PROFIL

Eva Loddeke

  • 15
  • Rezensionen
  • 28
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 16
  • Bewertungen

Hinterlässt einen bleibenden eindruck

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.04.2011

„Beastly" ist die altbekannte Geschichte um „Die Schöne und das Biest" in neuem, modernen Gewand. Alex Flinns Biest ist ein arroganter, reicher und verzogener New Yorker Teenager, dem es große Freude bereitet, andere Menschen, die er als weniger wert erachtet, zu verletzen. Die Schöne ist ein durchschnittliches Mädchen aus einfachen Verhältnissen, deren Vater ein Verbrecher ist. Stoff für eine typische Highschool- Romanze, doch Alex Flinn macht mehr aus der Geschichte. Auf einfache, aber sehr eindrucksvolle Art zeigt sie auf, dass Äußerlichkeiten nicht alles im Leben sind und es die inneren Werte sind, die wirklich zählen.
Die Entwicklung, die sie ihren Protagonisten durchlaufen lässt ist gut nachvollziehbar und schlüssig. Die Botschaft, die die Autorin vermitteln will, kommt klar beim Leser an.

Kyle, so unsympathisch, oberflächlich und wenig liebenswert er zu Beginn der Geschichte auch sein mag, wird im Laufe des Buches zu einem tiefsinnigen, intelligenten Jungen, dessen freundliches und herzensgutes Inneres sein hässliches Äußeres überstrahlt, auch für den Leser bzw. Hörer. Er wird zu einem wahren Traumprinzen, von dem jedes Mädchen irgendwann einmal träumt.

Simon Jäger als Kyles/ Adrians Stimme setzt dem Ganzen die Krone auf. Mit seiner unvergleichlichen Art zu lesen haucht er der Geschichte Leben ein und lässt den Hörer vergessen, dass es nicht wirklich der Teenager ist, dem man zuhört. Für jede Figur hat er eine eigene Stimme, einen eigenen Klang, manchmal auch einen Akzent. Das Hörbuch wird beinahe zum Hörspiel, vorgetragen von einer einzigen Stimme.

„Beastly" ist, allein von der Geschichte her, sicherlich schon ein überaus lesenswertes Buch. Gelesen von Simon Jäger wird es zu einem kurzweiligen Hörvergnügen, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

10 Leute fanden das hilfreich

Zweiunddieselbe Titelbild

Einfach toll

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 14.04.2011

„Zweiunddieselbe" spielt in einer Zeit lange nach der unseren. Medizin und Wissenschaft haben große Fortschritte gemacht und bewegen sich mehr denn je an den Grenzen der Ethik. Erschreckend realistisch und gut vorstellbar schildert die Autorin, wie das Leben in der Zukunft aussehen, was für Möglichkeiten es geben könnte.

Der Leser wird behutsam herangeführt an die Geschichte, sie erschließt sich ihm ebenso wie Jenna, die langsam, aber sicher herausfindet, was mit ihr nach dem Unfall, den sie eigentlich nicht hätte überleben dürfen, geschah. Man wird nicht plötzlich brutal mit der Wahrheit konfrontiert, sondern bekommt sie häppchenweise nach und nach serviert. Und mit er Erkenntnis tauchen die Fragen auf: Wie würde man selber an Jennas Stelle fühlen und handeln? Wie hätte man in der Situation ihrer Eltern entschieden? Und wie weit darf die Medizin gehen? Das Buch regt zum nachdenken an, dazu, sich mit seinen eigenen ethischen und moralischen Standpunkten auseinanderzusetzen.

Gelesen wird „Zweiunddieselbe" von Anna Carlsson, die mich glücklicherweise schon bei anderen Hörbüchern von ihrem Können überzeugt hat. Denn die Stimme, die sie Jenna gegeben hat, ist besonders am Anfang alles andere als angenehm. Sie spricht sie in einem leisen, monotonen Singsang, als würde sie einfach nur die Geschichte schnell vorlesen wollen. Lediglich in den Momenten, wo sie die wörtliche Rede einer der Figuren wiedergibt bekommt man eine Ahnung davon, wie großartig sie eigentlich liest. Doch je weiter Jennas Erinnerungen zurückkommen, je selbständiger und stärker sie wieder wird desto kraftvoller wird auch ihre Stimme. Irgendwann liest nicht mehr Anna Carlsson ein Buch, sondern Jenna Angeline Fox erzählt ihre Geschichte.

