PROFIL

Kid Khan

  • 14
  • Rezensionen
  • 458
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 164
  • Bewertungen
  • The Way of Shadows: Night Angel Trilogy, Book 1

  • Autor: Brent Weeks
  • Sprecher: Paul Boehmer
  • Spieldauer: 21 Std. und 4 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 135
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 106
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 107

The perfect killer has no friends. Only targets. For Durzo Blint, assassination is an art. And he is the city’s most accomplished artist, his talents required from alleyway to courtly boudoir. For Azoth, survival is precarious. Something you never take for granted. As a guild rat, he’s grown up in the slums, and learned the hard way to judge people quickly - and to take risks. Risks like apprenticing himself to Durzo Blint.

  • 5 out of 5 stars
  • Eine tolle Geschichte, toll vorgelesen!

  • Von Sebastian Stahl Am hilfreichsten 27.01.2019

Mmmh.. hatte mir mehr erhofft..

Gesamt
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 19.02.2013

Irgendwie erinnert mich dieses Buch, die Geschichte, die Art sie zu erzählen an ein PC Spiel. Alles schon mal da gewesen, nichts ist wirklich innovativ, technisch sauber gemacht, tolle Grafik. Aber reicht das für ein gutes Buch?

Kylar's Geschichte ist vorhersehbar und, obwohl eine recht hohe Anzahl von Protagonisten daran teilnimmt, sind sie doch alle nur Staffage. Die Story selbst ist ziemlich direkt und schnörkellos, ohne Geheimnisse oder unerwartete Wendungen. Was offen bleibt für die folgenden Teile ist auch kein großes Rätsel. Tatsächlich macht es mich nicht neugierig auf mehr. Ich denke, ich werde die Serie hier abbrechen.

Das liegt auch nicht zuletzt an Paul Boehmer. Er liest sehr bemüht, sehr künstlich, ja beinahe affektiert. Technisch ist sein Vortrag sicher gut, aber emotional ist er niemals im Buch angekommen. Man merkt über die gesamte Länge des Buches, dass er hier einen Job macht. Erschwerend kommt hinzu, dass sehr oft neue Aufnahmepassagen oder eingeschobene Korrektursätze zu hören sind. Leichte Veränderungen in Tonlage und/oder Raumumgebung lassen die Illusion des fehlerlosen Lesens am Stück ständig wie eine Seifenblase zerplatzen. Das passiert so auffällig oft, dass es mich wiederholt vom Inhalt abgelenkt hat und damit nie die Magie aufgebaut werden konnte, die ein Vorleser durch einen guten Vortrag erschaffen kann.

Ist wohl einfach nicht mein Buch, solls ja auch geben....

1 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • A Memory of Light

  • Wheel of Time, Book 14
  • Autor: Robert Jordan, Brandon Sanderson
  • Sprecher: Michael Kramer, Kate Reading
  • Spieldauer: 41 Std. und 47 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    5 out of 5 stars 233
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 193
  • Geschichte
    5 out of 5 stars 194

Since 1990, when Robert Jordan’s The Wheel of Time® burst on the world with its first book, The Eye of the World, listeners have been anticipating the final scenes of this extraordinary saga, which has sold over 40 million copies in over 32 languages. When Robert Jordan died in 2007, all feared that these concluding scenes would never be written. But working from notes and partials left by Jordan, established fantasy writer Brandon Sanderson stepped in to complete the masterwork.

  • 5 out of 5 stars
  • Das Ende eines Klassikers

  • Von Kid Khan Am hilfreichsten 21.01.2013

Das Ende eines Klassikers

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.01.2013

So, das war's also jetzt. 20 Jahre, 14 mal 40 Stunden Hörerlebnis, eine Geschichte die vermutlich für sehr lange als Maßstab für Epic Fantasy da stehen wird, ist jetzt zu Ende erzählt.. und lässt einen schalen Geschmack im Mund.

