PROFIL

Gabriele

  • 17
  • Rezensionen
  • 97
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 55
  • Bewertungen

Schlimm ...

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 16.02.2020

Ich mag Cosy Crime. Ich brauch weder Serienkiller, noch bis ins kleinste Detail beschriebe, blutrünstige Morde. Aber „cosy“ heißt nicht dumm oder flach. Beim Hören hat mich Dummheit der Protagonistin allerdings so aufgeregt, dass ich geneigt war, mein Handy anzuschreien. Sie ist Journalistin! Und immerhin juckt ihr jedesmal, wenn sie auf der richtigen Fährte ist, das Ohr. Allein dieses ewig juckende und zuckende Ohr hatte das Potential, meine Nerven über Gebühr zu strapazieren. Überhaupt musste ich den Reiz, meinen Unglauben hinauszuschreien, mehrfach unterdrücken. Egal wie ...
(vorsicht Spoiler!)
... dumm ein Polizist ist, den nächsten Vorgesetzen gibt es immer, oder eine andere Dienststelle. Beweise haben die beiden einfältigen Frauen doch gehabt. Sogar die Unterstützung eines Pathologen! Sie ist Journalistin, nicht zu vergessen. Gerade Maisie (dieser Name ist nun wirklich daneben, aber das ist nur mein persönlicher Geschmack und beeinflusst die Wertung nicht!) sollte doch Mittel und vor allem Wege kennen, das ganze publik zu machen, bevor die Beweise endgültig verwest sind. Und dann dieses „huch, warum ist denn da so eine große Pfütze unter dem Auto, verlieren wir Öl?“ Kurz nach der Ansage: „Lasst doch euer Auto einfach auf dem Hof stehen“, des wie durch ein Wunder plötzlich freundlichen Schurken, verschaffte mir durch heftiges Kopfschütteln ein angehendes Schleudertrauma. Schon vor der Pfütze wusste der Normalsterbliche, das das Auto manipuliert werden sollte ...

(Spoiler Ende)

Das alles war schon schwer zu schlucken. Ein „cosy“ Hörgefühl hatte ich jedenfalls nicht. Hinzu kam die schlechte Grammatik, die aber womöglich der Übersetzung, oder vielleicht einem Verlesen zuzuschreiben ist. „In etwa“ ist nach wie vor eine Zeitangabe und hat in anderen Zusammenhängen nichts zu tun. Schon gar nicht im leider inzwischen so beliebten, Zustimmung andeutenden „so in etwa ...“. Vermutlich wird das demnächst aber eingedeutscht.
Dann noch die schwere Entscheidung, ob es nun „der Pub“ oder „das Pub“ heißt. Also im Text lieber mal abwechseln. Außerdem gibt es große Häuser, kleine Häuser und „Kart-Häuser“, oder wie diese Katzen heißen ... (Ironiemodus off).

Wie eine vorhergehende Rezensentin schrieb, hat die Vorleserin nicht nur mit der Aussprache einiger deutschen, sondern auch mancher englischen Ausdrücke Probleme. Das an sich finde ich nicht verwerflich, aber kann man sich nicht vor der Aufnahme eines Textes diesen durchlesen und Fremdwörter klären? Sitzt die Dame allein im Studio?

Abgesehen davon hat sie aber gut gelesen.

Die Logik der Geschichte ist recht dürftig, Spannung kam für mich nicht auf. Auch „cosy“ darf spannend sein. Denken wir an Miss Marple. Einige Textpassagen waren nett geschrieben und haben mir hier und da einen Schmunzler entlockt. Darum insgesamt drei Sternchen. Das geht aber besser. Gib der Protagonistin etwas mehr Hirn, trau dem Leser zu, der Geschichte dann immer noch zu folgen.

Die Autorin scheint mir recht erfolgreich. Daher könnte ich mir vorstellen, dass die von mir kritisierten Punkte zum großen Teil der Übersetzung geschuldet sind. Ich denke da gerade an: „Man muss viele Frösche küssen, bis sich ein Prinz darunter befindet ...“ oder so ähnlich. Den Satz fand ich sehr gestelzt. Wie 1:1 aus dem Englischen gefischt. Ich kenne den Ausdruck im Deutschen als: „Man muss viele häßliche Frösche küssen, bis man seinen Prinzen findet.“

Wer keine empfindliche Ohren für Grammatiksünden hat und Logikbrüche ignorieren kann, der hat hier eine leichte Unterhaltung. Spannung sollte er nicht erwarten.

Der permanente Brüller ....

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
1 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 13.05.2019

Die Geschichte fand ich schon spannend, aber auch mir hätte es besser gefallen, wenn Simon Jäger nur gelesen hätte. In diesen Passagen sank mein Agressionslevel wieder auf normal, den zuvor die permanent brüllende Jula-Sprecherin mit der schrillen Stimme hochgereizt hatte. Meine Güte! Zeitweise hatte ich das Gefühl, eine pubertierende Jugendliche vor mir zu haben, die lautstark gegen das Elternhaus rebelliert. Entsetzen muss man nicht in Dezibel ausdrücken. Sie war einfach nur laut. Ohne Nuancen. Schrill. Im echten Leben würde ich eine Person, die sich mir in diesem Ton mitteilen will, egal zu welchem Thema, selbst wenn ihr Haus brennt, nicht ernst nehmen. Na gut. Beim Hausbrand vielleicht. Aber vermutlich hätte ich schon vorher das Weite gesucht.

Die Serie würde ich weiterhören, wenn es eine andere Sprecherin gibt, oder die alte sich ein Sprachtraining gönnt ... aber bezahlen, um mich anschreien zu lassen, werde ich nicht mehr.

Lieber lesen ...

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
2 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.06.2018

Die Geschichte als solche ist recht charmant, aber die Sprecherin ...
Solange sie die Stimme der Protagonistin liest, ist alles gut. Aber schon bei Männerstimmen kribbelt es einem in den Fingern, den Abschaltknopf zu drücken. Nahezu unerträglich werden aber alte Menschen gesprochen: leiernd, näselnd, langgezogene „ääää“.

Schade. Vielleicht zu angestrengt auf unterschiedliche Betonung achtend. Aber so wirken die Charaktere meist nur überzogen und nervig.

Ich werde nicht warm mit ihm ...

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
1 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 12.12.2016

Ich kannte Willemsens Werke bisher nicht. Nachdem mir drei Freundinnen begeistert von den Büchern berichteten, hab ich mich mal rangewagt. Vielleicht war "Momentum" nicht der richtige Einstieg. Nicht das ich eine Geschichte oder einen roten Faden erwartet hätte, das war es nicht. Aber ich konnte, trotz der teilweise geschmeidigen Ausdrucksweise, nicht mit dem Buch warm werden. Vielleicht auch nicht mit Willemsen. Das lässt sich nach einem Titel schwer sagen. Ich hatte die ganze Zeit den Eindruck, als würde der Autor sich permanent über menschliche Fehler und Schwächen milde lächelnd erheben.

Nein, es war nicht meins. Absolut nicht. Ich habe nach dem Hören mal in die Rezensionen geschaut (leider nicht vorher). Willemsen scheint stark zu polarisieren. Ich stehe also nicht ganz allein da.

Wer den Autoren kennt, der weiß vermutlich auf was er sich einlässt. Wer nicht, der sollte anhand der abgegebenen Rezensionen und/oder einer Lese- bzw. Hörprobe erst einmal rausfinden, ob der Titel seinen Geschmack trifft. Meiner war es nicht.

2 Leute fanden das hilfreich

Ermüdend

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 11.10.2016

Es tut mir leid, ich habe nur vier Stunden geschafft und die waren zäh. Es geht um das Leben zweier Freundinnen in Italien. Während der Anfang noch eine gewisse Spannung aufwies (eine ist verschwunden, ohne Spuren ihres Lebens zu hinterlassen), so wirkt die Schilderung der tristen Kindheit schlicht langweilig und langatmig. Ich höre hier auf. Ich muss nicht wissen, wie sich die Protagonistin als Teenager die Pickel ausdrückt. Ja, die Mädchen hatten eine schwere Kindheit, das Werk ist auch sprachlich einwandfrei ... aber der Funke springt einfach nicht über, nicht bei mir.

Da ich den Rest nicht mehr gehört habe, bezieht sich die Bewertung nur auf die erste Hälfte. Vielleicht wird es ja noch spannend, aber ich hab es nicht durchgehalten.

