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detina

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  • Rezensionen
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  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
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  • Bewertungen

Ich bin wieder in Osten Ard

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 06.10.2017

Lang, lang ist es her, dass ich das erste mal in Osten Ard abtauchte. Nun heuer endlich die Fortsetzungen.
Zum Inhalt möchte ich nicht allzuviel sagen, da ich mich schnell in Spoiler verliere.
Insgesamt eine gelungene Weiterführung der Geschichte. Tad Williams lässt uns wie gewohnt an vielen Plätzen die Geschicke diverser Protagonisten verfolgen und mitfiebern. Es sind wieder Personen dabei, über die ich mich mächtig ärgern kann, wie damals auch schon über Simon und manch andere. Aber das macht es auch so unwiderstehlich. Ich möchte schließlich wissen, was ihnen so alles widerfährt ;).
Untypisch aber erfreulich ist, dass der Autor (schon) im ersten Band ein paar wichtige Zusammenhänge/Identitäten aufdeckt. Bin gespannt, wie es weiter geht.

Zum Sprecher:
Andrew Wincott ließt sehr gut und lebendig. Aber - er vergällte mir bereits den Hörgenuss der ersten drei Osten Ard Bände mit seiner Darbietung der Sithi. Ich hatte die Geschichte bereits ein paar mal gelesen, bevor sie endlich bei audible erhältlich war, und war regelrecht geschockt statt einer melodischen beeindruckenden Sprache ein geflüstertes Gekrächze eines alten Greises zu vernehmen. Natürlich hat jeder sein eigenes Kopfkino beim Lesen und kann enttäuscht sein, das eines anderen zu erleben. Aber es ist zur Genüge beschrieben, wie sich die Sithi anhören. Ich habe wirklich lange gehadert, ob ich mir das neue Buch nun anhöre oder nur lese.

Zur Tonqualität:
Leider ist diese nicht besonders gut. Schwer zu beschreiben, was ich da hören kann. Ein rauschendes Echo, wie ein Radiosender, der nicht ganz klar eingestellt wurde. Anfangs drehte ich mich öfter um, weil ich dachte, da ist jemand hinter mir mit irgendetwas Raschelndem zu Gange. Man gewöhnt sich daran, ist aber störend.

3 Leute fanden das hilfreich

Mir gefällts trotzdem!

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 20.11.2013

Nach zweimaligem Hören gebe ich nun der Geschichte doch 5 Sterne.
Es ist, wie auch in anderen Rezessionen zum Buch beschrieben, kein klassischer Scheibenweltroman. Normalerweise verfolgen wir ein Ereignis um eine bestimmte Gruppe wie der Nachtwache, die Hexen, Tod usw. Hier fällt eine Idee (vor ihrer Zeit), die der Dampfkraft, aus dem Äther auf die Scheibenwelt und mischt diese gehörig auf.
Das bildet den eigentlichen roten Faden der Geschichte. Darum windet sich noch als Nebenhandlung der Terrorismus der "fundamentalistischen" Zwerge.
Fast alle uns lieb gewonnenen Figuren haben hier einen kleinen Auftritt oder werden zumindest erwähnt. Das ist ungewöhnlich. Schmeckte irgendwie ein bisschen nach Abschied. Jedoch wenn man überlegt, was so eine Erfindung wie die Eisenbahn für Veränderungen mit sich bringt, wie klein die Welt plötzlich wird, dann verwundert es gar nicht mehr so arg. In der Scheibenwelt geht das alles natürlich viel schneller voran als auf der Rundwelt. Liegt wohl an unserem Mangel an Magie, Trollen und Golem.
Die Geschichte um die Zwerge kommt anfangs als Nebengeräusch daher, treibt aber im weiteren Verlauf die Entwicklung der Bahn entscheidend voran. Neu ist die Bewegung der Zwerge nicht, kennen wir doch die Ansichten der "ewig Gestrigen" aus vorangegangen Bänden. Sie findet hier eine logische Weiterführung. (Vielleicht noch schnell vorher "Thud!" zur Auffrischung hören :-)

Ja, es mangelt an personenbezogenem Tiefgang. Soll heißen, es gibt keinen Hauptprotagonisten, an dessen Fersen wir uns hängen. Es ist eher ein großer Schauplatz, der eine gewisse Distanz erfordert.
Ja, Pratchett "predigt" gegen Rassismus und Terrorismus, für Toleranz und ein friedliches Miteinander. Und wenn schon. Darf er doch. Hat er immer schon gemacht. Die Scheibenwelt war von jeher so etwas wie ein Spiegel der Rundwelt. Auf verquere, absurde und fantastische Art findet sich in allen Geschichten etwas von unserer Welt.

