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aufziehvogel

Berlin
  • 4
  • Rezensionen
  • 52
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 625
  • Bewertungen
  • Mein Leben nach der Todeszelle

  • Autor: Damien Echols
  • Sprecher: David Nathan
  • Spieldauer: 11 Std. und 37 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 386
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 279
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 276

Die ebenso schockierende wie bewegende Geschichte eines Mannes, der 18 Jahre in der Todeszelle saß: Im Jahr 1993 wurden Damien Echols, Jason Baldwin und Jessie Misskelley Jr. - bald bekannt unter dem Namen "The West Memphis Three" - für schuldig befunden, drei achtjährige Jungen ermordet zu haben. Baldwin und Misskelley erhielten lebenslange Haftstrafen, Echols wurde zum Tode verurteilt.

  • 5 out of 5 stars
  • Unfassbar

  • Von pf Am hilfreichsten 22.06.2013

Sprachlos

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 20.05.2013

hat es mich zurückgelassen und ich fühl mich sehr aufgewühlt. Über das amerikanische Straf u. Rechtssystem will ich gerne einen Kübel Galle auskippen, ich bin froh, dass ich nicht dort leben muß, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten nach oben ist ebenso grenzenlos in seiner Selbstherrlichkeit. Wehe dem, der in die Fänge der Justiz gerät und nicht über den nötigen IQ, Anwalt und auch Geld und Protektion verfügt. Der landet für immer hinter Gittern oder auch in der Todeszelle, dabei spielt Schuld oder Unschuld nur eine untergeordnete Rolle, Hauptsache es büßt irgendjemand dafür. Sehr beeindruckend wurde auch von John Grisham das Leben in der Todeszelle beschrieben, in seinem Buch "Der Gefangene".
Damien Echols Lebensbericht hat mich stark berührt und nachdenklich und traurig gemacht. Er beschreibt sein Leben voller Entbehrungen und zeitweise in tiefster Armut, nun ist Geld nicht entscheidend, wenn alles andere stimmt, aber Armut zermürbt und so tritt an die Stelle des Vaters ein fanatischer irrer Stiefvater. Und dennoch ist Damien nicht zu brechen, er sucht sich seinen Weg, er sucht nach Liebe und Geborgenheit, findet, verliert, findet, geht durch die Hölle und durchs Paradies. Und endlich will man fast sagen, findet sich für seine Widersacher ein Dreifachmord, den man den angeblichen Satanisten Echols & Friends in die Schuhe schieben kann. So nimmt das Schicksal seinen Lauf und endet für Echols in der Todeszelle. Und auch da ist er nicht zu brechen, er glaubt an sich, er trainiert Körper und Geist und auch andere Menschen beginnen an ihn zu glauben. Über einen Brief lernt er Lorri im Gefängnis kennen und heiratet sie 2 Jahre später. Was für eine unglaubliche Liebesgeschichte, so rein und so schön, dass einem das Herz schmerzt. Und Lorri kämpft da draußen in der Freiheit für Damien und findet viele prominente Mitstreiter. Fast wäre ich versöhnt mit Amerika, aber die Todestrafe gibt es noch immer und solange die Möglichkeit besteht, dass ein Unschuldiger getötet werden könnte, gibt es zur Abschaffung derselben keine Alternative.
Das Buch zeigt eine unglaubliche, fast beeispiellose Resilienz eines Kindes und jungen Mannes, ähnlich zu Jeannette Walls "Schloss aus Glas". Ich bin dankbar für diese hoffnungsvollen Bücher.
Leider kann ich nur 5 Sterne vergeben, es wären viele mehr, wenn es ginge.
Die Sprechleistung von David Nathan ist sehr einfühlsam und angemessen, er ist sowieso einer der besten Sprecher, die wir haben, ich mag die Melodie und den Klang seiner Stimme, sie trägt einen weg.
Audibel danke ich für die Auswahl dieses sehr guten Berichtes und auch für die kostenlose Hörprobe, die mich neugierig und aufmerksam gemacht hat und nicht zuletzt für die Wahl des Sprechers.

34 von 39 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Der Name des Windes

  • Die Königsmörder-Chronik 1
  • Autor: Patrick Rothfuss
  • Sprecher: Stefan Kaminski
  • Spieldauer: 28 Std. und 8 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    5 out of 5 stars 8.795
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 7.363
  • Geschichte
    5 out of 5 stars 7.368

"Vielleicht habt ihr von mir gehört" ...von Kvothe, dem für die Magie begabten Sohn fahrender Spielleute. Das Lager seiner Truppe findet er verwüstet, die Mutter und den Vater tot. Wer aber sind diese Chandrian, die weißglänzenden, schleichenden Mörder seiner Familie? Um ihnen auf die Spur zu kommen, riskiert Kvothe alles. Er lebt als Straßenjunge in der Hafenstadt Tarbean, bis er auf das Arkanum, die Universität für hohe Magie aufgenommen wird. Vom Namenszauber, der ihn als Kind fast das Leben gekostet hätte, erhofft sich Kvothe die Macht, das Geheimnis der sagenumwobenen Dämonen aufzudecken.

  • 4 out of 5 stars
  • Ein paar Hinweise für potentielle Hörer

  • Von Kristian Am hilfreichsten 22.01.2013

Einfach Phantastisch

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 07.10.2012

Aus Fantasy Literatur habe ich mir noch nie viel gemacht, der „Herr der Ringe“, naja..ziemlich grausam, von „Harry Potter“ kenn ich die ersten beiden Bände, dann war auch dort alles gesagt und bekannt und langweilig, an andere Bücher auf diesem Gebiet bin ich gar nicht erst rangekommen, zu uninteressant für mich.
Das ist wirklich nur meine kleine persönliche Meinung und ich möchte damit nichts herabwürdigen oder schlecht machen, jeder soll die Bücher lieben können, die er mag und die ihn verzaubern. Auch soll es keine Wertung sein, was ist großartige Literatur und was nicht, das soll jeder selber entscheiden, wenn ein Buch gefällt, ist es eben in diesem Moment für diesen Menschen großartige Literatur, mehr zählt nicht.

Aber dennoch war mir klar, da muss noch was kommen in diesem Genre, etwas Einzigartiges und habe immer Ausschau gehalten und gesucht. Bei einer so großen Fangemeinde der Fantasy Literatur muss auch irgendetwas dabei sein, was mich verzaubern könnte.
Dann fand ich "Der Name des Windes" bei Audible, las mir alle Bewertungen, auch bei Amazon, auch die negativen durch. Letztendlich habe ich mich nach anfänglichem Zögern darauf eingelassen und es dieses Mal keine Minute bereut. Dank der stimmigen und spannenden Erzählung konnte ich in einer Welt eintauchen, die mir noch nicht bekannt war (wie auch). Ja, ich bin regelrecht versunken in der Geschichte und habe den Tag zur Nacht gemacht und die Nacht zum Tag.
Stefan Kaminski Stimme trägt einen fort an unbekannte Orte und erweckt sie zum Leben und man hat das Gefühl ein Teil der Geschichte zu werden.
Selten ist es mir so ergangen, beim Hören oder Lesen eines Buches.
Für mich ist es ein Schatz geworden, ich freue mich auf die nächsten beiden Folgen.
Wahrscheinlich wird für mich das Lesen von Fantasy Büchern damit nicht einfacher, jetzt gibt es einen Maßstab, der erst einmal erreicht werden muss.
Ganz klar 5 Sterne, würde auch mehr geben, wenn das möglich wäre,
Stefan Kaminski ist für mich aufgestiegen in die Riege der ganz großen Sprecher. Danke Audible

10 von 13 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Evil

  • Autor: Jack Ketchum
  • Sprecher: Uve Teschner
  • Spieldauer: 8 Std. und 10 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 981
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 478
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 480

Jack Ketchums beunruhigender, grenzüberschreitender Horrorthriller gilt unter Experten als eines der großen Meisterwerke des Genres. Die Geschichte eines Jungen, der inmitten einer amerikanischen Vorstadtidylle mit unvorstellbaren Grausamkeiten konfrontiert wird, steigt tief hinab in die Abgründe der menschlichen Psyche. Nachdem der brillant geschriebene Roman viele Jahre unter der Hand als geheimer Klassiker die Runde gemacht hatte, erhält er jetzt nicht zuletzt dank Stephen King, der zu diesem Werk auch eine ausführliche Einleitung verfasst hat, die verdiente Aufmerksamkeit und erscheint nun endlich auch als deutsche Erstausgabe.

  • 5 out of 5 stars
  • Mutig, Audible, mutig!

  • Von Jon Snow Am hilfreichsten 28.05.2010

Verstörend

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 28.08.2011

Bevor ich das Buch hörte, kannte ich beide Filme, Jack Ketchums „Evil" und „An American Crime", die Verfilmung des Originalfalls. Den „Mordfall Sylvia Likens" kann man im Netz googeln und wird bei Wikipedia fündig.
Und das ist das Erschreckendste an diesem Buch, dass es um eine wahre Geschichte geht.
Horror ist etwas unheimliches, was mit den menschlichen Urängsten spielt und oft auch grausame Effekte verwendet, ein gutes Beispiel wäre das Meisterwerk von Steven King „Es", man taucht ein und auch wieder auf und weiß, das ist alles nur Phantasie.
Evil ist etwas viel schlimmeres, böseres, grausameres, als sich eine Phantasie vorstellen kann, denn Evil ist die Wirklichkeit, Dinge wie in Evil beschrieben, passieren jeden Tag auf unserer Welt. Es gibt etliche Experimente von Verhaltensforschern dazu, ich erinnere an „Die Welle" und an „Das Experiment". Das Grauen ist unbeschreiblich, der Mensch in seinem verborgenen Inneren kann abgrundtief böse sein, wenn er auf eine Dynamik trifft, wo er losgelassen wird. Nur Wenige können sich dieser bösen Gruppendynamik entziehen, das hat uns die Wirklichkeit (z.B. 3. Reich) und auch die Experimente der Verhaltensforscher, die, wie ja allgemein bekannt, bis zum vermeintlichen Tod des potentiellen Opfers gingen, gelehrt.
Evil macht Angst, und erwischt einen hinterrücks und gewaltig, ich konnte das Ende nur in kleinen Abschnitten hören, mußte mich immer wieder erholen, am Schluß war ich fassungslos und innerlich so aufgewühlt, wie noch nie nach einem Buch, habe hemmungslos geweint.
Obwohl der Film sich fast genau an die Buchvorlage hält, ist das Buch wesentlich intensiver. Die Stimme des Erzählers, Uve Teschner, ist regelrecht quälend sanft und eindringlich. Eine Meisterleistung, ich habe mich manchmal gefragt, wie man es schaffen kann, dieses Buch vorzulesen.
Evil ist ein sehr mutiges Buch, es zeigt das unendlich Böse, zu dem wir Menschen fähig sein können, da reicht kein Horrorbuch heran. Dafür vergebe ich 5 Sterne.

4 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Reise in die Nacht

  • Autor: Gianrico Carofiglio
  • Sprecher: Erich Räuker
  • Spieldauer: 7 Std. und 40 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 561
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 134
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 131

Avvocato Guido Guerrieri, frisch geschieden und geschüttelt von einer tiefen Lebenskrise, übernimmt einen fast aussichtslosen Fall: Er verteidigt einen des Mordes angeklagten Immigranten aus dem Senegal, der ohne seine Hilfe verloren wäre. Es beginnt ein nervenzerreißender Kampf gegen rassistische Vorurteile, eine voreingenommene Justiz und eine erdrückende Last von Indizien...

  • 5 out of 5 stars
  • einfach nur toll

  • Von Stefan v.Madeyski Am hilfreichsten 18.09.2008

Ein Plädoyer gegen Vorurteile

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 31.03.2011

Einfach ein großartiges und herzergreifendes Buch, sehr überzeugend gelesen. Das Plädoyer am Ende ist atemberaubend und hat auch mich selber zum Nachdenken und Aufräumen mancher innerer Schubladen gebracht. Sicher keine Hochliteratur, aber ein sehr guter Einblick in ein ganz normales Leben, mit Ecken und Kanten, mit Ängsten und Zweifeln....
Ich empfehle es gerne weiter....
und lass mir gerade den zweiten Band des Autors vorlesen.

4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich