trilogien Cobra Trilogy, Cobra War und Cobra Rebellion, außerdem hat er einen Band zur neuen Serie Heroes Reborn beigetragen, die es auch auf Deutsch gibt.
EINE VERGLEICHBARE SERIE auf Englisch bei Audible ist The Seafort Saga von David Feintuch.

72 von 75 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Der Erbe der Schatten

  • Weitseher 3
  • Autor: Robin Hobb
  • Sprecher: Matthias Lühn
  • Spieldauer: 41 Std. und 8 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 1.811
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 1.717
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 1.710

Fitz Chivalric hat versagt. Sein skrupelloser Onkel hat den Thron der sechs Provinzen an sich gerissen, und der wahre Herrscher, Prinz Veritas, gilt als tot. Fitz bleibt nur noch eines: Rache! Doch wie soll er bis zu dem Mann vordringen, der ihm alles genommen hat? Einem König, geschützt von Soldaten und Magie? Ohne Rücksicht auf sich selbst, treibt Fitz seine Pläne voran. Da erreicht ihn der Ruf eines Totgeglaubten - Prinz Veritas! Dieses Hörbuch war bisher unter dem Titel "Der Nachtmagier" erhältlich.

  • 5 out of 5 stars
  • Bitte bitte auch die folgenden Bücher vertonen!!!

  • Von B. G. Am hilfreichsten 28.06.2016

Assassin's Quest (1997, Die Magie des Assassinen)

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 30.06.2016

Großartiger Abschluss der Trilogie, mit etwas durchwachsenem Schluss.
Ein geldgieriger(er) Buchverlag hätte aus diesem Band mehrere machen können, denn er zerfällt in mehrere Etappen. Nachdem Fitz' Halbonkel Edel im vorigen Band den König, seinen eigenen Vater, von zweien seiner magischen Handlanger hatte ermorden lassen, und Fitz, der diese Tat ungestüm gerächt hatte, zum Tode verurteilt hatte, unter anderem auch mit dem zutreffenden Vorwurf, mit der "Alten Macht" begabt zu sein, aber auch mit der Behauptung, Fitz sei für den Tod des Königs verantwortlich, entkam Fitz seiner Bestrafung nur durch Selbstmord und gerade durch die Alte Macht, indem seine Seele vorübergehend auf seinen Wolf Nachtauge überging, bis sein Leichnam heimlich von Burrich und Chade wieder ausgegraben und reanimiert wurde (Anima = Seele). Prinz Veritas, rechtmäßiger Thronerbe, gilt als tot, war allerdings, wie Fitz bereits wusste, den Schergen Edel's entkommen und befindet sich immer noch auf der Suche nach den "Uralten", wer auch immer das sein mag.
Und nun, da Fitz sich nicht mehr an seinen Eid dem König gegenüber gebunden fühlt, beschließt er das zu tun, was ich mir schon im vorherigen Band gewünscht hatte: Edel zu töten. Doch es ist zu spät, denn bis Fitz seine Menschlichkeit wiedergefunden hat, vergeht viel Zeit, und Edel hat den Regierungssitz in seine Heimatstadt verlegt, die zum einen in einer der Inneren Provinzen liegt und damit vor den Roten Korsaren sicher scheint, zum anderen viel prachtvoller ist. Nur Fitz kennt alle Fakten, aus denen er Edel's Verbechen rekonstruieren kann, sodass Chade sich anfangs dem neuen Herrscher zur Loyalität verpflichtet fühlt, obwohl auch er von Edel als Verschwörer und vermeintlicher Vertrauter einer Giftmischerin verleumdet und verfolgt wird.
Fitz will sein Überleben natürlich geheimhalten, er beschließt sogar für seine bisherigen Vertrauten als tot zu gelten, um seine Rache auf eigene Faust durchzuziehen, doch auf dem Weg in die neue Hauptstadt, auf dem er nur von seinem Wolf begleitet wird, verrät ausgerechnet "die Gabe" sein Überleben an seine Feinde. Durch einen dummen Zufall halten ihn sogar Burrich und Chade für tot, wie er später erfährt. Töricht, wie er ist, glaubt er sich Edel auf unbekanntem Territorium nähern zu können, Überleben steht für ihn dabei nicht im Vordergrund. Doch natürlich scheitert er zunächst, entkommt jedoch.
Schon unterwegs vernahm Fitz Warnungen von Veritas, seine Gabe zu unterdrücken, die ihm jedoch in seinen Träumen Visionen von Molly und seinen Freunden beschert, und empfing eine Art Dauerauftrag, zu Veritas zu kommen, dem er nun endlich Folge leistet. Dazu muss er zunächst ins Bergreich gelangen, in das auch Veritas' Gemahlin Königin Kettricken und der Narr mit Burrich's und Chade's Hilfe entkommen waren, doch nun hat er auch den gesamten Staatsapparat Edel's auf seinen Fersen. Es gelingt diesem sogar, mit der "Alten Macht" begabte Menschen zur Mitarbeit zu zwingen. Wieder einmal überlebt Fitz die Nachstellungen nur knapp, bevor er in der Hauptstadt in Sicherheit ist.
Dort angekommen wird vieles aufgeklärt, und man beschließt eine kleine Expedition zu entsenden, die Veritas, und möglichst auch die Uralten, aufspüren soll. Edel plant schon seit längerem die Eroberung des Bergreichs, die niemanden zuvor je gelungen ist, er hat die Handelsbeziehungen kappen lassen, was Fitz' Reise zusätzlich erschwert hatte. Die Expedition folgt einer Straße, die auf alten Karten eingezeichnet ist und sie zu phantastischen Orten führt, und man findet auch Veritas, schließlich kommt es zu einer finalen Auseinandersetzung, mehr verrate ich nicht.

