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MissWatson76

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Einen Klassiker neu entdecken

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 17.05.2020

Das Hörbuch das ich habe, ist vom Cover her ein wenig anders, aber sonst war es das, was mir bei der Suche vorgeschlagen wurde. Gelesen wurde das Hörbuch von Wolfgang Condrus.

Der Name selbst war mir anfangs kein Begriff, aber doch vom Sprecher her war er mir nicht ganz unbekannt und er war mir doch schön öfter begegnet in Hörbüchern.

Das Hörbuch wurde kürzlich während der Corona-Krise netterweise von Audible verschenkt. Und dann dachte ich, warum nicht. Ja das Buch selbst hatte ich zuletzt mal in der Schule gelesen und dort auch unter ganz andere Gesichtspunkten. Und klar man kennt zwar den Inhalt so zusammengefasst. Aber ganz ehrlich, ich hätte nicht mehr in Erinnerung gehabt, dass es doch viel ausführlicher und so spannend und tiefgreifend war.

Das Buch beginnt ja nicht einfach so mit einem Sturm und einem Schiffsunglück, denn da kommt ja noch eine ganze Menge davor. Man lernt Robinson Crusoe kennen wie er vorher war und wie sein Leben abgelaufen ist vor dem eigentlich Schiffsunglück, dass ihn auf eine einsame Insel verschlagen hat.

Daniel Dafoe oder hier ja Wolfgang Condrus erzählt alles viel ausführlicher und spannender als ich es von damals in Erinnerung hatte. Und es macht einfach Spaß, hier gebannt zuzuhören und den Ereignissen zu folgen.

Hier wird selbst ein kurzes Schwimmen vom Schiffswrack zur Insel zum Erlebnis, denn man hofft ja, dass Robinson alle seine Fundsachen heil auf die Insel bringt.

Der Sprecher bringt alles super zum Vorschein und projeziert Bilder und Gefühle einfach mal so dahin, dass es einfach Spaß macht, einen Klassiker neu zu entdecken.

Also nix von wegen, das kennt man ja. Einfach reinhören und Spaß haben. Ich fand es super.

Ein guter Anfang aber da geht mehr

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 24.11.2019

Eigentlich muss ich über die Geschichte der Cyberworld gar nicht so viele Worte verlieren. Denn ich habe die Cyberworld-Reihe auch schon längst gelesen und bin bei jedem der Bücher ganz begeistert dabei.
Hier bekommen wir den Einstieg und den Anfang der Cyberworld. Wir befinden uns im Jahr 2038 in London und lernen die Teenager und Freunde kennen, die wir auch in den späteren Cyberworld-Büchern bei ihren Abenteuern begleiten werden. Hierbei geht es längst nicht nur um Computer, Spiele und die Cyberworld, sondern auch um Freundschaft, um Liebe und um Vertrauen und das was einen im Leben begleitet und um Menschen, die immer für einen da sind, wenn man sie braucht.

Hier gibt es die Cyberworld nun gelesen. Auch wenn ich den Sprecher bisher nicht kannte, habe ich erstmal reingehört. Ich fand die Leistung des Sprechers zwar noch nicht hervorragend und okay, aber es ist doch so, dass man gut abschalten kann und sich in die Cyberworld und die Protagonisten reinhören kann.
Der Sprecher könnte etwas mehr Power und bei den Szenen in der Computerwelt etwas mehr Engagement, Gefühl und auch einen hörbaren Wechsel der Freunde vertragen.
Also ein guter Anfang, aber man kann hier ganz sicher noch mehr herausholen. Die Reihe hätte es jedenfalls verdient.
Bei Andreas Suchanek und der Schattenzeit klappt es doch aus. Vielleicht hätte man einfach den gleichen Sprecher nehmen sollen.

Ein bisschen Hitchcock und sonst alles richtig

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 28.04.2019

Wenn einem Autor einmal ein genialer Streich gelungen ist, ist man ja immer ein wenig vorsichtig über weitere Bücher zu schnell zu urteilen. Aber hier kann man nichts falsch machen, wenn man sich das Buch schnell kauft.

Joel Dicker hat hier wieder einmal alles richtig gemacht und durch Torben Kessler wird das wunderbar in genau der richtigen Geschwindigkeit vorgelesen. Und ich war immer der Meinung, dass es jemanden wie Hitchcock nur einmal geben kann, aber der Autor ist doch sehr dicht daran, etwas genauso geniales zu schaffen. Wenigstens hat er sich für hier ein wenig etwas abgeschaut.

Ohne zuviel zu verraten kann ich sagen, dass man mit der Auflösung des Falles oder der Fälle nicht rechnet. Nach und nach ist so ziemlich jeder in der Stadt verdächtig, jeder hat einen Grund, die Morde begangen zu haben oder Stephanie Mailer hätte verschwinden zu lassen und es ist nicht einmal klar, ob nicht die Linie zwischen Täter und Opfer doch sehr verschwimmt, denn sogar Tätern gelingt mal ein ungeplant guter Schachzug.

Der Anfang der Handlung ist schnell erzählt. Zuerst geschehen an einer Familie grausame Morde und später ist dann eine junge Journalistin, Stephanie Mailer, die plötzlich etwas dazu gefunden hat und glaubt zu wissen, wer der Täter ist. Aber dann ist sie verschwunden und nach und nach erscheint jeder im Haus verdächtig.

Joel Dicker hat seine ganz eigene Art zu schreiben, ausführlich aber nicht unnötig oder überflüssig, eindeutig aber doch verschwommen und nicht geradlinig oder gar langweilig und spannend ohne zuviel Blut zu vergießen. Es ist viel Buch und viele Seiten, aber das liebe ich ja gerade und wenn es gut gefüllt ist, dann finde ich es wunderbar mich in diese Seite oder die vielen Stunden hineinzuhören. Man kann es dann kaum erwarten, wie es weitergeht.
Hier war es ebenso. Die Stimme des Sprechers ist sehr angenehm und man weiß genau, über welche Figur er gerade spricht oder in welcher Sichtweise man sich gerade befindet.

Hier passt alles zusammen und am Ende schließt sich alles zu einem Kreis, in dem sich alles erklärt. Egal ob gehört oder gelesen, auf jeden Fall ein Erlebnis.

Als Hörbuch nicht so überzeugend

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 19.04.2019

Nachdem ich das Buch gelesen hatte und wirklich auch begeistert war, habe ich es auch noch einmal mit dem Hörbuch versucht, nachdem ich so viele unterschiedliche Rezensionen gelesen habe.

Okay, die Sprecherin, Andrea Sawatzki, ist für mich immer noch ein wenig gewöhnungsbedürftig und längst nicht meine erste Wahl. Aber ich kann nicht umhin zu sagen, dass sie ihre Sache nicht so schlecht macht. Und hin und wieder war ich doch auch sehr gefangen in diesem Hörbuch.

Allerdings wusste ich ja nun, wie ausführlich das Buch ist und daher ist schon zu merken, wie stark das Hörbuch gekürzt wurde und man hat doch sehr das Gefühl, hier durchzuhetzen und immer wieder fehlen schön und teilweise wichtige Sequenzen, die das Buch so besonders machen.
ich habe auch mal beim Verlag angefragt, wieso denn hier so starke Kürzungen vorgenommen wurde. Aber letztendlich waren es nur ausreden und es wäre einfach zu teuer geworden.
Na aber ein gutes und ungekürztes Hörbuch hätte ihnen auf jeden Fall sehr viel mehr Geld eingebracht.

Nachdem die Bücher nun zur Serie (Shadowhunters) noch einmal neu und mit neuem Cover aufgelegt werden, hoffe ich auch, dass man sich der Hörbücher neu annimmt, das wäre wirklich sehr schön. Dann bitte ungekürzt und gerne mit neuem Sprecher. :-)

Eine deutliche Steigerung

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 07.04.2019

Als ich vor längerer Zeit mal das erste Buch um Celaena gelesen habe, fand ich das okay, es hat mich allerdings nicht sonderlich mitgerissen.

