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Sunseeker

  • 8
  • Rezensionen
  • 54
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 41
  • Bewertungen
  • Flugangst 7A

  • Autor: Sebastian Fitzek
  • Sprecher: Simon Jäger
  • Spieldauer: 9 Std. und 36 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 7.931
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 7.455
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 7.433

Es gibt eine tödliche Waffe, die durch jede Kontrolle kommt. Jeder kann sie ungehindert an Bord eines Flugzeugs bringen. Ein Nachtflug Bueno Aires-Berlin. Ein labiler Passagier, der unter Gewaltphantasien leidet. Und ein Psychiater, der diesen Patienten manipulieren soll, um an Bord eine Katastrophe herbeizuführen. Sonst verliert er etwas sehr viel Wichtigeres als sein Leben... Der neue Psychothriller von Bestseller-Autor Sebastian Fitzek: In der Tradition von "Passagier 23" spielt er mit den menschlichen Urängsten des Eingeschlossenseins und der Hilflosigkeit an Bord eines Flugzeugs.

  • 3 out of 5 stars
  • Unterhaltsam, aber kein Psychothriller.

  • Von Sunseeker Am hilfreichsten 03.12.2017

Unterhaltsam, aber kein Psychothriller.

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 03.12.2017

Ja was macht Herr Fitzek denn da? Grundsätzlich lese bzw höre ich seine Bücher ja sehr gerne, aber...:

Ein Psychothriller, der in einem Flugzeug spielt - bei dem Gedanken war mein Interesse geweckt: die Enge des Raumes und die zwangsweise begrenzte Anzahl von Leuten eröffnet alle Möglichkeiten, eine klaustrophobische, dichte Atmospähre zu schaffen - so stelle ich mir den Rahmen für einen Psychothriller vor (Hitchcock läßt grüßen...). Wenn dann noch bestimmte Charaktere aufeinander treffen, die sowohl im wahren als auch im übertragenen Sinne in einer ausweglosen Lage aufeinander prallen, dann sollten sich viele Facetten menschlicher Abgründe zeigen, die sich erst in einer Ausnahmesituation offenbaren.

Leider bleibt dieser Thriller hinter meinen persönlichen Erwartungen doch deutlich zurück. Es ist sicherlich eine unterhaltsame Geschichte - allerdings ist sie bis-zum-geht-nicht-mehr konstruiert und die Figuren bleiben alle blass und werden nur oberflächlich skizziert...eine Geschichte wie ein Bühnenstück, in dem Handlung und Aktion im Vordergrund stehen, während Motive, Psyche, Ursachen und Hintergründe aber sehr vernachlässigt und letztendlich nur oberflächlich abgehandelt werden. Dadurch kommt leider nie wirklich Spannung auf. Wenn Simon Jäger dann auch noch versucht, mit den herausragenden Möglichkeiten seiner Stimme belanglosen Situationnen und Dialogen eine völlig unberechtigte Dramatik und Aufregung zu verleihen, dann wirkt das nicht nur deplaziert, sondern teilweise sogar unfreiwillig komisch.

Alles in allem bin ich daher etwas enttäuscht. "Psychothriller" geht anders. Vielleicht war auch meine Erwartungshaltung zu hoch - aber daran ist Herr Fitzek selber Schuld ;)

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Unabhängig von der Rezension erlaube ich mir noch eine persönliche Anmerkung über ein Detail, welches meiner Ansicht nach Fragen aufwirft: als Ausgangspunkt für diese Geschichte wird ein klarer Bezug zu einem realen Ereignis genommen und erstaunlicherweise auch benannt - in diesem Fall die unfassbaren Hintergründe des Germanwings-Absturzes, der bekanntlich durch einen psychisch kranken Piloten in suizidaler Absicht bewußt herbeigeführt wurde. Ich werde das Gefühl nicht los, dass hier ein Vorfall, dessen Ausmaß an Tragik, Leid und Fassungslosigkeit eine neue, bisher nicht gekannte Grenze definiert, für eine Geschichte instrumentalisiert wird. Ich bin überzeugt, dass das nicht die Absicht des Autors war - es wirkt aber so und daher die Frage, warum man dieses Ereignis überhaupt erwähnen musste.

36 von 39 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

  • Autor: Joachim Meyerhoff
  • Sprecher: Joachim Meyerhoff
  • Spieldauer: 12 Std. und 2 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    5 out of 5 stars 1.902
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 1.796
  • Geschichte
    5 out of 5 stars 1.782

Zu seiner eigenen Überraschung wird Joachim Meyerhoff auf der Schauspielschule in München angenommen und zieht in die großbürgerliche Villa seiner Großeltern ein. Tagsüber wird er an der Schauspielschule in seine Einzelteile zerlegt, abends ertränkt er seine Verwirrung auf opulenten Möbeln in diversen Alkoholika. Aus dem Kontrast zwischen großelterlichem Irrsinn und ausbildungsbedingtem Ich-Zerfall entstehen Situationen, die den Erzähler oft überfordern und seinen Zuhörern Lach- und Rührungstränen in die Augen treiben.

  • 5 out of 5 stars
  • Wortgewaltig, Sprachgewaltig, Wunderbar.

  • Von Leseratte1a Am hilfreichsten 14.11.2016

Ein Hörbuchwunder

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.04.2017

Hören Sie es! Die Lebenserinnerungen des Autors sind durch seinen unglaublichen Wort- und Sprachwitz in eine Geschichte verpackt, die unfassbar komisch ist ohne dabei jemals oberflächlich zu sein - im Gegenteil. Während ich häufig minutenlang Tränen lachen mußte (und beim Autofahren mehr als einmal überlegt hatte, dass es vernünftiger wäre, jetzt rechts ran zu fahren...) ist die Erzählung entwaffnend menschlich, tiefsinnig und sensibel und trotz aller Tragik, die das Leben teilweise mitsichbringt, eine Homage an das Leben an sich.
Und es ist eine Liebeserklärung an seine Großeltern, welche trotz aller Ironie nicht wunderbarer, liebevoller und respektvoller sein kann. Ich wurde zwangsweise auch an die kleinen und großen Macken der eigenen Eltern oder Großeltern erinnert, über die ich schmuzeln, lachen, den Kopf schütteln oder mich aufregen mußte - alles Macken und/ oder Rituale, die sie aber letztendlich so liebevoll und eigen machen.

Wenig überrascht war ich, zu erfahren, dass dieses Buch den Deutschen Hörbuchpreis 2017 in der Kategorie Unterhaltung bekommen hat.

"Es ist irrsinnig komisch, zu Tränen rührend tragisch und immer ergreifend, was Joachim Meyerhoff hier inszeniert. In seiner fulminanten Coming of Age-Geschichte verhandelt er die großen Themen eines jungen Menschen, dessen kurzes Leben bereits enorme Lücken aufweist. Mit Pathos und Leichtigkeit erzählt er pointiert von seinem Ringen zu sich selbst, den kleinen Schritten hinaus in die Welt und den Abgründen des Seins. Sein überaus unterhaltsamer Vortrag ist ein Plädoyer für die große Geste!" Begründung der Preisträgerjury

Der These, dass der Autor selbst nie sein eigenes Buch vorlesen sollte, muss ich hier klar widersprechen (!) denn gerade weil es die eigenen Erinnerungen sind, trifft Joachim Meyerhoff zwangsweise immer den richtigen und vor allem authentischen Ton - die Wirkung des Hörbuches wäre ohne ihn eine andere. Der Inhalt des Buches und die leserische Darstellung des Autors machen dieses Hörbuch zu einem Ereignis - ein Hörbuchwunder.

2 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • In eisige Höhen

  • Das Drama am Mount Everest
  • Autor: Jon Krakauer
  • Sprecher: Christian Brückner
  • Spieldauer: 10 Std. und 45 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 874
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 708
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 705

Auf dieser Expedition im Frühjahr 1996 ereignete sich die schlimmste Katastrophe, die je auf dem "Dach der Welt" geschah...

  • 5 out of 5 stars
  • Eiskaltes Drama am Everest

  • Von Brigitte Am hilfreichsten 25.02.2012

Packende, minutiöse Darstellung einer Tragöde

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 01.12.2016

Als Autor und überdurchschnittlich guter Hobby-Bergsteiger bekommt Krakauer von der Zeitschrift "Outdoor" , für die er bereits mehrere Artikel verfasst hat, die Möglichkeit, an einer Expedition zum Everest teilzunehmen, um eine Reportage über die Kommerzialisierung der Bergsteigens zu schreiben. Ursprünglich war nur der Besuch des Everest Basislagers geplant, doch Krakauer unterliegt - wie viele andere zahlende Kunden auch - der Versuchung, den Gipfel zu besteigen. So ist er live dabei, als sich am 10. Mai 1996 die bisher größte Tragödie am Everest abspielt.

