PROFIL

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Am Fuß der Dreppe standen wir im Greis...

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
2 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 26.03.2014

Das Gute vorweg: An Andreas Fröhlich lässt sich nichts aussetzen! Der ewige Bob Andrews liest gewohnt souverän und lässt so zumindest in den wenigen Lichtblicken seines Auftretens so etwas wie Spannung aufkommen.
Der ganze Rest ist, nun ja, für jüngere Jugendliche mit wenig Leseerfahrung leidlich spannend. Warum selbst die harmlosesten Details (zum Beispiel die Beschreibung der Bettwäsche oder die mehr als einmal vorgenommene Aufzählung der Teilnehmer der Expedition) von der weiblichen Kollegin Fröhlichs so derart melodramatisch vorgetragen wird, obwohl lange nichts, aber auch rein gar nichts von Brisanz geschie. ht, bleibt im Dunkeln. Richtig nervtötend wird die Sprecherin in jenen leider nicht zu seltenen Augenblicken, da es um die Herausforderung geht, "Tr" vorzulesen (wir hören: "Dr") oder auch "Kr" (klingt wie "Gr") - auch das "T" am Ende von "besondersT" hat seinen eigenen Reiz - und macht leider jede Spannung zunichte - so dass dies nicht von den merkwürdigen und nicht wirklich passenden Musikeinspielungen erledigt werden muss.

Zur Handlung selbst: Abgesehen davon, dass die zahllosen Gefühlsbekundungen der Hauptprotagonistin so derart mit Paltitüden überwuchert sind und man jedes Interesse an der Kernaussage verliert, bevor sie nun endlich zum Punkt kommt, wirkt der Plot insgesamt bereits ziemlich zu Beginn so unrealistisch und an den Haaren herbeigezogen, dass mir jegliche Lust an dem Ausgang der Geschichte verging. Wer sich auf ein Abenteuer auf einer Insel einlässt IN DEM WISSEN, dass er überall gefilmt wird, wird doch wohl kaum von Grauen gepackt werden, wenn er sich bewusst macht, dass er gerade überall gefilmt wird... ?!? Aus fragwürdigem und egozentrischem Amusement heraus (Schließlich habe ich das Hörbuch nun mal bezahlt) und vor lauter Entsetzen, wie erschreckend eindimensional die Geschichte die ganze Zeit über bleibt, habe ich mich dennoch bis zum Ende durchgehangelt. Für eine Autorin, von der ich bisher noch kein Werk kannte, deren Name mir aber durchaus geläufig war, muss ich sagen, dass es sich um ein erstaunlich mittelmäßiges Buch handelt. Empfehlen würde ich es nicht, höchstens einem 11jährigen Mädchen mit wenig Medienerfahrung.

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