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Sehr unterhaltsam

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 30.09.2018

Es wäre großer Quatsch, tun zu wollen, als wäre ich bei diesem Buch neutral. Ich liebe Ilona Andrews und die Welten, die die beiden Autoren mit ihren Geschichten bauen. Vielleicht hatte ich an Dina weniger hohe Ansprüche als an die epische High Fantasy-Saga »Stadt der Finsternis«, denn Dina ist als Blogroman gestartet und somit hielt ich es für ein endliches Projekt.

Was soll ich sagen? Mittlerweile ist der dritte Roman erschienen und mit »Hüterin der Tore« auch das erste Hörbuch.
Ich hatte so gehofft, die wunderbare Gabriele Blum, die Kate Daniels in »Stadt der Finsternis« Leben eingehaucht hat, würde diese Bücher lesen - doch bekommen habe ich ein Hörbuch, das gesprochen wird von Katja Hirsch.

Ihre Stimme habe ich aus den fünf »Hard«-Bänden noch gut im Ohr und ich muss sagen, für Dina ist sie perfekt. Ich mag diesen unternehmenslustigen Stimmklang. Wenn Katja Hirsch abliest, dass es für Dina ein guter Tag ist, dann fühlt man als Hörer, dass da wirklich jemand einen guten Tag hat. Ein schöner Einklang zwischen Protagonistin und Sprecherin, den ich wahrlich nicht bei jedem Hörbuch habe. Insofern: Katja Hirsch ist eine gute Wahl und ich hoffe, dass Sie auch die anderen Bände der Reihe lesen wird.

Zur Geschichte an sich gibt es bereits viele Rezensionen, und den meisten kann ich mich anschließen. Ilona Andrews ist es einmal mehr gelungen, eine kleine Welt zu eröffnen, die mit jeder Minute wächst. Ein toter Hund, der Kreis erweitert sich um Nachbarn, die dem traurigen Ereignis beiwohnen, um das magische Gasthaus »Gertrude Hunt« und natürlich um Sean, den eigenwilligen Werwolf, der kein langweilig klischeehaft gezeichneter Überflieger ist, sondern an seine Grenzen stößt und sich im wahrsten Sinne des Wortes durchbeißen muss.

Was nun die Liebesgeschichte zwischen Dina und Sean angeht, spoilere ich mal ein wenig. Wer Ilona Andrews kennt, weiß, wie rasant sie erzählen, wie dicht und verwoben die Geschichten sind, wie viele Subplots und Charaktere die Geschichten auszeichnen. Insofern ist es keine Liebesgeschichte, die mit diesem Band auserzählt ist. In den 8.30 Stunden Hörbuchdauer nähern die beiden sich an, fühlen ein Prickeln, sie bestehen Prüfungen, kämpfen Schulter an Schulter, aber die Autoren geben uns kein Happy End. Das gibt es - nur nicht in diesem Band. Wem es also nicht um die fantastischen Elemente der Geschichte gibt, die bestens unterhalten, sondern in erster Linie um eine Liebesgeschichte, der sollte warten, bis weitere Bände der Dina-Reihe als Hörbuch verfügbar sind.

Von mir gibt es jedenfalls eine klare Kaufempfehlung, fünf Sterne

5 Leute fanden das hilfreich

Ein kleines Meisterwerk!

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 30.09.2018

»Weit weg und ganz nah« hat es nie zu einem solch gigantischen Publikumserfolg gebracht wie »Ein ganzes halbes Jahr«, dennoch hat Jojo Moyes sich gerade mit diesem Roman in mein Herz geschrieben. Kennen Sie das? Dass es die Glücklosen sind, mit denen man fühlt? Denen man aus tiefster Seele ihren ganz persönlichen Sonnenstrahl wünscht? So geht es mir mit Jess und Ed, Tanzi, Norman und Nicky.

Es ist, als hätte Jojo Moyes ein kleines Stück Leben aus der Zeit herausgelöst. Mit all den Problemen, Gerüchen, Farben, die ihre Helden (Norman ist übrigens ein widerlich müffelnder Hund) umgeben.

Ed, der aus seiner eigenen Firma gefeuert wird, Jess, die sich und ihre Kinder allein durchbringt, die Kinder - Tanzi und Nicky - selbst, die auf anrührende Art eigen und ja, teils auch verschroben sind und ihren eigenen Mikro-Kosmos aus Problemen haben. All diese Zutaten verwebt Jojo Moyes in »Weit weg und ganz nah« meisterlich, indem sie die fünf auf eine Reise schickt, die alles ändern soll, scheitert - und doch fünf Leben so sehr verändert, dass sie nie wieder sein werden wie zuvor.
Und das Schönste: Luise Helm liest dieses Buch. Ich mag ihre Stimme, der man Skepsis und Enttäuschung ebenso anhört wie Begeisterung und Ruhe. Immer warm, immer emphatisch und mitfühlend, so dass ich manches Mal das Gefühl hatte, sie erzählt mir von ihrer Reise.

Mein Fazit // Merken Sie etwas? Ich schwärme für dieses kleine Meisterwerk. Dafür gibt es verdiente fünf Sterne

So schön entspannt gelesen - ein Volltreffer!

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 30.09.2018

Im Bestseller-Regal waren mir Mhairi McFarlanes Bücher häufiger aufgefallen. Aber aus Zeitmangel komme ich selten dazu, mich Büchern mit einem Umfang von 544 Seiten zu widmen. Als Hörbuch - die Lesedauer liegt bei etwas mal als 14 Stunden - ist »Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt« klasse!
Zumal Britta Steffenhagen so inspiriert und entspannt liest, dass die amüsante Geschichte viel zu rasch zu Ende ist.

Vielleicht komme ich an dieser Stelle auf den Schreibstil von Mhairi McFarlane zu sprechen, der mir persönlich gut gefällt. Ich mag es nicht, wenn bei Liebesgeschichten der Schmalz aus jeder Seite tropft und ich beim Hörbuch Angst haben muss, dass mir vor lauter süßlichem Schwulst die Gehörgänge verkleben.

All das kann einem mit Mhairi McFarlane nicht passieren. Sie schreibt pfiffig, amüsant bis witzig und hat einfach die herrlichsten Vergleiche. Die Protagonisten sind allesamt so gut ausgearbeitet, dass McFarlane sie jederzeit in herrlich absurde und spannende Verwicklungen schicken kann, ohne dass sie planlos wirken oder der Leser/Hörer das Gefühl haben muss, dass sie absurd handeln, um eine Lücke im Plot zu schließen. Es sind die kleinen Stolpersteine des Alltags, die McFarlane so hinreißend komisch beschreibt, dass man selbst Lust kriegt, da rauszugehen und die Welt ein bisschen liebevoller und humorvoller zu betrachten.

Britta Steffenhagen scheint das ebenso zu mögen - zumindest liest sie mit Lust und Einfühlungsvermögen. Der Plot ist rasch erklärt. Man nehme einen Bräutigam, der sich gern alle Optionen offenhält, die junge Frau, die aus allen Wolken fällt, als besagter Bräutigam sie an seinem Hochzeitstag küsst, und eine Braut, die in diese Szene hineinplatzt und schier ausrastet.
So stolpern wir in eine Geschichte, die für unsere Heldin zu einem Spießrutenlauf wird. Verspottet und angefeindet in sozialen Netzwerken, von den Kollegen gemieden - denn sowohl Braut als auch Bräutigam arbeiten in der gleichen Firma - erhält Edie eine Chance, die nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre Weltsicht auf den Kopf stellen werden. Herrlicher Humor - tolle Hörbuchstimme. Klar, dass ich dieses Buch gern empfehle.

Mein Fazit // Wenn wir nun zur Wertung kommen, muss ich leider sagen - ich mache da einen Abstrich für das abrupte Ende. Wenn ich 544 Seiten oder mehr als 14 Stunden mitfiebere, will ich, dass die Geschichte auserzählt ist und ich nicht zurückbleibe und denke: Nanu, wieso kommt denn da nichts mehr. Schade, aber für die Geschichte vergebe ich so leider nur vier Sterne. Für die Hörbuchsprecherin volle fünf Sterne von mir.

Sympathisch gelesen und geschrieben

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 30.09.2018

Es gefällt mir, dass Mhairi McFarlane in ihren Büchern die Welt ein bisschen liebevoller betrachtet als andere Menschen es tun. Selbst Protagonisten, die nicht gar so sympathisch daherkommen, tut sie nicht mit faden Stereotypen ab. Irgendwie spürt man beim Hören, dass ihre Protagonisten nicht einfach vom Himmel plumpsen sondern lange gereift sind, bevor die Autorin in die Tasten gegriffen und ihre Geschichten miteinander verwoben hat.

Sehen wir uns die Geschichte an: Delia lernt auf die harte Tour, dass ihre große Liebe für Paul nicht auf uneingeschränkte Gegenliebe stößt. Sie macht ihm einen Antrag, er nimmt ihn zögernd an - um nur wenig später eine SMS an seine Geliebte zu schicken und ihr zu erklären, dass er nicht weiß, wie er auf Delias Antrag reagieren soll. Kleiner Schönheitsfehler - vor lauter Panik schickt Paul die SMS an Delia. Damit beginnt Delias wunderbare Reise zu sich selbst.

Mhairi McFarlane gelingt es, Liebeskummer und Selbstzweifel ohne großes Drama und Plattitüden zu schildern - und das Beste daran, Britta Steffenhagen liest es genau so. Unprätentiös und sympathisch, ohne albernen Pathos, der zu diesem Buch auch gar nicht passen würde. Es ist nett, Britta Steefenhagen, Delia und Mhairi McFarlane bei diesem Aufbruch in eine neue Leben zu folgen, sie in ihrem Hadern zu erleben, ihre neuen Bekanntschaften zu sehen und sich gemeinsam mit Delia die Frage zu stellen - will dieser tolle Kerl mich? Oder nicht?

Natürlich wird Delia falsche Entscheidungen treffen, sich besinnen und zu ihrem Glück finden. Es ist eine Freude, all das zu hören - und Britta Steffenhagen macht es zu einem zusätzlichen Genuss. Bis - ja, bis das Ende kommt. Für meinen Geschmack wieder zu abrupt. Mal ehrlich, hätte Mhairi McFarlane den Herrn der Ringe geschrieben, Frodo wäre unter zehn Sekunden auf den Felsvorsprung gerast und hätte den Ring volley in die Lava geschmettert. Zu schnell und - obwohl mir dieses Drama-Drama-Drama-lose bei Mhairi McFarlane sonst gut gefällt - zu schnörkellos.

Mein Fazit // Dieses Buch will unterhalten und das tut es. Dabei kommt trotz aller Lacher und Schmunzler die Botschaft zwischen den Zeilen nicht zu kurz. Also ja, ich kann es empfehlen, zumal es nach meinem Dafürhalten das bisher beste Buch der Autorin ist. Selbst mit dem abrupten Schluss bekommt es von mir volle fünf Sterne und Britta Steffenhagen für die wundervolle Lesung bekommt sie auch.

»Save me/you/us« - Bewertung für die Reihe

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 30.09.2018

Vorweg möchte ich sagen - ich habe mit »Save me« eine Reihe erwischt, die mir ans Herz gelegt wurde, obwohl ich nicht so ganz der Zielgruppe entspreche. »Young Adult« bin ich nicht gerade. Ich habe ein paar Lieben geliebt und mein halbes Leben gelebt und deshalb stehe ich der Trilogie ambivalent gegenüber - will mich aber aufrichtig bemühen, sie fair zu bewerten.
Einfühlsam erzählt

Los geht's: Die Maxton-Hall-Reihe handelt vordergründig von Ruby und James, aber auch James Freunde und Schwester und Rubys Schwester bekommen eigene Kapitel. Was mir gut gefällt, ist, wie einfühlsam Mona Kasten die Charaktere zeichnet. Bei Sichtwechseln der Protagonisten trifft sie den richtigen Ton und schildert die Wahrnehmungen ihrer jeweiligen Helden in sich schlüssig.

In diesem Verwirrspiel um enttäuschte und seelisch wie körperlich misshandelte Kinder, die erste große Liebe, Schulalltag und Familienleben, aber auch Tragödien wie den Tod der Mutter, Betrug, Alkohol- und Drogenkonsum kommen viele Stimmen zu ihrem Recht. Der Plot ist in sich schlüssig. Die Geschichte - abwechselnd von Milena Karls und Michael-Che Koch vorgetragen - ist flüssig gelesen, wunderbar betont und insgesamt nett zu hören.
Das Haar in der Suppe

Ich mag Mona Kastens Schreibstil. Locker, nicht zu flapsig, sie hat ein gutes Gefühl für Sprache und findet stets die angemessen Worte. Merken Sie's? Wir steuern auf ein Aber. Ich kann dieses Hörbuch nicht uneingeschränkt empfehlen. Während ich mich oftmals auch als »gestandene Frau« von Young Adelt-Romanen gut unterhalten fühle, waren mir hier viele Beschreibungen und Erläuterungen zu Empfindungen und Handlungsweisen der jungen Liebenden zu ausführlich dargestellt. Nicht, dass es »geschwafelt« gewesen wäre, davon ist Mona Kasten weit entfernt - doch wer ein paar Jahre und Lieben hinter sich hat, der braucht all diese Erläuterungen nicht. Das hat es für mich ein wenig müßig gemacht, jedoch nicht so, dass ich die Reihe abgebrochen hätte, zumal ich in den Verhaltensweisen der Protagonisten viel von meinen Kindern erkannt habe und manches Mal dachte: Ach, deshalb tun sie das ;-)

Mein Fazit // Wenn ich jetzt Sterne vergeben sollte: Lesern/Hörern bis etwa zum 22./23. Lebensjahr würde ich die Geschichte ohne Wenn und Aber ans Herz legen. Wer ein wenig älter ist, muss es schon sehr mögen, wenn einem die Empfindungen bei ersten Küssen, Berührungen, dem ersten Sex so dezidiert dargelegt werden.

Komplex erdacht - mit Leichtigkeit erzählt!

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 30.09.2018

Wer sich von Robert Frank in die Traktionsstadt London und die Außenlande entführen lässt, sollte Zeit mitbringen, denn es wird episch, rasant und dermaßen spannend, dass man es kaum abschalten kann.

Keine Frage, Philip Reeve gelingt es mit dem Auftakt der Fantasy-Reihe »Mortal Engines - Krieg der Städte« meisterhaft, eine komplexe Welt zu skizzieren. Dabei ist seine Erzählung so lässig, leicht und charmant, ja, derart dicht und bildhaft, dass man überhaupt nicht auf die Idee kommt, in dieser Geschichte könne Mühe stecken. Wobei vermutlich gerade umgekehrt ein Schuh daraus wird, denn gerade die Leichtigkeit ist bei einer derart komplexen Geschichte schwer herzustellen.

Ich hole kurz aus: Nach meinem Dafürhalten gibt es zwei Arten von Hörbuchsprechern. Die einen geben einem selbst bei in der dritten Person verfassten Geschichten das Gefühl, dass der Protagonist sie mir erzählt, weil eben viel mit Betonung und Zwischentönen wie Lachern oder Schreckenslauten gelesen wird. Die anderen erzählen - wenn sie gut sind - die Geschichte, als hätten sie sie tatsächlich als Beobachter miterlebt. Tja, so klingt für mich diese von Robert Frank gelesene Geschichte. Angenehm warm und unaufgeregt macht er sich mit Tom auf die Reise, fällt aus London auf die Erde und streift durch die Außenlande, einer Stadt und einem Geheimnis auf der Spur, das den Hörer über neun Stunden nicht loslässt.

Mein Fazit // Ja, ich schwärme von dieser Geschichte und wie so oft bei Fantasy-Serien ärgere ich mich, dass ich sie angefangen habe, bevor alle Teile erschienen sind. Immerhin: Mit dem am 28. November 2018 erscheinenden Band II »Jagd durchs Eis« ist Nachschub in Sicht. Diesen Teil bewerte ich so: Sowohl der Sprecher als auch die Geschichte verdienen volle fünf Sterne. Ich kann sie den Hörern nur wärmstens ans Herz legen.

34 Leute fanden das hilfreich