Das Buch ist Krakauers persönlicher Versuch, die Erlebnisse zu verarbeiten. Es ist eine packende, minutiöse Darstellung der Ereignisse und kritische Analyse zugleich. Als ich das Buch vor 10 Jahren erstmals las, konnte ich keine Pause machen und habe es in einer Tour durchlesen müssen - es ging mir unter die Haut und wirkte tagelang nach. Bis heute hat mich die Geschichte dieser Tragödie nicht los gelassen, sodass ich auch an dem Hörbuch nicht vorbei kam.

Krakauer hat dieses Buch wenige Wochen nach dem Unglück geschrieben und sich damit gegen die Empfehlungen seiner Redaktion verhalten, die ihm geraten hatte, dieses erst mit dem Abstand von 2-3 Jahren zu tun. Somit ist die Geschichte auch deswegen so packend, weil man Krakauer trotz - oder gerade wegen - der ehrlichen und selbstkritischen Analyse die Emotionalität, Betroffenheit und Ohnmacht gegenüber den Ereignissen deutlich anmerkt.

Über allem steht die Frage, was eigentlich passiert ist...wie konnte es dazu kommen. Als Hörer "merkt" man zwar irgendwann, dass die Geschichte zunehmend auf eine Katastrophe hin steuert - den "point of no return" bzw das Gefühl "da ist der Fehler, ab jetzt läuft es falsch" sucht man allerdings vergeblich. Man wird "unbewußt" und "fließend" mit in die Katastrophe genommen.

Krakauers Darstellung ist herausragend recherchiert und die Ereignisse selbst an menschlicher Tragik nicht zu überbieten. Dem Everest-Gipfel-Tourismus, der all diejenigen mit einer Gipfel-Besteigung lockt, die unabhängig von Bergerfahrung nur das entsprechende "Klein"geld von damals 65000,- Dollar übrig hatten, erteilt diese Geschichte eine klare Absage.

Krakauers Versuch einer sachlichen und kritischen Analye merkt man seine eigene Emotionalität wenige Wochen nach den Ereignissen noch deutlich an - diese subjektive Sichtweise, die gegenüber einigen Teilnehmern massive Vorwürfe und Fehlverhalten enthält, hat nach der Veröffentlichung zu einer sehr aufgeladenen, kontoversen Diskussion geführt. Leider endet das Hörbuch im Gegensatz zum Buch - ohne die "Nachbemerkungen des Autors" und ohne das "Nachwort", insgesamt 22 Seiten, die nicht weniger spannend sind (hätte eigentlich Punktabzug verdient) und eigentlich zwingend zur Geschichte gehören.

Insbesondere Anatoli Bukrrev wird als verantwortungsloser und eigenwilliger Bergführer beschrieben - eine Darstellung, die sich rückblickend so nicht aufrecht halten läßt. Bukreev ist es zu verdanken, dass 3 Teilnehmer aus dem Inferno lebend gerettet wurden, weil er sich alleine (niemand wollte oder konnte ihm auf der Suche nach den Vermißten helfen) in Dunkelheit, nahezu ohne Orientierung auf über 8000m Höhe insgesamt 3 Mal (!) bei einem Sturm von der Stärke eines Blizzards mit Windgeschwindigkeiten von über 100km/h und Temperaturen weit unter -40° auf die Suche machte. Für diese selbstlose Aktion, mit höchstem Risiko für ihn selbst einhergehend, wurde ihm später von dem Amerikanischen Alpenverein der David A.-Sowles Gedächtnispreis verliehen.

Das Nachwort und die Nachbemerkungen des Autors nehmen u.a. diese kritische Auseinandersetzung auf - absolut lesenswert!

Krakauers Bemühungen einer Aussöhnung mit Bukreev hatten erst begonnen, als dieser am 1. Weihnachtstag 1997 bei dem Versuch einer Winterbesteigung der Anapurna durch eine Lawine ums Leben kam. So endet auch diese persönliche Geschichte tragisch.

