PROFIL

Christian

Berlin, Deutschland
  • 12
  • Rezensionen
  • 126
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 29
  • Bewertungen
  • Die magische Gondel

  • Zeitenzauber 1
  • Autor: Eva Völler
  • Sprecher: Annina Braunmiller-Jest
  • Spieldauer: 9 Std. und 55 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 1.578
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 1.460
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 1.459

Die 17-jährige Anna verbringt ihre Sommerferien in Venedig. Bei einem Stadtbummel erweckt eine rote Gondel ihre Aufmerksamkeit. Seltsam. Sind in Venedig nicht alle Gondeln schwarz? Als Anna kurz darauf mit ihren Eltern eine historische Bootsparade besucht, wird sie im Gedränge ins Wasser gestoßen - und von einem unglaublich gut aussehenden jungen Mann in die rote Gondel gezogen. Bevor sie wieder auf den Bootssteg klettern kann, beginnt die Luft plötzlich zu flimmern und die Welt verschwimmt vor Annas Augen.

  • 4 out of 5 stars
  • Die Regeln der Zeitreise

  • Von Christian Am hilfreichsten 25.10.2016

Die Regeln der Zeitreise

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.10.2016

Während ihrer Sommerferien in Venedig stolpert die 17jährige Anna zunächst über einen wunderschöne Maske – und dann über Bord einer Gondel direkt hinein ins 15. Jahrhundert.

Anders als Gwen, die Heldin von Kerstin Giers “Edelsteintrilogie”, springt sie aber nicht nach einigen Minuten wieder zurück in die eigene Zeit, sondern steckt im venezianischen Mittelalter fest. Und davon ist sie gar nicht begeistert.

Da kann sie auch der attraktive Sebastiano nicht beruhigen, der sich als Zeitreisender herausstellt und verspricht, sie zurück in ihre eigene Zeit zu schicken, sobald die Sterne dafür wieder günstig stehen. Bis es soweit ist, bringt er Anna zunächst im Kräuterladen der resoluten Mathilda und ihres Mannes Jacopo unter. Dort ist ebenfalls Clarissa untergebracht – wie Anna eine in der Zeit Gestrandete; allerdings stammt Clarissa aus der Zeit der Französischen Revolution.

Widerwillig richtet sich Anna darauf ein, bis zur Zeit ihrer Rückreise Böden zu schruppen, Wasser zu schleppen und sich daran zu gewöhnen, dass es statt eines Badezimmers nur ein Plumpsklo gibt. Sie ahnt nicht, dass der fehlende Fortschritt das geringste ihrer Probleme ist. Denn höhere Mächte haben bestimmt, dass sie im Venedig des Jahres 1499 noch eine ganz bestimmte Aufgabe erfüllen muss …

Die Regeln der Zeitreise

Um Eva Völlers “Zeitenzauber”-Romane habe ich bisher einen Bogen gemacht, weil ich davon ausging, dass sie ein blasser Abklatsch von Kerstin Giers “Edelsteintrilogie” seien.

Zu unrecht, wie ich nun sagen muss. Eva Völler schreibt nicht nur humorvoll und unterhaltsam, sondern auch absolut glaubwürdig. Und das ist etwas, dass gerade bei einer Zeitreise-Geschichte eine große Rolle spielt. Annas Reaktionen waren für mich absolut überzeugend, nicht überzogen, und dadurch konnte ich mich voll und ganz auf “Die magische Gondel” einlassen.

Geschadet hat es sicher auch nicht, dass Annina Braunmiller die aus der Ich-Perspektive erzählte Geschichte als Sprecherin auch wunderbar einfängt, für mich im Ohr praktisch zu Anna wurde.

Zeitreise-Geschichten sind immer tricky. Eva Völler ist es gut gelungen, das magischen Element ihrer Romane mit einem überzeugenden Regelwerk zu unterfüttern. Anna kann Begriffe, die es im 15. Jhd. noch nicht gab, zum Beispiel nicht aussprechen (aus Kinofilm wird z.B. Kostümstück) und eine magische Sperre hindert sie außerdem daran, Uneingeweihten zu offenbaren, dass sie aus der Zukunft kommt.

Für mich lebt “Die magische Gondel” aber weniger von Annas Versuchen, in das Jahr 2009 zurückzukommen, als vielmehr von Eva Völlers schöner Beschreibung des venezianischen Mittelalters. Dass sie das aus den Augen einer Schülerin aus dem 21. Jahrhundert tut, macht das ganze nur noch gelungener. Anna lernt viel über das Mittelalter – nicht nur über mangelnde Zahnhygiene und Aberglauben. Vielmehr stellt sie fest, dass die Mädchen in einem Nonnenkonvent nicht weniger gern Partys feiern als die Kurtisanen der Stadt.

Die Nebenfiguren sind gut gezeichnet und amüsant. Besonders Clarissa ist mir ans Herz gewachsen, trotz all der Fehler, die sie haben magt.

“Die magische Gondel” ist zwar in sich abgeschlossen, lässt sich aber ein Hintertürchen für potentielle Fortsetzungen offen. Die es auch gibt. Wer Reihen nicht mag, kann “Die magische Gondel” hören, genießen und sich am Ende zufrieden zurücklehnen. Wer mehr will, freut sich sicher darüber, dass Eva Völler ihren Roman mit “Die goldene Brücke” und “Das verborgene Tor” fortgesetzt hat.

26 von 28 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Das Phänomen Harry Potter. Das Hörbuch zum Buch

  • Autor: Irina von Bentheim
  • Sprecher: Irina von Bentheim
  • Spieldauer: 5 Std. und 16 Min.
  • Gekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 56
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 34
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 34

Alles über den berühmten jungen Zauberer, seine Fans und seine magische Erfolgsgeschichte...

  • 4 out of 5 stars
  • Kurzweiliges Hörbuch über das Harry Potter FANDOM

  • Von Christian Am hilfreichsten 25.10.2016

Kurzweiliges Hörbuch über das Harry Potter FANDOM

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.10.2016

Über 400 Millionen verkaufte Romanexemplare. Hollywood-Verfilmungen. Release-Parties um Mitternacht. Conventions – Harry Potter hat die Buchwelt und die Leser nicht nur im Sturm erobert, er hat sie verändert. Manche von uns mehr, andere weniger.

Melissa Anelli, Autorin des Sachbuchs “Das Phänomen Harry Potter“, hat J. K. Rowlings Saga um den Zauberlehrling stark verändert. Als aktives Mitglied in der Fanszene berichtet sie, warum ihrer Meinung nach die Romanreihe zu einem solchen Erfolg avancierte – und vor allem, wie sich dieser Erfolg ausdrückte und wie er die Fans beeinflusste und beflügelte …

Bevor ich mir das Hörbuch zulegte, habe ich diverse Rezensionen im Netz gelesen, weil ich abschätzen wollte, ob es etwas für mich ist. Viele Rezensenten beklagen, dass das Buch eher eine Biographie von Melissa Anelli sei als ein Sekundärwerk über das “Phänomen Harry Potter”. Dem kann ich ehrlich gesagt nicht zustimmen.

