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jumurdzsak

  • 25
  • Rezensionen
  • 84
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 27
  • Bewertungen

Grandioser Streifzug durch die Geschichte

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 29.12.2018

Nachdem ich alle John Finch Romane von Gerd Schilddorfer mit Begeisterung gehört habe, war ich glücklich, die "Sina und Wagner" Reihe zu entdecken. Ich habe mit "Ewig" begonnen und dann die anderen beiden Bücher auch gehört. Der Erzählstil und der Aufbau der Romane ist ähnlich, wie bei den John Finch Romanen. Die Charaktere werden gut vorgestellt, die Geschichte spielt an echten Schauplätzen und verknüpft historische, gut recherchierte Fakten miteinander und mit der erfundenen Geschichte.

Mit gefällt besonders gut, dass die Geschichte zu einem guten Teil in Österreich spielt, vor allem auch in Wien. Das gibt mir die Möglichkeit, Details über Orte und Gebäude zu erfahren, die ich kenne. So hat man ein bisschen mehr das Gefühl, Teil der Geschichte zu werden und ich muss zugeben, ich habe nach dem Hören der Romane einige Orte tatsächlich besucht und mir die Gebäude genauer angesehen.

Diese Schnitzeljagd durch die österreichische Geschichte, gepaart mit etwas Fiktion, finde ich sehr faszinierend und ich kann die Romane von Schilddorfer (und hier Weiss) vorbehaltlos empfehlen. Ich hoffe, künftig neue Abenteuer von Sina und Wagner lesen zu können.

Eine Reise zu den Abgründen der Seele

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 29.12.2018

Der Seewolf ist eigentlich weniger ein Abenteuerroman, als eine Charakterstudie. Im Zentrum des Buches geht es um den Charakter Wolf Larsens, der wiederum mit dem Leben und dem Schicksal der Menschen spielt und Freude daran hat, aus ihren Reaktionen seine Theorien zum Leben zu entwickeln.

Dennoch kommt das Segelabenteuer nicht zu kurz und der Ich-Erzähler Humphrey van Weyden nimmt den Hörer mit auf eine Reise auf den Weltmeeren und damit in die harte Welt des Seemannslebens.

Die Sprache des Buches ist sehr vornehm, finde ich. Jack London ging es wohl nicht nur darum, was er erzählt, sondern auch wie er es macht. Insgesamt ein Klassiker, den man gelesen/gehört haben sollte.

Schöne Geschichte, angenehm zu hören

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 29.12.2018

Von einem "dritten Teil" zu "Säulen der Erde" und "Tore der Welt" zu sprechen, ist ein bisschen verfehlt. Ja, die Geschichte ist - unter anderem - in Shiring und Kingsbridge angesiedelt, spielt aber zu erheblichen Teilen auch anderswo und es geht hier nicht wirklich um eine Anknüpfung an die vorigen beiden Romane. Daher sollte man das Buch als isoliertes Werk betrachten.

Die Geschichte ist ein schöner Follett-Roman: Schöne, detaillierte Geschichte, die zeitlich gesehen ein ganzes Leben umspannt; eine geschliffene, schöne Sprache; und interessante Charaktere, deren Schicksale sich mit einander auf unterschiedlichste Weise verbinden.

Der Sprecher erzählt die Geschichte sehr gut, man kann ihm wirklich gut folgen und er hat eine schöne Melodik, die gut zum Stil des Buches passt.

Ich habe das Buch in kurzer Zeit fertig gehört und es hat mir viel Spaß gemacht. Mehr, als "Tore der Welt", der schon deutlich mehr ein Abklatsch von "Säulen der Erde" war.

