PROFIL

Stephan

  • 4
  • Rezensionen
  • 129
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 10
  • Bewertungen

Seien wir ehrlich

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
2 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 24.06.2020

Ein wirklich interessanter Streifzug durch ein "filmreifes Leben", Frau Zieglers Biographie ist vielschichtig, spannend, oft witzig und manchmal überraschend. Sie gewährt, ohne sehr in die Tiefe zu gehen, einige Einblicke ins TV/Kino-Business und die deutsche Filmgeschichte. Das alles ist mit mal spektakulären, mal netten Anekdoten (und Kochrezepten) unterfüttert – so weit, so gut. Da Frau Ziegler für sich in Anspruch nimmt, immer ehrlich ihre Meinung zu sagen, erlaube ich mir das auch: Zwar hat eine Lesung durch den Autor/die Autorin immer einen gewissen Charme, aber leider verliert der Text durch die Eigenlesung sehr. Frau Ziegler liest ihr Buch monoton runter, neigt mitunter zum Nuscheln und spricht (gelernte Dolmetscherin?) Englisch wie eine deutsche Touristin in einer ihrer Filmkomödien. Ein Profi hätte den aufsatzmäßigen Schreibstil auch sicher etwas rund gelesen – so werden diese Schwächen eher betont als kaschiert.

1 Person fand das hilfreich

Vui zvui, wie der Bayer sagt ...

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 23.09.2013

... oder neudeutsch: echt too much. Die Gratwanderung eines Alpen-Thrillers, die Marc Ritter zuletzt mit seinem Erstling "Kreuzzug" wirklich gelungen ist, führt bei "Transalp" leider in den Abgrund der Langeweile.

"Kreuzzug" war ein spannender Popcorn-Thriller mit bayerischem Setting und einer guten Prise Humor. "Transalp" ist dagegen eine Melange aus Heimatkrimi, Schnitzeljagd à la DaVinci-Code, "Heiter bis tödlich"-Rentnerkömodie im ZDF, Forsyths "Akte Odessa" und einem Rother-Bergwanderführer. Eine Mischung, die bei mir leider gar nicht gezündet hat.

Helden wie Schurken schwanken unnachvollziehbar zwischen Brillanz und Idiotie, Heldentum und Hilflosigkeit; die alpinen Hintergrundinfos gleichen den "Geheimtipps" und "Wussten Sie schon"-Rubriken eines Reiseführers. Die Story gerät so weder wirklich lustig noch wirklich spannend, und nach vielem Brimborium bleibt davon nur ein nasser McGuffin übrig.
Kurz: Ritter hat mit dem Nachfolger seines Besteller-Debüts vui zvui gewollt, und sehr wenig erreicht. Da ist er nicht der erste Autor. Vielleicht bin ich auch deshalb so enttäuscht, weil ich "Kreuzzug" so mochte.

Zum Sprecher: Während "Kreuzzug" von Detlef Bierstedt eingelesen wurde - einem der besten Sprecher überhaupt, nur leider des Bayerischen nicht mächtig - hat der Verlag diesmal einen Muttersprachler an Mikro geholt. Robert Frank spricht gepflegten Dialekt und liest ansehnlich, aber nicht auf Bierstedt-Niveau. Etwas ärgerlich: Die beiden Hauptprotagonisten, zwei bayerisch sprechende Herren im Pensionsalter, klingen absolut identisch - und wegen Franks zu junger Stimme auch nicht authentisch.

17 Leute fanden das hilfreich

Clancy Tiefpunkt

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 09.09.2013

Politisch und moralisch fragwürdig sind Clancys jüngste Romane ohnehin - ein privater Geheimdienst agiert als Weltgericht und bildet Killerkommandos aus; und sollten mal Probleme auftauchen, hat man ja Blanko-Begnadigungen des Ex-Präsidenten Jack Ryan in der Schublade.

Trotz dieser Prämisse stellt "Auge des Tigers" nochmals einen Tiefpunkt in der endlosen Ryan-Reihe dar (mittlerweile tritt der Sohn gegen die "bösen Jungs" an, die den USA ans Leder wollen). Das Ganze ist so lächerlich platt und zudem elendig in die Länge gezogen, dass ich gleich mal vom neuen Audible-Umtauschangebot Gebrauch machen werde ...

Einziger Lichtblick ist Frank Arnold, der das amerikanische Stammtisch-Gebrabbel schmerzfrei und gekonnt ins Mikro liest - das nenn ich mal professionell.

10 Leute fanden das hilfreich

Ready Player One Titelbild

Was ein Buch!

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 02.04.2012

Aufgewachsen in den 80ern? Fan von klassischen Videospielen? Von gut erzählten Thrillern? Von schrägen Utopien? Von Cyberpunk-Literatur?
Wer 1 x mit ja geantwortet hat, wird "Ready Player One" mögen, wer 2 x oder öfter genickt hat, wird niederknien: Was ein Buch!

Eine Reise in die Zukunft und die Vergangenheit gleichzeitig, spannend und ironisch erzählt anhand eines simplen, aber doch unglaublich raffinierten Plots. Mehr will ich gar nicht verraten. Für mich die Audible-Überraschung des Jahres (und da war ja schon einiges dabei).

Martin Bross liest gekonnt und so facettenreich, dass man manchmal meint, Manfred Lehmann (alias Bruce Willis) und Martin Semmelrogge (herrlich knarzig-quäkig) säßen mit am Mikro.

101 Leute fanden das hilfreich