Ja, Anelli berichtet von diversen eigenen Erlebnissen – aber dieses Buch ist keine Biographie ihres Lebens. Es ist allerdings auch nicht unbedingt ein Werk, der das Phänomen Harry Potter ERKLÄRT. (Ich glaube, das haben viele – ich vermutlich zum Teil auch – erwartet, und das das Anelli nicht liefert, ist es, was den einen oder anderen nervt.)

Vielmehr ist das Buch ein sehr persönlich, nicht allgemeingültiger Bericht darüber, was es bedeutet, ein Hardcore-Harry Potter Fan zu sein. Ja überhaupt was es bedeuten kann, ein Popkultur-Fan zu sein – und wie viele verschiedene Facetten es geben kann: Musik zur Vorlage, Conventions, Fanfictions, Treffen mit Freunden und hysterisch-fröhliches Geplapper über das neueste Buch – all das findet man hier wieder, aus der Sicht von Anelli, wie sie es erlebt hat, sowie diversen wirklich spannenden Hintergrundinformationen rund um die Publikationsgeschichte von “Harry Potter”. Anelli konnte mehrere exklusive Interviews mit J. K. Rowling und Leuten aus der Industrie führen, die mit der Reihe vertraut waren. Aus diesen zitiert sie – auch wenn die Informationen nicht allzu sehr in die Tiefe gehen. Hauptsächlich geht es nämlich wie gesagt um das kultige Fandom.

Ich selbst habe mich als Fan unbedingt darin wiedergespiegelt gefühlt. Gerade als jemand, der an einer Fan-Website mitgearbeitet hat (ich war Redakteur bei Buffyverse) und einige Fan-Cons besucht hat (auch zu Buffy), fand ich es sehr spannend, wie die Autorin das alles erlebt hat, wozu sie das “Harry Potter”-Fansein gebracht hat und wie viele Überschneidungen es da auch bei mir gab. (Auch wenn ich nie J. K Rowling – naja, in meinem Fall wäre es Joss Wheden gewesen – getroffen habe und sie es insgesamt viel professioneller und intensiver aufgezogen und ausgelebt hat – sie war Redakteurin bei der beliebten Fansite Leaky Cauldron und hat Journalismus studiert).

Schlussendlich klingt durch ihre Zeilen das durch, was ich selbst auch das Schönste am Fansein betrachte: Leute über ein Buch (oder einen Film, oder einen Comic) kennenzulernen, die dann zu guten Freunden werden – Leute, die man ohne dieses Buch nie getroffen hätte.

Persönlich fand ich es sehr kurzweilig, Anellis Ausführungen zu lauschen – die herrlich charmant von Irina von Bentheim eingelesen wurden. Genau das richtige zum Abschalten nach einem langen Arbeitstag, wenn man sich wieder in die Stimmung versetzen möchte, in die einen Potter & Co. einst versetzt haben.

“Das Phänomen Harry Potter” ist eine Hommage an eine tolle Reihe, eine Hommage an das Fansein.

Für mich verging die Hörbuch-Zeit wie im Flug.

6 von 6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Das Lied von Mond und Sonne

  • Autor: Vonda N. McIntyre
  • Sprecher: Elisabeth Günther
  • Spieldauer: 18 Std. und 25 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    3.5 out of 5 stars 80
  • Sprecher
    4 out of 5 stars 72
  • Geschichte
    3.5 out of 5 stars 72

Der Hof des Sonnenkönigs ist in Aufruhr: Eine Expedition hat eines jener legendären "Seemonster" gefangen, die die Meere bevölkern. Die junge Marie wird mit der Pflege der geheimnisvollen Kreatur beauftragt, die sie bald lieb gewinnt. Doch Ludwig IVX. hat finstere Pläne. Soll Marie ihrem König gehorchen? Oder folgt sie ihrem Gewissen und bringt sich in tödliche Gefahr?

  • 5 out of 5 stars
  • super toll, von vorne bis hinten

  • Von Sabrina Am hilfreichsten 11.06.2015

Charakterzentrierte Historical Fantasy

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 09.07.2015

Frankreich im 17. Jahrhundert:

Am Hof des Sonnenkönigs lebt die junge Waise Marie-Josephe de la Croix als Hofdame. Ihr Bruder Yves kehrt von einer gefährlichen Schiffsreise zurück, in deren Verlauf er zwei seltsame Kreaturen – Seeungeheuer – gefangen hat. Ludwig XIV. ist begeistert. Zwar ist er immer noch ein stattlicher Mann, aber kränklich – und einer alten Sage zufolge soll ihm das Verspeisen des Organs eines Seeungeheuers die Jugend zurück bringen.

Marie-Josephe sieht sich wie ihr Bruder als Wissenschaftlerin. Auch wenn das in ihrer Zeit für eine Dame nicht als schicklich gilt, beschäftigt sie sich mit Philosophie und Naturkunde und ihr Herz schlägt für Malerei ebenso wie für Mathematik. Nur mit der strengen Hofettikette Versailles tut sie sich mitunter schwer. So überredet sie ihren Bruder Yves, sie bei seinen Studien am Seeungeheuer assistieren zu lassen. So wird sie zur Pflegerin und Hüterin jener seltsamen Kreatur aus den Tiefen des Meeres. Und bald wächst in ihr der Verdacht, dass das Seeungeheuer mehr ist als ein Tier – ein Tier, das bald zur Schlachtbank geführt werden soll. Marie-Josephe beginnt zu kämpfen.

Vonda N. McIntyres Roman “Das Lied von Mond und Sonne” erschien 1999 bereits einmal auf Deutsch unter dem Titel “Am Hofe des Sonnenkönigs” – eine Ausgabe, die heute aber nur noch antiquarisch erhältlich ist. So ist es schön, dass Bastei Lübbe sich dazu entschlossen hat, das Buch noch einmal neu aufzulegen, und Audible darüber hinaus noch eine ungekürzte Hörbuchfassung liefert.

Der Roman besticht weniger durch einen ausgeklügelten Spannungsbogen, als vielmehr durch seine Atmosphäre und die Charakterzeichnungen. Vonda N. McIntyre nimmt sich viel Zeit, ein opulentes Bild vom Versailles des 17. Jahrhunderts: dem Königshof, reich ausstaffiert, wo das Auge des Betrachters verweilt, in den verborgenen Ecken aber verseucht von Ungeziffer; Schein und Sein gehen hier Hand in Hand und das nette höfische Geplänkel ist ein dünner Deckmantel für die Intrigen, die man gegeneinander spinnt. Marie fühlt sich dort mitunter ebenso fremd wie das gefangene Seeungeheuer. Nach und nach nimmt sie jedoch ihr Schicksal in die eigene Hand; trotz ihrer hohen Intelligenz lernt sie dazu und steht für das ein, was ihr wichtig ist. Das bedeutet auch, sich gegen ihren Bruder und ihre von Männern dominierte Umgebung zu behaupten.