Dieser Band unterscheidet sich in seinem Charakter stark von den Vorgängern, denn während Fitz bisher in relativer Sicherheit lebte und ausgebildet wurde, Vertraute unterschiedlicher Art hatte, befindet er sich hier fast permanent auf einer Reise, was durch den Originaltitel (Assassin's Quest) gut getroffen wird. Der Titel der deutschen Erstausgabe hingegen (Die Magie des Assassinen) war ebenso nichtssagend wie es der neue Titel ist. Viele Vertraute von Fitz treten gar nicht mehr persönlich in Erscheinung, nur in seinen Träumen, vorübergehend oder nur am Rande. Wenige neue kommen hinzu, über die ich nichts verraten will. Dafür spielt sein Wolf diesmal eine herausragende Rolle.

Die bisher hier veröffentlichten Rezensionen zeichnen ein negatives Bild, was aber Fantasy-Fans damals ganz anders sahen. Wie in meiner Rezi zu Band 1 erwähnt, errang dieser Band, wie auch schon der zweite, den 5. Platz beim Locus Fantasy Award, der von Fans per Abstimmung vergeben wird. Der erste hatte den 14. erreicht, wobei ich nicht beurteilen kann, ob es wegen oder trotz des damals neuen Pseudonyms der Autorin "nur" der 14. wurde. Zuvor hatte sie unter ihrem (fast) bürgerlichen Namen Megan Lindholm (geb. Margaret Astrid Lindholm) publiziert, wovon bereits vier Fantasy-Romane nominiert worden waren, die Plätze zwischen 8 und 19 belegten, außerdem eine Nominierung für einen SF-Roman (26.). Damit stellt die (erste) Weitseher-Trilogie Hobb's größten Erfolg dar, mit späteren Romanen errang sie noch vier Plätze zwischen 8 und 10, sowie einen 17.
Ich finde den Roman sehr originell und abwechslungsreich. Die Hauptfigur, aus deren Sicht wieder alles erzählt wird, sieht zwar einige frühere Fehler ein, agiert aber weiter ziemlich naiv, naja, Fitz hat wohl nie Krimis oder andere Romane gelesen. Gegen Ende wird es manchmal etwas langatmig, und die Gesetze der "Gabe" erweisen sich als recht verwirrend, anscheinend ist sehr viel davon in Vergessenheit geraten, da selbst Veritas sich als nicht umfassend informiert erweist. Edel hingegen, obwohl nur minimal damit begabt, hatte sich diesbezügliche Schriften angeeignet, was seiner "Kordiale" weitgehende Möglichkeiten beschert. Am Ende überstürzt sich so einiges, Fitz nutzt die Gabe schließlich intuitiv geschickter, als ich es für logisch halte, und stößt durch eigenes Ungeschick und puren Zufall auf die Lösung eines verzwickten Problems, logisch, ja, aber man stöhnt, was, so einfach geht das? Und als man schon davon überzeugt ist, der Kampf gegen die Roten Korsaren würde auf Fortsetzungen vertagt, schildert die Autorin deren erfolgreiche Abwehr, für die Fitz zwar die Grundvoraussetzungen schafft, an der er sich aber selber nicht mehr beteiligt, und erklärt in relativ wenigen Sätzen, was hinter dem barbarischen Verhalten der Roten Korsaren und hinter der "Entfremdung" steckt, eine Erklärung, die für meinen Geschmack nicht zu deren barbarischem Verhalten passt. Fitz zieht sich aus der Gesellschaft zurück und ist, entgegen dem ersten Eindruck (und auch dem Vortrag des Vorlesers), noch recht jung, um die 30, als er seine Chroniken niederschreibt, sodass Raum für Fortsetzungen bleibt, den die Autorin später auch zweimal nutzte. Zumindest die erste, Originaltitel Tawny Man, liegt auch komplett auf Deutsch vor und könnte als Hörbuch erscheinen, siehe unten.
Zwischendurch hab ich das Hörbuch für den SF-Klassiker Neuromancer unterbrochen, dessen letzter Satz (er enthält einen Namen) mir danach öfter in den Kopf kam, tatsächlich passt er auch auf dieses Buch, ich will ja nichts verraten, aber dieser Punkt gehört zu den Aspekten, die ich unlogisch finde, und die das Ende zu einem traurigen machen. Doch die Existenz der Fortsetzungen lässt mich Hoffnung schöpfen.

Technik und Vorleser diesmal fehlerfrei! Zwar wird mal der Name eines deutschen Nationalspielers genannt, doch das gehört zum Roman und sorgte bei mir für einen zusätzlichen Lacher. Okay, der Vorleser betont Sätze nicht immer korrekt, aber das Buch mit seinen verschiedenen Ebenen - Erzähltext, Gesprochenes, Gedachtes, Telepathisches - ist eine große Herausforderung, der er sich mit variabler Stimme gewachsen zeigt. Sein Wolf ist preiswürdig! Die Hörbuchkapitel entsprechen wieder den Buchkapiteln und sind daher meist über eine Stunde lang.

