PROFIL

Pseudo Nymphe

Chemnitz
  • 2
  • Rezensionen
  • 15
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 67
  • Bewertungen
  • Der Schimmelreiter

  • Autor: Theodor Storm
  • Sprecher: Uve Teschner
  • Spieldauer: 4 Std. und 11 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 639
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 590
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 587

Die Novelle, in deren Zentrum der fiktive Deichgraf Hauke Haien steht, basiert auf einer Sage, mit der Storm sich über Jahrzehnte befasste. Mit der Niederschrift der Novelle begann er jedoch erst im Juli 1886 und beendete seine Arbeit daran im Februar 1888, wenige Monate vor seinem Tod.

  • 5 out of 5 stars
  • Heute kann ich ihn genießen .....

  • Von Beate Sobotta Am hilfreichsten 24.03.2016

Uve Teschner macht diese Novelle perfekt ...

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 11.03.2016

Am Schimmelreiter habe ich mich oft versucht - in der Schule habe ich die Novelle lesen müssen und ich habe das Buch auch gemocht. Danach wollte ich die Novelle immer einmal wieder lesen und kam nie über die ersten Kapitel hinaus.

Aber als Hörbuch gelesen von Uve Teschner - kann man das Buch immer und immer wieder hören. Die Sprache ist "echt" und lebendig, die Geschichte wird hautnah miterlebt - die Atmosphäre der rauen Bewohner und über allem die Naturgewalt der See, die man zu zähmen versucht. Der Mensch und die Gewalt der Natur, zum Ende hin immer dramatischer im Widerstreit und dazwischen die menschlichen Konflikte. Dazu die wundervolle Sprache.

Uve Teschner macht eine sehr gute Novelle durch seine Intonation erst zu einem wirklich großartigem Werk, das den Hörer wirklich mitreißt. Einen größeren Hörgenuss kann man für so kleines Geld nicht bekommen!
Ich wünschte Herr Teschner würde mehr Klassiker lesen ...

8 von 9 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Das Böse im Blut

  • Autor: James Carlos Blake
  • Sprecher: Uve Teschner
  • Spieldauer: 14 Std. und 47 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 196
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 184
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 185

Im Herbst 1842 bricht das Unglück über die Brüder Edward und John Little herein. In Georgia ersticht der Vater der beiden Jungen einen Mann, der so unvorsichtig war, ihre Mutter zum Tanz aufzufordern. Die Familie flieht vor dem Gesetz in die Sümpfe Floridas, wo es zur Katastrophe kommt. Nach einer Bluttat, die von nun an ihre Träume beherrschen wird, brechen die Brüder nach Westen auf, um dort ihr Glück zu finden.

  • 4 out of 5 stars
  • Wenn ein zerschossenes Auge eine Bagatelle ist!

  • Von Wolfram Am hilfreichsten 05.08.2015

Die Entzauberung des Wilden Westens Teil 2

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 20.08.2015

Carlos Blakes' Roman "Das Böse im Blut" entlarvt genau so wie McCarthys "Die Abendröte im Westen" die Schattenseiten der Eroberung des Westens - ist aber deutlich besser lesbar. Den US-Amerikanern folgt in diesem Sinne eine Spur des Blutes.

In dieses Szenario passen die Brüder John und Edward Little wie Schablonen. Sie wachsen ohne moralische Maßstäbe auf - ihr Vater ist ein Psychopath wie er im Bilde steht. Die Mutter eine, die früh Hure wurde und es dem späteren Ehemann verheimlichen konnte. Als er es herausfindet, folgt die Bestrafung prompt und ... spätestens dann eröffnet sich ein Reigen der Gewalt, der das ganze Buch begleiten wird.

Begleiten durch die Erweiterung der USA in den 1840er Jahren mit all seinen Begleiterscheinungen: Banden, die bezahlt werden, möglichst viele Apachen-Skalps abzuliefern. Banden, die amerikanische Nachschublinien angreifen. Banden, die andere mexikanische Banden angreifen und töten, wenn nur die Bezahlung stimmt. Soldaten, die von der amerikanischen zur mexikanischen Streitkraft desertieren. Und umgekehrt.

Und in all diesen Wirren verirren sich die Brüder Littlle, nachdem sie durch ungünstige Schicksalsschläge getrennt werden. Dabei wirkt der eine Bruder bodenständiger und emotionaler, als ob er der ständigen Gewalt mehr Widerstand entgegen setzen könnte. Dem ist aber nicht so. Beide verfangen sich in einer Spirale der Gewalt, die beiden "im Blut liegt", aber auch von der damaligen Zeit begünstigt wurde. Moral? Gesetz? - Fehlanzeige!

Und das merkt man dem Buch an - es strotzt nur so vor Gewalt und alle 20 Minuten fällt einer Person der Kopf vom Hals, oder er blutet zu Tode oder sein Skalp wird entfernt oder eine Frau wird geschändet oder ... oder. Dieses Buch kennt keine Grenzen was gewalttätige Beschreibungen betrifft: da wird das Schwert in den Compagnero getrieben und dann noch einmal herumgedreht und das schmatzende Geräusch dabei beschrieben. Definitiv nichts für den schwachen Magen!

Aber! ... Es ist die Entzauberung der Wild-West-Romantik - Wer recherchiert, wird herausfinden, dass es genau SO gelaufen ist. Der Westen wurde mit äußerster Brutalität erobert.

Die größte Schwäche war, m. M. n., dass der Autor nicht genug Mitfühlmomente mit den Charakteren schuf. Nur kurz, nur ganz kurz, erlaubt er einen Einblick in die tiefere Menschlichkeit des einen Bruders - als er sich verliebt. Der Moment war aber viel zu schnell wieder vergangen. Trotzdem war er irgendwie schmerzlich, weil der Moment abseits der Gewaltorgien so fremd wirkte.

Uve Teschner liest das Buch grandios - sein Spanisch! Wow! Ohne Fehler, fließend. Überhaupt passt Teschners Bariton-Stimme perfekt zu diesem Werk. Einen Besseren hätte man nicht finden können! (Ohne seine Vertonung hätte ich das Buch wahrscheinlich nicht gehört)

7 von 7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich