PROFIL

Marie Wagner

  • 68
  • Rezensionen
  • 341
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 74
  • Bewertungen

Musikalische Untermalung nervt

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 06.08.2020

Mir hat der dritte Band der Serie eigentlich bisher am besten gefallen. Ich fand die Geschichte sehr gut erzählt. Im zweiten Band gab es mir zu viel Geknutsche einerseits und Brutalität andererseits. Wirklich gestört hat mich diesmal aber die musikalische Untermalung, die mehrfach einfach nur den Fortgang der Geschichte unterbrach und keinerlei Sinn machte. Da wird ein Abschnitt mit Musik beendet und anstatt dass es danach weitergeht, fängt der nächste Abschnitt gleich wieder mit Musik an. Auch als Geräuschkulisse im Hintergrund war mir das Ganze oft zu aufdringlich. Im Moment zögere ich deshalb, ob ich mir den vierten Titel überhaupt noch anhören möchte.

Nicht wirklich meins

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
2 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.04.2020

Ich bin mir nicht sicher, was mich am meisten gestört hat. Zunächst ist mir die ermittelnde Kommissarin zutiefst unsympathisch. Und ich weiß nicht, ob der Charakter im Buch schon so angelegt ist oder ob es an der Sprecherin des Hörbuches gelegen hat. Mit ihr konnte ich mich überhaupt nicht anfreunden. Diese Aggressivität in der Stimme der Ermittlerin war für mich absolut unerträglich. Daneben war die Story in Teilen doch ziemlich langatmig. Man hätte aus dem Thema mehr machen können.

1 Person fand das hilfreich

Spannend, hätte ich aber lieber gelesen als gehört

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 15.06.2019

Nein, keine Kritik an der Sprecherin - oder doch? Ich kenne das gedruckte Buch ja nicht. Ist Bentes nervtötender dänischer Akzent so angelegt? Ich weiß es nicht. Die Story ist erneut spannend, die Autorin versteht ihr Handwerk, da gibt es wenig auszusetzen. Nach "Schwarze Brandung" hat mir der zweite Band der Reihe um die junge Kommissarin Liv ebenfalls gut gefallen. Ein Spannungsbogen bis zum Schluß, dezente Hinweise auf den Täter, aber nie weiß der Leser mehr als die Ermittler, auch nicht umgekehrt - das gefällt mir. Wenn nur nicht Bente wäre. Im ersten Band taucht der Däne nur kurz auf, da kann man den Akzent gut ertragen. Im zweiten Band allerdings ... Diese Figur fand ich tatsächlich auch insgesamt nicht sehr glücklich. Der Mann wirkt zeitweise doch etwas arg unprofessionell. Aber nach wie vor haben die Krimis von Frau Weiss in meinen Augen hohe Qualtität. Ich höre/lese gerne weiter. Und hoffe, dass der Kommissar wirklich nur kommissarisch auf Sylt tätig war.

Besser geht's nicht

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 13.06.2019

Das Buch hat mich in Atem gehalten. Und eigentlich dachte ich, dass ich schon eine Rezension geschrieben hätte. Sprachgewaltig und sehr eigen, arbeitet Berkel in "Der Apfelbaum" seine Familiengeschichte auf. Wild wechselt er Zeit- und andere Perspektiven. Eigentlich ein 'No go', wie ich es gelernt habe. Aber es hat mich zu keiner Zeit gestört. Zu eindringlich ist seine Erzählkunst, zu mitreißend die Geschichte zweier Familien, wie sie unterschiedlicher kaum sein konnten. Die Arbeiterfamilie am Rande des Existenzminimums auf der einen Seite, die Bohemièns, Existenzialisten und Anarchisten auf der anderen. Zwei Jugendliche, Kinder fast noch  - Sala Nohl und Otto Berkel - treffen in einer für Otto fast aussichtslosen Situation aufeinander und verlieben sich ineinander. Die Geschichte beginnt in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Ein großer Teil befasst sich mit der NS-Zeit, dem Zweiten Weltkrieg und der Verfolgung Menschen jüdischen Glaubens, zu denen auch die Frauen aus Berkels mütterlicher Linie zählen.

Im Mahlstrom deutscher Geschichte werden Sala und Otto auseinandergerissen. Dass sie überleben, ist ein großes Wunder. Dass sie nach dem Ende des Dritten Reichs wieder zueinanderfinden, ein noch größeres. Man darf nicht allzu empfindsam sein, wenn man das Buch liest oder hört. Berkel erzählt mit ungeheurer Intensität und schreckt auch vor drastischen Schilderungen und Ausdrücken nicht zurück. Manchmal wurde es mir fast zu viel. Dann habe ich eine Pause eingelegt, konnte aber nie aufhören, bis ich das Hörbuch zu Ende gehört hatte. Eine absolute Weiterempfehlung meinerseits.

Hat mir gefallen

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 13.06.2019

Das ist tatsächlich einer der ersten Sylt- oder Nordseekrimis, der mir gut gefallen hat. Die Story hat Hand und Fuß und ist spannend geschrieben. Die Autorin ist mir schon mit dem Roman "Die Perlenfischerin" positiv aufgefallen. Ein bisschen zu viel Familiengedöns gibt es schon. Und die Beziehung zwischen Liv und Boy liegt so glasklar auf der Hand, dass die Geheimnistuerei bin zum Ende etwas aufgesetzt erscheint. Aber das ist auch das einzige, was mich etwas gestört hat. Gut gefallen hat mir auch die Sprecherin, die ihre Stimme wirklich sehr variabel einzusetzen versteht. Ich bin gespannt auf die nächsten Bände. Ein bisschen Luft nach oben ist noch.

1 Person fand das hilfreich

Detailreicher, teilweise aber ermüdender Roman

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 08.06.2019

Vor allem in der ersten Hälfte hat mir das Hörbuch gut gefallen. Die Geschichte um Ida ist anfangs überaus spannend und die historischen Hintergründe sind gut recherchiert. Solange tatsächlich in erster Linie eine Geschichte erzählt wird, ist alles gut. Aber immer öfter wird das Buch zum Geschichtsunterricht. Herzöge, Könige, deutsche Kaiser, Welfen und Dänen, dazu noch die slawischen Stämme prasseln auf den Leser ein. Wer historische Romane liebt, kommt einigermaßen klar, aber hier wäre in meinen Augen weniger mehr gewesen. Zum Ende hin wird alles im "Schweinsgalopp" abgehandelt und man fragt sich, ob das nötig ist. Ich erinnere mich an die Hebammen-Saga von Sabine Ebert, die in der gleichen Zeit spielt, aber die Geschehnisse erzählerisch geschickter auf mehrere Bände verteilt. Ein Problem habe ich sowohl hier als auch dort: Es ist kaum denkbar, dass eine einzige Frau im 12. / 13. Jahrhundert derartig viele Gefahren über Jahrzehnte überlebt hat. Das ist unrealistisch, aber natürlich dem Wunsch geschuldet, dass der Leser seine liebgewordene Protagonistin nicht verlieren darf. Trotzdem ein lesenwertes bzw. hörenswertes Buch. Die Sprecherin hat mir recht gut gefallen, obwohl der Übergang von direkter Rede zur nächsten Schilderung oft nicht ganz klar wird.

2 Leute fanden das hilfreich

Schöne Geschichte, hervorragend gelesen

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 17.05.2019

Eine echte Entdeckung. Der Roman scheint ja schon etwas älter zu sein, was man an Dingen wie dem Gebrauch eines Discmans merkt. Aber das schadet überhaupt nicht. Es ist eine ruhige Geschichte, bei der der Kriminalfall an sich in den Hintergrund gerät. Die handelnden Personen sind das, was mich als Leserin fasziniert hat. Einzig die junge Kommissarin nervt total. Irgendwie passt sie für mich nicht in den Rahmen. Ich würde gerne mehr Hörbücher von Louise Penny und dem hervorragenden Hans-Werner-Meyer hören. Wie kann ein Mann nur derart vielen Personen individuelle Stimmen verleihen? Das ist grandios.

2 Leute fanden das hilfreich

Sehr langatmig

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 03.01.2019

Muttertag ist bislang der erste Titel von Nele Neuhaus, den ich nur mit Mühe durchhalte. Den Plot hätte man auf gut die Hälfte kürzen können. Ein großer Teil des Krimis besteht aus endlosen Wiederholungen bekannter Tatsachen und Wegbeschreibungen. Dass die Autorin es liebt, viel zu viele Personen auftreten zu lassen, ist nicht Neues. Aber bei Muttertag übertreibt sie es bis an die Schmerzgrenze. Das Beste an diesem Krimi ist für mich (aber nur weil ich daran wirklich Interesse habe) die sehr genaue Beschreibung der Polizeiarbeit, die sicher in komplizierten Mordfällen genauso ermüdend abläuft, wie hier geschildert. Ermüdend - das ist genau das Wort - das mir immer wieder durch den Kopf ging. Ermüdend für die Ermittler, ermüdend für den Leser oder in meinem Fall Hörer. Im Grunde nimmt die Story erst im letzten Drittel etwas Fahrt auf. Aber bis dahin muss man erst einmal kommen. Die Gefahr, vorher aufzuhören, ist groß.

2 Leute fanden das hilfreich

Nur noch Langeweile

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 20.03.2018

Tränendrüsendrücker ohne Substanz. Ich bin enttäuscht. Anders als beim Rabenkönig glaube ich inzwischen nicht mehr, dass in dieser Serie noch Entwicklung drin ist. Für mich ist hier definitiv Schluss.

1 Person fand das hilfreich

Irgend wie ans Herz gewachsen

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 03.03.2018

Die Geschichten rund um Ruth Galloway habe ich von Anfang an als "nett" empfunden. Irgendwie wenig spannend, aber entspannend, kein Krimi im eigentlichen Sinne. Die ständigen Wiederholungen von Ereignissen und Personen aus den vorhergehenden Bänden sind schon manchmal ein bisschen zu viel des Guten. Immerhin hat sich die Autorin bemüht, im 5. Band nicht erneut die komplette Geschichte um Erik nachzuerzählen. Es ist für meinen Geschmack eine echte Gradwanderung zwischen nett anzuhören und langatmig, zwischen skurril und einschläfernd. Aber irgendwie fühlt man sich bei Dr. Galloway und ihren Bekannten ähnlich zu Hause wie im TV beim alten Barnaby. Die eigentliche Geschichte rund um den Rabenkönig war mir nicht dicht genug. Ich hatte den Eindruck, mehr über die Mythologien des Nordens zu wissen als die handelnden Personen. - Gabriele Blum macht ihre Sache ganz gut, nur die Stimme, die sie Katie verleiht, finde ich etwas unpassend. Ich schätze, ich werde mir auch Band 6 noch anhören.