Mit „Zweiunddieselbe" ist Marie E. Pearson ein spannendes und tiefgreifendes Jugendbuch gelungen, das zum Nachdenken und zu Diskussionen anregt.

Ein Tag ohne Zufall Titelbild

Ein Tag ohne Zufall

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 14.04.2011

„Ein Tag ohne Zufall" setzt sich mit der Frage auseinander, ob ein Moment, wie es auf dem Buchumschlag steht, die Wahrheit verändern kann. Gibt es wirklich Zufälle? Oder läuft alles nach dem Gesetz der großen Zahl ab? Keine einfache Frage, und ebenso wenig einfach ist auch dieses Buch. Zu Beginn meiner Lektüre war ich nur eines, nämlich komplett verwirrt. Die Geschichte war verworren und ich habe sehr lange gebraucht, bis ich mich halbwegs hineingefunden hatte. Die große Auflösung kommt, wie auch bei „Zweiunddieselbe", erst ganz zum Schluss, aber man versteht irgendwann zumindest größtenteils, worum es in der Geschichte überhaupt geht.

Das Gefühl, dass irgendetwas in Destinys Leben ganz und gar nicht stimmt, stellt sich jedoch ziemlich schnell ein. Allein der Name Destiny, der sowohl mit „Schicksal" als auch „Verhängnis" übersetzt werden kann, deutet direkt von Beginn an darauf hin. Mit Destiny hat Marie E. Pearson einen sehr eigenwilligen Charakter geschaffen, den man so richtig erst verstehen und gernhaben kann, wenn das ganze Buch gelesen ist. Und auch die anderen drei Hauptfiguren Mira, Seth und Aidan sind so konzipiert, dass sie immer wieder überraschen und man sich erst am Ende der Geschichte ein Bild von ihnen machen kann.

Doch nicht nur die Figuren, auch die Handlung an sich überrascht immer wieder. In den meisten Fällen haben mir diese unvorhersehbaren Wendungen gefallen, am Schluss schlägt die Autorin allerdings dermaßen über die Stränge, dass die Ereignisse total unglaubwürdig werden. Sehr schade, dass sie einem sonst tollen Buch ein so hanebüchenes Ende bereitet hat.

Anna Carlsson als Sprecherin leistet wieder gute Arbeit, konnte mich allerdings nicht so wie sonst von sich überzeugen. Sie liest gut, das auf jeden Fall, aber bei diesem Hörbuch hat sie mich nicht vergessen lassen, dass mir ein Buch vorgelesen wird.

„Ein Tag ohne Zufall" ist ein durchaus spannendes (Hör)Buch, das jedoch nicht an seinen Vorgänger "Zweiunddieselbe" heran.

1 Person fand das hilfreich

Wenig überzeugend

Gesamt
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.04.2011

„Diebe im Olymp" konnte mich als Geschichte leider nicht von sich überzeugen. Es gibt unglaublich viele Parallelen zu „Harry Potter", die „Percy Jackson" in meinen Augen wie einen müden Abklatsch wirken lassen. Zudem besteht die Story einfach nur aus Aneinanderreihungen von Gefahrensituationen, in die Percy, Grover und Annabeth hineingeraten und die wenig bis gar nicht miteinander verknüpft sind. Es wird selten klar, warum sich eine Situation aus der anderen ergibt und wie die Fäden am Schluss zusammenlaufen. Die Grundidee ist gut, ich finde es sehr spannend, die griechische Mythologie mit der modernen Welt zu verknüpfen und ein Jugend- Fantasy- Abenteuer daraus zu machen. Aber die Geschichte ist einfach zu wenig durchdacht, es bleiben zu viele Ungereimtheiten am Schluss ungeklärt und der rote Faden ist sehr schwer zu finden, wenn es ihn denn überhaupt gibt.

Den Figuren fehlt durchgängig die Tiefe, man wird aus keinem, weder Mensch noch Gott noch Fabelwesen, wirklich schlau. Charaktere, die am Anfang eine wichtige Rolle zu spielen scheinen, verschwinden auf einmal und tauchen den Rest des Buches über nicht wieder auf, dafür erscheinen dann andere Figuren plötzlich auf der Bildfläche, von denen man überhaupt nicht weiß, wer sie sind und was sie wollen.

Ein wenige irritiert hat mich die Brutalität in diesem Buch. Es wird empfohlen für Kinder von 10 bis 13 Jahren, und diese Kinder können dann lesen (oder hören), wie grauseligen Monstern der Kopf abgeschlagen wird oder sie mit ihrem eigenen, zuvor ausgerissenen Horn erdolcht werden. Nicht sehr für Kinder finde ich!