Angesichts der wahren Begebenheiten, bei der am 10. Mai 1996 9 Menschen aus 4 Expeditionen ums Leben kamen (weitere 3 im Verlauf der Saison), halte ich Begriffe wie "Hörgenuss" oder "Lieblingsbuch" für fragwürdig.

Wie auch immer: ein Klassiker der Bergliteratur, hintergründig, tiefsinnig, tragisch, kritisch, zutiefst menschlisch, packend und mitreißend - und toll gelesen von Ch. Brückner. Hören oder lesen Sie dieses Buch. Sie können sehr viel daraus lernen - auch wenn Sie kein Bergsteiger sind.




P.S.: Ich empfehle zusätzlich das Buch "Der Gipfel" von Anatoli Bukreev, Co-Autor G.W. De Walt. Bukreev hat es verdient, dass auch seine Geschichte gehört wird.

P.P.S.: Im Jahr 2015 kam das Buch unter dem Titel "Everest" in die Deutschen Kinos. Der Film, gedreht in den österreichischen Alpen, enthält als oberflächlicher Abklatsch nicht nur falsche Details - er kann auch sonst nicht annähernd mit dem Buch/ Hörbuch mithalten.

3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Kindertotenlied

  • Martin Servaz 2
  • Autor: Bernard Minier
  • Sprecher: Johannes Steck
  • Spieldauer: 18 Std. und 40 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 723
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 672
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 664

Eine Professorin der Elite-Universität Marsac liegt ertrunken und grausam gefesselt in der Badewanne. In ihrem Rachen steckt eine Taschenlampe. Ohrenbetäubende Musik von Gustav Mahler schallt durch die Nacht. Kindertotenlieder. Beklemmung macht sich in Kommissar Martin Servaz breit. Ist Mahler doch der Lieblingskomponist des hochintelligenten und seit Monaten flüchtigen Serienmörders Julian Hirtmann. Hauptverdächtig ist jedoch ein Student.

  • 5 out of 5 stars
  • harter Tobak, superspannender Thriller

  • Von Claudia Robert Fiedler Am hilfreichsten 07.03.2014

Spannende Geschichte herausragend gelesen!

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 01.11.2015

Langes und wunderbar kurzweiliges Hörbuch. Spannend, fein gesponnene, stimmige Handlungsfäden, atmosphärisch dicht. Eine Geschichte, die wie ein Film vor dem geistigen Auge abläuft. Absolut empfehlenswert - hat mir persönlich große Lust auf weitere Bücher von Bernard Minier gemacht.Auf die Geschichte an sich will ich gar nicht näher eingehen - dazu wurde hier bereits ausführlich geschrieben.

ABER...ein Wort aber noch zu Johannes Steck, der dieses Buch nicht einfach liest, sondern spielt...er leidet, brüllt, wüted, schreit, verzweifelt, genießt, uvam...er verleiht den Charakteren Charme, Mitgefühl, Hass, Wut, Jähzorn, Leidenschaft, Trauer, Hilflosigkeit, Verzweiflung, Cholerik, innere Leere, und und und...und das alles teilweise auch noch in verschiedenen Dialekten...absolut herausragende Lesung, die ein wunderbares Beispiel dafür ist, warum ein Hörbuch im Vergleich zum "normalen" Buch ein derartiges Erlebnis sein kann. Ganz großes Kompliment!!!

2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Blackout

  • Morgen ist es zu spät
  • Autor: Marc Elsberg
  • Sprecher: Steffen Groth
  • Spieldauer: 22 Std. und 5 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 11.779
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 9.267
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 9.283

Überleben in der Dunkelheit - Marc Elsbergs Thriller "Blackout": Als in ganz Europa die Stromnetze zusammenbrechen, stehen die Menschen vor dem Kampf ums Überleben. Der italienische Informatiker Piero Manzano gerät unter Verdacht. Dabei ist er selbst auf der Suche nach den Verantwortlichen. Auch Europol-Kommissar Bollard kämpft gegen die Hacker, die anscheinend für den Angriff verantwortlich sind.

