PROFIL

Andreas Frank

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Nachschub – bitte!

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 27.08.2017

Vorab: Hartmann, ein mit allen Wassern gewaschener Ex-Kriminaler und Lebenskünstler mit bewundernswertem Hang zum Klartext, ermittelt im Hundeschulen-Milieu. Dort begegnet er einem mausetoten Hundetrainer und infolge dessen allerhand absonderlicher Trainingsmethoden. Von Hunden braucht man als Leser aber keine Ahnung zu haben. Die hat Hartmann auch nicht, was die ganze Sache noch amüsanter macht.

Wobei „amüsant” nur eine Seite ist. Michael Frey-Dodillet hat nämlich trotz der saukomischen Oberkasseler Prosecco-Schickeria, Hartmanns dumm-dreister Nachbarschaft und trotz der knisternden, mitunter aber stotternden Erotik zwischen Hartmann und seiner Mitstreiterin einen richtig spannenden Krimi geschrieben: Mit ordentlich Thrill, einem Erdanker im Auge, schlauen Wendungen, filmreifen Dialogen und seit Ende August auch noch mit einer Stimme, die prächtig zu Hartmann passt. Denn Robert Frank (nicht verwandt) gelingt es, jede Szene des Krimis genau so gewieft, erfahren, ironisch, laut, polternd und manchmal auch verknallt zu spielen, dass allerbestes Kopfkino entsteht. Mit Frey + Frank haben sich da, so wie mit King + Nathan, genau die zwei richtigen gefunden.

Da bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass schleunigst Hartmann #2, #3 und gerne auch #4 erscheint und dass bis dahin Robert Frank schon mal „die Toskanamänner” und „Männer al dente” liest (ungekürzt, versteht sich). Kurzum: Nachschub bitte, Herr Frey-Dodillet!

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