3 Leute fanden das hilfreich

Es muss wohl an mir liegen...

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 19.02.2016

Denn ich finde die Geschichte nicht besonders. Ja, es gibt ein paar durch Wortwitz hervorgerufene Schmunzler, ähnlich den Gags, die Standup Comedians liefern. Die Geschichte an sich finde ich fürchterlich langweilig und das Frauenbild, was sich mir da auftut, ist gruselig. Zumindest für meine Generation, die noch für Gleichberechtigung und damit für das Selbstbewusstsein der Frauen gekämpft hat.
Die Protagonistin ist scheu und naiv. Ich würde sie ihrem Verhalten nach eher als Teenager einstufen. Die Geschichte ist alltäglich: sie wird betrogen, trennt sich, zieht weg. Mir fehlt eindeutig die Spannung, oder auch nur eine deutliche Entwicklung der Heldin. Scheinbar sind es aber gerade diese Romane, die neuerdings wieder gefragt sind: Die Hauptfigur ist unsicher, zögerlich und muss erst durch äußere Umstände wie Freunde oder dem Schicksal zurück auf die (alte?) Spur geschickt werden. Eine innere Entwicklung findet m. E. kaum statt. Im Prinzip wiederholt sich alles mit (Vorsicht Spoiler!) einem neuen Mann. Ob dieser letztendlich wirklich anders ist, bleibt ein wenig offen.

Ich fühlte mich durchschnittlich unterhalten. Wie gesagt, ein paar Schmunzler sind drin. Aber ein Highlight war das Buch für mich nicht.


Zur Sprecherin:

Insgesamt macht sie ihre Sache ganz gut. Nur wenn ein lauterer oder entsetzter Ton gefragt ist, rutscht die Stimme unangenehm ins Heisere ab, als hätte ich einen Kettenraucher vor mir. Es ist nicht so schlimm, dass ich abschalten möchte (es gibt Sprecher, die ich wirklich nicht ertragen kann), aber es mindert den Hörgenuss schon ein wenig.

Ja, da steh ich wohl allein auf weiter Flur mit meiner Meinung. Und ich hoffe nur, dass diese Flut abhängiger unsicherer Frauen sich wirklich nur in der Literatur ergießt und nicht im wahren Leben...


Wer sich für dieses Buch entscheidet, dem wünsche ich viel Spaß. Wer den Humor à la Mario Barth mag, für den könnte es deutlich unterhaltsamer sein, als für mich. Ich vermute, dass es den Geschmack der jüngeren Leser besser trifft, als eben den der etwas älteren, obwohl ich ansonsten auch gern Romane mit jungen Protagonisten lese.

29 Leute fanden das hilfreich

ungewöhnlich, gut - ungewöhnlich gut

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.09.2014

Anfangs konnte ich alle meine Vorurteile und Hassgefühle wunderbar pflegen (sicherlich haben Sie auch einen Ove in der Verwandtschaft oder Bekanntschaft...). Aber nachdem ich geistig herrlich mitgelästert habe, ob dieses weltfremden Pedanten und seinen (Un-)taten, so wurde mir doch nach und nach beklommener zu Mute, als sich die tatsächliche Persönlichkeit Oves vor meinem äußeren Ohr und innerem Auge auftat. Ich will natürlich nicht zuviel verraten, aber sowohl das Buch als auch Oves Charakter bekommen immer mehr Tiefgang.

Das Buch hat mich, zunächst scheinbar oberflächlich, dann aber doch mein ganzes Wesen berührend, unterhalten. Ich habe auch nach der "Lektüre" noch lange gegrübelt. Über Ove, über solche Menschen, über den Autor und überhaupt.

Es ist heutzutage nicht einfach, gute Bücher jenseits des Thriller-Genres zu finden. Hier ist so eines. Vielleicht lässt Sie das Buch nach seinem Genuß auch etwas verändert zurück und Sie sehen die Oves dieser Welt mit anderen Augen.

(Und trotzdem gibt es noch die Anderen: die, die Ove nur ähneln und wo sich auch nach intensivem Kennenlernen die Vorurteile bestätigen. Das musste mal gesagt werden.... das brauche ich für mein gelegentlich negatives Weltbild...)