  • 4 out of 5 stars
  • In Europa geht das Licht aus

  • Von papercuts1 Am hilfreichsten 18.04.2012

Langatmig, technisch, Dialog-lastig

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.09.2013

Nachdem ich die Rezensionen hier gelesen hatte, bin ich mit einer gewissen Erwartung in dieses Hörbuch gestartet. Allerdings bin ich nun am Ende doch ziemlich enttäuscht. Die Hintergrundidee ist interessant - da aber zum Verständnis der Zusammenhänge ein komplexes technisches Verständnis Voraussetzung ist, werden immer wieder Dialoge gehalten, die dem Leser dieses Hintergrundwissen vermitteln sollen - das ist auf Dauer doch sehr ermüdend und langweilig.
Insgesamt ist dieses Hörbuch extrem Dialog-lastig. Zwar bemüht sich der Autor, die Geschichte so realistisch wie möglich zu konstruieren, allerdings entsteht dadurch überhaupt keine Spannung, weil sich zu sehr um die Protagonisten der Handlung gekümmert wird.
Die Geschichte, die zunächst aus der Sicht weniger Personen beginnt, die alle nichts miteinander zu tun haben, entwickelt sich langsam aber kontinuierlich zu einem apokalyptischen Ausmass. Allerdings muss der Leser sich diesen weltweit zunehmenden Zustand der Ohnmacht und Beklemmung weitgehend selber denken - eine atmospärisch dichte Darstellung dieses Zustandes fehlt nahezu vollständig! Eine reine Aufzählung, was alles passiert, wenn es zu einem globalen blackout kommt ist nur eine nüchterne Tatsachenbeschreibung - so erzeugt man keine Spannung. Als Leser "mitfiebern" = komplette Fehlanzeige. Ich habe nur deshalb bis zum Ende durchgehalten, weil ich es gekauft hab. Das Ende ist lächerlich konstruiert und war letztendlich eine Erlösung für mich als Hörer.

Der Sprecher ist ein Dialektwunder (!!), liest engagiert, mit viel Ausdruck und ist dadurch durchaus unterhaltsam - keine Frage. Oft war aber die dramatisierte Art der Lesung insbesondere bei langatmigen Dialogen und Passagen, in denen nichts Besonderes passierte, völlig übertrieben und wirkte wie ein verzweifelter Versuch, der Geschichte ein wenig von der Langeweile zu nehmen.

Alles in allem für mich keine Kaufempfehlung - im Gegenteil: ich würde es gerne umtauschen.

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Ritual: Höhle des Schreckens

  • Pendergast 4
  • Autor: Douglas Preston, Lincoln Child
  • Sprecher: Thomas Piper
  • Spieldauer: 18 Std. und 11 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 1.818
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 789
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 784

"Stellen Sie sich vor, Sie haben sich in einer Höhle verirrt. Es ist dunkel und kalt. Die Taschenlampe haben Sie verloren. Sie müssen raus hier, egal wie, und tasten sich am Boden entlang, als Ihre Hand plötzlich etwas Warmes findet. Vor Schreck weichen Sie zurück - um gleich noch einmal zu fühlen, was es sein könnte..."

  • 2 out of 5 stars
  • Eigentlich 2,5 Sterne. Zu lang, zu blutrünstig...

  • Von stevemke Am hilfreichsten 11.02.2008

Wunderbare Geschichte mit sensationellem Sprecher!

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 12.08.2013

Ein wunderbares Buch. Kein eiskalter steriler Thriller, sondern eine Geschichte, deren Figuren einfach wunderbar lebendig und eigen sind, fast ein wenig schrullig, teilweise schroff und meist liebenswürdig. Insbesondere Special Agent Pendergast erinnert mit seiner Art fast ein wenig an eine männliche Mrs Marple, nur etwas moderner in der Zeit von heute.
Auch die Orte werden so detailiert und intensiv beschrieben, dass man z.B. die Hitze über den Maisfeldern selbst zu spüren glaubt. Die Geschichte ist spannend und nimmt zum Ende hin immer weiter Fahrt auf bis zur tragisch beklemmenden Auflösung und deren Hintergründe. Für Thriller- und Krimifreunde, die eine Geschichte suchen, die spannend ist und deren Figuren "Seele" haben eine absolute Kaufempfehlung.

