PROFIL

ThomBoil

  • 18
  • Rezensionen
  • 10
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 46
  • Bewertungen

Spannend, vielschichtig und abwechslungsreich

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 20.01.2020

Man kann über diesen King nicht viel sagen ohne zu viel zu verraten.
Daher versuche ich es anders:
King wandert dieses Mal durch mehrere Genres und hätte einen tollen Krimiautor abgegeben. Man kommt bei der Geschichte nicht umhin sich stellenweise atmosphärisch an ES errinert zu fühlen, wobei sein Meisterwerk dennoch unerreicht bleibt.
Personen sind wie immer tiefgründig und halten der Gesellschaft auf unvergleichliche Weise den Spiegel vor.
Einzig der Horror hätte für meinen Geschmack etwas mehr sein dürfen und die Spannungskurve etwas wellenförmiger, daher nur 4 Sterne für die Story.

Ich habe das Buch dennoch sehr genossen, zumal David Nathan wie immer schlichtweg grandios liest und die Stimmung des Moments briliant umsetzt.


Schwere aber spannende und tiefgründige Kost

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 03.11.2019

Fortsetzungen sind immer so eine Sache. Man geht mit gewissen Erwartungen an die Sache heran, die man aus dem ersten Teil aufgebaut hat.
In diesem Fall setzt sich die Nüchternheit und technische Kühle in der die Geschichte erzählt wird fort und erschafft so die bedrückende Nähe der Welt in die man eintaucht.
Die Charaktere sind spannend und die Geschichte an sich durchaus schlüssig. Allerdings sind die Gedanken auch sehr komplex und manchmal hat ma das Gefühl den Faden zu verlieren.
Richard Barenbergs monotone, fast technische Stimmlage erweckt die kalte, digitale Welt zum Leben, macht es aber stellenweise auch schwer dran zu bleiben.

Alles in allem ein tolles Buch und eine gelungene Fortsetzung, wenn sie einen (zumindest mich) auch anfangs etwas ratlos zurücklässt.

Spannend & erschreckend faszinierend - ein King

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 30.09.2019

Das King wie kein anderer versteht mit tiefsitzenden und jedem Menschen innewohnenden Ängsten zu spielen und diese gekonnt einsetzt um seine Leser zu fesseln ist ja hinlänglich bekannt, von daher setzte ich das mal als gegeben voraus und wurde auch in diesem Buch nicht enttäuscht.

In "Das Institut" erschafft er ein auf absurd wirkende Weise ein banal und völlig normal erscheinendes Szenario, gespickt mit interessanten, tiefschürfenden und in gleichem Maße alltäglichen Charaktären, dass es leicht fällt sich auf dieses Buch einzulassen und sich für die 21 Stunden komplett in ihm zu verlieren.
Es ist packend, erschreckend, spannend und an manchen Stellen - ganz nach King Manier - etwas langatmig, ohne aber nervig oder gar langweilig zu werden.

Die Handlung kommt völlig ohne Monster und materialisierte Angst aus, das ist auch überhaupt nicht nötig, denn es steckt genug Böses in den Menschen. Das wiederum und die Selbstverständlichkeit mit dem dieses Böse ausgelebt wird, weil man berechtigt dazu ist, ist für mich (mal wieder bei einem King Buch) die Quintessenz dessen was es ausmacht und auch aussagen soll.
Bei der Frage nach Gut und Böse, findet man sich immer wieder in der Situation, in der man die eigene aktuelle Position die man bis dahin eingenommen hat, hinterfragt oder gar in Frage stellt, auch wenn sich im letzten Drittel dann eine Position festigt. ;-)
Gegen Ende des zweiten Drittels flacht der Spannungsbogen etwas ab was man hätte vermeiden können, aber sicher hat war das in Bezug auf den generellen Spannungsbogen durchaus gewollt oder sogar notwendig um das letzte Drittel einzuleuten (daher nur 4 Punkte für die Geschichte).

David Nathan ist wie immer heraussrangend und liest das Buch mit einer gewissen Distanziertheit, die aber, so paradox das klingt, die unwiderstehliche Nähe zur Handlung und den Charaktären aufbaut. Ein Hörbuch von King ohne Nathan ist irgendwie kein King Buch... zumindest für mich.

Dieses Buch hinterlässt mal wieder eine gewisse Leere in meinem Alltag und mir, und das ist für mich ein untrügliches Zeichen dafür, dass mich das Buch gepackt hat.

Von daher: Leseempfehlung für King Fans und Freunde des gepflegten Kopfkinos.

Irgendwie spannender Rundumschlag

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 11.09.2019

Theresa Hannig schafft es einen gesellschaftspolitischen und technologischen Rundumschlag in einer Utopie zu verpacken, die (leider) nicht mehr so weit weg ist - genauer gesagt stehen wir an der unmittelbaren Schwelle zu ihr.
Themen wie Daten(schutz), künstliche Intelligenz, staatliche Kontrolle, technisierung des Alltags, Erwartungshaltung und Erwartungsdruck, gesellschaftlicher Status, all das fließt in eine durchaus spannend und kurzweilig erzählte Geschichte um einen systemtreuen Otto Normalverbraucher ein, in den man sich leicht hineinversetzen kann.

Das "irgendwie" aus der Überschrift liegt daran, dass die Geschichte an einem Punkt ankommt, an der sie sich gefühlt nicht mehr deutlich weiterentwickelt, aber das ist vielleicht auch ganz gut so, denn sonst könnte sie entweder künstlich in die Länge gezogen oder inhaltlich überfrachtet wirken.

