PROFIL

C. R.

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Ein Epos über die Zerstörungskraft des Hochmuts

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 05.01.2016

Eine große, traurige und folgerichtige Geschichte. Immer wieder gibt es für die Familie Hurins einen guten Rat, doch immer steht deren Stolz zwischen ihnen und dem richtigen Weg.

Das beginnt schon damit, dass Morwen (Hurins Frau) den kleinen Jungen Turin in die Sicherheit zu den Elben fortschickt, während ihr Stolz verhindert, dass sie das eigene Land verlässt, dessen Gebieterin sie war. Damit sind durch Turins tief eingegrabenen Schmerz und die Tatsache, dass er seine Schwester nicht rechtzeitig kennenlernt, alle Weichen für das Unglück gestellt. Weder Morwen noch Turin wollen im weiteren Verlauf der Geschichte je Vernunft annehmen und irgendeinem guten Rat folgen, um das schreckliche Schicksal abzuwenden oder zumindest abzumildern, das sie selbst mit ihren Taten heraufbeschwören. Einzig Nienor (die Schwester Turins) hört für eine Weile auf den Rat Brandirs in Brethil... aber nicht lange genug...

Und jeder dieser Momente, bei dem die Vernunft und die Liebe vom Hochmut überschattet wird, treibt sie weiter ins Unglück, und mit ihnen die Menschen, die sie umgeben.

Gleichzeitig sind sie vielschichtige Charaktere mit vielen guten Eigenschaften. Große und tapfere Taten umgeben sie. Turin tut viel Gutes und kämpft mutig auch gegen Drachen. Und immer wieder versuchen die Götter, sie aus dem Schlamassel rauszuholen, in das sie sich immer tiefer reinreiten. Doch jeden guten Rat, egal ob er von Göttern, Herrschern, Freunden oder Geliebten kommt, schlagen sie in den Wind und setzen eigensinnig ihren Dickkopf durch: Turin, der aus Stolz nicht nach Gondolin zurückkehrenn will; Morwen, die Turin unbedingt allein suchen gehen will; die verhängnisvolle Brücke zum Tor von Nargothrond - alles und immer wieder Taten des Hochmuts und des Stolzes, anstatt der Weisheit und der Umsicht.

So treiben sie einerseits sich selbst, andererseits ein ganzes Reich ins Verderben, und das liegt nicht am Fluch Morgoths, sondern an ihrer eigenen Sturheit. Mir kommt es vor, als wäre dieses Epos ein Gleichnis für die Geschicke der Welt, bzw. der Menschen, die immer und immer wieder die Gelegenheit bekommen, es doch noch alles gut werden zu lassen und die Möglichkeit aus Hochmut nicht ergreifen.

Wenn man die Geschichte unter diesem Aspekt anhört, dann kann sie einen ein bisschen demütiger machen und so mithelfen, dass man selbst vielleicht die eigene "Stolzfalle" früher erkennt. Wenn man die Geschichte unter diesem Aspekt anhört, werden einem auch die unheilvollen Entscheidungen unserer Helden nicht so quälend...

Ein großer Epos über viele wunderbare Menschen, Elben und Reiche, die den HIntergrund der Herr-der-Ringe-Welt ausmachen: Beleg Langbogen, Cirdan, der Schiffsbauer; Thingol und Melian und die Hallen von Menegroth; Gondolin, das Heimliche; Nargothrond, das Erbe Finrod Felagunds und vieles andere, das im Herr der Ringe seinen Nachhall hat.

Ein kleines kurzweiliges Märchen von Tolkien

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 05.01.2016

Was hat Ihnen das Hörerlebnis von Bauer Giles von Ham besonders unterhaltsam gemacht?

Mir gefallen die Wendungen und Bauer Giles, der durch Zufall, aber auch, weil er das Herz am rechten Fleck und nicht in der Hose hat, am Ende den großen Coup gelandet hat. Alles ganz zufällig und garnicht, weil er er selber wollte... Tolle Geschichte und toll gelesen! Für Tolkienfans absolut empfehlenswert.

Welcher Moment von Bauer Giles von Ham ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?

Das Buch hat mich immer mal wieder zum Lachen gebracht, aber es hat auch eine gewisse Tiefe.

Hätten Sie das Hörbuch am liebsten in einem Rutsch durchgehört?

Ich hab's in einem Rutsch durchgehört, es ist ja nicht so lang. Aber es fängt einen auch ein mit seinem Charme.

1 Person fand das hilfreich

Hübsche Geschichte über ein Hündchen

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 05.01.2016

Welcher Moment von Roverandom ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?

Die Geschichte von Roverandom, was ich mit Nocheinstreuner übersetzen würde. Rover heißt Streuner so wie viele andere Hunde, und wie ein richtiger Streuner erlebt er viele Abenteuer... auf dem Mond, unter Wasser, mit Zauberern und immer wieder begegnet er anderen Hunden, die so wie er "Streuner" heißen - so kommt er - übrigens auf dem Mond! - zu seinem Namen Nocheinstreuner (=Roverandom).

Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

Es ist eine hübsche Geschichte für Kinder zum Anhören oder Vorlesen!

Enttäuschender Drei-Groschen-Roman

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
2 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.01.2015

Ich bin mit diesem Hörbuch noch nicht einmal bis zum zweiten Teil gekommen. Am meisten störten mich zuerst die Sexszenen - mit pornografischen Darstellungen von Geschlechtsteilen und Geschlechtsakten hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Ich kaufe mir einen Geschichtsschinken doch nicht, um zu erfahren, wie Maude ihrem Walter in der Loge nach allen Regeln der "Kunst" einen runterholt oder wie der Earl mit seiner jungen Haushälterin im Hinterzimmer vögelt. Diese "Liebes"-szenen sind genauso wie in amerikansichen Filmen völlig unglaubwürdig, weil es dabei nicht um Liebe geht: Sie enden mit der und kreisen um die Befriedigung von Trieben: z.B. ist anscheins der einzige Grund dafür, dass sich der Großvater des Bergwerkersohns "liebevoll" an seine verstorbene Frau erinnert, dass sie ihm heiße Nächte beschert hatte.
Noch dazu ist zu bezweifeln, dass Follets Darstellung sex-zentrierter Anschauung überhaupt so in diese vermutlich züchtige Epoche hineinpasst.

Ich nahm mir also vor, die Pornoszenen zu überspringen, doch auch die restliche Aufarbeitung enttäuscht:

Die Erzählung ist politisch korrekt unserer heutigen Zeit angepasst, vom sexuellen bis zum politischen: Gewerkschaft ist immer gut, Unternehmer ist immer schlecht, "das Volk" ist immer gut, der Monarch ist immer böse. Alles wird stereotyp und vorhersehbar dargestellt, so wie wir es eben schon kennen und von überall her eingetrichtert bekommen:
- der freiheitsliebende gute amerikanische Präsident, der netterweise die Mexikaner von einem bösen Depoten befreien will (dass es Öl gibt in Mexiko wird nur am Rande erwähnt)
- der finstere russische Zar, der sein Volk tyrannisiert
- der überhebliche größenwahnsinnige deutsche Politiker, der Waffen an den durchtriebenen Mexikaner liefert, damit der sich gegen die guten Amerikaner wehren kann
- der liberal gesinnte Engländer, der sie alle an einen Tisch bekommen möchte etc. pp.

Da das alles so gesinnungsgefärbt daherkommt, frage ich mich nun auch, ob die geschichtliche Aufarbeitung überhaupt den Fakten entspricht.

Alles in allem eine der vielen geistigen Umerziehungslektüren unserer Zeit, die ein genaues Hinsehen auf politische, menschliche und sexuelle Verhältnisse im Keim ersticken.

Gerechterweise muss ich sagen, dass sich die obige Beschreibung auf den Anfang des Buches bis zur Ermordung des Thronfolgers in Sarajewo bezieht. Wie es danach im Buch weitergeht, weiß ich nicht und möchte es auch nicht wissen.

1 Person fand das hilfreich

Nichts Neues - Viel zu wenig

Gesamt
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 26.07.2012

Bin von diesem Hörbuch völlig enttäuscht. Erwartet habe ich einfach 7h Mitschnitte der Nürnberger Prozesse. Stattdessen muss ich mir vor jedem Zeitdokument eine ellenlange Erklärung des Sprechers anhören, wie das Folgende gefälligst zu verstehen ist (was die tatsächlichen Prozess-Dokumente erheblichst verkürzt!).

Ich kann sehr gut selber denken und mag es nicht, wenn mir Vorgekautes so offensichtlich eingehämmert werden soll. Die Prozesse und die Aussagen lassen sich nur dann richtig verstehen, wenn alles zu hören ist. Ausschnitte dienen viel zu leicht der Verschleierung von Tatsachen.

Warum nicht einfach diese Dinge für sich selbst sprechen lassen?
Nicht empfehlenswert - Dann lieber youtube und alles anhören und sich daraus eine Meinung bilden!

57 Leute fanden das hilfreich

die "neu"-Übersetzung

Gesamt
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 19.06.2011

Dieses Hörbuch werde ich mir bestimmt nicht zulegen. Die Übersetzung ist haarsträubend und fokussiert nur auf die Story-Line, nicht jedoch auf all dem mysthischen tieferen Sinn, der in der "alten" Übersetzung von Margaret Carroux so wunderbar zum klingen kommt.

Margaret Carroux hatte in Zusammenarbeit und in Rücksprache mit Tolkien übersetzt und das merkt man! Tolkien war Sprachen-Professor und hat mit der Sprache unglaubliches geschaffen. Das lässt sich nicht auf eine Story reduzieren! Was im englischen Original an Tiefe und Epos zwischen den Zeilen mitschwingt, kann diese schlimme Neu-Version nicht im Entferntesten beim Hörer erwecken. Wie konnte man aus diesem Werk nur solch einen Drei-Groschen-Roman machen!!

Da höre ich mir lieber das englische Original an als diese Dünnbrettbohrer-Version, die ihre wahre Kraft verloren hat.

112 Leute fanden das hilfreich