PROFIL

Nadine

  • 3
  • Rezensionen
  • 133
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 9
  • Bewertungen

Hammer, was für ein Brett !!

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 12.07.2013

Nach DAEMON, setzt Daniel Suarez mit Darknet noch eins drauf: Er entwirft eine völlig neue Weltordnung, sozusagen die nächste evolutionäre Stufe der Zivilisation und dies mit einer unglaublichen analytischen Weitsicht. Ging es im ersten Teil noch vorrangig um die "Technik" hinter dem DAEMON, zeigt der zweite Teil zeigt auf, was der DEMON mit unserer Gesellschaft macht.

Sobol, der dämonische Geist im Netz dringt immer tiefer in unsere Lebenswelt ein, übernimmt die komplette Deutungshoheit über die Realität, treibt die USA in den Abgrund und übernimmt quasi die Weltherrschaft. Und weil alles mit allem und jedem vernetzt ist, Daten in Clouds gespeichert sind, ist der Daemon auch nicht zu kontrollieren. Wie ein Parasit in seinem Wirt breitet er sich in alle Bereiche des Lebens aus. Unaufhaltsam. Frei von jeglicher Moral, frei von jeglichem Zweifel

Das Buch ist eine geniale Metapher auf unsere Mediendemokratie, der Technikhörigkeit und der von globalen Konzernen gelenkten Gesellschaft. Wir glauben an Zahlen und an die virtuelle Realität unserer Computer.

Suarez Buch entwickelt eine Vision für eine Zukunft die durchzudenken sich wirklich lohnt. Klar, muss es nicht so kommen, aber es könnte durchaus sein. Und dann ist Suarez' neue Weltordnung eine mögliche Lösung.
Auf jeden Fall eine spannende und komplexe Story, die noch lange nachwirkt.....

Ach ja, und noch etwas zu Beruhigung: Während der erste Teil ja etwas unbefriedigend mit einem Cliffhanger endete, ist mit dem zweiten Band die Geschichte nun wirklich abgeschlossen.

P.S.: Man MUSS Teil 1 gehört haben, da man sonst den zweiten nicht kapiert.

83 Leute fanden das hilfreich

Science-Fiction oder Reality 2.0?

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 11.06.2013

Nur auf den ersten Blick klingt vieles von dem was Suarez beschreibt und was somit technisch durch die Vernetzung der Welt möglich im Buch möglich ist, wie Science Fiction. Auf den zweiten Blick erkennt man, dass alles, was er beschreibt, tatsächlich bereits heute technisch möglich ist und in abgespeckter Form durch Trojaner, Viren und mathematischen Algorithmen gegenwärtig bereits in vielen Szenarien passiert (Bonitätsscoring, automatisierer Aktienhandel, Erstellung von Bewegungsprofilen etc.)

Die Figuren des Romans erhalten in der Geschichte durchaus ein eigenes Leben. Nicht alle Nebenfiguren sind vielschichtig angelegt, dennoch aber sind die Protagonisten klar erkennbar gezeichnet und in ihren Motiven und persönlichen Beweggründen nachvollziehbar beschrieben. Jede der Hauptfiguren und die wichtigsten Nebenfiguren sind zudem nicht glatt oder stereotyp gekennzeichnet, sondern durchaus mit widersprüchlichen Beweggründen und Brüchen versehen. Man sollte sich in seiner Bewertung der Figuren nie zu sicher sein und sich auch nicht zu sehr an die ein oder andere Person gewöhnen und einige Twists bis zum Ende des Hörbuches bleiben nicht aus.

Das Buch ist daher kein reiner "Cyberthriller", der in einer Net-Dimension spielt, sondern vielmehr ein erschreckender Hinweis darauf, was theoretisch schon heute möglich wäre, falls man die technologischen Möglichkeiten bereits vorhandener Technologie konsequent und gebündelt in dieser Form nützen würde. Und das ist genau das Schockierende: die Grenze zwischen Fiction und Beschreibung der heutigen Welt verschwimmt im Buch immer mehr.

Noch ein Wort zum Sprecher:
Dieser macht einen sehr guten Job. Die verschiedenen Personen sind sehr gut unterscheidbar, und dies ist angesichts der gefühlten 50 Personen die im Laufe des Hörbuchs eingeführt werden sehr erstaunlich. Bei Ross hatte ich z.B. sofort Nicolas Cage vor Augen ;o)

Matthias Lühn ist mir erstmals bei der Krieg der Klone Trilogie aufgefallen und gehört zwar nicht zu den üblichen Verdächtigen (Nathan, Jäger, Bierstedt) aber dies ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit bis er in diesen illustren Kreis aufgenommen wird.

FAZIT:
Eine geniale Idee und momentan der Cyberthriller schlechthin mit einem herrausragend guten Sprecher. Man darf sehr gespannt auf die Fortsetzung „Darknet“ warten.
Absolut empfehlenswert. Von mir gibt es fünf Sterne und eine klare Kaufempehlung.

44 Leute fanden das hilfreich

Originelle Story, Witz und ein Super Sprecher

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 05.03.2013

Krieg der Klone ist ein großartiger Roman, und daher nicht nur für Science Fiction Fans geeignet. Der Begriff Science-Fiction ist daher fast ein wenig "irreführend"

Es ist vor allem deswegen ein wundervoller Roman, weil er menschlich ist und es in allen Phasen der Geschichte um Menschlichkeit geht. Das Altern, der Tod, die Liebe, Freundschaften, Verluste und Neubeginn.

Die Geschichte beginnt relativ langsam (davon nicht täuschen lassen) und nimmt dann allerdings rasch an Fahrt auf und überzeugt sowohl mit gelungener Action, abgefahrenen Aliens und stellenweise sogar mit gesellschaftskritischem Tiefgang.

Der pointierte Erzählstil ist sehr gelungenen und die Gags kommt durch den Sprecher so richtig zur Geltung. Das Ganze wird garniert mit einer gehörigen Prise Military-'Starship Troopers'-Action und einem 'Full Metal Jacket' Ausbilder der ein echtes Highlight darstellt. Dies sind auch zwei Referenzen, zu denen sich Scalzi auch freimütig bekennt.

Eine echte Entdeckung stellte für mich zudem der Sprecher Matthias Lühn dar, der eine absolut erstklassige Performance hinlegt - WOW !!
Von mir eine klare Kaufempfehlung.

6 Leute fanden das hilfreich