Später habe ich dann die anderen Bücher von Sarah J. Maas gelesen und gemerkt, was für eine wunderbare und fantasiebegabte Schrifstellerin sie ist. Und durch eine Empfehlung einer ganz begeisterten Leserin wurde ich dann doch wieder neugierig auf die nächsten Teile um Celaena Sardothien. Ich muss zugeben, dass sie eine sehr starke und interessante Figur ist, so wie auch Feyre aus dem Reich der sieben Höfe.
Und daher war ich schon gespannt, was die Autorin mit Celaena weiter vorhatte.

Inzwischen ist sie Champion des Königs geworden und muss sich dem fügen, was der König ihr befiehlt. Allerdings scheint das auch nur so, denn Celaena nutzt diese Stellung, um denen zu helfen, die für die Gerechtigkeit eintreten. Denn Celaena hat gemerkt, dass sie dem König auch nicht so einfach vertrauen kann.
Anders ist es da mit seinen Söhnen. Ich muss zugeben, dass Dorian eigentlich schon ein wenig mein Favorit war, aber die Liebe scheint für Celaena anderes vorzuhaben und überhaupt hat das Leben mit ihr noch weitere Pläne, als sie sich hat träumen lassen.
In diesem Buch muss sie einen schweren Verlust hinnehmen und genau dieser Umgang mit dem Verlust ist es, der Chaol Hintergründe eröffnet und ihm zeigt, das viel mehr in Celaena steckt als er vermutet hätte.

Und es werden später Geheimnisse gelüftet, die ganz sicher die nächsten Bücher noch viel spannender und geheimnisvoller werden lassen.

Das Hörbuch ist wie immer wunderbar vorgelesen von Ann Vielhaben und man ist in jeder Minute bei Celaena und kann dem folgen, was sie gerade tut oder fühlt.

Also egal ob gelesen oder gehört, hier ist man immer richtig und auf jeden Fall bietet der zweite Band schon einiges mehr an Spannung als Band 1. Und ich bin schon sehr gespannt darauf, wie es weitergeht.

Trotz einer guten Story nicht mehr als okay

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 03.04.2019

Nemesis ist der vierte Band aus der Reihe von Jiliane Hoffmann, die mit einem wirklich brillanten Band begonnen hat. Cupido - Band 1 - hat mich damals wirklich gefesselt und ich fand diesen doch sehr unheimlich. Jemand hat diesen zu diesem Band mal gesagt, damals noch Chloe - später C. J. - sei "etwas Blödes" passiert. Okay vielleicht bin ich ja schon zu alt, wenn ich eine Vergewaltigung nicht einfach als etwas "Blödes" bezeichnen kann, aber okay. Für mich ist das auf jeden Fall etwas viel Schlimmeres und das konnte man im Buch damals auch gut nachempfinden.
Also wer hier mit den vierten Band beginnt, wird schon trotzdem einiges verstehen, aber vielleicht C. J. Handlungen nicht unbedingt ganz nachvollziehen können. Am Ende könnte man sich auch fragen, ob das alles wirklich so passiert wäre, wenn sie damals vergewaltigt worden wäre....schwer zu sagen, vielleicht wäre sie genauso gegen jeden anderen Vergewaltiger vorgegangen oder hätte den Täter in einem anderen Zusammenhang kennengelernt.

Es ist schwierig hier zu rezensieren, ohne von der Handlung zuviel zu verraten. C. J. ist auf jeden Fall karrieremäßig weiter aufgestiegen und ihr Privatleben hat sich relativ normalisiert...bis zu einem bestimmten Anruf, den sie erhält. Von da an wird schon wieder alles anders und sie wird an ihre Vergangenheit erinnert und befindet sich irgendwie auch mitten darin.

Es beginnt allerdings damit, dass eine junge Frau verschwindet und man fragt sich hier, ob es mit dem Chat zu tun hat, den sie kurz vorher über Tinder führt....wäre ja nicht unwahrscheinlich, aber es wäre nicht Nemesis, wenn es hier nicht auch noch C. J. Vergangenheit gäbe.

Die Handlung ist von der Autorin schon gut durchdacht und ergibt am Ende auch das Ende eines roten Fadens ein ganzes Puzzle verschiedener Teile. Wirklich gut durchdacht und ein interessanter Abschluss, aber dennoch konnte mich das ganze leider nicht mehr so fesseln wir am Anfang. Es war okay, aber leider nicht mehr als das.

Die Sprecherin ist leider nicht meine erste Wahl, aber das ist hier rein persönliche Empfindung und schlecht lesen tut sie nun wirklich nicht. Aber für mich ist Andrea Sawatzki halt leider weder eine gute Schauspielerin noch eine perfekte Sprecherin. Aber sonst kann man das Hörbuch schon gut hören.

Also alles in allem gut, aber mehr nicht.

Endlich wieder ein guter Grisham

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 31.03.2019

Nachdem ich schon gar keinen neuen John Grisham mehr lesen wollte, war ich dann jetzt doch wieder neugierig. Und zum Glück, denn sonst hätte ich wirklich einen guten Roman verpasst.
Hier ist John Grisham wieder in seinem Element und tut das was er am besten kann. Er geht vor Gericht und ist ein Genie.

Hier beginnt alles mit einem Mord, einem Verbrechen, das wirklich eine gesamte Kleinstadt aufrüttelt. Hier ist aber gar nicht die Frage, wer es getan hat, sondern hier geht es um das Warum. Ein angesehenes Mitglied der Kirche und der Gemeinde, der ehemalige Soldat Pete Banning geht los und tötet den Pfarrer der Gemeinde mit mehreren Schüssen.
Er versucht nicht zu fliehen oder zu widersprechen, er lässt sich problemlos festnehmen.
Aber jetzt beginnt die tatsächliche Spannung erst, denn der Täter sagt absolut gar nichts. Er gibts nichts zu und er sagt auch nicht, warum er das ganze getan hat. Wir erfahren nach und nach mehr über das Privatleben von Pete Banning und er könnte gut verschiedene Gründe haben, den Pfarrer getötet zu haben. Aber wir erfahren es nicht, wenigstens nicht sofort.
Diese Suche nach der Wahrheit wird durch den Verteidiger von Pete Banning und auch durch einen Einblick der Geschworenen noch viel spannender gemacht und später nimmt das ganze noch viel weitere Kreise an, die man anfangs nicht erahnt hätte.

Jemand hat gesagt, dieses Buch wäre nur etwas für Militärfans, aber dem muss ich absolut widersprechen. Denn es wäre hier ganz egal, um welche Hintergründe es geht, es wäre genauso spannend. Und dass Pete Banning nun mal Soldat war, das passt gut und lässt das ganze nur noch spannender werde und ist ein sehr kluger Schachzug vom Autor. Aber es ist für jedermann genauso spannend.

Ich muss gestehen, dass ich das Buch stellenweise ein klein wenig lang fand, aber die Spannung bleibt trotzdem immer erhalten und darum auch hier fünf Sterne. Das Ende oder sagen wir mal, das Motiv des Angeklagten fand ich anfangs persönlich ein wenig schwach. Aber doch als man die kompletten Umstände erfährt, dann macht es schon einen Sinn. Und gerade hier lässt der Autor einen zurück und man kann sich hierzu seine eigenen Gedanken machen...von wegen "was wäre wenn" oder wie hätte man vielleicht als Angeklagter oder Geschworener selbst gehandelt.
Mir hat es sehr gut gefallen. Und ich war mal wieder begeister von John Grisham und vom Hörbuch auf jeden Fall auch. Charles Brauer passte schon immer sehr gut zu John Grisham.

Zuwenig Kino, zuviel privat

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 23.02.2019

Also ich war gleich total neugierig auf diesen Podcast, denn ich mag Kino und Popcorn. Und ich dachte, hier geht es locker, leicht und ohne große und schwerwiegende Themenwälzung zu und einfach nur ein Austausch über Kinofilme oder auch gerne Serien.

Ja okay, zum Teil ist das auch so, aber dann kommen auch jede Menge private und aktuelle Themen dazu, über die ich mir aber dann nicht unbedingt Gedanken machen will, weil ich davon ja abschalten möchte. Darum gehe ich ja meistens auch ins Kino. Klar bleibt das nicht aus, weil sich Filme ja auch mit aktuellen oder geschichtlichen Themen beschäftigen, aber das kann man dann doch ein wenig kürzer fassen.

Sonst ist die Idee des Podcast wirklich super und die Atmosphäre gefallt mir schon sehr gut. Was mich allerdings ziemlich nervt, ist dass fast immer die Titel der Kinofilme auf englisch betitelt werden. Ja gut Englisch und Weltsprache, aber brauche ich trotzdem nicht. Also bitte dann auf deutsch, damit ich nicht ständig erst googeln muss, was es bedeutet.

Ein echtes Highlight

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 11.11.2018

Hier kommt ein echtes Highlight und es gleich mal vorweg zu nehmen. Anfangs war ich skeptisch, ob es hier überhaupt etwas für mich ist, aber da ich Hörspiele sehr gerne mag und Kriminalromane ja auch, dachte ich warum nicht.

Und inzwischen bin ich absolut überzeugt davon und hätte gleich sehr gerne mehr davon. Hier wurde der Roman von Frank Goldhammer als Vorlage genommen und in ein Hörspiel umgewandelt. Es gibt also mehrere Sprecher und Szenendarstellung und Musik. Es ist ein wenig wie einen Film anzuschauen aber das mit den Ohren.

Aber was man hier geschaffen hat, das ist ein echtes kleines Wunder. Denn hier passt tatsächlich alles, von der Story bis zu den Sprechern und über die wunderbare Musik, die da ist aber sich nicht in den Vordergrund drängt. Und den Geräuschen, die alles noch ein wenig unheimlicher und realistischer machen. Ganz ehrlich habe ich nach dem Hören manchmal erwartet, dass draußen ein paar kaputte Häuser und Ruinen auf mich warten. Das war schon sehr realistisch dargestellt. Aber doch war es durch das Verfolgen eines Mörders alles zu einem Kriminalroman geworden und die Geschichte konzentriert sich auch genau darauf. Interessant war auch die Darstellung von Deutschen und Russen hier, die nicht einfach nur schwarz-weiß war, sondern mal mit etwas mehr Hintergrund dargestellt wurde.

Alles in allem wird hier ein grandioses und geniales Hörspiel dargestellt und man bekommt genau das für seine Ohren und sich selbst. Einfach genial und ich hoffe es geht weiter.

Schön bunt und zuckersüß

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 11.11.2018

Ich habe anfangs überlegt, wie man die Geschichte des Nussknackers in sechs Stunden erzählen will bzw. was man daran so lange erzählen möchte.

Aber inzwischen weiß ich es. Und man bekommt hier eine wirklich schöne, fantasievolle und zuckersüsse neue Variante des Nussknackers zu lesen oder zu hören.

Das ganze beginnt schon mal ein wenig anders als der ursprüngliche Nussknacker. Hier ist es keine glückliche Familie und ein wunderschönes Weihnachtsfest in das wir hineingeraten, sondern in die traurige Welt der kleinen Clara, die ihre Mutter gerade verloren hat.

Es ist alles ein wenig trauriger, aber doch fühlt man sich die ganze Zeit wie in einer Zuckerwelt in schillernden Farben. Marie Bierstedt liest das ganze auch wunderschön vor und es passt auch sehr gut in die kommende Weihnachtszeit.

Clara erhält durch ihren Vater ein letztes Geschenk ihrer Mutter und das wird zum Dreh- und Angelpunkt und zum Anfang der Geschichte im Land der vier Reiche. Und wir erleben nicht nur Claras Geschichte sondern auch die ihrer Mutter und wie die vier Reiche und das des Nussknackers entstanden ist. Und das nicht immer alles so zuckersüß ist wie es scheint. Und selbst bei den Figuren in den vier Reichen ist längst nicht alles Gold was glänzt. Aber dadurch wird es zu einer interessante und ehrlichen Geschichte und am Ende ist irgendwie doch alles schön bunt.