PROFIL

drwiseman

  • 6
  • Rezensionen
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  • 6
  • Bewertungen

Phantasievoller Trilogieabschluß

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 03.10.2009

Der letzte Teil der Trilogie um Nihal und Sennar ist ebenso wie die ersten beiden Teile eine phantasievolle Entwicklungsgeschichte, die weitgehend auf ausufernde Gewaltdarstellungen verzichtet und die innere Entwicklung in den Mittelpunkt stellt. Über das Bestehen vieler teilweise symbolkräftiger Aufgaben und das Erleben tiefer Verluste und Abschiede gelangt Nihal bis zum Showdown. Es ist beachtenswert, dass Troisi als Sinnbild für den absoluten Zerstörungswillen eine einschmeichelnde, fast hypnotische Figur findet. Der Spannungsbogen wird trotz des weiten Weges gehalten und es fiel mir schwer, mich von den Hautfiguren zu verabschieden. Natürlich ist es leicht möglich, hier und da an dem Roman herumzuschrauben. Ich habe mich aber an den vielen eindrucksvollen Bildern freuen können. Bilder, die nachklingen und mich auf jeden Fall sehr gut unterhalten haben.Die Darstellung von Frau Ens hat gut gepasst, hat sich vielleicht diesmal etwas zu wenig Zeit gelassen. Dennoch insgesamt komplette 5 Sterne.

Nihal, wunderbar dargestellt durch Anuk Ens

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 05.08.2009

Die Geschichte um die Halbelfe Nihal wird in diesem zweiten Teil phantasievoll und einfühlsam fortgesetzt. Es gelingt der Autorin den Spannungsbogen aufrechtzuerhalten. Die Personen sind auch im Hinblick auf das Alter der Schriftstellern liebevoll, wenn auch zum Teil etwas einschichtig beschrieben. In dieser Trilogie, anders als dann bei der Schattenkämpferin, werden noch zu viele Personen mit in die Erzählung aufgenommen, die nicht immer für Entwicklung wichtig sind, aber allemal unterhaltend und kurzweilig. Und das ist es, was hier gelungen ist: Ein im Fantasygenre angesiedelter Entwicklungsroman mit eindrucksvollen, nicht zu düsteren Bildern über eine tief verletzte Protagonistin, der es mit Brüchen gelingt, ihren persönlichen Weg mit Kampf, Einsichten und berührenden Liebeserfahrungen zu finden.
Einen besonderen Stellenwert möchte ich der Sprecherin Anuk Ens zukommen lassen. Anders als durch das vielfach missbrauchte, ach so modern gewordene Morphing, gelingt es ihr allein durch ihre Stimm-Melodie in einzigartiger Weise den ungestümen, teilweise trotzig sich widersetzenden und dabei so verletzbaren Charakter von Nihal lebendig werden zu lassen. Sensationell. Herzlichen Dank.

Das Siegel des Todes Titelbild

Scheue, tragische Heldin

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 22.09.2008

Die traurige, junge Heldin dieser Geschichte wird eindruckvoll von der Sprecherin Anuk Ens dargestellt. Ihr Leben - nahezu von Beginn an überschattet von einem dunklem Schicksal - verkörpert das Zentrum dieses Romans. In innerer und äußerer Isolation begleiten wir sie auf ihrem Lebensweg. Sie lebt bedroht von einem satanischen Orden in einer magischen Welt. Ihre Fähigkeiten von den Techniken des Tötens über die Kunst der Wahrnehmung bis zu ihrem Wissen um Heilkräuter erlauben ihr immer wieder, den Schimmer der Hoffnung auf einen Ausweg zu finden. Ihre verletzte Seele schützt sie durch Abweisung. Und dennoch kommt es zu scheuen Versuchen der Nähe zu ihrem Gefährten, einem jungen Zauberer. Der Autorin gelingt ein ergreifendes Bild. Sie schenkt ihrer tragischen Heldin auf dem vorwärts treibendem Weg keine Ruhe. Aufbauend auf dem ersten Teil (unbedingt vorher hören) wird die Geschichte dicht und spannend in mehreren Erzählebenen weitergeführt. Der Schluß dieses Teils ist abrupt. Auf die Fortsetzung(??)freue ich mich.

Imprimatur Titelbild

Historie ad extremum

Gesamt
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 10.08.2008

Dieses Werk ist ohne Frage ein weit angelegter, historisch wohl sorgfältig recherchierter Roman. Doch im Gegensatz zum "Namen der Rose" vermochte es über lange Passagen nicht, mich in seinen Bann zu schlagen. Die tragenden Personen bleiben klischeehaft oberflächlich gezeichnet. Zwar werden ihre Fähigkeiten und ihre zentralen Schwächen bald ersichtlich, aber es spang nie ein emotionaler Funke über, der für mich auch einen wesentlichen Aspekt einer Geschichte darstellt. Detailverliebtheit als Folge jahrelanger Recherchen werden hier zur Nebenwirkung eines trotz allem beachtlichen Romans. Dennoch empfehle ich dieses Hörbuch besonders für Hörer, die Freude an einem historischen Detektivspiel finden und die viel Muße haben, sich über unzählige kleine Seitenwege, langsam zu einem Gesamtbild vorzuarbeiten.

Die dunkle Seite der Liebe Titelbild

Ein reiches Werk

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 07.07.2008

Ein wunderschöner, ein bereichernder Roman. Rafik Schami spannt einen weiten Bogen. Vor dem Hintergrund seiner syrischen Heimat entwickelt er über vier Generationen die Geschichte zweier Liebenden, denen der Weg miteinander durch Traditionen, Sippenfeindschaften und die ständig wechselnden politischen Machtverhältnissen verwehrt wird. In innerer Emigration bewahrt sich die junge Frau einen Raum, wo sie überleben kann und an ihrem geliebten Menschen festhält. Sein Weg ist verstrickt selbst gewählte ideologische Grundhaltungen und durch Gefangennahmen. Beide begegnen der Gewalt und auch der Rettung in unterschiedlicher Form und beide halten unbeirrbar aneinander fest. Herr Schami zeichnet ein liebevoll, detailgenaues und nicht zuletzt interessantes geschichtliches Bild von einer Kultur, die uns auf den ersten Blick heute fremd erscheint. Doch schenkt uns der Autor in seiner bildhaften orientalischen Sprache, seine unzähligen kleinen Anekdoten reiche Parabeln für das eigentliche Menschliche: Für unsere Gefühle, unsere Leidenschaften, für unser Vertrauen und unsere Enttäuschungen aus den Beziehungen zu Vater, Mutter, Freunden aus Kinder und Jugendtagen und unserer großen Liebe. Den beiden Sprechern darf ich für ihre Kunst meinen tiefen Respekt aussprechen. Ihnen ist es gelungen dieses schöne Werk über die Maße hinaus zu beleben.

Bildhafte Abenteuersaga

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 15.01.2008

Die Abenteuersaga führt in dieser Folge die bekannten Charaktere weiter, ohne ihnen neue charakterliche Aspekte hinzuzufügen. Die Erzählstränge gut erkennbar und führen, wie es scheint, auf mehrere Endpunkte hin, die hier noch nicht erkennbar sind.

Die Tiefe und Vielfalt der ersten drei Bände werden nicht erreicht. Aber das Bild der Durchschreitung der Grenzzone zur alten Welt mit ihren auftauchenden Dogmen und den zerissenen Gefühlen lassen den Einfallreichtum und die Darstellungskraft des Autors wieder erkennen.

Ich erwarte mit Spannung die Fortsetzung der Geschichte.

Der Sprecher hat einen großen Sprung gemacht. Er verkörpert die Protagonisten deutlich besser. Nur bei der Darstellung der Frauen verfällt er zu oft in eine weinerlich krächtzende Tonlage.