Düster, aber enttäuschend

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 29.12.2018

Bei meinem zweiten Robert Harris Roman (nach "Konklave", das sehr gut war), hatte ich natürlich etwas gehobene Erwartungen. Diese wurden bitterlich enttäuscht. Die Geschichte spielt in Russland nach der Wende bzw. mit Rückblicken in der Zeit Stalins. Sowohl die Geschichte selbst, als auch die Stil, in dem der Sprecher erzählt, zeichnen eine etwas düstere, trostlose und verkommene Atmosphäre, die durchaus interessant ist. Der Inhalt der Geschichte ist ungewöhnlich und beginnt auch durchaus spannend. Über mehrere Stunden wird die Geschichte aufgebaut, die Hauptcharaktere werden vorgestellt, eine Story entwickelt. Irgendwann kommt man dann zur Enthüllung des eigentlichen "Geheimnisses" und dann passiert genau das, was den Roman zerstört: Der Autor musste wohl schnell zu einem Ende kommen; vielleicht war das Abendessen fertig.

Der Roman endet dem entsprechend mitten in der Geschichte. Es ist nicht nur ein offenes Ende, es ist einfach plötzlich aus. Und das ist unglaublich schade, denn selbst wenn die Geschichte selbst enttäuschend ist, hätte man sie zumindest zu Ende erzählen können.

Was den Sprecher angeht: Mit persönlich hat seine Art nicht gefallen. Es klingt alles etwas gelangweilt, etwas monoton finde ich.

Gehirnverknotung

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 11.04.2015

Eine gute Fortsetzung des guten ersten Teils. Da es auch hier um Zeitreisen geht, verlangt es von Hörer mitunter, dass er seine Gehirnwindungen ordentlich verknotet. Aber man kann der Geschichte gut folgen.

Allerdings bleiben einige Fragen ungelöst, finde ich.

Epic fail

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 22.09.2014

Was kommt heraus, wenn man "Illuminati" und "Van Helsing" in einen Topf wirft, gut umrührt und noch eine Prise "Indiana Jones" beimischt? Richtig: Das Evangelium des Blutes.

Das Buch hätte grundsätzlich gut werden können und der Anfang verspricht auch gebührende Spannung und eine interessant wirkende Geschichte. Doch schon nach kurzer Zeit entpuppt sich der Roman als schauerlich mittelmäßiger Mischmasch von Religionsthriller, abgedrehtem Vampirroman und historischer Schnitzeljagd.

Und wen das noch nicht abgeschreckt hat und das Buch bis zum Ende hört, wird am Ende noch einmal kräftig von der kommerzialisierten Belletristik wachgerüttelt und enttäuscht: Es gibt nämlich kein Ende, offenbar mit der Ambition eines Folgeromans. Aber ich muss mir noch überlegen, ob ich das will...

Eine Lebensgeschichte

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.04.2014

Ich kann beim besten Willen nicht sagen, was beim Medicus die Faszination ausmacht. Zunächst ist es überaus umfangreich und teilweise sehr detailliert. Man muss sich also Zeit nehmen für das Buch.

In Wirklichkeit erzählt es lediglich die Lebensgeschichte der Hauptfigur auf eine - verglichen mit anderen Abenteuerromanen - unaufregende Weise. Die Geschichte hat natürlich Highlights, über weite Strecken "plätschert" sie aber nur so gemütlich dahin, als wenn man auf einem Ausflugschiff sitzend die vorüberziehende Landschaft betrachtet.

Vielleicht ist auch das gerade der Zauber des Buches: es ermöglicht einem ein entspanntes Eintauchen in eine andere Zeit, großteils auch in eine andere Kultur und doch holt es den Hörer regelmäßig an die Oberfläche, ohne jedoch den Spannungsbogen künstlich zu überspannen.

Der Medicus ist ein sehr ausgewogenes, hörerfreundliches Buch, bei dem der Hörer die Hauptfigur über mehrere Jahrzehnte seines Lebens durch Höhen und Tiefen begleitet.

Google-unterstützte Rätselralley

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.04.2014

"Was hoffst du, in diesem Hörbuch zu finden?" So könnte die Frage von Mr. Penumbra selbst an den Hörer lauten. Nun, was man findet ist eine sehr Google-lastige Schnitzeljagd durch alte und neue Zeiten. Ein bisschen mystisches Mittelalter, ein bisschen grenzwertige Allgegenwart von Internetkonzernen in einer interessanten Zusammenführung.