Darüber hinaus überzeugt McIntyre mit einer wunderbar atmosphärischen Sprache, die zum Setting passt, ohne aufgesetzt zu wirken. Die Sprachmelodie ist Gott sei Dank auch in der Übersetzung nicht verloren gegangen. Eingelesen wird “Das Lied von Mond und Sonne” von Elisabeth Günther, die einigen sicher als Synchronsprecherin bekannt ist (z. B. in der Rolle von “Catelyn Stark” in der dt. Fassung von “Game of Thrones”). Ihre ruhige, gefühlvolle Art zu Lesen passt sehr gut zu der historisch-phantastischen Geschichte.

Mit “Das Lied von Mond und Sonne” gewann Vonda N. McIntyre Ende der 90er Jahre den begehrten Nebula-Award, zudem wurde der Stoff im vergangenen Jahr mit Pierce Brosnan als Sonnenkönig verfilmt. Kinostart in den Staaten sollte eigentlich April 2015 sein, dieser wurde jetzt aber auf ein noch unbekanntes Datum nach hinten verschoben.

Um so besser, so bleibt uns Zeit, uns erstmal der Vorlage zu widmen – der Roman umfasst über 600 Seiten, was zu einer Hörbuch-Laufzeit von über 18 Stunden führt. Wer ausschließlich spannende Pageturner mag, kommt hier nicht auf seine Kosten. Wer aber Geschichten mag, die nicht durch die Handlung preschen und sich für Setting und Charaktere Zeit lassen, und die sich vor allem auf die Atmosphäre und das Ensemble konzentrieren, wird hier bestens bedient. “Das Lied von Mond und Sonne” ist ein wunderbarer historisch-phantastischer Roman für Fans dieses Genres.

  • Frostfluch

  • Mythos Academy 2
  • Autor: Jennifer Estep
  • Sprecher: Ann Vielhaben
  • Spieldauer: 9 Std. und 13 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 682
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 645
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 645

Gwen Frost lebt. Noch. Denn die Schnitter des Chaos haben es auf sie abgesehen. Und deshalb muss Gwen an der Mythos Academy kämpfen lernen. Ihr Lehrer: Der attraktive Logan Quinn, in den Gwen heimlich verliebt ist. Die Komplikationen sind allerdings vorprogrammiert, denn der Spartaner hat ihr bereits zu Anfang des Schuljahres das Herz gebrochen. Ein Skiausflug bietet ihr endlich die willkommene Abwechslung vom harten Training - dort lernt sie den umwerfenden Preston kennen. Bald wird jedoch klar, dass Gwen ganz andere Sorgen hat: Die Feinde der Mythos Academy sind ihr auch außerhalb des Campus auf den Fersen und setzen alles daran, Gwen zu töten. Und zu allem Überfluss scheint auch Preston nicht der zu sein, für den sie ihn hält.

  • 3 out of 5 stars
  • Viele Wiederholungen...

  • Von AJ Martens Am hilfreichsten 06.10.2015

Schwächer als Teil 1, aber immer noch sympathisch

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 09.07.2015

Skilaufen in einem Schickimicki-Wintergebiet? Gwen Frost ist wenig begeistert, als sie vom anstehenden Wochenend-Ausflug der Mythos Academy erfährt. Und das nicht nur, weil sie nicht Skifahren kann. Drei Tage lang soll sie in einem Nobel-Hotel in einem exklusiven Ferienort mit sämtlichen Mitschülern verbringen, tagsüber auf der Piste, nachts auf wilden Parties und auf dem berüchtigten Winter-Karneval. Und das, obwohl einer ihrer Mitschüler versucht, sie umzubringen.

Warum, da ist sie sich selbst nicht sicher. Haben die Schnitter des Chaos – die Anhänger des dunklen Gottes Loki – herausgefunden, dass sie selbst der Champion der griechischen Göttin Nike ist? Gleich zweimal versucht jedenfalls gleich zu Beginn des Romans jemand, Gwen zu ermorden. Ihre beste Freundin, die Walküre Daphne, gibt sich nicht übermäßig besorgt, denn schließlich befinden sich Schnitter immer wieder auf der Jagd auf die Nachkommen anderer Götter, wie die Schüler der Mythos Academy es sind. Trotzdem besteht sie darauf, dass Gwen nicht allein in Mythos zurück bleibt, sondern mit den anderen ins Skiresort reist.

Und dort scheint es zunächst gar nicht so schlecht. Gwen gelingt es, ihrem Schwarm Logan aus dem Weg zu gehen, der sich trotz augenscheinlichen Interesses an ihr zu ihrem Leidwesen mit einer Mitschülerin eingelassen hat. Mit Daphne und ihrem Freund Carson hat sie sogar richtig Spaß – und dann sind da noch die Schüler der New Yorker Mythos Academy, die ebenfalls zum Winterkarneval gekommen sind. Unter ihnen: der äußerst attraktive Preston, der an Gwen interessiert zu sein scheint.

Und gerade, als Gwen beginnt, richtig Spaß zu haben, geht es mächtig bergab und ihr an den Kragen …

Meine Meinung

“Frostfluch” ist der zweite Band von Jennifer Esteps “Mythos Academy”-Saga, einer Urban Fantasy-Reihe für Jugendliche. Vom ersten Band war ich extrem begeistert und auch der zweite Band hat mir viel Spaß gemacht.

Allerdings muss ich sagen, dass er wesentlich schwächer ist als “Frostkuss” – leider. Obwohl das Buch ungefähr genau so viele Seiten hat wie Band 1, fand ich die Geschichte in “Frostfluch” wesentlich dünner. Jennifer Estep treibt zwar den Serienübergreifenden Handlungsstrang durchaus voran, die Geschichte im Zentrum des zweiten Bandes hat aber irgendwie eher “Novellenqualität” als “Romanqualität” und schreitet ziemlich geradlinig und ohne große Überraschungen voran. Wer hinter den Mordanschlägen auf Gwen steckt, ist ziemlich offensichtlich – überraschend ist dann allenfalls noch leidlich die Motivation.

Sehr gut gelungen ist allerdings wieder Jennifer Esteps Stil, die Übersetzung von Vanessa Lamatsch und die Lesung durch Ann Vielhaben. Das sorgt dafür, dass man am Ball bleibt.

Ich mag die Reihe noch nicht aufgeben und werde mir sicher den nächsten Band schnappen. Aber “Frostfluch” schöpft weder das Potential seines Settings aus, noch das seiner Figuren. Nervig: Dass Gwen sich diesmal relativ naiv verhält und in so mancher Situation nicht die richtigen Schlüsse zieht. Und dass wirklich viel vom ersten Teil nochmal durchgekaut wird. Auf der Pro-Seite: Es wird eine schwule Nebenfigur eingeführt, von der wir hoffentlich in den folgenden Bänden noch mehr lesen werden.