"AMoL" ist ein einzigartiges Buch, gerade in dieser Serie. Kein Band hat soviel Action wie dieser. Hier gibt es Frontberichterstattung von Tarmon Gai'don, The Last Battle, quasi in Echtzeit. Haupt- und Nebencharaktere auf beiden Seiten sterben im Kampf wie die Fliegen. Man hat keine Zeit, das Ableben der Freunde, die sie in den letzten 20 Jahren geworden sind, zu betrauern oder zu verarbeiten, es wird ohne Atempause gekämpft, ein Crescendo der Gewalt. Am Ende wird man atemlos und emotional ausgepumpt zurückgelassen.

Ich bin mir nicht sicher, ob ein finales Buch aus Jordans Feder genauso ausgesehen hätte. Sanderson hat das gemacht, was er besonders gut kann, epochale Kampfszenen arrangieren, und das ist ihm ganz hervorragend gelungen. Die Verzweiflung im Kampf, die Unerbittlichkeit des Krieges, die ständige Suche nach dem Sinn dahinter, die Zweifel, all das kommt sehr gut rüber. Doch fehlen mir die ganz großen emotionalen Momente. Für meinen Geschmack ist Sanderson mit einigen der über Jahre aufgebauten Charaktere am Ende zu lieblos umgegangen. Der eine oder andere hatte eine viel komplexere Vorgeschichte, als sie jetzt final ausgespielt wurde. So mache Figur bekommt nicht mehr als ein unverhältnismäßiges "... und starb.". Vielleicht muss es so sein um diese Atemlosigkeit, die Gehetztheit zu erzeugen, ich hätte mir jedoch eine etwas tiefere Charakterausleuchtung gewünscht. Das, was vorherige Bände zu wenig hatten, hat dieser Band zu viel, die Action. Und umgekehrt: Die detaillierten Charaktere der früheren Bände kommen allesamt zu kurz für mein Empfinden. Die aller meisten sind nicht mehr als Schachfiguren, die an ihre Position geschoben werden, dort kämpfen und sterben, mehr nicht.

Nicht missverstehen, es ist ein gigantisches Buch, definitiv ein würdiger Abschluss einer langen Geschichte ohne Beispiel, Dank an Sanderson dafür. Nur gingen vermutlich meine Erwartungen in eine andere Richtung. Ich habe all die Charaktere über die Jahre lieben gelernt. Nun zu wissen, dass es nie wieder etwas Neues über sie zu erfahren gibt, fühlt sich... komisch an. Vielleicht möchte ich einfach nicht loslassen, ich hätte einige noch gerne viel besser kennengelernt, viel mehr über sie erfahren, doch das wird nun nicht mehr passieren. Vielleicht bin ich einfach nur traurig, dass es vorbei ist.

Ganz besonderer Dank geht an Michael Kramer und Kate Reading. Die beiden haben die Serie mit ihrer Art zu lesen erst zum Leben erweckt. Michael Kramer's unnachahmliche Fähigkeit mit Dialekten und Akzenten Charaktere zu erzeugen, hat über all die Bücher hinweg die Geschichte getragen und strukturiert. Genauso konnte Kate Reading mit ihrer emotionalen Art des Lesens den Frauen Leben einhauchen, ein kongeniales Duo und eine wunderbare Idee!

4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Elantris

  • Autor: Brandon Sanderson
  • Sprecher: Jack Garrett
  • Spieldauer: 28 Std. und 42 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 192
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 163
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 162

Elantris was built on magic, and it thrived. But then the magic began to fade, and Elantris began to rot. Now its shattered citizens face domination by a powerful Imperium. Can a young Princess unite the people of Elantris and lead a rebellion against the imperial zealots? Brandon Sanderson's debut fantasy showed his skill as a storyteller and an imaginer of baroque magical systems to be fully developed from the start.

  • 4 out of 5 stars
  • Ein typischer Debutroman

  • Von Kid Khan Am hilfreichsten 13.12.2012

Ein typischer Debutroman

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 13.12.2012

Brandon Sandersons Debutroman "Elantris" von 2005 hat bereits alle Anlagen, die seine folgenden Werke so erfolgreich machen: Ein durchdachtes, komplexes und vor allem neues Magiesystem, ausgefeilte Charaktere, epische Szeneriebeschreibungen, parallele Handlungsstränge sowie politische, religiöse und persönliche Verwicklungen.

