PROFIL

thorstenbradt

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Vom Pantheismus Titelbild

Das schlechteste Hörbuch, das ...

Gesamt
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 10.12.2010

ich je gehört habe.

Existiert Jan Krauß überhaupt? Ich meine das ganz ermsthaft: Existiert dieser Jan Krauß? Ich habe nämlich die Vermutung, als würde der Simmeltext von einem einschlägigen Programm "gelesen"!

Den Stern habe ich nur vergeben, weil es mir nicht gelingen will, diese bescheidene Rezension zu posten, ohne ihn eben zu "aktivieren"!

Simmel würde sich im Grabe umdrehen, wenn er dieses Hörbuch vorgespielt bekäme. Aber nur, wenn seine sterblichen Überreste klassischerweise im Sarg bestattet wurden, wovon ich ausgehe. Der Inhalt einer Urne könnte sich nicht drehen, doch könnte sich die atomare Struktur der letzten Teilchen derart verändern, dass mitunter der gesamte Friedhof aufgrund einer exhorbitanten Strahlenbelastung zur "radioaktiven Gefahrenzone" erklärt werden müsste.

Mehr bleibt mir nicht zu sagen. Sonst müsste ich zynisch werden! ;)

Euer Hochwürden, wir lieben Euch!

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 22.07.2008

Wer wünschte sich nicht, mit einem permanent unterschätzten Genius ausgestattet zu? Auf Sie, Euer Hochwürden trifft dies absolut zu - und wir lieben Euch dafür. Vielleicht beneiden wir Euch aber auch?

G. K. Chestertons, weltweit geachtet wegen seiner Pater-Brown-Geschichten wie aber auch besonders für das Werk 'Der Mann, der Donnerstag war' (1908), liebte das Schreiben seiner Unterhaltungswerke nur bedingt. Und er wiederum beneidete all diejenigen, die nicht wie er auf das Schreiben zum Broterwerb angewiesen waren.

Wer sein letztes, ins Deutsche übersetze Werk 'Kugel und Kreuz' (2007 bei Nova et Vetera) gelesen hat, wird vermuten dürfen, warum: Chesterton war einer der bedeutensten Sozialkritiker seiner Zeit! Und auch oder gerade weil die Lektüre der Brown'schen Abenteuer durchaus nicht intellektuell anspruchslos ist, da mit Akribie und großer Kenntnis der menschlichen Persönlichkeit verfasst, sollte der geneigte Leser sich besonders auf dessen Vielschichtigkeit einlassen.

Es geht hier nicht nur um das Lösen von Kriminalfällen. Es geht hier besonders um das Ausleuchten der im 19. Jahrhundert bestehenden Sozialstrukturen. Pater Brown, als Wandler in allen Gesellschaftssphären, vermittelt Einblicke, die quasi nach Ausblicken schreien: Ganz einfach indem er den Spiegel vorhält! Nicht unähnlich in seiner Koketterie einem deutschen Till Eulenspiegel!

Zum großen Volker Brandt: Brandt intoniert in unglaublich aufregender Art und Weise - er lässt Pater Brown quasi vor dem geistigen Auge auferstehen. Brandt haucht dabei kein Leben ein, er verleiht Leben - ist nicht Adapteuer bestehender Charaktere, sondern ein Schöpfer, eine der interessantesten Charakterdarsteller im deutschsprachigen Raum! Aber nicht vor vor Brandt, auch vor all den anderen ungezählten Mitsprechern verneige ich mich! Und ich würde mir als Liebhaber wesentlich mehr solcher unglaublich sphärischen Hörspiele wünschen.

Ein Hörgenuss vom Feinsten!

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 17.07.2008

Die schwarze Serie beeindruckt durch die Wortgewalt der Sprecherinnen und Sprecher, die in der Lage sind, sämtlichen Charakteren dasjenige Maß an Authentizität einzuhauchen, das notwendig ist, um auch den erwachsenen Hörer schnellstens in die Sphären der Fantasie zu versetzen.Doch ist es nur Fantastisches, dem wir begegnen? Vielleicht. Oder vielleicht auch nicht! Denn gerade das literarisch durchaus nicht einfach zugängliche Werk von E.T.A. Hoffmann zeichnet sich durch wesentlich mehr aus als durch puren Unterhaltungswert: Es ist philosophisch, und zwar so reichhaltig, dass man(n und frau) auch durch das gesprochene Wort angeregt werden, nachzudenken. Nicht nur über Gott und die Welt in diesem Fall, sondern auch durch den Teufel.Mir hat die "Audiotüre" ausgesprochenes Vergnügen bereitet: kurzweilig, spannend, tiefsinnig!Deshalb mein Urteil: Fünft verdiente Sterne! Die schwarze Serie wird fortan zu meinen persönlichen Favoriten im Bereich der Hörspiele gehören. Ich hoffe sehr, dass die Serie fortlaufend erweitert wird. Denn die Kenntnis der zugrunde liegenden großartigen Literatur ist notwendig, auch um den Homo faber unserer Zeit zu verstehen.Im Übrigen möchte ich die Gelegenheit nutzen und mich für das ausgezeichnete Angebot von audible.de bedanken: Hörgenüsse vom Feinsten - für jeden Augenblick, nicht nur für jede Zielgruppe!