Marius Clarén als Sprecher wertet diese eher mittelmäßige Geschichte jedoch sehr auf. Er liest sie ganz wunderbar, mit verschiedenen Stimmen zu den einzelnen Charakteren und macht das Hörbuch zu einem sehr kurzweiligen Vergnügen. Doch im Großen und Ganzen hat mich „Percy Jackson Diebe im Olymp" nicht überzeugen können.

3 Leute fanden das hilfreich

Reckless

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.04.2011

Die „Zauberzunge" liest wieder - und die Welt hinter dem Spiegel erwacht zum Leben. Rainer Strecker gibt Cornelia Funkes fantastischen Figuren Stimmen und entführt die Hörer in die märchenhafte Welt jenseits des Spiegelglases. Durch seine unvergleichliche Art zu lesen ist man gefühlt live dabei, wenn Jacob Reckless versucht, seinen versteinernden Bruder Will zu retten und dabei allerlei Abendteuer bestehen muss. Jeder Charakter erhält seine eigene Stimme, sei es Mann, Frau, Goyl, Zwerg oder Tier. Besonders begeistert haben mich Streckers Interpretationen von Jacob Reckless und die des Zwergen Vailant. Die Art, wie er sie spricht, ist stimmig und passend. Auch Claras und Wills Stimmen sind ok, wobei ich mich allerdings das ganze Hörbuch über gefragt habe, warum alle Namen englisch ausgesprochen werden, nur der Claras deutsch. Die Stimme, die der Sprecher Fuchs verleiht, finde ich hingegen weniger gelungen. Sie ist zu wenig weiblich und passt nicht zu dem Bild, das ich durch die Geschichte von der Gestaltwandlerin bekommen habe. Die Stimmen der Feen fand ich ganz schrecklich. Rainer Strecker liest sie in einem langsamen Singsang, der mir nach kurzer Zeit auf die Nerven ging. Die Feen werden als mächtige Frauen mit großen magischen Fähigkeiten beschrieben - durch die Stimmen, die sie bekommen, erwecken sie eher den Eindruck minderbemittelter Dummchen.
In der gedruckten Ausgabe von „Reckless" finden sich immer wieder kursiv gedruckte Sätze, in denen Jacobs innere Stimme zu ihm spricht. Diese Zeilen flüstert der Sprecher, so dass man sich beim Hören sehr konzentrieren muss, alles zu verstehen.

Trotzdem ist „Reckless" eines der besten Hörbücher, das ich je gehört habe. Ich konnte noch tiefer in die Geschichte eintauchen als beim Lesen des Buches und mich auf einer anderen Ebene darauf einlassen. Durch die gesprochenen Worte rücken noch mal ganz andere Dinge in den Vordergrund, es fallen einem Sachen auf, die man beim Lesen nicht so sehr beachtet hat. Großartig!

2 Leute fanden das hilfreich

Klasse Hörbuch

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 01.04.2011

Nachdem mich das Hörbuch zu Teil eins „Tödliche Spiele" sehr begeistert hat und Maria Koschny seitdem zu meinen absoluten Lieblingssprechern zählt, habe ich dem Erscheinen dieses Hörbuchs mit großer Erwartung und Ungeduld entgegen gefiebert. Und ich wurde nicht enttäuscht. Auch „Gefährliche Liebe" ist eine überragende Lesung und ein riesengroßes Hörvergnügen. Maria Koschny gelingt es wieder, zu Katniss Everdeen, dem Mädchen, das in Flammen stand und das die Arena überlebte, zu werden. Und nicht nur das - sie nimmt den Hörer mit in die Arena. Noch deutlicher als beim ersten Teil hatte ich das Gefühl, Teil der Geschichte zu sein, sie hautnah mitzuerleben. Ich habe mit Katniss gehofft, gefühlt, gelitten, die wenigen Glücksmomente mit ihr erlebt und mit ihr verzweifelt. Die Geschichte wurde lebendig für mich und dadurch fast unerträglich spannend. Obwohl ich das Buch schon kannte musste ich immer wieder Pausen einlegen weil ich die Spannung nicht mehr aushalten konnte. Aber die Pausen waren immer nur kurz weil ich mich dem Sog, den „Panem" auf mich ausübt, nicht entziehen konnte.
Einziger Kritikpunkt ist wieder, dass die Lesung gekürzt ist und dieses mal (meiner Meinung nach) wichtige Stellen fehlen. KatnissŽ Überlegungen bzgl. Distrikt 13 fehlen völlig, ebenso die Tatsache, dass das Kapitol bzw. die Spielmacher in der Arena Spotttölpel gegen die Tribute einsetzen. Diese Dinge wären in meinen Augen wichtig für die Handlung gewesen. Ansonsten gibt es aber nichts an diesem fantastischen Hörbuch auszusetzen. Mir fällt auch dieses Mal der Abschied von den Tributen und Panem schwer.