Manche Rezessionen kirtisieren den Sprecher Richard Barenberg. Ich finde ihn für die Geschichte perfekt, denn er hat diese gewisse Nüchternheit und Kühle in seiner Stimme, die dem Szenarion sehr gut steht. Dennoch schafft er es, den zentralen Personen ihren jeweiligen Charakter zu verleihen.

In Summe: Ein gelungenes Buch für Freunde von greifbaren Utopien und Szenarien aufbauend auf der gelebten Gegenwart und technischen Möglichkeiten die durchaus schon heute Realität sind.

Unterhaltung&Gesellschaftskritik auf hohem Niveau

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 02.08.2019

Ich hatte etwas Anlaufprobleme mit dem Schreibstil und der Sprecherstimme und auch die Geschichte hat mich nicht sofort gepackt. ABER, dass änderte sich schnell!!

Grandiose und spannende Story mit einem ganz anderen Verlauf als man es bei dem Thema gewohnt ist. Die Personen sind divers und vielleicht ein bisschen zu glatt, aber das ist ob des komplexen Themas vielleicht auch gut so.

Richard Barenbergs Stimme und Stil rundet all das wunderbar ab und passt rückblickend extrem gut.

Für Fans realistischer Utopie auf jeden Fall ein Tipp!!

Auch nach dem 4. Mal hören genial

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 01.02.2019

Ich bin seit dem ersten Mal das ich das Buch gelesen habe begeistert von der Story, den Charakteren und der Storyline.
Mittlerweile habe ich das Hörbuch zum vierten Mal gehört und nach wie vor zieht mich das Gesamtwerk in seinen Bann, was nicht zuletzt Heikko Deutschmann zuzuschreiben ist.
Wer auf greifbare science fiction, tolle Sprache und spannende Stories steht, sollte LIMIT unbedingt lesen.
Btw. Jeder Schätzing ist etwas anders und jeder für sich ist speziell, daher will ich LIMIT nicht mit dem SCHWARM vergleichen, auch wenn gerade die Charaktere gewisse Ähnlichkeiten aufweisen.

VERSTÖREND GENIAL

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 09.12.2018

In einer Zeit in der die Diskussion um "Big Data", "Machine Learning" und "künstliche Intelligenz" omnipräsent ist, ja fast schon zur Normalität gehört, wo man Alexa bittet Musik anzumachen, wo man Siri nach dem Weg zu diesem neuen In-Restaurant fragt, Bixby einen Witz erzählen lässt und Google nach Kochrezepten fragt, in einer Zeit in der man sein Leben in der Cloud speichert und ganz selbstverständlich online stellt, da kommt dieser unfassbar gut geschriebene Roman mit voller Wucht um die Ecke und lässt dich erst mal innehalten.

Andreas Eschbach legt hier einen Plott vor, der auf sehr greifbare Weise die erschreckenden Möglichkeiten der Technologien darlegt, die uns jeden Tag umgeben indem er sie in einen totalistischen Staat transferiert, den wir alle nur zu gut kennen, das Nazideutschland der 1930er/ 40er Jahre. Eschbach kreiert ein extrem realistisches Szenario das einen mit viel Liebe zum Detail in diese Zeit, seine Lebensumstände und seine gesellschsaftlichen Regeln versetzt, und in der gleichzeitig die Technologien von Heute Einsatz und Missbrauch finden.
Über die zwei Hauptcharaktäre, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und sich immer wieder kreuzende Handlungsstränge schafft er ein Höchstmaß an Identifikation und ein Spannungsfeld zwischen massiver Abscheu, Mitleid und größter Sympathie!

Die Sprecherin Laura Maire setzt das Geschrieben durch ihre kühle aber nicht kalte Art zu lesen so um, dass man sich fast wie in einem schwarz weiss Film fühlt, so authentisch wirken die Szenerien, Dialoge, Personen.

Dieses Buch hat einen tiefen inhaltlichen Eindruck bei mir hinterlassen und war gleichzeitig sehr unterhalsam und für ein Hörbuch von 22 Stunden extrem kurzweilig. 5 Sterne deluxe!

Erschreckende Metapher

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 16.08.2018

Eschbach formuliert hier eine erschreckende Metapher für unsere digitalisierte Welt in Wir uns jeden Tag ein wenig mehr flüchten.
Toll erzählte Kurzgeschichte die zum Nachdenken anregt!

Fantastisch komplizierte Geschichte

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 15.08.2018

Ich war von der Geschichte sofort begeistert und die erste Hälfte hab ich sehr genossen. Dann aber fing es an kompliziert zu werden und man musste schon ganz schön fokussiert am Ball bleiben. Der Spannungsbogen war für mich zeitweise nicht mehr ganz nachzuvollziehen und am Ende wars denn plötzlich zu Ende.
In Summe ein tolles Buch das ich dann wohl noch ein zweites Mal hören werde, denn die. Story ist wirklich gut, und vielleicht passe ich meine Meinung noch an.
Sprecherleistung ist unbestreitbar 5 Punkte wert!

Überragende Sozial-Polit-Technologiesatire/kritik

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 01.08.2018

Ich arbeite selbst in dem Themengebiet und habe Tränen gelacht und gleichzeitig bin ich ins Grübeln gekommen. Klar ist das Thema nicht neu und es gibt viele Bücher die sich damit auseinandersetzen, aber die erfrischende Art und die Perspektive die Kling aufgreift ist überragend - und lesen tut er auch super...! Habe es schon vielen Kollegen empfohlen.