Was das Buch zu einem unvergleichlichen Hörgenuss macht, ist das Können von Sprecher Thomas Pieper, den ich nur als Stimme von Alf in Erinnerung hatte und aus dem Grund auch ein wenig Bedenken. Die Befürchtung, "Alf" würde mir ein Buch vorlesen war schnell vorbei. Thomas Pieper liest nicht einfach nur - er spielt die Geschichte, schlüpft mühelos in die verschiedenen Rollen, durchlebt emotionale Höhen und Tiefen, ist jugendlich trotzig oder senil schrullig. Er verleiht dadurch jeder Figur etwas einzigartig lebendiges: ein Hörgenuss der Extraklasse! Für mich die beste Leistung eines "Lesers" von allen 53 Hörbüchern, die ich bisher gehört habe...ganz dickes Kompliment!!!

2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Inferno

  • Robert Langdon 4
  • Autor: Dan Brown
  • Sprecher: Wolfgang Pampel
  • Spieldauer: 16 Std. und 51 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 8.293
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 6.274
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 6.260

Dan Brown ist zurück - und mit ihm sein Held Robert Langdon, der schon mit "Illuminati", "Sakrileg" und "Das verlorene Symbol" Millionen begeisterte und mit kontroversen Themen global für Schlagzeilen gesorgt hat. Das weltweite Erscheinen des neuen Thrillers "Inferno" markiert Robert Langdons Rückkehr nach Europa. Der Symbolforscher aus Harvard wird in Italien mit Geheimnissen, Rätseln und einer Verschwörung konfrontiert, die ihre Wurzeln in einem der berühmtesten und dunkelsten Meisterwerke der Literatur haben: Dantes "Göttlicher Komödie". Und je intensiver Robert Langdon die immer gefährlicher werdende Spur verfolgt, umso deutlicher zeichnet sich die bedrohliche Erkenntnis ab, was Dantes Werk für die Gegenwart und Zukunft bereithält

  • 3 out of 5 stars
  • übliche Schnitzeljagd mit permanenten Monologen

  • Von Taufik Am hilfreichsten 22.05.2013

konstruiert bis zum geht-nicht-mehr

Gesamt
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 24.07.2013

Letztendlich ein enttäuschendes Buch das lange nicht an "The Da Vinci Code" heran kommt, sich aber exakt derselben Handlung und Dramaturgie bedient. Robert Langdon begibt sich auf der Suche nach der Lösung eines Rätsels wieder mit einer bildhübschen und natürlich hochintelligenten jungen Frau auf Schnitzeljagd, diesmal nicht in Rom, sondern in Florenz und Venedig. Während die religiösen Symbole und Rätsel in "Sakrileg" noch unmittelbaren Bezug zur Handlung und zur Lösung des Rätsels hatten, sind sie in diesem Werk nur Mittel zum Zweck, eine gewisse Spannung aufzubauen - mit der Lösung haben sie nichts zu tun!
Während in "Sakrileg" die überaus spannende Handlung wie von selbst entsteht, wird sie in diesem Buch von Brown einfach nur mit z.T. völlig übertriebenen und absurden Wendungen konstruiert. Immer wenn es keinen Ausweg mehr für die Protagonisten zu geben scheint, konstruiert Brown hanebüchene Umstände - z.B. stellt sich heraus, dass die hübsche Blonde eine Perücke trägt, die sie Langdon überzieht, damit sie als Glatzkopf und er als Hippie mühelos an den Verfolgern vorbei gehen und ihnen entkommen können. Ergibt sich eine besondere Fragestellung, so fällt Langdon jedes Mal ein, dass er vor Jahren zufällig genau zu diesem Thema einen Vortrag gehalten hat.
Mit anderen Worten: immer wenn es droht, spannend zu werden, macht Brown sie durch derart einfache Konstruktionen sofort wieder zunichte. Das ganze Buch ist voll davon. Abgesehen davon hat man zwischendurch das Gefühl, einen Städteführer von Florenz und Venedig zu hören. Die Geschichte an sich macht ebenfalls kaum Sinn. Wenn ein Mensch eine Art Waffe entwickelt hat, von der er nicht will, dass sie zündet bevor sie entdeckt wird, macht es wohl keinen Sinn, durch eine rätselhafte Schnitzeljagd die Möglichkeit der vorzeitigen Entschärfung zu bieten.
Es liessen sich noch viele weitere Kritikpunkte anbringen. Da ich nicht zuviel verraten will, lasse ich es dabei.
Noch ein Wort zum Sprecher: mir hat er sehr gut gefallen. Die Stimmfarbe an sich ist klasse und die Art wie gelesen wird ebenfalls. Pampel ist es zu verdanken, dass die Verfolgungsjagd das Tempo bekommt, welches sie verdient - daher wirkt seine Art auf mich nicht gehetzt, sondern absolut angemessen. Ist halt Geschmacksache. Allerdings kann der Sprecher die viel zu arg konstruierte Geschichte mit all ihren Mängeln auch nicht spannender machen als sie.
Für die, die noch nie ein Buch von Brown gelesen haben, mag dieses spannend und unterhaltsam sein...alle anderen können, insbesondere, wenn sie Sakrileg gelesen haben eigentlich nur enttäuscht sein.

2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Der Anschlag

  • Autor: Stephen King
  • Sprecher: David Nathan
  • Spieldauer: 32 Std. und 5 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 7.080
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 4.610
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 4.595

Am 22. November 1963 fielen in Dallas, Texas, drei Schüsse. John F. Kennedy starb, und die Welt veränderte sich für immer. Wenn man das Geschehene ungeschehen machen könnte - wären die Folgen es wert? Jake Epping kann in die Vergangenheit zurückkehren und will den Anschlag verhindern. Jake Epping lebt ein normales Leben, bis sein Freund Al ihm ein großes Geheimnis enthüllt: Er kennt ein Portal, das ins Jahr 1958 führt. Und Al gewinnt ihn für eine wahnsinnige Mission.

  • 5 out of 5 stars
  • Ambitionierter Stoff – gelungen umgesetzt

  • Von Ein Kunde Am hilfreichsten 03.02.2012

Thriller????????

Gesamt
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 23.04.2012

Ich kann die Lobeshymnen meiner Vorredner nicht im Entferntesten nachvollziehen. Wenn man sich ein Buch/ Hörbuch von Steven King holt, hat man eine gewisse Erwartungshaltung: z.B. ein harmloser Beginn der sich in ein apokalyptisches Inferno verwandelt, unerträglich spannend, mit einer King-typischen Sog- und Suggestivwirkung, die eine Pause beim Lesen kaum möglich macht - kurz gesagt: man erwartet alles, was einen guten Thriller aus macht.
Dieses Buch hat nichts, aber wirklich nichts von alledem. Man kann locker den 2., 3., und 4 Teil überspringen ohne im 5 Teil Schwierigkeiten zu haben, der Geschichte zu folgen - so belanglos verliert er sich in Banalitäten - von unerträglichen Logikschwächen, die eine "Zeitreise" zwangsweise mit sich bringt, ganz zu schweigen. Was mich persönlich zusätzlich wahnsinnig gemacht war, dass der Begriff: "die Vergangenheit ist halsstarrig" locker über 30mal benutzt wird...warum bleibt ein Rätsel, zumal selbst einem einfach strukturierten Zuhörer spätestens nach dem 3. Mal klar sein dürfte, was er dem Leser damit sagen will - aber, ich wiederhole: über 30 Mal!! Nachdem es anfangs nur genervt hat, kann man im weiteren Verlauf nur noch resigniert und gelangweilt den Kopf schütteln.
Das Buch ist - aus Sicht eines Thriller-Liebhabers derart erschreckend langweilig, dass ich Thriller-Freunden von King, Koontz, Fitzek, Grangé etc vom Kauf nur dringend abraten kann! Wer aber auf Südstaaten-Epi oder Vom Winde verweht steht, oder anderen Romanen, wo der Herbst und die Ernte in Echtzeit erzählt werden, der muss zugreifen.
Für mich waren diese 32 Stunden eine Qual. David Nathan liest routiniert - da aber nahezu nichts passiert, wo er die Fähigkeiten seiner Stimme ausspielen kann, wirkt sie auf Dauer auch nur noch einschläfernd.
Im Nachwort erklärt King, er habe diese Idee bereits in den 70er angefangen, auf Papier zu bringen, aber dann zunächst aufgehört. Welche Stimme ihn dazu auch bewogen haben mag - hätte er doch nicht aufgehört, ihr zuzuhören.

6 von 11 Hörern fanden diese Rezension hilfreich