Großartig

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 01.04.2011

Nachdem ich das Buch regelrecht verschlungen habe, war ich auf das Hörbuch sehr gespannt. Die meisten Hörbücher können ja mit ihrer gedruckten Version nicht mithalten, doch „Die Tribute von Panem" bildet eine der wenigen Ausnahme. Die Sprecherin Maria Koschny versteht es auf brillante Art und Weise, der Protagonistin Katniss Leben einzuhauchen. Bereits nach wenigen Minuten vergisst man, dass sie eigentlich „nur" ein Buch vorliest, sondern man hat das Gefühl, eine echte Katniss erzähle aus ihrem Leben und von den Hungerspielen. Durch gekonnte Betonungen und Stimmlagenwechsel bringt Maria Koschny die Gefühle des Mädchens deutlich zur Geltung und macht die Geschichte noch spannender, als sie sowieso schon ist - und auch noch grausamer. Ich hatte das Gefühl, mit Katniss in der Arena zu sein und an einigen Stellen musste ich Pausen einlegen, weil ich das nicht mehr ertragen konnte.
Zur Steigerung der Spannung trug ebenfalls die perfekt passende musikalische Untermalung zwischen den einzelnen Kapiteln bei. Die Musik hat mich immer an ein schlagendes Herz erinnert und mich phasenweise richtig „kribbelig" gemacht. So mitgefühlt und mitgelitten habe ich noch bei keinem Hörbuch!

Einen minimalen Abzug gibt es dafür, dass die Lesung gekürzt ist. Ein derart grandioses Buch verdient meiner Meinung nach eine ungekürzte Hörfassung, besonders, wenn man eine so grandiose Sprecherin dafür gewinnen kann. Trotzdem ist „Die Tribute von Panem Tödliche Spiele" eines der besten Hörbücher, die ich bisher gehört habe.

Eine Steigerung zu Teil 1

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 01.04.2011

Nachdem mich das Hörbuch des ersten Teils der House of Night Serie, „Gezeichnet" aufgrund starker Kürzungen nicht überzeugen konnte, war ich der Audioversion des zweiten Bandes „Betrogen" gegenüber ziemlich skeptisch. Denn auch hier wurde ein über 400 Seiten dickes Buch auf 4 CDs gepresst, was wieder deutliche Kürzungen des Textes bedeutet. Allerdings empfand ich sie dieses Mal als nicht so gravierend wie beim ersten Hörbuch. Wie schon in „Gezeichnet" werden Aphrodites Visionen komplett weggelassen, was ich für das Verständnis der Handlung in „Betrogen" nicht sooo fatal finde. Mit dem Wissen um die Vorkommnisse im dritten Band und die Entwicklung der Feindschaft zwischen Zoey und Aphrodite frage ich mich allerdings, ob es noch gelingen kann, jemandem, der die Bücher ausschließlich hört, die Geschichte logisch und begreifbar zu machen.
Die Sprecherin Marie Bierstedt, die mir ebenfalls beim Hören des ersten Buches nicht sonderlich zusagte, konnte mich mit diesem zweiten Teil mehr von sich überzeugen. Ich finde zwar immer noch, dass sie die Geschichte die meiste Zeit eher vorliest als lebt, aber an manchen Stellen hatte ich doch ein bisschen den Eindruck, dass da Zoey Redbird aus meinem Autoradio zu mir spricht. Auch die Gefühle der Jungvampirin bringt die Sprecherin deutlich besser rüber, ihre Stimme ist nicht immer gleichbleibend und vermittelt dem Hörer viel besser, in welcher Stimmung sich Zoey gerade befindet. Und an einer Stelle (wer das Buch kennt wird wissen, welche ich meine) waren die Gefühle so greifbar, dass ich in Tränen ausgebrochen bin. DAS ist mir beim Lesen des Buches nicht passiert.
Es scheint mit den Hörbüchern wie mit den Büchern zu sein - sie werden von Band zu Band besser. „Betrogen" konnte mich deutlich mehr überzeugen als sein Vorgänger „Gezeichnet" und ich bin sehr gespannt, ob mit dem Hörbuch des dritten Teils „Erwählt" nochmal eine Steigerung gelingt.

