PROFIL

P. Müller

  • 32
  • Rezensionen
  • 23
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 173
  • Bewertungen

Sprecher ja, Story nein

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.06.2020

Herr Herbst kann ja lesen, was er will - wahrscheinlich auch das Telefonbuch - ich finds super. Das Buch hatte ich schon gelesen und es hat mich nicht so geflasht. Natürlich hat sich durch das Hörbuch inhaltlich auch nichts neues ergeben, aber Herr Herbst hat da schon noch einiges rausgeholt. Die Story ist m. E. nach ziemlich flach. Umso erstaunlicher, dass der Film, der sich allerdings nicht so sehr ans Buch hält, meiner Meinung nach die absolute Granate ist. Nur mal so als Tipp...

Ich liebe Christoph Maria Herbst

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.06.2020

Gibt es irgendwas, was dieser Mann nicht vorlesen kann? Es ist schon eine Weile her, dass ich das Hörbuch gehört habe. Ich erinnere mich nicht mehr so genau an die Story, die ein Märchen war. Aber an die Interpretation der Tiere von Herrn Herbst habe ich noch sehr gute Erinnerungen. Auf jeden Fall hörenswert.

Ein echter Hörgenuss

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.06.2020

Nachdem ich "Alle Toten fliegen hoch" gelesen habe, wollte ich eigentlich von Herrn Meyerhoff nichts mehr lesen. Das ich nun diese Hörbuch gehört habe, ist aus Versehen passiert. Ich habe diesen 3. Teil seiner autobiographischen Schilderungen gar nicht Herrn Meyerhoff zugeordnet. Und ich glaube, hätte ich das Buch gelesen, wäre mein Fazit wohl ähnlich ausgefallen. Nun aber spricht der Autor sein Leben selbst und macht das so brillant und selbstverständlich authentisch, dass ich einfach nur begeistert war. Ich liebe seine Großeltern mindestens genauso, wie er, obwohl die beiden bestimmt nicht einfach waren. Lieber Herr Meyerhoff, bitte sprechen Sie die beiden anderen Bücher doch auch selbst ein. Ich bin sicher, das tut dem Verkauf Ihrer Autobiographie echt gut. Ganz klare Hörempfehlung.

Es ist keine Literatur für nebenbei

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.06.2020

Eingangs muss man sagen: ich habe noch nie so einen genialen Sprecher erlebt. Ganz wunderbare Interpretation der Figuren und der Situationen. Er hat dem Berliner der 20er Jahre sehr genau aufs Maul geschaut und auch den Dialekt wunderbar widergegeben. Ich darf mir ein Urteil erlauben - ich bin Berlinerin. Die Erzählweise hingegen finde ich sehr anstrengend. Es ist eine Collage, die ein Gesamtbild ergibt. Die Schilderungen des Franz Biberkopf, original Werbesprüche von 1928, aus denen man viel ableiten kann, Schilderungen von Straßen, Plätzen, Bauarbeiten, denen ich sehr interessiert gelauscht habe, da ich sie fast alle kenne, ein bisschen Bibelgeschichte usw.. Aber eins geht so sehr ins andere, dass ich dauernd den Faden verliere und denke, wie kommt der Biberkopf denn da hin? Da fehlt doch an der vorherigen Story noch irgendwas. Nachdem ich nun etliche Male hinter Herrn Biberkopf hergelaufen bin, habe ich das Hörbuch erst mal zur Seite getan. Nicht zuletzt aufgrund der Schilderungen im Schlachthof, die sehr anschaulich waren und nun wirklich nicht meinen Nerv treffen. Vielleicht versuche ich mich irgendwann noch mal an diesem Hörbuch, aber im Moment bringe ich einfach nicht die Konzentration dafür auf.

Sehr inspirierend

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 08.01.2020

Ich beschäftige mich auch schon einige Zeit mit der Thematik und habe in diesem Buch eine echte Bereicherung gefunden. Für den, der sich wirklich mit der Thematik beschäftigen will, ist aus meiner Sicht sehr gut erklärt, warum wir so oft meinen nicht zu können, was wir wollen. Und es gibt auch sehr gute Erklärungen, wie wir das ändern können. Das habe ich so konkret noch nirgendwo gefunden. Ich habe das Hörbuch jetzt bereits 2 x gehört, weil die Informationsdichte doch ganz schön anstrengend ist und beim ersten Mal nicht alles hängen geblieben ist (beim zweiten Mal eigentlich auch nicht :-)). Richard Heinrich als Spreche ist m. E. nicht so gut gewählt. Ich fand, er sprach zu schnell und irgendwie passt die Stimme nicht zum Inhalt. Das ist natürlich sehr subjektiv, aber eben meine Wahrnehmung. Das Buch kann ich wirklich empfehlen für alle, die schon auf dem Weg sind, aber irgendwie immer wieder hängen bleiben. Für Jemanden, der sich mit der Thematik noch nie beschäftigt hat, ist es wahrscheinlich aneinander gereihtes blabla (wie hier jemand geschrieben hat). Für mich ist es ein großer Schritt nach vorn!