Und genau darin liegt auch das Problem des Romans: Hier hat jemand ein Buch geschrieben, der sich vorher sehr genau überlegt hat, WIE man einen erfolgreichen Fantasyroman verfasst und sein gesammeltes theoretisches Wissen darüber in EIN Werk gesteckt hat, als gäbe es kein Morgen. Alles ist irgendwie übertrieben, zu viel, über das Ziel hinaus, ohne dabei jemals den Geruch des Konstruierten, des genralstabsmäßig durchgeplanten Projekts "Ich schreibe jetzt ein Buch" zu verlieren.

Das beginnt mit der Namensgebung: Nicht nur Eigennamen von Personen und geografischen Elementen sind Fantasy-gerecht verfremdet, nein, auch gesellschaftliche und religiöse Titel und Anreden, Bezeichner für Sachgegenstände, Flüche, selbst fremdsprachliche Elemente werden eingebaut. Das macht das Verständnis - gerade der englischen Version als Nicht-Muttersprachler - streckenweise etwas schwierig.

Die Handlung beginnt interessant, mysteriös, fremdartig - die Grundidee: eine gefallene Hochkultur, die phonetische Nähe zu Atlantis ist kein Zufall - jedoch verflacht der Plot im Fortgang der Geschichte sehr schnell, wird vorhersehbar und kumuliert in einem viel zu rasanten und überspitzten Finale, das in punkto "happy end" für den, der's denn braucht, keine Wünsche offen lässt.

Ein hervorragender Debutroman, allerdings mit genau den Schwächen, die Autoren in ihren Debutromanen so gerne unterlaufen. Die Anlagen sind wunderbar, jedoch fehlte einfach noch die Erfahrung und Sicherheit mit der Neugier und den Erwartungen des Lesers zu spielen. Stattdessen wurden möglichst viele Ideen auf möglichst wenig Seiten gepresst (muss im letzten Kapitel noch eine neue Kampfmönch Klasse eingeführt werden?). Immerhin hat Sanderson das offensichtlich selbst so gesehen und einige Ideen in "Mistborn" und "Stormlight Chronicles" einer Zweitverwertung zugeführt. Alles in Allem wäre etwas weniger noch mehr gewesen, aber das ist Herumkritteln auf einem Niveau, das viele andere Autoren in diesem Genre mit ihrem Lebenswerk nicht erreichen.

7 von 7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • The Name of the Wind

  • (Kingkiller Chronicle, Book 1)
  • Autor: Patrick Rothfuss
  • Sprecher: Nick Podehl
  • Spieldauer: 27 Std. und 55 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    5 out of 5 stars 514
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 358
  • Geschichte
    5 out of 5 stars 366

This is a tale of sorrow, a tale of survival, a tale of one man's search for meaning in his universe, and how that search, and the indomitable will that drove it, gave birth to a legend.

  • 4 out of 5 stars
  • Good, long-winded and well executed

  • Von Raiko Am hilfreichsten 20.09.2013

Verdienter Hype?

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 15.11.2012

Irgendwie kann ich mich dem allgemeinen Hype um dieses Buch nicht so recht anschließen. Es ist eine hübsche Fantasy Story, ja, es ist ausladend und detailliert, es ist durchdacht und handwerklich fein konstruiert, aber doch von der oft verwandten Vokabel "Meisterwerk" in meinen Augen ein Stück weit entfernt.

Vielleicht liegt es daran, dass ich mit Kvothe nie richtig warm geworden bin. Er ist mir zu gut, er kann zu schnell zu viel, er ist zu sehr Held mit künstlich hinzugefügten Ecken und Kanten. Der Ansatz der Geschichte versucht das aber zu verstecken, es ist zu wenig Fantasy, zu realistisch - gerade auch was die Wissenschaftlichkeit der Magie angeht -, um Kvothe mit der Sicht auf einen Superhero zu betrachten. So entglitt er meinem Wohlwollen immer wieder, wenn die nächste bisher unerwähnte meisterhafte Fähigkeit aus dem Hut gezaubert wurde.

Möglicherweise liegt es aber auch ein wenig am Vorleser und der verwandten Erzählweise. Kvothe (gesprochen wie "quoth"=altenglisch für "er sprach", bin ich der einzige, der das ein bisschen lame findet?) erzählt das gesamte Buch in wörtlicher Rede. Gelegentlich wird in diese Zeitebene zurück geblendet für einige kommentierende Anmerkungen oder noch nicht wirklich einzuordnende Cliffhanger. Nick Podehl scheint diesem Umstand Rechnung tragen zu wollen, indem er die beschreibenden Erzählpassagen in Kvothe's wörtlicher Rede so vorträgt, als erzähle er eine Gruselgeschichte am nächtlichen Lagefeuer. Alles ist irgendwie überbetont, Vokale werden viel zu oft in die Länge gezogen ("she had loooong, daaaark hair"), das hat sehr schnell angefangen zu nerven. Dialoge hingegen spricht Podehl indes fantastisch: wunderbare Dialekte, viele Stimmfarben und super Charakterbildung, erstaunlich für einen so jungen Kerl.

Sicherlich ein lesens-/hörenswertes Buch, ja, auch ein gutes Buch, dass es wert ist, die folgenden Teile zu erforschen. Den Enthusiasmus, den (nicht nur) hier viele an den Tag legen, der fast an popstar fandom erinnert, kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Und Vergleiche mit Martin/Williams/Jordan/Tolkien scheinen mir doch eher der Marketingabteilung der Verlegers entsprungen zu sein, als tatsächlich durch die Qualität des Buches indiziert.

4 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • The Alloy of Law

  • A Mistborn Novel
  • Autor: Brandon Sanderson
  • Sprecher: Michael Kramer
  • Spieldauer: 10 Std. und 48 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 155
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 138
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 136

Three hundred years after the events of the Mistborn trilogy, Scadrial is now on the verge of modernity, with railroads to supplement the canals, electric lighting in the streets and the homes of the wealthy, and the first steel-framed skyscrapers racing for the clouds.Kelsier, Vin, Elend, Sazed, Spook, and the rest are now part of history—or religion. Yet the old magics of Allomancy and Feruchemy continue to play a role in this reborn world....

  • 4 out of 5 stars
  • Steampunk Fantasy

  • Von Kid Khan Am hilfreichsten 25.10.2012

Steampunk Fantasy

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.10.2012

Eine wilde Räuberpistole im durch Steampunk Elemente aufgepeppten Mistborn Universum. Fühlt sich an, als wollte Sanderson ausloten, wie weit man die für Mistborn erfundene Magieschule diversifizieren kann, und beweisen, dass die Ideen rund um die Verwendung von Magie mit Mistborn allein noch nicht wirklich ausgereizt waren. Die Story an sich scheint mir eher nebensächlich zu sein. Versetzt man die Geschichte nach London ins frühe 20.Jahrhundert und nennt die Charaktere, mmh.., sagen wir mal.. zB. Holmes und Watson statt Waxillium und Wayne, bekommt die durchaus vertraute Stimmung ein ziemlich bekanntes Flair. In der Schaffenskette Elantris/Mistborn/Stormlight Archive/Wheel of Time bleibt diese Geschichte leider eine ziemlich unwichtige Fußnote.

Hervorheben muss man aber einen überragenden Michael Kramer, der fast jedem Charakter seine eigene Intonation gibt und die Figur "Wayne", der ständig seine Fähigkeit zur Benutzung von Akzenten verwendet (hat Sanderson das für Kramer geschrieben? Es ist bekannt, dass Sanderson Kramer's Interpretation vom Wheel of Time bewundert), zur absoluten Perfektion vertont und damit zum Leben erweckt. Diese Lesung ist vielleicht das Beste, was ich jemals von Michael Kramer gehört habe und er gehörte auch schon vorher zu meinen Favoriten.

4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • The Way of Kings

  • The Stormlight Archive
  • Autor: Brandon Sanderson
  • Sprecher: Michael Kramer, Kate Reading
  • Spieldauer: 45 Std. und 48 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    5 out of 5 stars 633
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 551
  • Geschichte
    5 out of 5 stars 549

According to mythology, mankind used to live in 'The Tranquiline Halls': heaven. But then the Voidbringers assaulted and captured heaven, casting out God and men. Men took root on Roshar, the world of storms, but the Voidbringers followed. The Almighty gave men powerful suits of armor and mystical weapons, the Shardblades. Led by 10 angelic Heralds and 10 orders of knights known as Radiants, mankind finally won (or so the legends say).

