PROFIL

Löwenzahn

  • 2
  • Rezensionen
  • 4
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 3
  • Bewertungen

Durchhaltevermögen erforderlich - aber es lohnt sich

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 19.07.2015

Würden Sie Hyperion & Endymion 4 noch mal anhören? Warum?

Grundsätzlich kann ich mir vorstellen, die Hyperion & Endymion Saga in den Büchern 1 bis 4 noch einmal anzuhören. Nachdem ich allerdings die ersten vier Bücher in direkter Folge genossen habe, brauche ich dafür aber wohl eine Pause zur Erholung. Dan Simmons entwirft eine fantastische Welt, großartige SiFi. Dabei holt er allerdings manchmal sehr weit aus, verlangt dem Leser/Hörer einiges an Geduld und auch Fantasie ab. Zusammenhänge erschließen sich teils erst sehr viel später entlang der Geschichte. Seine offensichtliche Verehrung für den Dichter John Keats prägt den gesamten Handlungsstrang ebenso, wie die dargelegte Pseudo-Religion und -Philosophie. Kernthema ist dabei der Konflikt Mensch versus Technologie und die Frage nach einem göttlichen Wirken. Die Handlung ist vielschichtig genug, den Hörer entlang der über vierundvierzig Stunden manchmal den Faden verlieren zu lassen. Zumindest ging es mir so, schon deshalb sollte ich die Bücher vielleicht erneut anhören :-) In den ersten zwei Büchern erzählen die Pilger ihre persönlichen Geschichten, diese sind geschickt eingebettet und geben der Erzählung einen ganz eigenen Charakter, das hat mir sehr gut gefallen. Buch 4 endet in einer Art und Weise, dass ich beinahe unmittelbar nach der Fortsetzung greifen wollte. Aber das verschiebe ich nun doch erst einmal auf später.

Welche Figur hat Ihnen am besten gefallen? Warum?

Die Person Sol Weintraub und seine tragische Geschichte gefiel mir am besten. Sie symbolisiert auf besondere Weise seine Resilienz, Hoffnung und ungebrochene Liebe. Sie zeigt eine positive und lebensbejahende Grundhaltung jenseits archaischer, religiöser Denkmuster.

Welche Szene hat Ihnen am besten gefallen?

Berührt hat mich besonders die Szene, in der Sol Weintraub seine rückwärts in der Zeit "alternde" Tochter voller Verzweiflung dem Shrike übergibt. Er liebt sie mehr als alles andere, das Schicksal der ganzen Menschheit ist ihm in dem Moment völlig gleich. Er hofft nur auf eine Lösung für ihr Dilemma. Er tut dies allein in Hoffnung, ohne konkrete Aussicht auf die ersehnte Lösung.

Wenn Sie dieses Hörbuch verfilmen könnten wie würde der Slogan dazu lauten?

Eine Verfilmung des Stoffs kann ich mir nicht vorstellen, dafür ist die Geschichte erheblich zu umfangreich und vielschichtig. Die Handlung müsste um den Faktor zwanzig gekürzt werden, um sie auf die Kinoleinwand zu bringen, das würde sie völlig zerreißen.

Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

Es handelt sich bei diesem Werk ausdrücklich nicht um eine simple Space Opera a la Perry Rhodan. Wer so etwas sucht, der ist hier gänzlich falsch und wird wohl enttäuscht werden. Ich werde dagegen ganz sicher auch die weiteren Bücher um die Hyperion Saga genießen.

Langweilig

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
1 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 06.06.2015

Die Geschichte bietet keinen wirklichen Spannungsbogen, plätschert leicht vor sich hin. Die "erotischen" Teile sind platt. Nora Jokhosha gelingt es nichte, individuelle Charaktere zu zeichnen, der Erzählstil ist eintöniger Singsang. Es war ein Fehler, dieses Hörbuch zu kaufen.

4 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich