PROFIL

Markus

  • 77
  • Rezensionen
  • 363
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
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  • Bewertungen

Allmen lässt nach

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 15.05.2020

Es ist natürlich auch für einen Autor wie Martin Suter sauschwer, immer neue, gute Geschichten für eine Figur wie das "sympatische Ekel" Allmen zu erfinden, und ja, man merkt, dass es nicht mehr so recht funktioniert. Allmen verliert als Figur an Kontur, der Plot wird zu einem "gewöhnlichen Krimi" mit leider zunhemenden Action-Anteilen. Noch ganz unterhaltsam, aber oft funktioniert das Prinzip Allmen nicht mehr....
Gert Heidenrecih liest sehr gut

Moderne österreichische Literatur

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 15.05.2020

Etwas skurril, etwas zeitkritisch, etwas dokumentarisch, etwas symbolisch, mit "Schmäh", aber nicht zuviel davon, adäquat gelesen, recht empfehlenswert für alle, die mit deutschsprachiger (aber nicht deutscher) moderner Literatur etwas anfangen können.

Ein modernes Märchen

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 15.05.2020

Eric-Emmanuel Schmitt schreibt ja Geschichten, die eigentlich mit "Es war einmal...." beginnen sollten. Spielen aber in unserer Zeit. Schöne Geschichte, gut gelesen, leichte Kost.

1 Person fand das hilfreich

Sehr verrückt!

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 15.05.2020

Dieser Text ist echt der Hammer, sehr sehr verrückt!
Nur wer das Spielen mit der Sprache an sich mag, wird damit etwas anfangen können.
Insgesamt wird es dann doch etwas lang.

Zu viel

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
1 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 10.10.2019

"Meteor" ist ein herausragendes Beispiel für "zu viel": Zu viele Klischees (Figuren und Handlung wie im Groschenroman), zu viele Cliffhanger (arglose Alltagsmenschen, die im Handumdrehen innerhalb weniger Tage dutzende Male buchstäblich in letzter Sekunde gerettet werden), zu viel Schaupsielerei der Sprecherin (und natürlich knarzt der Geihdienstmann...), zu viel Happy End (natürlich, Ihr habt's erraten, die zufällig hier zusammenkommenden überaus attraktiven Protagonisten, die leider beziehungsgeschädigt und deshalb solo sind!), zu viel Tech-talk, wenn's was zu verstecken gibt, zu viele grausige Pausen-Jingels, einfach zu viel......

Nö, so geht's nicht

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 10.09.2018

Na, na, eine Richterin, die einen Polizisten, mit dem sie ein Verhältnis hat, zu einem klaren Mord anstiften will. Und er hätte sich eigentlich darauf eingelassen, weil sie ja so schön ist.... Zu einem Einbruch ins Polizeipräsidium lässt er sich hinreißen. Der Bösewicht wird am Ende von einem anderen Polizisten umgebracht, aber eher so nebenbei und aus Versehen.
Dieser Krimi ist völlig aus dem Ruder gelaufen. Die lebensfrohen, französichen Anteile, die es bei früheren "Roger Blancs" gab, sind verschwunden, alles ist irgendwie effekthascherisch und unglaubwürdig.
Und diese Formulierungen: ca drei Dutzend mal "rasen seine Gedanken" und wenn's keine sinnvolle Weiterentwicklung mehr gibt, muss die Schönheit der Richterin herhalten. Oder die ganz besonders böse Beschreibung der ganz besonderen Bösewichte. Das hat aber den Vorteil, dass man jeweils vom ersten Auftreten einer Figur weiß, woran man mit ihr ist.
Nö, so geht's nicht
Der Sprecher macht seine Sache recht gut, kann's aber nicht rausreißen.

Absturz gegenüber dem Marsianer

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
1 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 22.03.2018

Dieses Hörbuch ist ein ziemlicher Absturz gegenüber dem Marsianer.

Artemis ist lieblos geschrieben. Die Geschichte ist ziemlich überdreht und oft unschlüssig.

Die Ich-Erzählerin Jaz benimmt sich und denkt wie eine 12-Jährige und soll eigentlich eine erwachsene Frau sein. Diese Figur ist einfach nur unplausibel, lästig, unzuverlässig, egozentrisch und ohne jegliches Sozialverhalten - eben voll pubertär, aber mit Mitte 20. Und sie tut zu jedem beliebigen Zeitpunkt immer das dümmste, was einem gerade in den Sinn kommen könnte. Wenn das das Frauenbild von Andy Weir ist, dann danke!
Dazu passt, dass die Sprecherin liest wie eine hibbelige 10-Jährige, die in der Schultheatergruppe "Erwachsene" spielt, was besonders albern klingt, wenn sie männliche Personen sprichrt, dann spricht sie eben genau wie eine 10-Jährige, die in einer Vorabendserie verucht, wie ein Mann zu sprechen - sehr absurd!

Manche Ideen der Geschichte sind originell, deshalb dafür 2 Sterne. Diese Ideen sollten aber in eine Geschichte eingebaut werden, die es wert wäre, erzählt zu werden.

3 Leute fanden das hilfreich

Schwache Fortsetzung der Riesen-Trilogie

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 27.09.2017

Die Riesen von Ganymed ist der 2. Teil der Riesen-Trilogie von James P. Hogan.
Leider kann der 2. Teil nicht halten, was der 1. Teil versprach.

Die Geschichte kommt nicht mehr recht voran, die Klischees übernehmen den Fluss der Ereignisse, die Ganymeder stellen sich als bessere Menschen heraus und die Menschen in dieser Geschichte sind eher einer amerikanischen Vorabend-Serie entsprungen als der nahen Zukunft unserer Welt.
Und besonders verstörend ist, dass es in dieser Geschichte zwar sehr viel um Evolution geht, es aber immer deutlicher wird, dass James Hogan eben nicht Evolution gemeint hat, sondern eher sowas wie intelligent design oder Kreationismus, also eben genau NICHT Evolution, dadurch wird das ganze recht inkonsistent und steckt fest.
Was nicht so verwunderlich ist, ist, dass James Hogan (der ja Ingenieur war) eine recht naive Technik-Heilslehre vertritt. Trotzdem wirkt es irgendwie angestaubt.
Schade!

Wie schon im 1. Teil zu viele Sound-Gimmicks. Der Sprecher Mark Bremer macht seine Sache gut.

Es zeigt sich mal wieder, dass es eben doch sehr viel einfacher ist, eine spannende Geschichte aufzubauen, als sie ordentlich zu entwickeln und zu Ende zu bringen. Ich werde den 3. Teil wahrscheinlich nicht mehr anhören.

2 Leute fanden das hilfreich

Mittelmäßige Fantasy-Fiction, "kitschig" gelesen

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
2 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 03.08.2017

Der formale Spannungsaufbau klappt, die Personen werden platziert, die Geheimnisse aufgebaut, soweit ok, soll paar Punkte geben.

Dass die zunächst eher nach Science Fiction klingende Handlung so sehr in die Fantasy abrutscht, ist schade, aber hier ist eindeutig die Grenze überschritten, wo es nicht mehr um "Technologie einer fortgeschrittenen Zivilisation geht, die von Magie nicht mehr zu unterscheiden ist" sondern um "magische Gegenstände" einer Zauberergeschichte, Unsichbarkeitsumhang, Zauberschrift, Gedankenmanipulation, Wut- und Verdopplungs-Zauber inbegriffen.

Recht unerträglich dabei ist die unnötige Gewalt, die hier allzuoft der Ausweg sein soll. Da werden in allen Details Hälse druchgeschnitten (unter Unsichtbarkeitszauber), mit Maschinengewehren in die Menge geschossen (wegen Wutzauber), Folterszenen sehr detailiert ausgewalzt, und hinterrücks Leute umgebracht, weils einem (dem Autor) halt grad nichts anderes einfällt. Unnötig brutal, sehr phantasielos und ziemlich langweilig.

Leider tut auch Matthias Lühn nichts dazu, die Sache irgendwie zu retten. Er liest in diesem pathetisch-obercollen Pubertätsslang der billigen Vorabendserien, alles klingt bei ihm immer irgendwie so wie "Ermorden? geht mir doch am A*** vorbei", "Boah ey, jetzt muss ich doch tatsächlich meine eigenen Eltern umbringen, ts, ts, ts, muss halt sein", "Wer A sagt, muss auch Massenmord begehen" das ist, ja - mir bleibt kein anderer Begriff - "kitschig" im Sinne von inhaltlich nicht gerechtfertigten stark übertriebenen ästhetischen oder ethischen - hier negativen - Eigenschaften, Gewalt-Kitsch, Dystopie-Kitsch, Mannbarkeits-Kitsch.

Fazit: Lieber nicht!

1 Person fand das hilfreich

Toll anzuhören

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 26.07.2017

"Austerlitz" handelt vom Verlorensein, von Heimatlosigkeit und von Entwurzelten. Der Ich-Erzähler berichtet von seinen mehr oder weniger zufälligen Begegnungen mit Jacques Austerlitz, einem Kriegswaisen, der erst im Erwachsenenalter von seiner eigenen Geschichte erfährt und - vielleicht deshalb - nie so richtig in seinem Leben ankommt. Diese Geschichte mit Verlust und Nicht-dazugehören ist das, worum es hier geht.
Das eigentlich herausragende an diesem Buch ist aber die Sprache, ein etwas altertümlich wirkendes, nahezu zieseliertes, maniriertes Deutsch mit Schachtelsätzen und Konditionalkonstruktionen, dass es schon notwendig ist, ein bisschen Konzentration aufzubringen, um nicht den Faden zu verlieren. Ich frage mich, wie sowas aus dem Englischen übersetzt werden konnte. Respekt!
Diese Sprache wird von Michael Krüger wirklich wunderbar gesprochen, dafür ganz großes Lob.
Der letzte Abschnitt ist noch ein Ausschnitt einer "Original-Lesung" des Autors, nunja, ist etwas fürs Archiv, meiner Meinung nach kann man 20 Minuten vor dem Ende aufhören.

2 Leute fanden das hilfreich