  • 5 out of 5 stars
  • Die Geburt eines großen Werkes?

  • Von Kid Khan Am hilfreichsten 22.10.2012

Die Geburt eines großen Werkes?

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 22.10.2012

Ich bin, wie vermutlich die meisten Leser/Hörer, die sich hierher verirren, erst durch "Wheel of Time" auf Brandon Sanderson aufmerksam geworden. Als Robert Jordan's Witwe einen jungen, relativ unbekannten Autor verpflichtete das Epos zu vollenden, war ich mehr als skeptisch. "Mistborn" war jedoch fantastisch und ich kann die Entscheidung von Jordan's Witwe nun 100%ig nachvollziehen. Brandon Sanderson sagt von sich selbst, ein Fan des WoT gewesen zu sein. Wer "Mistborn" ebenfalls gelesen hat, wird ihm ob der Parallelen sofort glauben!

"Stormlight Archive" basiert wie "Mistborn" auf einer völlig neuen Art von Magieentwicklung. Das scheint für Sanderson eine zentrale Rolle zu spielen, denn hier wie dort hat Magie nichts mit dem ausgeleierten spitzhütiger-Zauberer-schleudert-Feuerball Cliché zu tun. Es ist ein auf 10+ Bände angelegtes Werk, von dem sich jetzt, nach Band 1, nicht einmal erahnen lässt, wo es potentiell hingehen könnte. Ich hoffe und glaube, dass uns mit diesem Epos tatsächlich ein wirklich monumentales Meisterwerk ins Haus steht, mit dem er ganz leicht aus dem Schatten des "Wheel Of Time"-Vollenders heraustreten wird.

"The Way of Kings" legt die hochkomplexe Basis für eine High Fantasy Story, die so viele Entwicklungsmöglichkeiten offen lässt, dass einem schwindelig wird, wenn man darüber nachdenkt! Erfrischend ist hier vor allem, dass es mal nicht um den armen Bauernjungen geht, der vom Schicksal auserwählt wurde, die Welt zu retten. Im Gegenteil. "The Way of Kings" beschreibt eigentlich ausschließlich gescheiterte Protagonisten: der multitalentierte Arzt und gefeierte Kriegsheld wird zum Sklaven, der legendäre Staatsmann droht dem Wahnsinn zu verfallen, die Erbtochter scheitert im Versuch durch ihre Ränkespiele den Niedergang ihrer Familie zu retten, der Meisterkiller verzweifelt am Konflikt mit seinem Gewissen, die historisch verklärten Legenden stellen sich als Lügen heraus. Natürlich wird das so nicht bleiben, die letzten Kapitel deuten in allen Erzählebenen die Wenden an, und doch ist es toll zu sehen, dass man Charakterentwicklung in Fantasystories auch weitab von ausgelatschten Schwarz-Weiß-Pfaden betreiben kann. Und diese Welt hat Geschichte. Man hat zu jedem Zeitpunkt des Buches das Gefühl, man müsste erst einmal 2-3 Bände vorher lesen, um auf Stand gebracht zu werden. Auf jeden Fall merkt man zu jedem Zeitpunkt, dass uns hier noch Großes erwartet, dass Brandon Sanderson bereits weit, weit voraus geplant hat.

Angst vor der englischen Version? Traut euch! Man wird mit einem der besten Sprecherpaare belohnt, die es diesseits von Alpha Centauri gibt. Michael Kramer ist einfach wundervoll, er beherrrscht soviele Dialekte und Stimmfarben, dass man sich manchmal fragt, ob hier wirklich nur EIN Mann erzählt. Auch Kate Reading steht ihm in Punkto Dialekten nur geringfügig nach, macht dafür mit ihrer emotionalen Art des Lesens umso mehr wieder gut. Die beiden machen zusammen aus einem klasse Buch ein Breitwanderlebnis in 3D!

19 von 21 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Das Herz des Winters

  • Das Rad der Zeit 24
  • Autor: Robert Jordan
  • Sprecher: Helmut Krauss
  • Spieldauer: 11 Std. und 25 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 265
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 189
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 190

Die junge Aes Sedai Elayne Trakand nimmt den Thron von Andor für sich in Anspruch. Ein mutiges und zugleich gefährliches Vorhaben...