Lieber lesen

Gesamt
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 01.04.2011

Das Hörbuch zu P.C. & Kristin Casts „Gezeichnet" ist eines der besten Beispiele, warum gekürzte Hörbücher in den meisten Fällen nicht mit den jeweiligen Büchern mithalten können. Um ein 437 Seiten starkes Buch auf vier CDs zu packen muss man natürlich einiges kürzen und weglassen. In diesem Fall fehlen sowohl Aphrodites Visionen als auch Zoeys Begegnungen mit Heath nach ihrer Zeichnung völlig - und damit Stellen, die ich für die Entwicklung der Geschichte durchaus wichtig finde. Zum Schluss taucht Heath dann ganz plötzlich, ohne jegliche Vorwarnung, wieder auf, und hätte ich das Buch nicht gelesen wäre ich davon sicher verwirrt gewesen. Ich weiß nicht, ob jemand, der die vollständige Geschichte aus dem Buch nicht kennt und das Hörbuch hört durch die Handlung durchsteigt und sie versteht.

Marie Bierstedt als Sprecherin hat mir leider auch nicht sonderlich gut gefallen. Es gelingt ihr nicht, die Charaktere zum Leben zu erwecken und die Geschichte lebendig werden zu lassen. Ich hatte beim Hören eher das Gefühl, dass mir jemand vorliest, aber nicht, dass die Sprecherin die Geschichte fühlt, dass der Hauptcharakter der Story zu mir spricht. Auch die verschiedenen Gemütszustände und Stimmungen Zoeys bringt sie leider, meiner Meinung nach, nicht so gut rüber. Ihre Stimmlage ist, bis auf ein paar wenige Ausnahmen, immer gleichbleibend und an einigen Stellen beinahe predigend, was ich zunehmend als nervig empfand.

„Gezeichnet" als Hörbuch kann man gut hören, wenn man das Buch schon gelesen hat, sich aber noch nicht vom House of Night trennen kann oder will. Oder als Überbrückung der Wartezeit auf den nächsten Band. Eine Alternative zum Lesen des Buches bietet es aber, meiner Meinung nach, aufgrund der immensen Kürzungen keinesfalls.

Rubinrotes Herz, eisblaue See Titelbild

Wow

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 01.04.2011

Morgan Callan Rogers beschreibt in ihrem Roman „Rubinrotes Herz, eisblaue See" die Geschichte der Amerikanerin Florine, die 1952 in einem kleinen Örtchen namens The Point an der Küste Maines geboren wurde. Als Florines geliebte Mutter Carlie nach einem Kurzurlaub mit ihrer besten Freundin nicht wieder zurückkehrt, gerät Florines ganzes Leben aus den Fugen. Nur schwer kann das Mädchen mit dem Verlust fertig werden und ihr Verhältnis zu ihrem Vater leidet unter dem Verschwinden der Mutter.

Auf leise, unaufdringliche Art erzählt die Autorin diese Geschichte, die gänzlich ohne spannende Ereignisse und Action auskommt. Der Reiz dieses (Hör)Buchs liegt vielmehr darin, Florine durch einen Teil ihres Lebens zu begleiten, ihre Versuche, irgendwie zurechtzukommen, zu beobachten, sie in sein Herz zu schließen und mit ihr zu fühlen. Zwar gibt es durchaus Stellen, an denen Florines Verhalten nicht unbedingt verständlich ist, aber man kann sich sehr gut in dieses Mädchen, das so sehr unter dem Verlust der Mutter leidet, hineinversetzen.

Mit manchmal blumigen, aber immer klaren Worten beschreibt Morgan Callan Rogers die Geschehnisse, ohne dabei kitschig oder ausschweifend zu werden. So gelingen ihr auch Stellen, die etwas schwieriger in Worte zu fassen sind wie beispielsweise Florines erstes Mal.

Luise Helm erweckt Florine auf wunderbare Art und Weise zum Leben und gibt ihr eine Stimme. Sie liest angenehm, man kann ihr sehr gut auch über einen längeren Zeitraum zuhören und verliert schnell das Gefühl, etwas vorgelesen zu bekommen. Mit viel Geschick meistert sie auch emotionale Stellen, jedes Wort sitzt, jedes Gefühl kommt beim Hörer an.

„Rubinrotes Herz, eisblaue See" - tolles Buch, tolle Stimme, ein absoluter Volltreffer!

2 Leute fanden das hilfreich