PROFIL

arlenka

  • 23
  • Rezensionen
  • 130
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 69
  • Bewertungen

Meister der Dialoge

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 09.07.2017

Ein profunder Blick ist die Voraussetzung für eine gute Milieustudie. Und diesen Blick hat Yates. Er muss nicht ausschmücken, dazu dichten, verdeutlichen. Ergreifend plastisch kristallisieren sich seine Figuren in meisterhaft dosierten Dialogen, das konfektionierte Milieu der amerikanischen Provinz im Jahre 1955 erstickt jeden Traum, jeden Versuch, auszubrechen. Intelligent erzählt, wunderbar vorgelesen, die Geschichte hallt noch lange nach.

1 Person fand das hilfreich

Was für ein Reinfall

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 15.06.2017

Eine enttäuschende Geschichte mit derartig abstruser Auflösung habe ich auch selten gehört. Ich habe die letzten Kapitel, bereits entnervt, gar nicht mehr angehört.
Schade um die gute Stimme von Uve Teschner.

9 Leute fanden das hilfreich

Wenn Explizitheit zu einer Qual wird

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
1 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 15.11.2016

Also, zwischen den Zeilen zu lesen ist in diesem Buch nicht möglich. Der Leser wird förmlich gefüttert mit explizitesten Ausführungen jeglichen Gefühls, Gedankens, jeglicher Absicht der Protagonisten. Unerträglich. Es liest sich wie eine Gebrauchsanweisung. Und trotz dieser langweilenden Überdeutlichkeit bleiben am Ende die Akteure blutleer und profillos. Eine Journalistin als Serienkillerjägerin, etikettiert als besonders schlau, mit intuitiver Intelligenz gesegnet, agiert dennoch immer wieder unerklärlich ungeschickt und unvorsichtig, bringt sich am Ende völlig unnötig in Lebensgefahr, weil sie in Eigenregie alleine den Täter fassen will. Das ganze noch in dieser unbeholfenen Sprache...
Die Sprecherin hat mich leider auch nicht begeistert - zu viele unterschiedliche Tonlagen, fast karikaturhafte Koloraturen der einzelnen "Stimmen".

11 Leute fanden das hilfreich

ja, die wunderschöne Sprache....

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 20.02.2016

Ein blindes französisches Mädchen und ein talentierter Waisenjunge und Napola-Zögling werden bis kurz vor dem Ende der Geschichte schicksalhaft zusammengeführt. Bis dahin verfolgt die Geschichte abwechselnd die Ereignisse im Leben beider Figuren.
Beide Protagonisten rühren in ihrer Hilflosigkeit, ihrer Jugend und ihrer Unschuld in den rauhen und bösen Zeiten. Wunderschöne Sprache wurde vielfach gelobt - mir persönlich kam sie an vielen Stellen wie ein überkandidelt dekorierter Confiserie-Schaufenster: zu viele Metaphern, zu viel rhetorischer Glasur und sprachlicher Lametta für eine zwar rührende Geschichte, in der ich aber bis zum Schluss auf etwas hoffte - kann auch nicht genau sagen, was, vielleicht etwas Salziges: etwas, was mich überraschen würde, eine Wandlung eines Charakters, ein kerniger Gedanke, etwas Unvorhersehbares. Die Guten blieben die Guten, die Bösen blieben böse. Und es waren schlimme Zeiten.
Zu viel Aufmerksamkeit hat aus meiner Sicht der Autor der besonderen Wahrnehmung eines blinden Menschen gewidmet (was es alles erhört und ertastet) und dennoch bleibt das Mädchen eigenartig konturenlos, ebenso abstrakt der zweite Protagonist Werner.
Fazit: eine literarisches Feingebäck - bescheidener Teigboden (dürftige Geschichte) und üppige sprachliche Glasur.

1 Person fand das hilfreich

Eine Geschichte ohne Eigenschaften

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 12.06.2015

Nett beginnt die Geschichte - ein junger Mann schlichten Gemüts verlässt sein Heimatdorf, um bei ehemaligen Geliebten seiner Mutter in dessen Trafik zu arbeiten. So sehr anfänglich die unbedarfte Art, mit der der Junge seine ersten Eindrücke von Wien und der Trafikkundschaft sammelt, den Leser für den Protagonisten gütig und wohlwollend stimmt, so sehr beginnt diese Einfältigkeit zu langweilen, wenn er die Bekanntschaft mit dem prominenten Trafikkunden, Sigmund Freud, macht. Unglücklich verliebt, sucht der Junge den Rat des Psychoanalytikers auf und dieser berät ihn in gütiger Grossvatermanier. Diese Gespräche wirken derart hölzern und konstruiert, dass ich hier nicht mehr weiter hören wollte - auch Fiktion braucht eine immanente Glaubwürdigkeit, die ich hier vermisse.