  • 5 out of 5 stars
  • Veteranen, durchhalten! Neulinge, Vorsicht!

  • Von Kid Khan Am hilfreichsten 19.03.2012

Veteranen, durchhalten! Neulinge, Vorsicht!

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 19.03.2012

Für alle, die es bis hierher geschafft haben und auch nicht vorhaben aufzugeben: das Durchhalten lohnt sich und wird mit einem grandiosen Finale belohnt werden, selbst, wenn es nun und in den folgenden Bänden (bis 31) für einige so aussehen könnte, als werde die Geschichte etwas zäh! Wir sind im politischen Teil von WoT angekommen. Hier wird eine Welt gebaut und unheimlich viel erklärt, vor allem Jordan’s Detailsbesessenheit.

Viele Kritiker haben Jordan im Laufe der Zeit, vor allem ab Band 7, unterstellt, WoT als CashCow, als Goldesel zu missbrauchen und künstlich zu verlängern. Dazu mag man stehen, wie man will. Tatsache ist jedoch, dass selbst diese Bände, die nicht unbedingt vor Spannung triefen, eine ganz eigene Faszination ausüben. Jordan hat sein Werk gelebt, das merkt man einfach auf jeder Seite, nichts ist zufällig, jede Handbewegung, jede Beschreibung eines Kleidungsstücks hat ihren Sinn. Jedoch macht es diese Besessenheit nicht gerade einfach, in dieses Werk einzusteigen, ohne die ersten Bände zu kennen.

Neueinsteiger seien gewarnt, besser mit Band 1 beginnen und prüfen, ob das was für euch ist. Hier ist es eher frustrierend, einzusteigen...

Aber auf jeden Regen folgt auch wieder Sonnenschein:
@Audible: Werden die neuen 2011er Piper Bände mit aufgenommen werden?

Ich habe vor zwei Jahren, als die Serie hier begann, gesagt, dass ich Brandon Sanderson nicht zutraue, dieses Werk angemessen zu beenden. Nun ja..., da muss ich mich wohl korrigieren und tue das gern! Nachdem ich die beiden Teile "Gathering Strom (Book 12)" und "Towers Of Midnight (Book 13)" gelesen habe, kann ich es ehrlich gesagt kaum noch abwarten, bis der ultimativ letzte Teil "A Memory Of Light (Book 14)" im Jan 2013 erscheinen wird.

Während man in "Gathering Storm" noch deutlich Jordans Handschrift wieder erkennt, ist "Towers.." doch sehr durch Sanderson geprägt. Obwohl Jordan vor seinem Tod mit sehr ausführlichen Notizen und Entwürfen die Handlung klar vorgezeichnet hat, ist Sanderson's eigener Stil – jünger, moderner, Ergebnis orientiert - sehr wohl zu erkennen, und das tut dem Werk wider Erwarten ausgesprochen gut!

Sanderson schafft es, viele lose Enden aufzunehmen und zügig, aber ohne Hast, mit frischen Ideen zusammenzuführen ohne die Kontinuität zu gefährden, dabei zwischenzeitlich verloren gegangene Spannung neu und noch intensiver aufzubauen und den Leser auf das unwiderrufliche große Finale einzustimmen. Er hat mich - so wie Jordan Mitte der 90er – 20 Jahre danach erneut dazu gebracht, mit den Füßen scharrend auf den nächsten Teil des "Wheel of Time" zu warten!

13 von 14 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Die Tochter der Wälder

  • Sevenwaters 1
  • Autor: Juliet Marillier
  • Sprecher: Tanja Geke
  • Spieldauer: 22 Std. und 5 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 1.818
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 909
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 907

Irland im 9. Jahrhundert nach Christi: Keltische Stammesfürsten verteidigen ihr Land gegen den Ansturm der Briten...