“Frostfluch” ist ein typischer “Mittelband”, auch wenn die Reihe keine Trilogie ist, und bei einer Fernsehserie hätte der Roman für mich den Status einer “Füller-Episode”. Nett, aber nicht mehr.

Bleibt abzuwarten, ob es Jennifer Estep gelingt, sich mit dem Nachfolgeband zu steigern.

2 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Frostkuss

  • Mythos Academy 1
  • Autor: Jennifer Estep
  • Sprecher: Ann Vielhaben
  • Spieldauer: 9 Std. und 47 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 884
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 829
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 830

Im Mittelpunkt der Serie steht die 17-jährige Gwen Frost, die über ein außergewöhnliches Talent verfügt: Sie besitzt die "Gypsy-Gabe" - bei der eine einzige Berührung ausreicht, um alles über einen Gegenstand oder einen Menschen zu wissen. Doch dabei spürt Gwen nicht nur die guten Gefühle, sondern auch die schlechten und die gefährlichen. Auf der Mythos Academy soll sie lernen, mit ihrer Gabe sinnvoll umzugehen. Aber was Gwen nicht weiß: Die Studenten werden dort ausgebildet, um gegen den finsteren Gott Loki zu kämpfen. Und obwohl sie der Meinung ist, an der Mythos Academy nichts verloren zu haben, erkennt Gwen bald, dass sie viel stärker ist als gedacht und all ihre Fähigkeiten brauchen wird, um gegen einen übermächtigen Feind zu bestehen.

  • 5 out of 5 stars
  • Super Start in eine vielversprechende Reihe

  • Von Christian Am hilfreichsten 17.06.2015

Super Start in eine vielversprechende Reihe

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 17.06.2015

Es gibt zahlreiche Urban Fantasy-Reihen für Jugendliche, in denen ein junges Mädchen von seiner mythischen Herkunft erfährt, in einem Internat lebt und zur Kämpferin für das Gute wird. In der folgenden Rezension erfahrt ihr, warum ihr “Frostkuss” trotzdem eine Chance geben solltet und was an der “Mythos Academy” so toll ist.

Worum es geht

Gwen Frost ist neu an der Mythos Academy, ein Internat, dessen Schüler die Nachkommen sagenhafter Krieger sind – und zwar Krieger aus sämtlichen Mythologien der Menschheit: Neben den griechischen Spartanern und den germanischen Walküren sind das die antiken Amazonen, nordische Wikinger, mitteleuropäische Kelten und sogar fernöstliche Ninjas. Sie alle haben nicht nur übermenschliche Kräfte, sondern auch übernatürliche Fähigkeiten – und die meisten von ihnen sind reich und schön.

Nicht so Gwen, die aus bestenfalls mittelständischen Verhältnissen stammt, gern in ihren großen Kapuzenpullis versinkt und sich überhaupt fragt, was sie auf Mythos überhaupt soll. Klar, sie hat die Gypsie-Gabe der Psychometrie: d. h. sie kann durch die Berührung eines Gegenstandes oder eines Menschen sämtliche daran gekoppelten Erinnerungen und Gefühle erspüren. Aber sie stammt offensichtlich nicht von irgendwelchen uralten Göttern ab und glaubt eigentlich auch nicht so recht an den ganzen mythologischen Kram.

Bis sie eines Abends in der Schulbibliothek über die Leiche der Walküre Jasmine Ashton stolpert, der unangefochtenen Schulkönigin, und selbst von einem Unbekannten angegriffen wird. Als sie wieder zu sich kommt, ist ihr geheimnisvoller Gegner verschwunden – ebenso wie die in der Bibliothek ausgestellte, legendäre “Schale der Tränen”, ein mächtiges magisches Artefakt, mit dem der finstere Gott Loki einst seine Jünger befehligte. Weil sich zu Gwens großem Schock sonst kaum jemand um Jasmines Ermordung schert, macht sie das, was auch ihre verstorbene Mutter, eine Polizistin, gemacht hätte: Sie ermittelt auf eigene Faust …

Warum es funktioniert

1) Gwen Frost

Gwen ist eine tolle Protagonistin. Sie hat vor kurzem erst ihre Mutter verloren und trauert noch um sie, ist aber keine weinerliche Mimose. Sie ist eine Einzelgängerin, freundet sich aber im Verlauf der Handlung mit einigen Mitschülern an, ohne dass dies forciert oder Gwen verzweifelt wirkt. Sie ist weder auf den Mund, noch auf den Kopf gefallen und vor allem lässt sie sich nicht von einem gutaussehenden Jungen einfach um den Finger wickeln.

Ihre Großmutter arbeitet als Hellseherin in der Stadt in der Nähe der Mythos Academy, und Gwen besucht sie an den Nachmittagen ab und an. Sie hat das Herz am rechten Fleck, ist nicht perfekt und macht auch Fehler. Eine Protagonistin, die sicher noch wachsen kann und damit eine ideale Heldin für eine solche Reihe.

2) Die Mythos-Akademie

Hier und da habe ich gelesen, Jennifer Estep hätte sich zu sehr an Vorbildern wie “Hogwarts” und Co. bedient, aber das find ich nicht. Das Internat ist eine traditionelle Kulisse für Jugendromane und funktioniert auch hier richtig gut. Vor allem, weil die Schüler nicht alle brav und lieb sind, sondern nach Schulschluss auch mal feiern gehen und – wie Gwen es ausdrückt – “zwischen den Bücherregalen in der Bibliothek übereinander herfallen”.

Auf dem Stundenplan stehen neben den üblichen Fächern auch Kampftraining und Mythengeschichte und das Gelände wirkt weitläufig und herrschaftlich.

3) Die Serien-Mythologie

Die Autorin vermischt munter die unterschiedlichsten Sagenkreise; das gelingt ihr aber auf eine Art, die nicht aufgesetzt wird. Antagonist der Reihe versprechen die Anhänger des dunklen Gottes Loki zu werden, die sogenannten “Schnitter des Chaos”. In Band 1 der Reihe geht es aber zu 90% um die Aufklärung des Mordes an Jasmine – warum sich sonst niemand dafür interessiert, wie sie wirklich umgekommen ist, wird übrigens auch plausibel erklärt.