HÖRBUCH-TIPS (viele weitere in meinen anderen Rezensionen, nur einen Klick entfernt):
ZUM EINEN möchte ich diejenigen, die Fantasy-Klassiker schätzen, auf den Shannara-Zyklus von Terry Brooks aufmerksam machen, von dem bisher nur ein Hörbuch auf Deutsch vorliegt, der zweite, in sich abgeschlossene Band der Original-Trilogie, "Elfensteine" von 1982. Der erste Roman, "The Sword of Shannara", ist von 1977 und noch eng an den Herrn der Ringe angelehnt, war dennoch beim Locus-Award in der damals erstmalig separaten Fantasy-Kategorie sehr erfolgreich, belegte Platz 5 - und blieb in dieser Hinsicht Brooks' größter Erfolg. Es ist ein lockerer Zyklus, dessen zweiter Roman einer aktuellen US-Serie als Vorlage dient, aus diesem Anlass hat der deutsche Verlag die ersten zwei Romane nach langer Zeit wieder neu aufgelegt und ebendiesen zweiten Band als Hörbuch herausgebracht, hoffentlich kommt noch mehr an Hörbüchern nach, auch wenn sie etwas altbackener sind. Selbst auf Englisch liegen daher nur die Hälfte aller Shannara-Romane als Hörbuch vor, mehr dazu in meiner dortigen Rezi.
IM GEGENSATZ DAZU sind alle unter dem Pseudonym Robin Hobb (aber keiner unter Megan Lindholm) erschienenen Romane auch im Original als Hörbuch bei Audible erhältlich! Und ich hoffe, es kommen auch auf Deutsch noch Bände hinzu. Die meisten davon spielen in der Welt der Weitseher-Chronik, viele aber drehen sich um andere Figuren, und leider wurden seit 2010 keine mehr übersetzt.
- The Farseer Trilogy - Die Chroniken von Fitz dem Weitseher, auch Weitseher-Zyklus, erschien zuerst bei Lübbe mit den Original-Covern, seit einigen Jahren bei Heyne unter neuen Titeln, nun liegen sie als deutsche Hörbücher vor.
- The Liveship Traders, Trilogy - Die Zauberschiffe, handeln in einem Nachbarland und erschienen auf Deutsch beim Konkurrenzverlag Blanvalet, zuerst halbiert, später ungeteilt.
- The Tawny Man, Trilogy - Die zweiten Chroniken von Fitz dem Weitseher, setzen die erste Trilogie fort, Band 3 im Deutschen geteilt, es existieren anscheinend nur die Lübbe-Ausgaben, obwohl ich vermute, dass die Rechte inzwischen auch bei Heyne liegen.
- The Rain Wild Chronicles, 4 Bände - Die Regenwildnis-Saga, dreht sich wieder um neue Charaktere, nur die beiden ersten Bände erschienen bei Heyne auf Deutsch.
- The Fitz and the Fool Trilogy, bisher zwei Bände erschienen, eine Übersetzung ins Deutsche ist noch nicht abzusehen.
- außerdem die Collection The Inheritance
Zwischen Tawny Man und Rain Wild schrieb sie eine Trilogie, die nicht in dieser Welt spielt:
- Soldier Son Trilogy - Nevare, deutsche Übersetzung erschien zunächst bei Klett, dann bei Heyne.

21 von 22 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Neuromancer

  • Autor: William Gibson
  • Sprecher: Michael Hansonis
  • Spieldauer: 9 Std. und 51 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 180
  • Sprecher
    4 out of 5 stars 172
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 173

Was wäre, wenn es hinter dem Computerbildschirm eine riesige Welt gäbe? Eine Welt, die man per Gehirnimplantat betreten und erforschen kann. Und eine Welt, in der man sterben kann... "Neuromancer" ist der erste Teil von William Gibsons gleichnamiger Romantrilogie, mit der er nicht nur den Begriff "Cyberspace", sondern auch unsere Vorstellung vom World Wide Web prägte, das wir heute so selbstverständlich nutzen.

  • 5 out of 5 stars
  • Obligatorisch für Science-Fiction-Fans

  • Von Marc-André Am hilfreichsten 22.06.2016

Endlich weitere SF-Klassiker! Meisterwerk 2A

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
2 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.06.2016

Die besten SF-Romane aller Zeiten kenne ich aus der Heyne-Reihe "Meisterwerke der Science Fiction", die ich schon öfter erwähnt hab, und ich freu mich immer riesig, wenn mal eines als Hörbuch raus kommt. Dies hier ist der erste Roman der "Neuromancer-Trilogie", die den zweiten Band der Reihe bildet.

Dies hier ist ein völlig in sich abgeschlossener Roman, mit dessen letztem Satz Gibson eigentlich eine Fortsetzung extra ausschließen wollte. Er schrieb dann aber doch zwei weitere Romane um den heimlichen Hauptdarsteller, eine Künstliche Intelligenz, die wachsen will. Sorry, wenn manche das als Spoiler ansehen, aber man sollte doch das zentrale Thema eines Romans kennen. Die Erzählfigur (Persona) allerdings, aus deren Perspektive die gesamte Handlung geschildert wird, Case, kommt in den anderen Bänden nicht mehr vor, im zweiten sogar komplett anderes Personal, beide Handlungen werden dann im letzten Band verknüpft.
Teile der Handlung werden allerdings auch aus Molly's Perspektive geschildert, wenn Case über "Simstim" ihre Wahrnehmungen teilt.
Eine der Anfangs-Schwierigkeiten des Romans stellt der verwendete Slang dar, von dem ich einiges erklären will. So bezeichnet man die Romane im Englischen auch als "Sprawl"-Trilogie, ein häufig vorkommender Begriff, der "sich ausbreiten" bedeutet (klingt nach einer Mischung aus spread und crawl) und eine gigantische Arkologie (zusammenhängender, von der Umwelt getrennter Gebäudekomplex, Kofferwort aus Architektur und Ökologie) an der US-Ostküste bezeichnet, die aber selber in diesem Band keine große Rolle spielt.

Es geht also um eine KI, die mehrere ziemlich kaputte/kriminelle Typen dazu rekrutiert, ihr dabei zu helfen, über sich hinauszuwachsen, obwohl dies verboten ist, es existiert sogar eine eigenständige internationale Organisation, die Turing-Polizei, die Verstöße dagegen verhindern soll.
Der Roman ist in vier Abschnitte (und einen Schluss) unterteilt:
- In Chiba, Japan: Case, ehemaliger Hacker (Cowboy, Jockey), der seine Auftraggeber zu beschummeln versucht hatte und von ihnen dafür chemisch teil-lobotomiert wurde, wodurch er nicht mehr in den Cyberspace einloggen (einstecken) kann, wird rekrutiert durch einen aalglatten Typen namens Armitage und Molly, eine Kämpferin mit implantierten Krallen und Spiegeln vor den Augen.
- Überwiegend in Istanbul: Ein "Run" (kombinierter physisch-elektronischer Einbruch) mit Unterstützung einer anarchistischen Gruppierung namens Panther Moderns auf die Firma Sense/Net zum Diebstahl der "Flatline-Konstruktion", dem gespeicherten Charakter eines legendären verstorbenen Hackers, sowie die Rekrutierung von Peter Riviera, der irgendwie aus dem atomisierten Bonn stammt, einem Playboy mit dem Charakter einer Schwarzen Witwe, der holografische Illusionen zu erzeugen vermag, ich hab nicht ganz gecheckt, ob er das mithilfe irgendwelcher Implantate tut oder eine Art Mutant ist.
- In der "Spindel" Freeside im Erdorbit, einer großen Raumstation mit Rotationsschwerkraft (wie die "Habitate" bei Hamilton oder das Alien-Raumschiff in "Rendezvous with Rama") erhält man unter anderem Unterstützung von "Zioniten", die an eine Hippie-Sekte erinnern
- Der brutale "Run" in die Villa Straylight, Sitz des Firmen-Imperiums, dem die KI Wintermute - in der Übersetzung manchmal auch "der Stumme" genannt - gehört, und in der viele Mitglieder der Eigentümerfamilie eingefroren sind, wenn sie gerade nicht gebraucht werden.
Zwischendurch spionieren Case und Molly fleißig hinter ihren Auftraggebern her: wer ihr Chef Armitage eigentlich ist und wer hinter allem steckt. Weitere Personen sind "der Finne", dessen Persönlichkeit Wintermute gerne auch zur Kommunikation verwendet, Linda Lee, Ex-Freundin von Case, Ratz, Betreiber einer Bar in Chiba. Laut Wikipedia stammen Molly (Millions) und ihr Ex-Partner Johnny (Mnemonic) aus einer früheren Erzählung Gibsons.

Den Vorleser, obwohl ein recht etablierter, finde ich ziemlich schwach, er macht einem das Verständnis des Romans recht schwierig, ich hab lange überlegt, ob ich ihm zwei oder drei Sterne geben soll. Ist er besser als der Vorleser der Fantasy-Saga "Rad der Zeit", dem ich nur zwei Sterne gab? Nein. Seine lethargische Vortragsweise passt zwar zur Grundstimmung des Romans, doch indem er jede Person im fast identischen Tonfall und ohne verstellte Stimme liest, macht er es dem Hörer ungemein schwer, Erzähltext von Wörtlicher Rede zu unterscheiden und in Unterhaltungen die Sprecherwechsel zu erkennen. Hinzu kommen häufig semantisch falsche Betonung, unnötig englische (da der Roman internationalen Charakter hat) Aussprache von Abkürzungen und nichtenglischen Namen wie SAS, JAL, THY, Zion, Riviera, Tessier (Namensteil einer französischen Firma, später dasselbe mit Dornier), Desiderata, die denglische Aussprache eines gewissen Terzibashjian, die ungünstige Betonung von "Sararimann" (japanglisch salary man, Schlipsträger oder so), und überhaupt hat er Schwierigkeiten mit dem Französischen, das doch öfter vorkommt.

Ich finde es schade, dass ich für fast dasselbe, was mein Buch gekostet hat (und was auch die neue Ausgabe kostet), beim Hörbuch nur ein Drittel des Inhalts bekomme, aber es ist eben ein Klassiker und ein in sich abgeschlossenes Werk, da kann man nicht erwarten, drei Romane für ein Guthaben zu bekommen. Vielleicht einen für ein halbes, bitte? Dafür und für den schwachen Vorleser ein Stern Abzug.
Es ist kein Zufall, dass das Cover dem von "Der ewige Krieg" von Joe Haldeman ähnelt, wie dieser gehört "Die Neuromancer-Trilogie" zur Heyne Jubiläumsausgabe "Bücher, die Zukunft machen", die nur 5 Roman-Bände umfasst, außer ihnen "Die linke Hand der Dunkelheit" von Ursula K. LeGuin, "Bedenke Phlebas" von Iain Banks und "Metro 2033 / Metro 2034" von Dmitry Glukhovsky. Alle außer dem letzteren gehörten auch zur Meisterwerke-Reihe, so wie "Replay - Das zweite Spiel" von Ken Grimwood - zu dem ich meine erste "Rezension" geschrieben und den ich inzwischen auch angehört habe ;-)
Das Hörbuch hat 105 Kapitel (104 echte, durchschnittlich 5,5 Minuten), die Teile des Buches werden angesagt, nicht aber die originalen Buchapitel, die tendenziell kürzer werden, sie beginnen bei den Hörbuchkapiteln (Semikolon trennt Teile): 2, 12; 18, 23, 30, 33, 35; 41, 45, 49, 55, 60; 63, 65, 69, 74, 79, 84, 89, 92, 96, 98, 101; 104.

HÖRBUCH-TIPS:
In früheren Rezensionen hab ich unter anderem die übrigen Romane der Meisterwerke-Reihe aufgelistet, und gekennzeichnet,welche davon auf Englisch bei Audible erhältlich sind, auf Deutsch sind dies außer obigen "Fahrenheit 451", "A Clockwork Orange", "Der Wüstenplanet", "1984", Hyperion und Endymion (1-4), "Solaris", sowie die Hörspiel-Fassung von "Ender's Game".

18 von 21 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Schwarze Welt

  • Das dunkle Universum 2
  • Autor: Peter F. Hamilton
  • Sprecher: Oliver Siebeck
  • Spieldauer: 13 Std. und 11 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 1.252
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 1.200
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 1.195

Inmitten des intersolaren Commonwealth schwärt ein riesiges schwarzes Loch. Langsam verschlingt es Stern um Stern. In seinem Inneren: ein fremdartiges Universum, wo die Gesetze der Physik Kopf stehen. Manche Menschen glauben, man könne in diesem Universum ein perfektes Leben führen, und brechen zu einer Pilgerfahrt auf. Andere Völker sehen in den Pilgern eine unberechenbare Gefahr, die zum Wachstum des schwarzen Loches führt. Sie wollen die Pilger aufhalten. Um jeden Preis.

  • 5 out of 5 stars
  • Wow, ich liebe es!!!

  • Von Jan-Torben Am hilfreichsten 07.06.2016

The Dreaming Void (Teil 2) mit Buchtip!

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 17.05.2016

Da ich den Buchverlag wegen der Teilung des ersten Bandes so gescholten habe, fühle ich mich verpflichtet lobend zu erwähnen, dass alle vier Bände am Veröffentlichungstag des Hörbuchs als Taschenbücher neu herausgebracht wurden, und zwar sogar ungewöhnlich günstig! Ganz zu schweigen vom Umfang der beiden ungeteilten Bände mit je knapp 900 Seiten, die dadurch fast die Hälfte billiger wurden. Ich hab es erst nach der Rezi bemerkt, sie mir dann aber sofort besorgt, und weil mein Lieblingshändler sie nicht da hatte, bei Audibles Mamazon.
Aber mal ehrlich, Lübbe Leute, wenn der erste Band wiedervereinigt worden wäre, würden sich die Bücher besser verkaufen und ihr könntet sogar einen höheren Preis dafür verlangen! Zumindest sieht es im Regal nicht so übel aus, weil für die ersten beiden dickeres Papier und eine größere Schrift verwendet wurde.

Ich musste zunächst mal unbedingt schauen, wie weit Iñigo's Träume reichen, denn noch sind wir Lichtjahre davon entfernt zu verstehen, warum seine Anhänger so scharf darauf sind, in diese Fantasywelt zu gelangen. Sie kennen "alle" seine Träume, bevor er vor längerer Zeit verschwand, wir hingegen müssen noch eine Weile warten, am Ende des ersten Originalbands, also dieses zweiten Teils, kennen wir jedenfalls nur einen Teil der Geschichte. So werden in der "Diesseits"-Handlung Personen und Ereignisse erwähnt, von denen man in der "Jenseits"-Erzählung noch nichts erfahren hat. G.R.R.M. wurde heftig kritisiert dafür, dass er seinen vierten Band parallel zum fünften spielen ließ, eine ähnliche Entscheidung hat hier auch P.F.H. getroffen.
Dabei ist mir die Gliederung des Romans bewusst geworden: die "Träume" sind nicht Teil des jeweiligen Kapitels, sondern stellen eigene Kapitel dar. Der erste Originalband umfasst den Prolog und jeweils 7 nummerierte Kapitel und nummerierte "Träume". Der Prolog wurde leider im Hörbuch in keinster Weise vom anschließenden 1. Kapitel getrennt. Jedes andere Kapitel wird im Hörbuch musikalisch abgeschlossen.
In meiner Vorschau habe ich festgestellt, dass die Träume bis etwa 2/3 des letzten Bandes reichen, nun muss ich aber einschränken, dass Iñigo ja entweder noch lebt oder, wie wir nach Band 1.1 wissen, geklont werden könnte, und neue Träume in beiden Fällen wahrscheinlich sind.
Hinzu kommt im zweiten Originalband ein dritter Kapiteltypus, von dem ich zunächst annahm, dieser betreffe den zweiten Träumer. Um wen es sich handelt, verrate ich nicht, da hab ich mich selber gespoilert, aber es handelt sich auch um jemand anderes. Kein Geheimnis ist für den Leser, dass Araminta's erotische Erlebnisse Nebeneffekte zu haben scheinen. Da hat es Hamilton doch geschafft, diesem Aspekt einen tieferen Sinn zu verleihen ;-)

Nun etwas zum Inhalt dieses Teilbands, der jeweils drei Diesseits- und Jenseits-Kapitel umfasst, außerdem blicke ich auf Teil Eins zurück.
Meine Neugier auf die Erbauer des High Angels wird relativ früh und schnell gestillt, Ozzie sei Undank, da hatte ich mir doch etwas spektakuläreres erhofft. Ob darauf der Begriff der "Higher" basiert, ist mir dabei allerdings nicht klar geworden, da bleibe ich gespannt.
Araminta ist, wie könnte es anders sein, Nachfahrin von Mellanie, und dass sie auf Viotia lebt, wo sich anscheinend der Zweite Träumer aufhält, weshalb die Organisation Living Dream ein besonderes Interesse an dem Planeten entwickelt, beeinflusst ihre Lebensplanung gewaltig. (An dieser Stelle möchte ich den Rezensenten schelten, der zum ersten Band schrieb, es sei sein erstes und letztes Hamilton-Buch gewesen. Wie kann man nur so ungeschickt sein, mitten in einem Zyklus einzusteigen und sich dann wundern und darüber aufregen, dass man nix kapiert? Es gibt genug Hinweise darauf, dass es sich um eine Fortsetzung handelt, abgesehen davon, dass man, bevor man sich ein neues Hörbuch krallt, mal schaut, ob schon andere Werke des Autors vorliegen. Nicht dass Hamilton es einem leicht machen würde, in seine Werke einzusteigen.)
Paula Myo tritt auf den Plan, sie ist immer noch eine Gerechtigkeitsfanatikerin, hat sich aber ihren biologisch-juristischen Imperativ entfernen lassen, wodurch zumindest mir ihr Charakter weniger sympathisch wird, sie wirkt skrupelloser. In der Commonwealth-Saga sah es für mich ja so aus, als könnte sie sich in ihre Zielperson verlieben, aber die ist ja leider umgekommen(?) "Cat" hingegen lebt, nun ja, wieder, obwohl sie wegen irgendwas als hochgefährliche Schwerverbrecherin gilt. Oscar Monroe wurde hingegen - in todesbedingter Abwesenheit - zu einer langen Zeitstrafe verurteilt, ohne sich dagegen juristisch wehren zu können, und erst danach wieder belebt, und das trotz seiner Aufopferung für das Überleben der Menschheit, gibt es dafür keine mildernden Umstände? Der (damals unfreiwillige) Verräter hingegen, den er gestoppt hatte, ist schon lange wieder belebt. Troblum erweist sich als gar nicht so dämlich, wie er bisher erschien, umgekehrtes gilt für seine neuen Arbeitgeber.

Die Fantasy-Welt finde ich bisher gar nicht "anziehend", wie ich schon beim ersten Teil erwähnt habe, aber da wollte ich nichts konkretes erwähnen, um nicht zu spoilern. Wieso lässt man Räuber unbehelligt agieren, statt sie zu verfolgen? Anscheinend betrachtete man sie nicht als Bedrohung und war dann überrascht, sie wurden sogar zu einer vernichtenden. Ist es tatsächlich logisch, dass in einer Welt, in der man an den Gefühlen seiner Mitmenschen teilhaben kann, Verbrechen noch existiert? Das ist keine Kritik am Autor, noch nicht, denn die Fantasy-Story könnte ja ein ausgeklügelter Trick, ein Lockmittel dessen sein, was auch immer in der Leere lebt. Warum verfügen die Räuber, gesellschaftliche Außenseiter, über bessere Waffen? Und dann, was hat es mit den Oberbösewichten auf sich, die sich scheinbar gezielt mit Edeard anlegen? Man bekommt suggeriert, sie folgten einem höheren Plan. Im ersten Teil der Räuberhauptmann, der sein Heimatdorf in Schutt und Asche legt, mit ihm gibt es noch keinen Showdown, im zweiten Teil gibt es einen anderen, der ganz ähnliche Gefühle der Überlegenheit verströmt. Überhaupt entwickelt sich Edeard sehr schnell weiter, er nähert sich dem Geheimnis der Stadt und beweist immer erstaunlichere Fähigkeiten. Andererseits ärgert es mich, dass er im ersten Band nicht darauf gekommen ist, seine Lehrzeit abzukürzen, indem er auf das Angebot zurück kommt, das ihm vor Erreichen der Stadt gemacht wurde. Außerdem, wieso geht es auch in einer Stadt voller Telepathen dermaßen politisch zu, dass ein Gildenführer einem offensichtlich fertig ausgebildeten Mann jegliche Anerkennung verweigern muss, nur weil dieser nichts Schriftliches vorweisen kann? Natürlich drängt solche Ungerechtigkeit manchen, einzugreifen, ist dies ein Motiv von Iñigo's Anhängern, oder besser gesagt, "Followern"?

Noch ein wenig Kritik an den Herausgebern von Buch und Hörbuch. Meine Verwirrung in Band 1 hat sich eindeutig als Produktionsfehler des Hörbuchs herausgestellt! Kapitel 1, beginnend bei 22:48, wurde nicht angesagt und beginnt sogar mitten im Hörbuchkapitel, obwohl diese dermaßen kurz sind, das ist absolut nicht nachvollziehbar!
Diesmal sind es übrigens 315 Hörbuchkapitel, damit dürften die beiden ausstehenden Bände auf rund je 800 kommen.
Ironisch ist, dass der "offizielle" Reihentitel "Das dunkle Universum" nirgends auf oder in den Büchern zu finden ist, stattdessen werden sie auf der Rückseite und in der Titelliste auf Seite 2 als "Void-Zyklus" bezeichnet, und über der Zeittafel am Ende als "Leere-Trilogie" (sic!). Dort steht übrigens auch "1500 Jahre zwischen der Commonwealth-Saga und...", obwohl die erste und letzte angegebene Jahreszahl 2384 und 3589 lauten. Ist das nicht peinlich? Davon abgesehen heißt es sonst überall im Buch "Commonwelth", ohne A, aber vielleicht wurde ja bis dahin die englische Rechtschreibung endlich mal reformiert, Hammie sei Dank ;-)
Außerdem fehlt leider in der Titelliste der angesehene, halbierte Roman "Der Drachentempel", und das angegebene Buch "Unendliche Welten" ist eine Anthologie aus vier Erzählungen, von denen nur eine, Den Bäumen beim Wachsen zusehen, von Hamilton stammt.

