PROFIL

Melitta

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  • Rezensionen
  • 40
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
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  • Bewertungen
Die Wiederkehr des Königs Titelbild

Unsagbar gut ...

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 17.02.2019

... das Buch wie der Sprecher. Ich erspare mir hier die von audible geforderten 15 Wörter. Es ist alles gesagt.

Reichsgräfin Gisela Titelbild

Shades of Grey in anders

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 16.12.2018

Opulente, aus heutiger oder aus meiner :-)) Sicht zu schwülstig geratene Story, die vorzugsweise - anders als in den weiteren Romanen, die Audible von der ihrerzeit Bestsellerin-Autorin anbietet - durch die Textbeschreibung und weniger durch die Dialoge getragen wird. Wohl dadurch gerät sie zumindest in meinen Augen ein wenig zu "Marlitt'sch"-ausufernd. Dennoch bis zum Schluss durchgehalten, denn genau dies trägt auch zum Amüsement bei, keine Frage. Das Zuhören hat dank Gabriele Blum auf ein Neues Spaß gemacht und ohne diese Sprecherin hätte ich sicherlich auf halber Strecke aufgegeben. Die Herzensstory der beiden sich später findenden Charaktere nenne ich Shades-Abklatsch - was zeitlich natürlich nicht geht - mit folgendem Zitat der jungen Braut: "Nehmen Sie mich hin, ich bin Ihr Eigentum", was den Geschlechter-Gesetzen jener Zeit ja entsprach.

Somit Soft-BDSM für das devote weibliche Herz. In den Zwischentönen und -zeilen ragt- ganz Eugenie Marlitt - das sich neu erhebende Bürgertum mit Arbeit vor Adel durch. In meinen Augen der schlechteste der drei hier angebotenen Marlitt-Romane, den ich im Unterschied zu den anderen sicherlich kein zweites Mal hören werde.

Das Geheimnis der alten Mamsell Titelbild

Herrlich ...

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 10.12.2018

... alte Sprache, entrüstete und zutreffende Glaubens-, Kiltur- und Sozialkritik, emotional treffsicheres Auge im Kontext sich anbahnender Frauenemanzipation und doch konservativ in ihren Geschlechter-Werten. Zum Vergleich habe ich mir noch mal HCM angetan. Courths-Maler ist mE im Vergleich zur Marlitt nicht ertragbar. das mag auch mit an der genialen Sprecherin Blum, über die ich zur Autorin gekommen bin, liegen. Jedoch glaube ich eher, dass Marlitt einfach die fachlich bessere Autorin war. Anders als in Die zweite Frau, in der ich manche Wortdoppelung nicht mehr hören möchte, findensolche hier nicht statt. Und anders als bei HCM fehlen hier glücklicherweise verklausulierte, verschwulste Satzknäuel, die Tiefen-Sentiments elementar getroffener Mega-Seelen suggerieren sollen. Bei Marlitt finde ich ein gebildetes Ausdrucksniveau, das mich glatt zum Briefeschreiben animiert hat. Ich höre nun auch die anderen gesprochenen Romane; auf YT sind Verfilmungen zugänglich. Die der Mamsell - 1972 ... - wirkt heute - und auch sonst - wie ein Witz, bringt aber mit etwas Wohlwollen betrachtet die Story auf den Punkt. Habe ich eher als anekdotischen Abschluss meines gestrigen Marlitt-Wochenendes aufgefasst. Viel Spaß beim Hören!

Das Licht zwischen den Zeiten Titelbild

Unschlagbar gut ...

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 07.10.2018

... und zwar der Plot, die in ihn eingewebten historischen Fakten und - die Sprecherin! Über Gabriele Blum bin ich auf den erst in diesem Jahr erschienenen Roman gekommen und habe seitdem nur noch eine Frage: wer ist Sophia von Dahlwitz?? Denn unter dem Pseudonym soll sich laut Verlagsinformationen (siehe dort) eine Autorin verbergen, die bereits mehrere erfolgreiche Titel veröffentlich hat. Und da ich ihre Sprache und ihren Erzählduktus einfach umwerfend finde, würde ich gerne weiteres von ihr lesen bzw. hören. Also: wer ist sie?

4 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

In der Stunde der Dämmerung Titelbild

Berührend

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 29.09.2018

Endlich eine Sprecherin, die durchweg richtig betont. Und ihre Stimme: erdend! Die Geschichte: ein steter Wechsel zwischen dem Heute und dem Gestern der Story, einer Liebesgeschichte, deren Ende zutiefst berührt.

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

Glennkill Titelbild

Das Leben ist ein Schaf ...

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 19.07.2018

Der einzige Nachteil dieses schönen und gelungenen Hörbuchs, das ich vor langer Zeit zum ersten Mal hörte, ist für mich, dass ich Andrea Sawatzki wahrscheinlich auf ewig mit den vielfarbigen Schafscharakteren verbinden werde, die sie so congenial spricht. Vielleicht hat sie eine Schafsseele? Nach diesem Roman kann eine solche Idee nur ein Kompliment sein. Nach dem Hörbuch sah ich die Tierchen mit völlig anderen Augen und von Läppi bis Telefon bekam alles den Namen "Moppel" ... Heute kaufe ich die Longversion, damit ich mal alles hören kann; bislang kannte ich nur die 5-Stunden-Produktion und habe mich beim nachträglichen Lesen des Buches geärgert, was alles fehlte. Von Schafsbesitzern weiß ich übrigens, dass Schafe tatsächlich unterschiedliche Charaktere haben; dies nur für jene, die meinen, man würde alles verniedlichen und Schafe 24 Stunden am Tag mit Teddybären verwechseln (was ja nicht wirklich daneben liegt, *lächel).