Natürlich steckt hinter Gwens Gypsie-Gabe mehr, als Gwen das zunächst vermutet, aber das ist für eine solche Reihe klassisch und völlig in Ordnung. Schön ist, dass Estep darauf verzichtet, die scheinbar sonst obligatorische Liebesgeschichte in den Mittelpunkt der Handlung zu rücken. Ja, Gwen begegnet (recht spät) im Verlauf des Buches einem jungen Mitschüler, der sich vermutlich später als für sie interessant herausstellen wird, darauf bzw. an ihn verschwenden aber weder Handlung noch Gwen viele Gedanken. Fand ich super. Die Nebenfiguren erscheinen mir auch sehr vielversprechend, allen voran die zickige Walküre Daphne Cruz – zunächst der Typ “Cordelia” aus “Buffy”, zeigt sich sehr schnell, dass auch ihr Charakter vielschichtiger ist als man das zunächst annehmen möchte.

4) Jennifer Esteps Stil

Es gelingt Jennifer Estep, die jugendliche Gwen in der Ich-Perspektive sprechen zu lassen, ohne das das aufgesetzt klingt. Gwen spricht und verhält sich wie eine Jugendliche, spricht auch mal schnoddrig vom “nuttigen Outfit der Ballkönigin” und das überzeugt. Zudem hält sie sich nicht mit zu viel Geplänkel auf, sondern findet das richtige Maß zwischen Handlung vorantreiben und beim Charakter und der Stimmung verweilend.

Da ist es nicht so schlimm, dass man schon etwas vor Gwen ahnt, wer hinter den Vorkommnissen um Jasmines Tod und dem Diebstahl der Schale steckt. Die Protagonistin dabei zu beobachten, wie sie schließlich die richtigen Schlüsse zieht und wie sie sich gegen ihren Gegner behauptet, macht trotzdem Spaß.

Zum Einordnen vielleicht noch folgende Vergleiche:

“Mythos Academy” – zumindest dieser erste Band – ist deutlich mehr “Urban Fantasy” als etwa Josephine Angelinis “Göttlich”-Reihe oder Richelle Meads “Vampire Academy” (beides meiner Meinung nach eher “Romantasy”) und ein bisschen erwachsener als die “Percy Jackson”-Bücher.

5) Die Lesung durch Ann Vielhaben

Ann Vielhabens Stimme passt wie die Faust auf’s Auge zu Gwen und zu Jennifer Esteps Stil. Sie ist Gwen Frost in dieser Lesung, und sie findet immer genau die richtige Betonung: von genervt über nachdenklich, von verwirrt bis gehetzt – da sitzt jeder Satz und Vielhabens Stimme klingt jung genug, um überzeugend eine minderjährige Schülerin zu geben. Perfekte Wahl, würd ich sagen

Fazit:

“Frostkuss“, Band 1 von Jennifer Esteps “Mythos Academy”-Reihe macht einfach Spaß: Spannend, frech, spritzig und stimmungsvoll hebt sich die Jugend-Urban Fantasy wohltuend aus der Flut der oft sehr die romantische Komponente betonenden Veröffentlichungen heraus. Bleibt zu hoffen, dass Estep das Niveau von Band 1 in den Fortsetzungen halten kann. Ich jedenfalls bin sehr neugierig!

Falls ihr das Genre “Urban Fantasy im Jugendbuchbereich” mögt, solltet ihr wirklich reinlesen.

34 von 37 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • The Fairy Godmother

  • Tales of the Five Hundred Kingdoms, Book 1
  • Autor: Mercedes Lackey
  • Sprecher: Gabra Zackman
  • Spieldauer: 12 Std. und 59 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 5
  • Sprecher
    4 out of 5 stars 5
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 5

Elena Klovis was supposed to be her kingdom's Cinderella - until an accident of fate left her with a completely inappropriate prince! Determined not to remain with her stepfamily, Elena set out to get a new job - and ended up becoming the Fairy Godmother for the land. But "Breaking with Tradition" was no easy matter. True, she didn't have to sleep in the chimney, but she had to deal with arrogant, stuffed-shirt princes who kept trying to rise above their place in the tale.

  • 4 out of 5 stars
  • Für Märchenfans unbedingt empfehlenswert!

  • Von Christian Am hilfreichsten 06.04.2015

Für Märchenfans unbedingt empfehlenswert!

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 06.04.2015

In den "Fivehundred Kingdoms" gibt es verlorene Prinzessinnen, mutige Ritter, feuerspeiende Drachen, Einhörner, zauberische Spiegel und was man sonst eben noch im Märchenland erwartet. Außerdem existiert darüber hinaus allerdings etwas, das “die Tradition” genannt wird: eine körperlose Kraft, die dafür Sorge trägt, dass die Schicksalspfade der Menschen immer wieder traditionellen Märchen- und Sagenmotiven folgen.

Die Hauptperson Elena zum Beispiel wurde von der Tradition dazu ausersehen, die nächste Cinderella zu werden. Sie leidet unter ihrer bösen Stiefmutter und deren Töchtern, muss die ganze Arbeit im Haus erledigen, hat aber ein gutes Herz. Das Dumme ist nur: Der einzige noch freie Prinz im Königreich ist ein Säugling!

Trotzdem taucht eines Tages Elenas gute Patenfee auf, um ihr zu helfen. Diese kann ihr zwar keinen Prinzen beschaffen, bietet Elena jedoch an, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen – und ihr Lehrling zu werden. Als Elena dieses Angebot annimmt, weiß sie nicht wirklich, auf was sie sich einlässt, und schon bald steckt sie mittendrinn im magischen Kampf gegen die Tradition: Gegen böse Hexen, arrogante Prinzen, liebeskranken Fabeltieren und Feen mit Todessehnsucht.

Die Geschichte ist nett und schön verpackt, wird mit Sicherheit jedoch keine Literaturpreise gewinnen. Das Buch lebt von seiner originellen Idee, aus der man vielleicht ein bisschen mehr hätte machen können – gerade zum Schluß hin. Trotzdem ist es nette Unterhaltungslektüre für Zwischendurch und für Märchenfreunde allemal ein Abenteuer.

  • My Fair Godmother

  • Autor: Janette Rallison
  • Sprecher: Gabrielle De Cuir
  • Spieldauer: 9 Std. und 57 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 2
  • Sprecher
    3 out of 5 stars 1
  • Geschichte
    5 out of 5 stars 1

After her boyfriend dumps her for her older sister, sophomore Savannah Delano wishes she could find a true prince to take her to the prom. Enter Chrissy (Chrysanthemum) Everstar: Savannah's gum-chewing, cell phone carrying, high heel-wearing Fair Godmother. Showing why she's only Fair, because shes not a very good fairy student, Chrissy mistakenly sends Savannah back in time to the Middle Ages, first as Cinderella, then as Snow White.

  • 5 out of 5 stars
  • Romantic Comedy & Tour de Force durchs Märchenland

  • Von Christian Am hilfreichsten 06.04.2015

Romantic Comedy & Tour de Force durchs Märchenland

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 06.04.2015

Auch amerikanische Teenager haben gute Patenfeen. Leider sind nicht alle von ihnen kompetent.

