PROFIL

Rekholder

  • 5
  • Rezensionen
  • 13
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 8
  • Bewertungen

erschreckend langweilig

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 16.12.2017

Das erste für mich zu langweilige Buch von Suter. Ich wollte mir dies nicht länger antun und brach vor dem Ende ab. Der gute Sprecher konnte mir mir nicht über die Monotonie hinweg helfen. Auch wenn der Autor versucht, mich als Hörer mit seinem Fachwissen über Elefanten und Genmanipulation zu beeindrucken, mangelt es mir im Buch an interessanten Persönlichkeiten an deren Entwicklung ich teilhaben wollte. Ein nichts sagendes oder verständlicher gesagt, nicht sprechendes Elefantenbaby genügt mir als Protagonist nicht, auch wenn es als süsse Erscheinung unsere verdrängten sentimentalen Gefühle wecken soll.

2 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

Ein Liebesroman oder was?

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 18.05.2017

Würden Sie dieses Hörbuch einem Freund empfehlen? Wenn ja, was würden Sie ihm dazu sagen?

ein unvergleichbar guter Liebesroman

Was mochten Sie an der Handlung am liebsten?

unkonventionelle und über jahrzehnte wahr gelebte Liebe und dies trotz schrecklichster Grundvoraussetzungen

Wie hat Ihnen Torben Kessler als Sprecher gefallen? Warum?

Die Erfindung des Buchdrucks lies die jahrtausend alte Kust der Geschichtenerzähler zusehends ausrotten. Es war damit fast kein Brot mehr zu verdienen. Das Aufleben der Hörbücher, also die Digitalisierung, führt zusehends zum come back der Kunst des Sprechens, vormals Geschichtenerzähler. Ich höre seit 10 Jahren regelmässig Hörbücher, die SprecherInnen werden immer perfekter. Torben Kessler ist ein Meistersprecher seines Fachs, mit unglaublich vielen Sprachfacetten. Ich vergleiche die Kunst der SprecherInnen mit gutem Design. Heute braucht ein gutes Produkt gutes Design um erfolgreich zu sein und ein gutes Hörbuch braucht SprecherInnen, welche die Kunst des Sprechens beherrschen.

Gab es im Hörbuch einen Moment, der Sie ganz besonders berührt hat?

Ich durfte in die Abgründe des Missbrauchs schauen, auf eine Art und Weise erzählt, die mich zu tiefst erschütterte.

Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

Der Roman beschreibt eine Zeitspanne von ca. 50 Jahren des Lebens eines genialen Aussenseiters. Mehr oder weniger ab Geburt bis zu seinem Tode. Das ganze erzählt von ihm selber, von seinen Stiefeltern und Freunden, ein Leckerbissen.

Weder der Gärtner noch der Plagiatsverfasser?

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 11.09.2013

Vorallem im Dritten Teil geht es so richtig heftig zu und her. Seit 2009 verschlinge ich Hörbücher, aber sowas habe ich noch nie erlebt. Ich hing über Stunden hingweg an seinem Wort. Ich erkannte die einzelnen Figuren anhand seiner Sprache. Ich wusste bis zu diesem Roman nicht, dass die Kunst des Sprechens eine Kunst für sich sein kann, die diesen ausserordentlichen Roman für mich zu einem Schlüsselerlebnis machte. Wenn ich irgendwelchen Einfluss hätte, würde ich alle wichtigen Romane nur noch durch Torben Kessler sprechen lassen oder durch Personen, die diesem Sprecher das Wasser reichen können. Künftig werde ich mir alle Neuerscheinungen anhören, die von Torben Kessler gesprochen werden. Am Anfang war der Sprecher ...

10 von 13 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

So muss ein auserlesener Leckerbissen sein.

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 24.11.2012

Die Bürde des sein anhand einer introvertierten, finanziell abgesicherten, nach Aussen biederen Familie geschildert. Das Drama wird aus der subjektiven Sicht aller vier Familienmitglieder erzählt. Tiefe Abgründe, hemmungslose Gedanken und Taten, eine faszinierende Sprache ausgezeichnet vermittelt durch die LeserInnen. So muss ein auserlesener Leckerbissen sein.

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

Bilanztod?

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 02.03.2009

Der Autor, Johann Wolfgang (von) Goethe, von in Klammern, war in jener Zeit noch nicht geadelt. Das Buch wurde 1794 veröffentlicht und handelt in den Jahren 1791/1792, die Hauptfigur Werther entspricht im Alter dem schreibenden Goethe, beide ca. 24 Jahre alt.

Sven Görtz erzählt in diesem Hörbuch in einem wohltuenden, bemerkenswert modern wirkenden Deutsch die Geschichte des sich in der Sturm- und Drangzeit befindenden Jünglings Werther, der versucht nach Abschluß seiner ausgezeichneten Ausbildung, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden. An seiner ersten (wahren und einzigen großen) unerwiderten Liebe zu Lotten zerbricht er.

Trotz bester Aufklärung leidet der junge Werther an der Fehleinschätzung der geglaubten Einmaligkeit seiner Gefühle und geht an den Täuschungen des Sturm und Drangs und damit zusammenhängenden Prinzipiengläubigkeit in Sachen Liebe unter. Er plant schlußendlich minutiös seine Selbsttötung.

Die Frage (Schuldfrage nach Katechismus), wer oder was an dieser Selbsttötung Schuld ist, bleibt unbeantwortet. Goethe scheint es mit diesem Jugendwerk aber gelungen zu sein, seine eigenen Liebensqualen mit Lotte Buff zu verarbeiten, war er doch bis ins hohe Alter von 83 Jahren, immer wieder einmal in eine junge Frau verliebt.

Dieser zweite Bestseller Goethes macht dazumal Furore und war scheinbar Auslöser einer Selbsttötungswelle.


Ein (wichtiger) Abschnitt aus dem Roman ...

S.127 // Ich fürchte, ich fürchte, es ist nur die Unmöglichkeit, mich zu besitzen, die Ihnen diesen Wunsch so reizend macht. - Er zog seine Hand aus der ihrigen, indem er sie mit einem starren, unwilligen Blick ansah. Weise! rief er, sehr weise! Hat vielleicht Albert diese Anmerkung gemacht? Politisch! Sehr politisch!