12 Leute fanden das hilfreich

Langwierig, langweilig, langatmig

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 05.04.2014

Die Geschichte ist ein recht ungeschicktes Konstrukt aus Buch im Buch. Der einzige spannende Antrieb, endlich zu wissen, wer das Mädchen ermordert hat, erschöpft sich nach endlosen redundanten Passagen, endlos sich wiederholenden Einzelheiten aus mehreren Sichtwinkeln. Am Ende ist dem ermüdeten Hörer fast gleichgültig, wer der Mörder war. Die Protagonisten sind derart stelzig aufgesetzt und daher wenig überzeugend. Harry Quebert, der verkrachte und schreibblockierte Schriftsteller, ist mal maliziös, dann wiederum voller Grossmut, dann wieder missgünstig, dann wieder grossherzig. Und der Ich-Erzähler, der angesagte Jung-Schriftsteller Marcus Goldman, der den Fall recherchiert, ist eine komplett inkohärente Gestalt - mal unglaublich selbstbewusst, dann wieder lächerlich devot seinem Lehrmeister Harry Quebert gegenüber. Irgendwie kommt man nicht dahinter, warum diese zwei gar so befreundet sind.
Alles in allem, ein langwieriges, aufgeblähtes Romangebilde mit sehr viel Leerlauf.
Der Sprecher macht das beste daraus, aber der dünne Text kann dadurch auch nicht aufgewertet werden.

8 Leute fanden das hilfreich

Ich bin verzückt!

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 05.04.2014

Ein inspirierter Sprecher, der diese wunderbare Geschichte köstlich gelesen hat. Die Stimme der Tante ist derart amüsant, dass ich dauern schmunzeln musste. Und Dostojewskis Text - eine Leichtfüssigkeit gepaart mit Tiefe, heiterer Ernst, charmant und tiefsinnig zugleich. Ein Hörvergnüngen, dass man richtig bedauert, dass die Geschichte nicht länger geht.

3 Leute fanden das hilfreich

Sehr unterhaltsame Geschichte

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 13.03.2014

Eine richtig gut dosierte Geschichte: Spannung wird wie bei der Niedergarmethode aufgebaut - zunächst heiss anbraten (ein Mord), dann auf Niedertemperatur den Fall weiterköcheln. Garniert wird mit köstlichen Darstellungen des Alltags einer Werbeagentur, gewürzt mit richtig witzigen Pointen. Leichtfüssig und charmant geschrieben. Der Sprecher passt zum Retro-Touch der Geschichte sehr gut dazu.

11 Leute fanden das hilfreich

Unaufgeregt oder doch einfach langweilig?

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
2 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 13.03.2014

Meine erste Begegnung mit Indriðason: grundsätzlich mag ich langsam versponnene Geschichten, unaufgeregtes Erzählen und gerne auch Parallelhandlungen, Abweichungen vom zentralen Erzählstrang, kurzum, so eine Art feiner Behäbigkeit. Diese erhoffte ich mir auch von diesem Buch, jedoch wurde ich enttäuscht. Langsamer Erzählfluss soll Tiefen und Breite bieten, hier jedoch plätschtert man auf der Oberfläche einer unglaubwürdigen Geschichte, die sich mit blutarmen Protagonisten mühevoll vorwärts bewegt, vorgetragen von einem eher narkotisierenden Sprecher mit einer wahrlich merkwürdigen Art, Satzenden zu betonen.

1 Person fand das hilfreich

Für meinen Geschmack eine unausgewogene Geschichte

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 30.10.2013

Als auf den ersten Seiten ein Friedhof der vergessen Bücher als Schauplatz der Handlung sich darbot, dachte ich, naja... schauen wir mal, ob das nicht so was wie Harry Potter für Erwachsene sein wird. Die detektivische Suche nach einem verschollenen Autor, ohne dass es halbwegs erahnbar wurde, warum der junge Protagonist diesem Fantom überhaupt nachjagt, erwies sich mit der Zeit nur noch unhaltbar. Einzig sein Begleiter, der kauzige Fermín, konnte mit seinen bunten Sentenzen über Gott, Weib und Welt für ein paar Schmuntzler sorgen, auf Dauer kam mir diese derart pointierte Sprache recht künstlich und konstrueirt vor. Diese Mischung aus nebligem Gestalten, verschollenen Büchern... hat mich dann doch recht schnell ermüdet. Der Vorleser ist passabel und wer auf gehobenen Harry Potter steht, wird sene Freude mit diesem Buch haben.

8 Leute fanden das hilfreich