  • 5 out of 5 stars
  • Fesselnd

  • Von Beate Am hilfreichsten 25.01.2015

Kopflastige Real Fantasy

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.04.2011

Als Auftakt zu einer Trilogie spielt dieser Roman im realen Irland des 9. Jahrhunderts. Das Werk hat immer dann seine Stärken, wenn die Fantasy den Ton den Realismus überstrahlt. Die Beschreibungen von Sorcha's Beziehung zur Natur und ihrer Geheimnisse lassen Landschaften entstehen, die einen dazu verleiten, die Augen zu schließen und an die Märchen seiner Jugend zu denken. Keine Action geladenen Gemetzel, die Kriege und Feldzüge spielen sich zum großen Teil im Hintergrund ab und haben nur indirekt Einfluss auf die Handlung. Man lernt dieses Mädchen, ihr Denken und ihre Nöte sehr gut kennen, vielleicht zu gut.

Auch, wenn man in Betracht zieht, dass die Geschichte von der reifen, reflektierenden Sorcha rückblickend erzählt wird, sind die Gedankengänge und psychologischen Analysen für ein 12-16 jähriges Mädchen des 9.Jrhs völlig unangemessen und unrealistisch. Das habe ich tatsächlich als störend empfunden, denn in meiner Vorstellung entsteht natürlich auch ein Bild des 12 jährigen Mädchens, wie es sich in der beschriebenen Szenerie bewegt. Und hier passen Intellekt und Umgebung einfach nicht zusammen. Juliet Marillier war hier offensichtlich nicht in der Lage, sich in kindliche Gedanken hinein zu versetzen, oder sie hat bewusst die interpretierende Sicht der reifen Sorcha gewählt, aber damit etwas übertrieben. Das wird sich natürlich mit Fortgang der Geschichte relativieren.

Tanja Geke liefert eine solide Leistung ab, ohne dem Buch durch ihren Vortrag einen Extrabonus zu verschaffen. Auch hier ist die Interpretation Sorcha's etwas inkonsequent: in manchen frühen Dialogen bekommt Sorcha's Stimme einen kindlichen Klang, in manchen nicht. Insgesamt ist die stimmliche Anlage der Personen jedoch durchaus gelungen.

Für mich - ganz subjektiv - ist das ein Hörbuch der Widersprüche, ganz so wie es die Überschrift zusammenfasst. Werde ich die nächsten Teile hören? Vermutlich ja, denn Sorcha wird ja älter... Es bleibt eine positive, wenn auch nicht überragende Bewertung.

57 von 74 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Collector

  • Collector 1
  • Autor: Markus Heitz
  • Sprecher: Michael Hansonis
  • Spieldauer: 18 Std. und 20 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 2.082
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 843
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 851

Von Menschen und anderen fleischfressenden Spezies: Im Hörbuch "Collector" von Markus Heitz wird die Menschheit des vierten Jahrtausends beschrieben: eine technisch zwar weiter entwickelte Lebensform, die allerdings trotzdem anderen Lebensformen unterlegen ist Hierzu gehören auch die "Collectors". Michael Hansonis, der Sprecher des Hörbuchs, trifft die spröde Atmosphäre des Romans durch seine kühle Interpretation vorzüglich.

  • 2 out of 5 stars
  • Flache SciFi aus Versatzstücken - vorhersehbar

  • Von Rudido Am hilfreichsten 21.04.2011

Nein, nicht mein Buch

Gesamt
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 18.08.2010

Ich mag Sciene Fiction, wirklich..., selbst Geschichten, die einer Plausibilitätsprüfung oder einem Realitätscheck keine 2 Seiten lang Stand halten, können durchaus unterhaltsam sein, aber was, bitte schön, ist denn das hier?

Gebrabbel auf RTL2 Niveau, eine Aneinanderreihung von unsinnigen Handlungen ausgeführt von Charakteren, zu denen man in keiner Sekunde eine emotionale Beziehung aufbauen kann, alles wirkt steril, künstlich und an den Haaren herbeigezogen. Irgendwie hat man das Gefühl, der Autor hat sich im Genre vertan. Oder die software für vorgefertigte Textbausteine hatte einen kritischen Fehler und nur inkoherentes Zeugs ausgeworfen, das der Autor nicht mehr zu einer echten Geschichte verknüpfen konnte, weil der Verlag auf seinen nächsten Veröffentlichungstemin pochte, ich weiß es nicht.

Dieses Buch gefällt mir nicht, gar nichts daran. Von Charakterentwicklung keine Spur, die Spannung wird, sobald sie aufkeimt, durch lächerlichste technische Ungereimtheiten gleich im Keim erstickt. Die von anderen angemerkte "furiose Action" ist ein Ausdruck von inhaltlicher Ideenlosigkeit. Jedes einzelne Perry Rhodan Heft ist innovativer als dieser allenfalls "gut gemeinte" Versuch eines Science Fiction Romans.

Lediglich der Sprecher macht das Desaster noch einigermaßen erträglich. Ich denke mal, in den seltensten Fällen wird dem Vorleser das Buch, das er gerade vorträgt, tatsächlich persönlich gefallen. Trotzdem noch eine so gute Leistung abzuliefern nenne ich professionell, Respekt dafür.

Manchmal wünschte ich mir, Autoren würden bezahlt, *nachdem* man ein Werk gelesen hat. Auf jeden Fall ist das wieder mal ein Beispiel dafür, dass Verkaufszahlen rein gar nichts über die Fähigkeiten eines Autor aussagen. Ganz ehrlich, ich würde mich schämen so etwas abgeliefert zu haben, wo doch völlig offensichtlich damit nur der Rahm abgeschöpft werden soll. Wie geht es Ihnen damit Herr Heitz?

8 von 11 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Drohende Schatten

  • Das Rad der Zeit 01
  • Autor: Robert Jordan
  • Sprecher: Helmut Krauss
  • Spieldauer: 16 Std. und 45 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 1.392
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 741
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 745

Die längste Fantasy-Reihe, die es je als Hörbuch gab! Ungekürzt gesprochen von Helmut Krauss...

  • 5 out of 5 stars
  • Ein Wort der Warnung vornweg

  • Von Kid Khan Am hilfreichsten 25.04.2010

Ein Wort der Warnung vornweg

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.04.2010

Wer sich auf dieses Buch einlässt, hat ein neues zeitraubendes und kostspieliges Hobby!

Das Buch besteht im Original aus 11 Teilen (wenn man Teil 0 "New Spring" und Teil 12 "Gathering Storm" weglässt). Leider ist der Autor vor Vollendung des 12. Teils verstorben und dieser wurde dann von Brandon Sanderson vollendet. Um das Nummernchaos komplett zu machen, hat der deutsche Verlag entschieden, aus jedem Original Buch 2, 3 oder 4 deutsche Teile zu machen. Diese Einteilung hat Audible (im Gegensatz zur englischen Fassung, die auch hier erhältlich ist) übernommen.

Das angebotene "Drohende Schatten" ist die erste Hälfte des Original Teil 1 "The Eye of the World". Hier beginnt die große Saga um Rand und Moiraine. Es braucht eine Weile bis man sich an Jordans Stil zu erzählen gewöhnt hat, auch ist die erste Stunde nicht gerade Action geladen, doch ganz plötzlich nimmt die Geschichte die zu erwartende Wendung und gewinnt an Fahrt, unweigerlich wird man in die Geschichte hinein gesaugt und die Realität wird, wenn man es zulässt, für sehr lange Zeit ein bisschen unwichtiger. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand, dem diese Geschichte gefällt, auf seine monatliche Dosis Jordan-Droge warten kann.

Die ersten 3 Bücher (1-6 in D) sind ganz große Romankunst, die folgenden 3 (7-16) immer noch uneingeschränkt zu empfehlen, aber dann...! Jordan verlor irgendwann im Laufe der Jahre das Ziel, nämlich die Geschichte, aus den Augen. Vielmehr war er besessen davon, eine Welt zu erschaffen. So erzeugte er immer neue Stränge, Charaktere und Verwicklungen, die er nie wieder verbinden konnte. Die späteren Romane haben leider viele unlogische Löcher, ganz so als sei Jordan die Komplexität der von ihm erschaffenen Welt über den Kopf gewachsen. Tatsächlich gibt es bis heute kein plausibles Ende der Saga und ich denke nicht, dass Brandon Sanderson dieser Aufgabe gewachsen sein wird. Um die Komplexität mal an einer Zahl festzumachen: Es gibt 1880 eindeutige Charaktere in dieser Saga!

252 von 264 Hörern fanden diese Rezension hilfreich