HÖRBUCH-TIPS (viele weitere in meinen anderen Rezensionen, nur einen Klick entfernt):
Bevor ich mich an "Das Objekt" (Saturn Run) gewagt habe, habe ich "Rendezvous mit Rama" vom Alten Meister Arthur C. Clarke (2001 - Odyssee im Weltraum) gelesen und dabei festgestellt, dass Hamilton sich davon hat inspirieren lassen, sind ja beide Briten. Es handelt von einem außerirdischen zylindrischen - sagen wir es mit Hamilton - Habitat, das unser Sonnensystem mit hoher Geschwindigkeit durchquert und sich dabei der Sonne sehr stark nähert, es ist auf Englisch bei Audible erhältlich.
Auch Das Objekt hat mir gefallen, die ersten zwei Drittel sind wissenschaftlich hoch interessant, der Konflikt im letzten Drittel enthält aber viele logische Schwächen, die nicht zu den Akteuren passen. Für Action-Fans sind allerdings beide Romane nichts.
Im Herbst soll auch Hamilton's preisgekrönter SF-Krimi "Der unsichtbare Killer" (Great North Road) als Taschenbuch erscheinen, hoffentlich kommen wir dann auch in seinen Genuss als Hörbuch.

14 von 16 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Elfensteine (Die Shannara-Chroniken 2)

  • Autor: Terry Brooks
  • Sprecher: Richard Barenberg
  • Spieldauer: 21 Std. und 55 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 330
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 304
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 303

Der Elcrys, der heilige Baum der Elfen, stirbt. Mit ihm vergeht auch der Bann, der die Dämonen aus der Welt der Sterblichen fernhält, und die ersten dieser Bestien haben die magische Grenze bereits überwunden. Amberle Elessedil, die Tochter des Königs der Elfen, ist die einzige, die einen neuen Elcrys pflanzen kann. Um das letzte Samenkorn des Elcrys zum Leben zu erwecken, begibt sie sich auf gefährliche Reise zum Wildewald. Denn die Dämonen wissen von ihrer Aufgabe und sie werden alles tun, um sie aufzuhalten.

  • 5 out of 5 stars
  • Shannara II (1982) in sich geschlossener Klassiker

  • Von Viktor Am hilfreichsten 24.04.2016

Shannara II (1982) in sich geschlossener Klassiker

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 24.04.2016

Die gute Nachricht lautet, dies ist ein völlig in sich abgeschlossener Roman, die schlechte ist, es gibt einen Vorgänger, "The Sword of Shannara" (1977), dessen Kernpunkte öfters erwähnt werden.
Meine Meinung zum Hörbuch schreibe ich weiter unten, wichtiger finde ich zunächst Hintergründe zur Reihe.
Wir verdanken wohl einer neuen US-Serie die Neuauflage der ersten Romane und die Produktion dieses Hörbuchs, dem hoffentlich weitere folgen werden. Die Serie überspringt dabei den ersten Roman, wohl weil dieser, wie es bei Wikipedia heißt, sich eng an den Herrn der Ringe anlehnt, eines von beidem dürfte der Grund sein, dass dieser Band (noch) nicht vertont wurde. Dennoch war er damals sehr erfolgreich, landete beim Locus-Award, der per Fanabstimmung vergeben wird, auf dem 5. Platz der Fantasy-Liste, und das als Debütroman! Hinter dem Silmarillion von Tolkien, einem Fritz Leiber Roman, Stephen R. Donaldson's Fantasy-Hauptwerk "Die Chroniken von Thomas Covenant dem Zweifler" und Shining von St. King. Weiter heißt es bei Wikipedia, das Fantasy-Genre habe sich damals gerade erst geformt, naja, aber tatsächlich wurde in jenem Jahr erstmals beim Locus-Award getrennt zwischen SF und Fantasy. Zum (nicht ganz ernst gemeinten) Vergleich: George R.R. Martin's erster Roman, Die Flamme erlischt, der auch gerade bei Audible erschienen ist, landete in selben Jahr nur auf Platz 10 (in der SF-Liste).
Der hiesige Roman, "The Elfstones of Shannara", erschien 1982 (Locus Fantasy 12.) und spielt 50 Jahre nach dem ersten, der dritte, "The Wishsong of Shannara", 1985 (Locus Fantasy 16.) und spielt weitere 20 Jahre später, diese drei werden als Original-Trilogie bezeichnet, sind aber jeweils in sich abgeschlossen. Terry Brooks blieb danach dieser Welt weitgehend treu und veröffentlichte bisher* 28 Romane, die dem Zyklus zugerechnet werden, wobei es sich meist um Mehrteiler handelt, bis 2012 wurden die ersten 22 ins Deutsche übersetzt, bevor der Verlag ausstieg. Aber in die Locus-Liste kam Brooks mit keinem der "klassischen" Folgebände mehr, nur mit dem jeweils ersten Band der Dämonensommer-Trilogie, sowie seines einzigen anderen Projekts, des Landover-Zyklus.
Die deutschen Ausgaben der ersten Romane wurden, wie damals üblich, in fingerdicke Bändchen gedrittelt, spätere halbiert, die ersten 7 Romane in insgesamt 18 Bände aufgeteilt. Einer wurde 1995 wiedervereinigt, alle dann ab 2002 in sechs Bänden großspurig als "drei/zwei Folgen in einem Band" als "Shannara I" bis "VI" zusammengefasst, Band V enthält tatsächlich zwei Originalbände, dazu kamen zwei weitere echte Doppelbände, s.u.

