PROFIL

mediendoc

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Perlen des Krimi-Genres

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.04.2011

Die meisten werden „Pater Brown" vermutlich durch die Verfilmungen mit Heinz Rühmann aus den frühen 1960er Jahren kennen. Allerdings beruhen sie nur sehr rudimentär auf den Kurzgeschichten von G. K. Chesterton, da bereits die deutschen Übersetzungen aus dieser Zeit eher geglättet und verharmlosend waren.

Seit einigen Jahren gibt es allerdings eine, dem Original wesentlich mehr entsprechende Übersetzung von Hanswilhelm Haefs. Auf dieser berühren die Hörbucher des Verlages "steinbach sprechende bücher" die von Michael Schwarzmaier gelesen werden.

Man merkt schon, dass die Geschichten gut hundert Jahre alt sind. Durch sie weht noch ein Hauch viktorianischen und edwardianischen Stils, das britische Empire ist noch nicht wie die anderen Staaten Europas vom Krieg gezeichnet. Und die eigentliche Geschichte entwickelt sich sehr behäbig, verzichtet auf plakative Action. Sie setzt mehr auf detaillierte Schilderungen der Menschen und ihrer Handlungen.
Doch im Gegensatz zu den Erzählungen um Sherlock Holmes, die zur gleichen Zeit spielen und auch einen Mann in den Mittelpunkt stellen, der sich die Taten genauer ansieht, setzt Chesterton nicht auf die Kombination von Indizien, sondern auf die Menschen.
Wie ein Profiler studiert der katholische Pfarrer die Menschen, versetzt sich in sie hinein und kann so besser verstehen, was sie zu ihren Taten trieb. Auch wenn er das Beichtgeheimnis wahrt, lehrt es ihn doch viel über die Natur des Menschen.
Das alles ist gepaart mit einem fast schon naiven Gottvertrauen in das Gute im Menschen. Und so ist Father Brown auch in erster Linie an der Reue der Täter interessiert und nicht unbedingt an deren Bestrafung, auch wenn sie natürlich am Ende der Polizei übergeben werden.
Diese Punkte kommen in der Neuübersetzung besonders gut zur Geltung und sprechen von der feinsinnigen Menschenkenntnis des Autors ebenso wie seiner Lust am Philosophieren. Die Hörbücher fangen diese Elemente sehr gut ein und werden dadurch zu einem tiefgründigen Genuss...

Buch JA / Hörbuch NEIN

Gesamt
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 03.03.2011

Ich habe das neue Buch gelesen und mir nur eine Hörprobe angetan, und denke, ich kann es mir schenken es ganz zu hören. Ich mag die Stimme und Sprechweise von Hannes Jaenicke nicht.

Der Thriller erfordert etwas Geduld - hier wird eine packende Geschichte voller überraschender Wendungen erzählt, die trotz einer Symphonie an Gewalt und Brutalität in keiner Sekunde unglaubwürdig ist. (Eigene schmerzhafte Erfahrung) Seiner Figurenzeichnung überzeugen restlos und lässt auch bei jeder Steigerung der Grausamkeiten nie vergessen, dass man es hier trotz allem mit Menschen zu tun hat.

Wallanders erster Fall

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 01.02.2010

Ich fands gut, mal von den Anfängen von Wallander zu lesen (hören). Das Buch ist zwar nicht so gut wie die anderen Wallander-Romane, aber dennoch ist es für einen echten Wallander-Fan ein Muß.

Die Versionen mit Ulrich Pleitgen finde ich persönlich hörenswerter als die mit Axel Millberg.