PROFIL

ShiningDags

  • 8
  • Rezensionen
  • 16
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 41
  • Bewertungen

Ein unterhaltsamer Schweinsgalopp, mehr nicht

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 18.11.2019

Vielleicht wäre "Eine längere Geschichte der Menschheit" sinnvoller gewesen. Mir scheint das ganze zu stark heruntergebrochen- welcher Historiker kann für sich in Anspruch nehmen, tatsächlicher Experte für sämtliche Epochen zu sein, die die Menschheit bisher durchlebt hat? Und noch dazu Sozial- und Umweltwissenschaftler, Politologe, Anthropologe und wer weiß, was noch alles? Hararis Sprache suggeriert, dass er genau das ist, das wirkt für mich fast schon arrogant. Ich bin selbst Geisteswissenschaflter, und mir fehlt in diesem Buch das thesenartige, kritsche Argumentieren. So kann z. B. kein Mensch heute für sich behaupten genau zu wissen, wie ein erstes Treffen zwischen lateinamerikanischen Urvölkern ud Kontinental-Europäern ausgesehen hat. Das lässt sich nur vermuten. Im Buch wirkt es so, als hätte Harari daneben gestanden. Vielleicht brauchen populärwissenschaftliche Bücher so einen Stil, ich hatte mir hier mehr erwartet angesichts dessen, dass das Buch so hochgelobt ist.
Auf der anderen Seite allerdings ist es sicherlich eine Leistung, sämtliche Epochen, die die Menschheit bisher durchlebt hat, so kurz und bündig und auch für nicht Historiker verständlich, zu beschreiben. Altes Schulwissen wird unterhaltsam aufgefrischt, und der ein oder andere Aha-Moment stellt sich durchaus ein.
Eines der wenigen Bücher, bei dem ich nicht weiß, wie ich es finde, auch mit etwas Abstand.

Inspirierende, klug und fesselnd

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 11.08.2019

Eine so inspirierende, lehrreiche und lebendige Biografie habe ich selten gelesen. Michelle Obama gibt tiefe und persönliche Einblicke in ihr Leben. Sicherlich ist ihre Rolle als Präsidentengattin der Teil, mit dem viele am meisten anfangen können. Ihr Weg dahin ist aber der Teil, der für mich am spannendsten war. War sie doch immer nur "eine von vielen", so hat sie es geschafft, durch Mut und Eigeninitiative ihr Leben voran zu bringen. Chapeau. Hoffentlich gibt es noch eine Fortsetzung. :)

Katrin Fröhlich liest sehr lebendig, aber nie überzeichnend oder klischeehaft. Meiner Meinung nach passt das sehr gut zu diesem Buch.

Fesselnder, eher untypischer King

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 11.08.2019

Stephen King legt hier einen Krimi / Thriller vor, der ohne mystische Elemente auskommt und dessen Handlung selbst sicherlich nicht bahnbrechend kreativ ist. So weit, so durchschnitlich.
Aber: die geniale Erzählweise macht dies wieder mehr als gut und sorgt dafür, dass man nicht mehr auhören will zuzuhören. King erzeugt mit seiner typischen Schreibweise auch hier wieder einen erzählerisch dichten Sog und schafft Figuren, die so deutlich und lebendig beschrieben sind, dass man sie direkt vor dem inneren Auge sieht. Alles in allem ein fesselnder Roman, der definitiv Lust auf die nächsten 2 Teile macht.
David Nathan liest hier einmal mehr brillant.

Zu viel des- ja was eigentlich?

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 12.06.2018

Es fängt gut an- science fiction lastiges Setting, durchaus realistisch dargestellt. Im ersten Teil durchaus plausibel verpackte Handlung, und ein Hauptcharakter, der sich glaubhaft seinem Schicksal stellt. Bis dahin alles in Ordnung- philosophisches gut verpackt.

Ca. aber der Hälfte bricht das ganze für meinen Geschmack aber zunehmend in eine ganz andere Richtung.... Es wirkt ein wenig so, als hätte Olsberg auch nicht mehr gewusst, wie man das nun zu Ende bringen soll und wirft immer noch mehr fantastische, abgedrehte, absurde Elemente in die Handlung, die man alle schon irgendwo anders gesehen, gelesen oder gehört hat. Nicht falsch verstehen, schlecht ist diese Mischung nun auch nicht unbedingt, allerdings hätte ich von Olsberg so etwas nicht erwartet. Die letzte Stunde vom Buch hatte ich dann so ein trashartiges "ich kann nicht aufhören, kann aber auch nicht mehr hinhören"-Gefühl.... Was dann aber doch irgendwie wieder recht unterhaltend war.