Ich wünsche gute Unterhaltung.

Geborgen...

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 17.03.2014

Das Schlimmste für uns Ängstliche ist wohl das ausgeliefert sein. Und ich persönlich kann mit dem "stell dich einfach so lange dem Schrecklichen, bis der Puls wieder unten ist" überhaupt nichts anfangen.

Kim Fleckenstein hat einen ganz anderen Ansatz. Hier fühlst du dich geborgen und aufgehoben. Dabei lässt sie die unangenehmen Situationen auch nicht aus. Aber sie beschreibt sie anders. Bei ihr bekommst du durch den Zahnarzt dein "Lächeln wieder" und das durch die "Arbeit eines Profis". Für mich ist das eine ganz andere Vorgehensweise als das Entspannen bei Bohrgeräuschen zu üben.

Bis jetzt hat mir die Übung viel Ruhe gegeben und ich bin ohne Fluchtreflex beim Zahnarzt gewesen. Der hatte natürlich nicht die besten Nachrichten für mich, aber bisher rebellieren weder Verdauungstrakt noch Nerven gegen den Behandlungsplan.

So kann es weitergehen. Daumendrücken natürlich gern gesehen und erwünscht.

6 Leute fanden das hilfreich

Nichts für Ängstliche

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 17.03.2014

Ich hab das Hörbuch gerade deswegen gekauft, weil ich einer dieser schlotternden Zahnarztpaniker bin. Im ersten Teil wird viel über die Zahnarztangst an sich erzählt, worüber sich aber sicherlich viele Ängstliche bereits informiert haben, sie leben ja nicht erst seit gestern mit dem Problem. Dann gibt es noch besonders angstschürende Erläuterungen, in dem man Preis gibt, was eben alles passieren kann, wenn man nicht rechtzeitig zum Arzt geht, oder gewisse Behandlungen vermeidet. Danke! Als Angstmensch hab ich schon vorher ein schlechtes Gewissen, dass ich meine Termine nicht auf Reihe krieg und jetzt kommt noch das "oh-gott-hoffentlich-ist-es-noch-nicht-zu-spät!" dazu.

Die Entspannung besteht hauptsächlich aus der progressiven Muskelentspannung, die mir persönlich gar nichts gibt. Hier hätte ich mir zumindest mehr positive Suggestion gewünscht, in dem das für uns Paniker scheinbar Schlimme herausgenommen wird. Wie gut man das machen kann, ist auf der Zahnarzt-CD von Kim Fleckenstein zu finden...
In diesem Hörbuch jedoch muss man sich eine angstauslösende Situtation so lange vorstellen, bis man dabei entspannen kann. Wünsche hier viel Geduld!

Letztendlich hab ich den Eindruck, dass die Autoren sich nicht unbedingt in echte Zahnarztangst hineinfühlen können. Dieses "konfrontier dich so lange, bis es dich langweilt - sorry - entspannt", ist mir zu mechanisch und lieblos...

Auch auf der o. G. CD von Kim Fleckenstein wird man mit den Situationen konfrontiert, aber auf eine ganz andere, eher beruhigende Art. Und ich kann schon mal berichten, dass mir diese nach etwa 7 mal hören schon sehr geholfen hat. Hier ist der Tenor eher: "es ist alles zu deinem Besten und du schaffst das" als das: "stell dich dem Furchtbaren".

Naja, ist vielleicht auch Geschmackssache. Ich bin gespannt, ob jemand hier positiviere Erfahrungen gemacht hat als ich.

6 Leute fanden das hilfreich

Gruselige Qualität

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.01.2014

Der Seminarmitschnitt ist inhaltlich einwandfrei, aber qualitativ fast eine Zumutung. Er ist verrauscht und die Hintergrundgeräusche scheinen manchmal lauter, als der Sprecher. Das ist das erste Mal, das ich so einen Mitschnitt bekommen habe. Wer, wie ich bevorzugt, auf einem Ipod hört, muss auf volle Lautstärke hören, um überhaupt was durch das Rauschen zu hören. Über den Kindle gehört, ist es erträglich, aber ich schlepp nicht gern einen Kindle zum Hören in der Hosentasche (ob der Größe doch wohl eher in den Bund geklemmt).

Schade

3 Leute fanden das hilfreich