Das stellt die 16jährigen Savannah zu ihrem Erschrecken fest, nachdem sie einen Wunsch äußert, der ihr gebrochenes Herz heilen soll: Weil sie sich einen Märchenprinzen an ihre Seite wünscht, schickt sie ihre Fee kurzerhand in ein phantastisches Mittelalter. Nur, dass es dort alles andere als phantastisch für Savannah wird.

Statt mit einem Königssohn durch den Ballsaal zu walzen, muss sie sich mit zwei pyromanisch veranlagten Stiefschwestern herumschlagen, von einer keifigen Stiefmutter herunterputzen lassen und tagein, tagaus Böden schruben. Weder von einem Märchenprinzen, noch von ihrer guten Fee ist weit und breit etwas zu sehen. Aber es wird noch schlimmer: Die sieben Zwerge wollen sie zur Ader lassen, ein Menschenfresser findet sie appetitlich, eine eifersüchtige Königin will sie vergiften und ein verzauberter Ziegenbock heftet sich an ihre Fersen.

Zu allem Überfluss stellt sie schließlich fest, dass ihre Fee auch ihren Mitschüler Tristan ins Märchen-Mittelalter versetzt hat. Beide dürfen erst in die Realität zurückkehren, wenn Tristan sich vom mittellosen Abenteurer zum Prinzen hochgearbeitet hat. Kein Wunder, dass er alles andere als gut auf Savannah zu sprechen ist, als er erfährt, dass ihre Wünsche an ihrer Situation Schuld sind. Trotzdem beissen die beiden die Zähne zusammen und versuchen, mit ihrem gefährlichen Halbwissen über ein Leben im Mittelalter gemeinsam nach Hause zurückzukehren …

Janette Rallions My fair godmother ist eine wirklich wunderbare Romantic Comedy für Jugendliche und Märchenfans. Selten hatte ich bei einer Fairy Tale-Fantasy so viel Spaß wie bei dieser hier. Die Autorin nimmt ihr Publikum mit auf eine rassante Tour de Force durchs Märchenland und überrascht immer wieder mit unerwarteten Wendungen. Hinzu kommt, dass Savannah eine sehr realistisch portraitierte 16jährige Schülerin mit Fehlern und Schwächen ist. Sie ist nicht bereit, die Jungfer in Nöten zu spielen, kommt auch gern mal den edlen Recken zu Hilfe und wächst einen mit der Zeit immer mehr ans Herz.

An Gabrielle de Cuirs Stimme musste ich mich zunächst etwas gewöhnen, im Verlauf des Hörbuchs hat sie sich jedoch als sehr angenehme und fähige Sprecherin erwiesen. In ihrer Lesung transportiert sie die Atmosphäre des Romans gut und sie besitzt das richtige Gespür für Betonung und Rhythmus.

Eigentlich schade, dass “My fair Godmother” – vielleicht auch wegen des recht kitschigen Covers – unter dem Radar vieler Leser hindurch geflogen ist. Zu Unrecht! Ich würde mir wünschen, Hollywood würde das Potential dieses Romans entdecken und einen Kinostreifen daraus machen. Denn “My fair Godmother” hat das Potential zum Blockbuster. Die rund 10 Stunden Laufzeit vergehen wie im Flug.

  • Nacht

  • Die schwarzen Juwelen 6
  • Autor: Anne Bishop
  • Sprecher: Gabriele Blum
  • Spieldauer: 11 Std. und 18 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 155
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 131
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 132

Der neue mitreißende Roman von der Königin der Dark Fantasy: Als der undurchsichtige Jarvis entdeckt, dass er ein Angehöriger des Blutes ist, schmiedet er einen teuflischen Plan...

  • 3 out of 5 stars
  • Spukhau im High Fantasy-Setting? Es funktioniert!

  • Von Christian Am hilfreichsten 06.04.2015

Spukhau im High Fantasy-Setting? Es funktioniert!

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 06.04.2015

“Es gibt dreißig Ausgänge aus dem Spukhaus, aber ihr werdet vorsichtig nach ihnen suchen müssen, denn sie sind von Gefahren umgeben. Jedes mal, wenn Magie eingesetzt wird, wird ein Ausgang versiegelt, so dass dieser Weg euch verschlossen bleibt. Sobald der letzte Ausgang versiegelt ist, werdet ihr Teil des Hauses – und bleibt für immer bei uns.”

Nacht ist ein in sich abgeschlossener Roman aus Anne Bishops Saga um Die Schwarzen Juwelen. Der Haupthandlungsstrang dreht sich um die ehemalige Auftragsmörderin Surreal, die mit einem Freund in eine magische Falle tappt. Die beiden werden in einem verwunschenen alten Haus gefangen, durch das Geister streifen, in dem Spinnen aus den Abflüssen kriechen und tödliche Fallen verhindern wollen, dass sie ihren Weg nach draußen finden …

In der ursprünglichen Trilogie spielt Surreal nur eine Nebenrolle; es ist erfreulich, dass sie hier stärker in den Mittelpunkt der Handlung rückt. Freunde von “Dunkelheit”, “Dämmerung” und “Schatten” dürfen sich aber auch auf ein Wiedersehen mit Jaenelle, Daemon, Lucivar und Saetan freuen – oder eben dieses etwas zähneknirschend beobachten. Denn der Verdacht drängt sich auf, dass Anne Bishop selbst nicht so recht weiß, was sie mit diesen übermenschlich mächtigen Figuren anstellen soll, nachdem sie ihr großes Abenteuer in der ursprünglichen Trilogie bereits erlebt haben. So erfahren wir plänkelhaft, wie den Charakteren das Eheleben schmeckt, wie es mit der Kindererziehung so klappt und wie sie ihre Freizeit verbringen. Das ist netter Fan-Service, für die Haupthandlung aber größtenteils irrelevant. Zumal sich die Figuren mitunter ein bisschen zu kitischig und over the top verhalten. Weniger wäre da mehr gewesen, auch wenn mir Fans von Daemon und Jaenelle da vielleicht widersprechen mögen. Meiner Meinung nach hätten 100 Seiten weniger und dadurch das Streichen so mancher Nebenszene “Nacht” wirklich gut getan und das Niveau des Buches etwas gehoben.

Sei es drumm: Ich war überrascht, wie großartig das Spukhaus-Thema in einem High Fantasy-Setting funktionieren kann. Anne Bishop gelingt es sehr gut, dieses Element in die Welt der Schwarzen Juwelen zu verlegen und trotz der beachtlichen magischen Kräfte ihrer Protagonisten ein Gefühl von großer Gefahr und Spannung – und ja: auch Grusel – aufkommen zu lassen.