Das Gold des Meeres Titelbild

Misslungener Softporno

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 09.06.2018

... Und ich kann es nicht mehr hören, dass die dem Autoren einzig vorstellbare weibliche sexuelle Aktivität darin zu bestehen scheint, dass sich die jeweilige Dame "mit gespreizten Beinen auf seinen Schoß" setzt. Immer wieder und immer wieder dieselbe Formulierung. Einfach nur öde. Wenn Hr Wolf zu weiblich-aktiven Sex nichts einfällt, dann sollte er es vielleicht ganz lassen, ihn zu beschreiben.

1815 - Blutfrieden Titelbild

Fesselnd!

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.01.2018

Durch diesen Roman - und seinen Vorgänger "1813" - habe ich mir eine Geschichtsphase erschlossen, die mir bis dato völlig fremd war. Auch 1815 höre ich nun zum zweiten Mal hintereinander, und dies vor allen Dingen wegen der Stimme der Sprecherin: erdig, warm, lebendig. Vor allen die Dialoge, die als Stilmittel prägend für beide Romane sind, spricht sie, als stünde man neben den Akteuren und als wären deren fiktionale Lebensweise echt. Das fasziniert mich weitehrin. Und weiterhin nervt mich aber auch, dass die Sprecherin viele Satzenden - und, wie ich hörte, auch Namen von Ortschaften und zB Flüssen wie die Unstrut (in der Spreche der Sprecherin "Unschtrut") - falsch betont. In meinen Augen ein wirklicher Lapsus: partiell verändert sie damit die inhaltlichen Aussagen bzw lässt diese absurd erscheinen. Dennoch bleibe ich ein Fan ihrer schönen Stimme, ganz davon ab, dass ich so immer etwas habe, worüber ich mich aufregen kann :-))

Die Borger Titelbild

Herrlich

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 26.12.2017

Mich hat diese - wohl sehr berühmte - englische Geschichte ein wenig an die Sinz-Welt des "Kleinen Mann" von Kästner erinnert, aber nur, weil die Borger wohl eben so Miniatur sind wie jener. Ihre Welt aber ist viel komplexer und nimmt nur borgend -oder stehlend, je nach Sichtweise - an der der Menschen teil. Während der Lesung musste ich nachsehen, ob nicht vielleicht doch irgendwo Ritzen in den Dielen darauf schließen ließen, das sie auch bei mir leben könnten ... liebevoll und pointiert in akustische Szene gesetzt von Katharina Thalbach.

0 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

1813 - Kriegsfeuer Titelbild

Spannend bis zuletzt

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 23.12.2017

Zur Story, dem Quellenreichtum und der Akribie, mit der die Autorin Historie romanhaft lebendig macht, ist bereits auf Amazon und Audible viel geschrieben worden und entzieht sich meiner Beurteilungsfähigkeit, mangels vorhandener Geschichtskenntnisse zur fraglichen Phase. Auch die Sprechstimme von Doris Wolters - über deren Verlinkung ich überhaupt erst zum Roman von Sabine Ebert fand - ist gewohnt warm, erdig, angemessen dramatisierend, wenn auch mitunter mir persönlich zu artifiziell. Was mich aber wirklich nervt an der Art, wie die Lesung durchgeführt wird, ist, dass Doris Wolters hier wie in anderen von ihr gesprochenen Büchern durchgehend die Enden von Sätzen falsch betont.

Möglicherweise Folge eines Lokalkolorits, den ich nicht kenne? Im Deutschen senkt sich zum Satzende die Stimme, außer, es handelt sich um eine Frage und legt die Betonung inhaltlich auf das, was eben inhaltlich zu betonen ist. Und dieser Inhalt steht im Gesamtzusammenhang der Szene, die beschrieben wird. Bei Doris Wolters hingegen findet diese Betonung nach einer Logik statt, die sich mir entzieht.

Als Beispiel sei die ausgedachte Wendung verwendet, ... als er durch die Stadt ging ... dieser er ging eben zu Fuß; er ritt nicht, er schwamm nicht, nein, er ging, also ist dies das Thema. Dass der er durch eine Stadt und nicht durch einen Weiher, ein Dorf oder einen Wald oder eine Mondlandschaft ging, stand bis zu dem Punkt nicht in Frage, an dem Doris Wolters den Satz lesend beendet .... und das Wort Stadt betont. So, als wäre auf den vorangehenden Seiten - und das sind bei Sabine Ebert ja nicht eben wenige - erörtert worden, welchen Weg der Protagonist wohl nehmen möge.

Und dieser Betonungsstil zieht sich durch alle Lesungen von Doris Wolters, weshalb ich mich frage, ob ich etwas von der deutschen Sprache und ihrer Artikulation falsch verstanden haben mag. Aber offen gestanden glaube ich das nicht; spannend wäre zu wissen, wie es sich nun tatsächlich verhält.