Mich hat es nicht überzeugt, eher geärgert

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 07.02.2019

Der Autor hat ein Geschichtchen erfunden, um über den 2. Weltkrieg, speziell über die Juden in Polen, zu erzählen. Dabei hat er sich sicherlich ziemlich gut an die Historie gehalten, allerdings mit einer Handlung, die völlig unglaubwürdig ist, zumindest, was die Gegenwart betrifft. Was sollte diese in die Länge gezogene Erzählung der Lena? Warum hätte man - um die Situation zu entschärfen - nicht ein paar Dinge viel früher aufklären können? Absolut unglaubwürdig diese ganze Szenerie vor Gericht. Für mich ist dieser Teil der Geschichte zu wichtig, als dass man so eine dümmliche Story drumherum stricken sollte. Die Leiden der Juden im 2. Weltkrieg sollten nie vergessen werden, und sie sollten für so ein Geschichtchen erst recht nicht "benutzt" werden. Der Sprecher war bemüht, aber da er hauptsächlich Frauen sprach, nicht sehr überzeugend.

1 Person fand das hilfreich

Keine seichte Literatur

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 16.01.2019

Witzig ist nicht unbedingt das Wort, was mir am Ende zuerst eingefallen ist. Die Geschichte ist durchaus witzig erzählt und umso mehr mit der Stimme von Chrostoph Maria Herbst, der ohne Übertreibung einfach nur wieder mal genial war. Gerade deshalb ist die Schlussszene so erschreckend, weil plötzlich - im wahrsten Sinne des Wortes - Schluss mit Lustig ist. Timur Vermes hat es geschafft, ein aktuelles Thema auch mal für den "normal Sterblichen" von Seiten zu beleuchten, die sonst eher nicht zugänglich sind - z. B. die Denke eines Politikers. Danach habe ich für mich bei dem einen oder anderen Politiker stille Abbitte geleistet. :-) Absolute Empfehlung für das Hörbuch - schon wegen Herrn Herbst. Das Hörbuch ist, glaube ich, hier wieder mal die bessere Wahl.

Was für ein trauriges Leben

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 14.11.2018

Ein Mensch, der vor lauter Würde vergisst zu leben und irgendetwas auch nur zu erleben, erzählt von seinem Leben, welches völlig ereignislos verläuft und einzig ausgerichtet ist auf seine Herrschaft. Ich habe den Film nicht gesehen, habe mir aber sagen lassen, dass er sehenswert ist. Das Buch ist leider nicht hörenswert, was ganz sicher nicht am Sprecher liegt. Selbst einem Klassiker steht etwas Handlung gut zu Gesicht. Ich finde, ein Buch kann nicht nur von sprachlichem Niveau leben. Ich habe mich furchtbar gelangweilt (aber durchgehalten).

Da stimmte nun wirklich alles

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 17.08.2017

Wer sich mit Shakespeare schwer tut, so wie ich (keine guten Englischkenntnisse, die Übersetzungen so, dass man die Lust schnell verliert), für den ist das Hörspiel eine wunderbare Gelegenheit, in "Shakespeare einzusteigen". Ich möchte die vielen Loblieder, die hier schon gesungen wurden, nicht noch mal wiederholen, aber mit meiner Rezension absolut unterstreichen. Ein blutrünstiges Spektakel, aber es hat es Spaß gemacht, es anzuhören. Davon hätte ich wirklich gern mehr.

Ist nicht jedermanns Humor

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
2 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 07.09.2015

Die Geschichte selbst haut einen nicht unbedingt um. Mich schreckt sie auch nicht ab, eine Kreuzfahrt zu unternehmen, da die wesentlichen Fakten ja doch hinlänglich bekannt sein dürften.
Was ich wahrscheinlich an diesem Buch falsch gemacht habe, war, es nur zu hören. Der oft sehr feinsinnige Humor von Wallace geht in dem fade gesprochenen Vortrag von Dietmar Bär völlig unter. Man merkt förmlich die Stellen, an denen Herr Bär den Humor von Wallace versteht. Da geht er etwas mit dem Text mit. Meistens jedoch übergeht er die Pointen mit seiner flachen Erzählweise. Für mich macht es das Hörbuch zu einer furchbar zähen Angelegenheit und ich ziehe für mich den Schluss, dass man David Foster Wallace lieber lesen sollte.