Anders als die ersten drei Teile dieser Saga wird der Roman nicht von einem männlichen Sprecher eingelesen, sondern von einer Frau: Gabriele Blum hat den Staffelstab von Sascha Rotermund aufgenommen. Mir gefällt der Wechsel sogar, denn die späteren Teile der Saga sind deutlich heller und zuckriger als der Anfang. Das spiegelt sich sowohl in den beiden unterschiedlichen Stimmen, als auch in deren Art zu Lesen wider. Atmosphärisch hat mich Gabriele Blum in “Nacht” jedenfalls überzeugt.

An die ursprüngliche Trilogie kommt das Hörbuch trotzdem nicht heran, ebenfalls nicht an den durchaus spannenden Einzelband “Finsternis”, der sich auf ein komplett anderes Figurenensemble konzentriert und lange Zeit vor “Dunkelheit” spielt. Alles in allem ist “Nacht” jedoch recht süffig, ein klein wenig soapig und ein willkommener, anderer Ausflug in eine faszinierende Welt.

4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Die dunkle Flut

  • Stadt der Finsternis 2
  • Autor: Ilona Andrews
  • Sprecher: Gabriele Blum
  • Spieldauer: 9 Std. und 50 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 561
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 529
  • Geschichte
    5 out of 5 stars 531

Alle sieben Jahre wird die Stadt Atlanta von einer magischen Flut heimgesucht, die das Gleichgewicht der Mächte ins Wanken bringt. Als die Söldnerin Kate Daniels auf das Mädchen Julie stößt, dessen Mutter mit ihrem gesamten Hexenzirkel vom Grund der Honeycomb-Schlucht verschwunden ist, wird ihr klar, dass diesmal weitaus mehr auf dem Spiel steht. Denn ein bodenloses Loch in der Erde kündet davon, dass eine finstere Gottheit beschworen wurde. Atlanta droht der Sturz ins Verderben.

  • 4 out of 5 stars
  • Düstere Urban Fantasy

  • Von Christian Am hilfreichsten 27.03.2014

Düstere Urban Fantasy

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 27.03.2014

Atlanta in einer nicht näher bestimmten Zukunft: Irgendwann hat die Magie Einzug gefunden in unsere Realität und dem Zeitalter der Technologie ein vorzeitiges Ende gesetzt. Nicht nur, dass seither auch solche vermeintlichen Sagengestalten wie Tiermenschen und Hellseher zu wirklichen Wesen geworden sind, die Magie selbst setzt auch einen großen Teil der technischen Gerätschaften Schachmatt. Wann immer es zu einer sogenannten Magie-Welle kommt, fahren Autos nicht mehr, Telefone funktionieren sehr unzuverlässig und auch Aufzüge fallen aus.

Die Bevölkerung hat sich recht gut an diesen Zustand angepasst und entsprechende Alternativen entwickelt. Zur Beförderung baut man auf Erdstrahlenadern und wann immer die Elektrizität ausfällt, nutzt man statt Glühbirnen eben Feenlampen. Schlimmer scheint da, dass die Magie an der Bausubstanz mehrstöckiger Häuser nagt und das Stadtbild der Metropolen inzwischen teilweise aus halb verfallenen Ruinen besteht.

In dieser Welt lebt Kate Daniels, eine Einzelgängerin, die sich ihr Brot als unabhängige Söldnerin verdient. Teamarbeit ist nichts für sie, wie sie immer wieder betont, und so stürzt sie sich am liebsten allein in den Kampf gegen Vampire, Ghule und anderes Gelichter. Dabei ist ihr nicht nur ihr enormes Hintergrundwissen eine unschätzbare Hilfe, sondern auch das magische Schwert Slayer, das übernatürliche Wesen wittern kann und sich durch das Fleisch von Untoten zu fressen vermag. Hilfe nimmt sie nur dann an, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Auf zwischenmenschlicher Ebene hält sie sich ziemlich bedeckt.

Zur Zeit hat sie alle Hände voll zu tun, denn ein sogenannter Flair sucht Atlanta heim: eine magische Flut, die das zerbrechliche Gleichgewicht der Magie- und Technologiewellen gehörig ins Wanken gebracht hat. Das hat zur Folge, das gefährliche Wesen aus anderen Dimensionen versuchen, in Kates Realität einzudringen, und uralte Gottheiten kämpfen um die Vorherrschaft im modernen Amerika. Während monsterartige Kreaturen ihr aus unerfindlichen Gründen an den Fersen kleben, sucht Kate unterdessen die Mutter der kleinen Julie, die sie auf einem ihrer Aufträge zufällig aufgelesen hat. Die Mutter der Halbwaisen hat in einem dubiosen Hexenzirkel mit unirdischen Mächten herumgepfuscht und ist seither verschwunden. Hat der Zirkel der Krähe tatsächlich versucht, die keltische Kriegsgöttin Morrigan zu beschwören? Mit Hilfe eines Werwolfs und einem Herrn der Vampire begibt sich Kate auf Spurensuche. Und bald pflastern die Leichen von Monstern ihren Weg.

“Die dunkle Flut” ist der zweite Teil von “Stadt der Finsternis“, kann aber weitgehend auf eigenen Beinen stehen. Nachdem im ersten Band vor allem Gestaltwandler im Mittelpunkt standen, erfährt der Hörer diesmal viel über Hexen. Ein vielschichtiger, interessanter Weltentwurf, der noch viel Potential für weitere Bücher bietet und wesentlich düsterer ist als die meisten anderen Urban Fantasy-Settings ist die große Stärke von Ilona Andrews Urban Fantasy-Serie. Überhaupt ist der deutsche Serientitel “Stadt der Finsternis” sehr passend gewählt, denn es geht hier schon sehr finster zu, manchmal auch recht brutal und unappetitlich. Zu zartbesaitet darf man da nicht sein. Die Autoren (Ilona Andrews ist das Pseudonym eines Schriftstellerehepaars) reden eine deutliche Sprache, was Action- und Kampfsequenzen betrifft. Ganz klar: Als Filmumsetzung wäre das eindeutig FSK 16-Material.

In meiner Meinung zur Lesung durch Gabriele Blum bin ich etwas zweigeteilt. Einerseits kann auch ich nicht umhin, zu bemerken, dass die Klangfarbe ihrer Stimme nicht ganz zur Ich-Erzählerin Kate passt. Dafür klingt Blum ein bisschen zu reif. Andererseits liest sie mit sehr viel Gespür, sowohl für die Figur als auch für die Welt und die Atmosphäre der Handlung und macht dadurch dieses Manko sehr gut wett. Gabriele Blum erweist sich als wirklich gute Hörbuchsprecherin, und wenn man sich erstmal darauf eingelassen hat, nimmt sie einen sehr gut mit.

Deshalb gibt es auch eine definitve Hörempfehlung. Aufgrund der Tatsache, dass das Schriftstellerduo auch nicht einfach sein Setting aus diversen anderen, erfolgreichen Vorbildern zusammengeklaut hat, sondern sich durch den düsteren Ton deutlich von der Konkurrenz abgrenzt, ist nämlich Kurzweile garantiert!