Wie gesagt, hört man das Buch öfter, betrachtet man es aus verschieden Blickwinkeln, wird es immer besser. Hoffentlich kann Terry Pratchett uns noch öfter mit der Scheibenwelt beglücken und der Anschein des Abschieds war eben nur Schein.

Zuletzt möchte ich noch erwähnen, dass es für mich schon allein eine Wonne ist, Stephen Briggs zu lauschen. Einfach der Beste für Pratchetts Bücher. Vielen Dank.

5 Leute fanden das hilfreich

Verwirrender Auftakt der Shadowmarch-Reihe

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.04.2011

Dieses Buch ist sehr schwer zu bewerten. Nach dem ich es das erste Mal gelesen hab, war ich eher etwas enttäuscht und hätte nur 3 Sterne vergeben. Aber das 2. Mal Lesen mit dem Rest der gesamten Reihe und jetzt das Hören, rückt Band 1 in ein besseres Licht. Shadowmarch ist ein typischer Williams. D.h. sehr ausführlich - für viele vielleicht zu langatmig - und verwirrend. Die Geschichte hat nicht nur einen Anfang, sondern beginnt an vielen Orten mit Protagonisten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Die Zwillinge Briony und Barrick Eddon, viel zu früh und unerwartet gezwungen die Geschicke ihres Volkes zu lenken. Die mysteriösen und daher umso interessanteren Qar auf ihrem Feldzug. Der Funderling Cherd, eine Art Zwerg, findet sich plötzlich inmitten Angelegenheiten, die eigentlich überhaupt nicht die seinen sind. Sulepsis, der durchgeknallte, diabolische Herrscher von Xis wirft ein Auge auf Eion (das Land, in dem sich sonst der Rest der Geschichte abspielt). Quinnitan, ein Mädchen von Xis, das plötzlich auserkoren wird, eine der Frauen des Autarchen Sulepsis zu werden und in dessem Harem landet...
Man wächst in die Geschichten hinein, verfolgt mit wachsender Spannung deren Geschicke und fragt sich immer wieder, worauf das ganze hinauslaufen bzw. welche Gemeinsamkeit dahinterstecken soll. Und hier liegt der Haken im ersten Band: Man kommt nicht recht dahinter. Erst mit Teil 2 glaubt man dem Plott auf der Spur zu sein.
Wer die Osten-Ard-Saga (leider immer noch nicht als Hörbuch erhältlich) kennt, weiß dass Williams sehr viele Hinweise versteckt, oft vermeintlich belanglos eingestreut. Also sehr genau zuhören. Zum Trost: Obwohl ich das eigentlich weiß, kamen viele Ahaaas oder regelrechte "Hirnklatscher" erst beim nochmaligen Lesen und Hören, nachdem ich auch das Ende der Geschichte kannte ;-)

Fazit: Shadowmarch ist gut und wird mit jedem Band besser.

Dick Hill liest sehr lebendig - spricht sich jedoch oft außer Atem. Das ist gewöhnungsbedürftig aber OK.

5 Leute fanden das hilfreich

Herrlich

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 03.04.2011

Das Phantom der Oper trifft auf Granny Weatherwax und Nanny Ogg - einfach herrlich.
Eigentlich sind die beiden offiziell in Ankh-Morpork um Nannys Verleger - ihr ganz spezielles Kochbuch findet reißenden Absatz - einen Geschäftsbesuch abzustatten. Aber wenn sie schon mal da sind, können sie auch nach Agnes Nitt sehen, die sich als Opernsängerin versucht und - gemäß dem Teesatz-Orakel - von etwas Schlimmem bedroht wird. Außerdem sollte Agnes besser wieder zurückkommen und den verwaisten Platz der 3. Hexe in ihrem Zirkel ausfüllen. So stellt sich Nanny das jedenfalls vor.

Es ist einfach immer wieder ein Fest für Ohr und Gemüt, diesen Hexen zu lauschen.
Das ist auch der Lesung Nigel Planers zu verdanken. Er fand sehr treffende Stimmen zu den Personen. Danke.

1 Person fand das hilfreich

Gutes Buch - aber schlechte Klangqualität

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.03.2011

Ich liebe die Geschichten um die Hexen der Scheibenwelt und wurde auch diesmal nicht enttäuscht. Man verfolgt mit einem Dauergrinsen im Gesicht die Reise von Granny, Nanny und Magrat nach Genua. Nigel Planer liest in gewohnt genialer Manier.
Aber: das Hörbuch ist von schlechter Qualität. Neben dem Dauerrauschen wechselt der hohle Ton von dumpf zu hell (fern und nah) im Sekundentakt. Würde mich die Geschichte nicht so fesseln, hätte ich schon längst entnervt abgeschaltet. Unverständlich, dass dieses Hörbuch schon fast zur "Unhörbarkeit" komprimiert wurde. Bei den anderen Büchern aus dieser Reihe gibts am Hörgenuss ja nichts zu bemängeln.
Eigentlich sollte ich wegen dieses Mangels mehr Sterne abziehen, aber damit täte ich dem Buch unrecht.

8 Leute fanden das hilfreich

Davon könnt ich mehr vertragen ;-)

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 13.09.2010

Ich habŽ die gesamte Gezeitensternsaga genossen. Die Geschichte ist mal was anderes. Der Fortsetzungen harrend, schaute ich neugierig bei amazon in die Inhaltsangaben - und die Rezensionen. Da war so mancher vom Schluss nicht begeistert. Gewappnet aufs Schlimmste, stürzte ich mich auf Band 4. Und siehe da - ich mag das Ende. Ein echter Kracher.
Es ist wirklich schwierig nicht zu spoilern, wenn man das Buch beschreiben will. Das wichtigste wurde eh schon von den anderen Rezensenten gesagt. Gezeiten - hört einfach selber mal rein!

Ach, natürlich Oliver Siebeck nicht vergessen: Vielen Dank!

6 Leute fanden das hilfreich

Angenehm überrascht

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 14.02.2010

Ich bin seit Jahren ein Anhänger des Bücher hörens. Ermöglicht es mir doch, neben unumgänglichen öden Arbeiten wie dem Bügeln oder Putzen, mich meiner Leidenschaft, dem Lesen, trotzdem widmen zu können.

Dieses hier war ein echter Genuss. Es ist eine sehr einnehmende Geschichte, sehr trefflich und angenehm gelesen.

Ich kann mich der Meinung von "Coolf" nur anschließen - schön, dass es ungekürzt ist. Sonst hätte ich es mir wahrscheinlich gar nicht runtergeladen.

Ist schon abzusehen, wann der 2. Teil erhältlich ist?

3 Leute fanden das hilfreich

Wow!

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 16.01.2009

Das war jetzt mein erster 'Moers' und bin hellauf begeistert. Wie schon von einigen Vorschreibern erwähnt, läßt sich nicht abstreiten, dass es einige arge Gemetzel gibt, die nicht jedermanns Sache sind. Aber sie passen zur Geschichte. Es handelt sich hier doch um reine Fantasiegestalten und Welten und folgen eigenen Gesetzten und Werten. In sich ist das Ganze schlüssig und folgerichtig - der Natur der Gestalten gemäß.
Der wahre Genuss sind die Dialoge. Hab mich köstlich amüsiert. Dirk Bach ist der richtige für dieses Buch. Ich glauge nicht, dass ich es nur halb so lustig gefunden hätte, wenn ich es selber gelesen hätte.
Aber das ist Geschmackssache. Wer Dirk Bach nicht mag, wird ihm auch nicht gerne zuhören wollen. Am besten erst reinhören, bevor man sichs runterlädt.