Den Sprecher fand ich gar nicht so schlecht. Er klingt recht jung, was gut zur Hauptfigur passt, und die teils "monotone, ruckartige" Sprechweise passt ja doch recht gut zum Setting.

Grandios verwobende, spannende Geschichte

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 12.06.2018

Endlich mal wieder ein Roman, der so viel mehr bietet als nur "eine" Geschichte. Man bekommt mit diesem Buch ein Stück phantasievolle Belletristik, einen Kriminalroman, eine Liebesgeschichte und ein wenig politische Erzählung, ohne dass es konstruiert oder überfrachtet wirkt. Erzählt werden die Geschichten verschiedener Figuren, ab und an erschließt sich nicht sofort, warum nun länger auf etwas eingegangen wird, am Ende fügt sich aber alles zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen.

Zafón hat einen eigenen Stil, und beim Hören dachte ich einige Male, dass ich hier doch lieber das Buch gelesen hätte- manche Sätze sind recht komplex und poetisch angehaucht, da geht glaube ich etwas von beim Hören verloren. Das liegt aber für mich an der Natur der Sache, höres ist eben nicht lesen. Uve Teschner macht auch hier wieder einen super Job und verleiht jeder Figur im Roman etwas ganz eigenes.


Eigentlich...

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.05.2018

(Bezieht sich auf beide Commendatore Teile)
Eigentlich ein 5 Sterne-Buch. Ein tyischer Murakami- fantasievolle Handlung, leicht absurd, trotzdem (oder genau deswegen) in sich plausibel, ungewöhnliche Charaktere, grandiose Sprache, subtile Komik, unerwartete Momente.
Und trotzdem, 5 Gesamt-Sterne kann ich hier leider nicht geben. Vielleicht liegt es an der geteilten Veröffentlichung der Geschichte, die sich mir einfach nicht erschließt.
Ich hatte es erst mit einigen Wochen Pause fertig hören können, und im zweiten Teil hat sich dieser gewisse "Welt-um-mich-herum-Vergesen"-Hörfluss nicht mehr eingestellt. Vielleicht lag die Erwartung an Teil 2 dann einfach zu hoch, was ja für die hohe Qualität von Teil 1 spricht. Vielleicht lag es auch am Ende, was für Murakami-Verhältnisse meiner Meinung nach ein wenig zu trivial ist.
Trotzdem- alles in allem sehr hörenswert, das ist hier schon Jammern auf hohem Niveau. Murakami ist ein Ausnahmeautor, das bleibt er auch mit diesem Buch.

Braucht etwas Zeit, funktioniert dann aber doch

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.02.2018

Würden Sie Oryx und Crake (Die MaddAddam Trilogie 1) noch mal anhören? Warum?

Nein, so furchtbar gehaltvoll ist die Story nicht, als dass man noch viel Neues entdecken könnte. Das erste Drittel war für mein Geschmack recht zäh, es hat etwas gebraucht, bis ich mit Atwoods nüchterner Erzählweise warm wurde.

Gab es im Hörbuch einen Moment, der Sie ganz besonders berührt hat?

Weniger ein Moment, mehr das gesamte Setting. Die Frage, "was kann und darf Wissenschaft" wird hier nicht (mehr) gestellt, die Konsequenzen aber dafür umso eindrucksvoller geschildert. Erst zum Ende hin wird das alles schlüssig, was die Geschichte für mich dann doch interessant und hörenswert gemacht hat.

Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

Das Buch ist der erste Teil einer Trilogie und endet offen. Da ich die erste Hälfte des Buchs zäh und irgendwie "mit wenig Geschichte drin" empfunden habe, fühle ich mich hier doch etwas im Regen stehen gelassen.

Schade

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 24.06.2017

Es war nach dem Massenselbstmord (wurde davon positiv überrascht- herrlich skurril!) mein zweites Buch von Paasillinna, und Jürgen von der Lippe ist als Sprecher ja ohnehin einfach nur wunderbar.

Hier nun aber? Der Humor ist für meinen Geschmack nicht lustig, sondern derb und platt- gelacht werden soll hier vor allem über das Pech von Menschen, die dabei durchaus auch (recht grausam) sterben können.
Die Charaktere sind klischeebeladen überzeichnet und wirken dadurch in Teilen künstlich und dumm. Sympathie oder Neugier, wie es mit ihnen weitergeht, entsteht so nicht.
Auch der Sprecher wusste wohl nicht richtig, was mit dieser Geschichte zu machen ist, und liest einfach nur monoton... Mit erhöhter Abspielgeschwindigkeit ging es etwas besser, trotzdem- Spaß ist anders.