3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Der Heckenritter von Westeros

  • Das Urteil der Sieben
  • Autor: George R.R. Martin
  • Sprecher: Reinhard Kuhnert
  • Spieldauer: 12 Std. und 19 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 1.730
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 1.622
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 1.612

Die Vorgeschichte zu "Das Lied von Eis und Feuer": Ein Jahrhundert vor den Ereignissen in der Bestsellersaga "Das Lied von Eis und Feuer" nimmt ein Knappe namens Dunk das Schwert seines verstorbenen Herren an sich. Er will an einem Turnier teilnehmen, um selbst ein Ritter zu werden. Doch "Ser Duncan" hat noch viel zu lernen über die Welt der Edlen und Mächtigen. Beim Versuch, einen Platz im Turnier zu ergattern, macht er sich bald ebenso viele Feinde wie Freunde.

  • 4 out of 5 stars
  • Die Geschichte ist toll, der Sprecher auch, aber..

  • Von Alex Am hilfreichsten 12.10.2013

Zum Überbrücken der Wartezeit, aber kein Hit

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 16.11.2013

George R. R. Martin zählt nicht gerade zu den schnellsten Fantasy-Schreibern Amerikas. Auf den vierten Band seiner Bestsellerserie warteten die Fans fünf Jahre, auf den fünften Band von “A Song of Ice and Fire” sogar sechs. Und seit 2011 warten die Leser sehnsüchtig auf “The Winds of Winter”, den vielleicht vorletzten Roman seines High Fantasy-Epos um Weiße Wanderer, feuerspeiende Drachen und den Kampf um den Eisernen Thron.

Ein klein wenig wird die Wartezeit versüßt durch ”Der Heckenritter von Westeros: Das Urteil der Sieben“, eine Novellensammlung aus der Feder des Autors, deren Beiträge ebenfalls in den Sieben Königslanden spielen – allerdings fast hundert Jahre vor der Haupserie.

Im Mittelpunkt stehen jeweils der Heckenritter Duncan und sein Knappe Ei, durch deren Augen die Leser Einblicke in die Regierungszeit der Targaryen-Könige erhalten, deren Linie auch Daenerys Stormborn entstammt:

In der ersten Erzählung lernen wir Duncan kennen, ein Waisenknabe, der die letzten paar Jahre seines Lebens bei einem aufrechten, bettelarmen Heckenritter in die Lehre ging. Als dieser ins Grab beißt, beschließt der Junge, selbst als Heckenritter durch die Lande zu ziehen. Um seinen Geldbeutel etwas aufzubessern, beschließt er, an einem Turnier teilzunehmen. Bald schon muss er allerdings erkennen, dass er im Kreis adeliger Recken nicht gerade willkommen ist. Einzig ein starrköpfiger, kleiner Junge mit kahlrasiertem Schädel und violetten Augen, der sich an seine Fersen geheftet hat, gibt ihn nicht auf. Mit seiner Unterstützung kann Dunk die Schwierigkeiten, in die er sich während des Turniers bringt, bewältigen.

In “Das verschworene Schwert” hat Dunk Ei zu seinem Knappen gemacht. Gemeinsam sind sie in die Dienste eines kleinen Adeligen getreten, der seine letzten Tage damit zubringt, der Vergangenheit und dem Tod seiner Kinder hinterher zu weinen. Während der großen Sommerhitze trocknet plötzlich der Burggraben und der Fluss auf Osgraus Land aus. Die benachbarte Adelige, aufgrund zahlreicher toter Ehemänner als die Rote Witwe bekannt, soll dafür verantwortlich sein. Dunk zieht aus, mit der Dame zu verhandeln – und ahnt nicht, in welche Schwierigkeiten er sich damit bringt.

In der dritten Geschichte, “Der geheimnisvolle Ritter”, nimmt Ser Duncan schließlich erneut an einem Turnier teil. Dem Sieger winkt ein unglaublicher Preis: ein echtes, versteinertes Drachenei – ein Gut von unermesslichem Wert. Bald schon sieht sich der Heckenritter jedoch in eine infame Intrige verstrickt …

Die erste Novelle um Dunk & Ei hat George R. R. Martin bereits 1998 veröffentlicht, die zweite folgte 2013 und die dritte und bisher letzte 2010. Der Autor hat aber bereits bekannt gegeben, dass er noch Ideen für mindestens sechs weitere Geschichten hat, in denen er das Leben seiner beiden Protagonisten nachzeichnen will. Eine vierte, “The She-Wolves of Winterfell”, soll in nicht allzu ferner Zukunft erscheinen. Doch ich konzentriere mich besser auf die drei Novellen, die innerhalb dieses ersten Bandes der “Heckenritter von Westeros” abgedruckt wurden. Die ersten beiden, “Der Heckenritter” und “Das verschworene Schwert”, erschienen bereits zuvor in deutscher Sprache in Anthologien. Die abschließende war bis zum Erscheinen des Sammelbandes in deutscher Sprache unveröffentlicht. Jede Geschichte umfasst ca. 120 Seiten umfangt und im Hörbuch ca. jeweils vier Stunden Laufzeit. Eingelesen werden die Geschichten von Reinhard Kuhnert, der auch die Hörbücher zu “Das Lied von Eis und Feuer” einliest. Dadurch wird die Verbindung zur Hauptserie noch einmal schön unterstrichen.

Positiv an den Geschichten selbst ist, dass sie alle auf eigenen Beinen stehen können, und je ein rundes Abenteuer erzählen, in dessen Verlauf Fans der Hauptserie einiges über die Adelshäuser und das Leben von Westeros erfahren. Sie sind weniger komplex und vielschichtig als die Romanreihe und direkter als das opulente Epos. Leider gelingt es Martin dennoch nicht, sich etwas kürzer zu halten als in den Büchern, und so gibt es auch im Hörbuch so manche etwas langatmige Stelle, an der ein etwas großzügerer Ansatz des Rotstifts nicht verkehrt gewesen wäre. Allesamt sind sie aber sehr klassische Rittergeschichten, und als solche funktionieren sie gut – auch trotz der Tatsache, dass man den Ausgang der zweiten Geschichte bereits nach wenigen Minuten ahnt.

“Der Heckenritter von Westeros” richten sich deshalb vor allem an Westeros-Fans, die sich für die komplexen Verflechtungen der Adelshäuser interessieren und sich an Details erfreuen, welcher Ritter welches Wappen führt und warum, und weniger an Gelegenheits-Leser bzw. –Hörer. Für Fans der Buchreihe ist das Hörbuch eine gute Möglichkeit, die Wartezeit auf den nächsten Band der Hauptserie zu verkürzen. Fantasy-Fans, deren Herz nicht so stark für „Das Lied von Eis und Feuer“ schlägt, kommen aber mit einem anderen Titel vermutlich eher auf ihre Kosten.

15 von 19 Hörern fanden diese Rezension hilfreich