Die Geschichte ist nett, wenn auch nicht außergewöhnlich einfallsreich. Aber dennoch unterhaltsam, wenn man sich von ihr auf die Reise mitnehmen lässt. Wer an die Auflösung des Rätsels nicht supertolle, über-drüber Erwartungen knüpft, sondern sich mit einfachen Lebensweisheiten zufrieden gibt, wird allerdings nicht enttäuscht.

Den wahren Kern bildet nämlich nicht das Rätsel selbst, vielmehr stehen Freundschaft, Zusammenhalt und Begeisterungsfähigkeit im Zentrum des Buches - und meines Erachtens sind das auch die wahren Schätze im Leben jedes Menschen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Festina Lente.

Einer wie alle

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.04.2014

Mit Dan Brown ist es so: hat man einen, oder allenfalls zwei seiner Bücher gelesen, kennst man sie alle. Das gilt im Speziellen für jene, in denen die grundsätzlich gut aufgebaute Figur Robert Langdons die Hauptrolle übernimmt.

Ich habe alle Dan Brown Bücher gelesen oder gehört. Wie bei jedem neuen Buch dieses Autors, habe ich mich auch auf das Erscheinen von Inferno gefreut und war gespannt, welche Schnitzeljagd sich Dan Brown diesmal überlegt hat. Inferno bot die bekannte Hauptfigur, die bekannte Thematik rund um Symbole, Mythen und alte Geschichte, vermengt mit einer Prise Geheimbundatmosphäre und Weltverschwörung und der Atemlosigkeit einer unaufhaltbar näherkommenden Katastrophe. Dabei erstaunt es zwar, wie oft der Autor es schafft, die Geschichte immer wieder aufs Neue um die eigene Achse zu drehen, die Handlung noch einmal in sich zu verwinden. Tatsächlich bietet der Autor alle literarischen Kunstgriffe auf, um die wahre Gesinnung der Figuren zu vernebeln und den Leser auf falsche Fährten zu locken.

Doch genau das ist der Knackpunkt, der Inferno letztlich zu einem Abklatsch der anderen Langdon-Storys macht: wenn man die vorigen Bücher gelesen hat, kennt man diese Kunstgriffe zum Großteil und kann ungeachtet dessen erahnen, was die nächsten Kapitel bringen werden. Das nimmt dem Abenteuer einiges an Spannung und Würze.

Die Thematik des Buches hingegen halte ich für höchst aktuell und den Lösungsansatz für kreativ, wenngleich das Ende jedenfalls etwas überraschend daherkommt.

Selten so wenig über so viel Blödsinn gelacht

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
1 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.04.2014

Eines vorweg: Ich bin kein Deutscher. Das mag vielleicht auch der Grund sein, dass ich - offenbar - für diese Art von "deutschem Humor" nicht empfänglich bin. Und zwar gar nicht.

Für mich stellte sich Das Känguru-Manifest weniger als Hörbuch dar, vielmehr war es die Tonaufnahme einer überlangen Comedy-Vorstellung des Autors, die vielleicht in einer sehr stark gekürzten und auf die ca 5 wesentlichen Pointen reduzierten Fassung im Quatsch-Comedy Club für einige Unterhaltung gesorgt hätte. So hingegen war die Geschichte des "Buches" eher sinnlos und langatmig, die Pointen größtenteils überaus flach und ohne auch nur einen Hauch Esprit. Dagegen bietet sogar eine Mario Barth Vorstellung (und auch dort liegt die Latte nicht hoch) einigermaßen anspruchsvolle Unterhaltung.

Für mich war das Hörbuch ein absoluter Fehlgriff und ich werde von den anderen Teilen die Finger lassen. Wer jedoch eine Berieselung mit seichter Alltags-Situations-Komik sucht, kommt hier vermutlich auf seine Kosten.