MEINE MEINUNG ZU DIESEM BAND:
"To say nothing of the Dog", ganz zu schweigen von dem Hunde, an diesen kuriosen Titel eines preisgekrönten SF-Romans musste ich denken, da ein Hund eine fatale Rolle spielt. Der Roman sprüht vor Fantasie, in den ersten zwei Dritteln fühlte ich mich gut unterhalten, er hat aber auch seine Schwächen, und würde er heute erscheinen, würde ich ihm nur drei oder vier Sterne geben. Die beschriebenen Schlachten sind ohne Karten schwer nachzuvollziehen und wirkten auf mich abgehoben, dafür habe ich auch kein großes Interesse, man sollte sich übrigens die Karte googeln, die in den Büchern abgedruckt ist. Mich nervten besonders mehrere künstlich in die Länge gezogene Konfrontationen, was wohl die Spannung hochtreiben soll, beispielsweise der finale Kampf mit dem erwähnten Hund, er ist gleich in mehrlei Hinsicht unlogisch, ich versuche nicht zu spoilern: zuerst vergibt er den Überraschungsseffekt und wird außer Gefecht gesetzt, kommt dann aber in überlegene Position, die er entgegen seinem Charakter nicht nutzt, und als sein Gegner ihm dann eigentlich überlegen ist, weiß dieser es trotz vorhandenen Könnens ebenfalls nicht zu nutzen, es endet schließlich durch einen unerwarteten Eingriff von außen. Weitere Ärgernisse: Der Streit der Hexen ist ziemlich dämlich, die philosophischen Überlegungen nerven, warum der Träger der Elfensteine sie nicht nutzen kann - warum hat man sie keinem anderen gegeben? - und diese gipfeln schließlich, als er nur wenige Sekunden Zeit hat, in labyrinthischen Überlegungen, deren Schilderung geschlagene neun Minuten dauert, und deren Ergebnis für mein Gefühl Ursache und Wirkung verwechselt. Überhaupt spielen die titelgebenden Elfensteine nur eine Nebenrolle, erst können sie kaum genutzt werden, und als es dann doch geht, klappt es mit dem Zielen nicht. "Elfenbaum" wäre passender gewesen.
Die Erzählperspektive ist für mich ungewohnt, die meisten Romane, die ich in den letzten Jahren gelesen habe, nutzen Personae (denen man über die Schulter und in die Gedanken schaut), hier wechselt der Autor nach Bedarf oder schildert - besonders die Schlachten - aus neutraler Position.
Der Vorleser, den ich eigentlich sehr gut finde, obgleich Kritiker Recht damit haben, dass er sehr beruhigend liest, nervt mich hier sehr mit der englischen Aussprache zahlreicher Namen, die nichts Englisches an sich haben, es kommen mehr eingedeutschte (Sichermal, Schattental, Wildewald, Silberfluss) als englische vor. Die lateinische Schrift hat nicht fünf Vokale, damit alle im Zweifelsfall "ä" ausgesprochen werden, wurde evtl die deutsche Synchronfassung der Serie so verhunzt, liegt es daran? Wenn Sarandanon als Särändänän, Arborlon als Arbärlän, Allanon als Ällänän, Pindanon als Pindänän, Andor als Ändär, Amberle als Ämbärli und Eventine Elessedil als Äväntajn Älässädäl ausgesprochen werden, ärgärt man sich schon, dass die Bösewichte Dagda Mor, Raffer und Wandler (alle ebenso ausgesprochen) schließlich unterliegen. Und Ohmsford "Omsford", musste das sein?

HÖRBUCH-TIPS (viele weitere Tips in meinen anderen Rezensionen):
Ich möchte diesmal nur eine Übersicht über den Shannara-Zyklus geben, über die deutschen Ausgaben und englischen Hörbücher bei Audible (uncut, cut, none, das sind zwar nicht die engl. Fachbegriffe, aber wohl allgemein verständlich), leider sind letztere bei weitem nicht umfassend. ($ = "Shannara")
- Original-Trilogie, drei abgeschlossene Romane (cut+uncut):
The Sword of $ - dt 3 Teile = Shannara I, neu "Die Shannara-Chroniken, Das Schwert der Elfen"
The Elfstones of $ - dt 3 Teile = Shannara II, neu "Die Shannara-Chroniken, Elfensteine"
The Wishsong of $ - dt 3 Teile = Shannara III
- Heritage of $, 4teiler Romane (none):
The Scions of $ - dt 3 Teile = Shannara IV
The Druid of $ - dt 2 Teile, später vereinigt, dann in Shannara V
The Elf Queen of $ - dt 2 Teile, in Shannara V
The Talismans of $ - dt 2 Teile = Shannara VI
- Prequel-Einzelband: First King of $ (uncut) in Shannara VII
- The Word & The Void: Erfolgreiche Urban Fantasy Trilogie (Dämonensommer, Stadt der Dämonen, Dämonenfeuer), die nachträglich mit Shannara verbunden wurde (none)
- The Voyage of the Jerle $: 3 Bände, (cut):
Ilse Witch in Shannara VII, Antrax + Morgawr = Shannara VIII
- High Druid of $: 3 Bände (cut+uncut)
- The Genesis of $: 3 Bände (nur Band 1 uncut)
- Legends of $: 2 Bände (none)
- The Dark Legacy of $: 3 Bände (uncut)
- The Defenders of $: 3* Bände, angeblich jeweils abgeschlossen (uncut)
Eine Übersetzung der beiden letzten Trilogien ins Deutsche ist laut Wikipedia nicht geplant.
* einschließlich einem Roman, der im Mai 2016 erscheinen soll, also kurz nach dieser Rezension

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