PROFIL

Stephan

  • 46
  • Rezensionen
  • 1.326
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 60
  • Bewertungen

In die Läääääänge gezogen

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 12.07.2020

Sehr mittelmäßig – und was an Potential da ist, wird zig mal durchgekaut und elendig in die Länge gezogen. Habe mich im Nachhinein geärgert, dass ich es fertig gehört habe.

2 Leute fanden das hilfreich

Sorry, das war nix …

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 29.11.2019

Was ich genau erwartet habe von einem Thriller des mir lieben Duos, kann ich gar nicht sagen – aber das Ergebnis ist rundum enttäuschend. Wie bei einem mittelmäßigen Tatortdrehbuch werden Plotbausteine aus sattsam bekannten Storys zusammengewürfelt, ohne dass dabei etwas Brauchbares oder gar Neues rauskommt. "Ninja-Kinder", Stromausfall, Actionszenen, Rückblenden-Handlungsstrang … Das meiste ist schlicht geklaut und nichts richtig gut erzählt. Besonders logisch bzw. schlüssig ist die Geschichte auch nicht – und offenbar droht noch eine Fortsetzung. Da kann auch Dietmar Wunder nichts retten.

18 Leute fanden das hilfreich

Dietmar Wunder in Topform

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 27.01.2019

Die Fortsetzung von Nivens "Kill your friends", in dem ein zynischer Musikmanager die Welt um sich herum manipuliert und ausbeutet. Eine böse, schräge, sehr unterhaltsame Satire. "Kill them all" finde ich noch böser, noch schräger und unterhaltsamer. Der Plot ist verwegen, und Niven transportiert in seiner witzigen und derben Schreibe viele (traurige) Wahrheiten und philosophische Ausflüge.

Das eigentliche Highlight aber ist Dietmar Wunder, für mich ohnehin der beste Rauner in der Sprecher-Champions-League. Dass er auch so viel komödiantisches Talent hat, war mir nicht klar. Sein immer irrer werdender Superstar – ein Hörgenuss. Danke dafür.

8 Leute fanden das hilfreich

Glutamat-Thriller

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 10.11.2014

Zuallererst muss man Sebastian Fitzek Respekt zollen. Kein anderer deutscher Thriller-Autor arbeitet derart professionell - in Sachen Zielgruppenanalyse, Selbstmarketing und Häppchen-mäßiger Plot-Aufbereitung. Das reicht von der Settingidee (Kreuzfahrtschiff, wo sonst liest man mehr Krimis?) über den kapitelweisen Vorabdruck in der Bild-Zeitung bis zum Vorziehen der (etwas arg eitlen) Danksagung vor den Epilog.

Kann man manchen, kann man mögen. Ich mag es nicht.

In seinen frühen Romanen hat Fitzek gezeigt, was er in Sachen Psychothriller mit Tiefgang draufhat, er kann es ja. Aber zuletzt hat er diese feine Küche bewusst gegen den Glutamat-Streuer eingetauscht: Effekthascherei, endlos weitergedrehte Plots mit so vielen "Überraschungen", dass man schon den Wecker danach stellen kann. Schade für mich als früheren Fitzek-Fan, aber sicher gut für Herrn Fitzeks Bankkonto. Es sei ihm gegönnt.

Dass ich Simon Jäger mal "nur" vier Sterne gebe, hätte ich auch nicht gedacht. Ich lasse es mal dahingestellt, ob das nun an meiner Genervtheit liegt – oder ob auch der Lesegott Jäger seinem Spezl Fitzek nicht ganz ins Fast-Food-Land folgen mag ;-)



52 Leute fanden das hilfreich

War "Kreuzzug" nur ein One-Hit-Wonder?

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 02.12.2013

Nichts gegen fröhlichen Unfug in Popcorn-Thrillern, solange darunter die Spannung nicht leidet. Aber entweder ist Marc Ritter nach dem tollen "Kreuzzug" und dem bereits verquasten "Transalp" nun endgültig die schreiberische Puste ausgegangen, oder er hat seinen neuen Roman unter dem Einfluss von Verlagsterminen, Erfolgszwang und/oder Rauchwaren zweifelhafter Herkunft verfasst. Die Story ist einfach nur hanebüchen und damit frei von Thrill aller Art.

Schade drum. Auch, dass Robert Frank, der nicht so gut liest wie D. Bierstedt (in "Kreuzzug"), aber immerhin Bayerisch spricht (in "Transalp"), diesmal gar keinen Text auf Bayerisch hat.

8 Leute fanden das hilfreich

Kalte Macht Titelbild

Spannendes Gedankenspiel, schlecht gelesen

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.08.2013

Die Idee, mal einen kaum verschlüsselten Verschwörungskrimi im Kanzleramt spielen zu lassen, hat mir gefallen. "Kalte Macht" ist sicher kein Spitzen-Thriller, aber unterhält als Gedankenspiel - etwas Wissen über die deutsche Geschichte seit 1975 und die Protagonisten der Bonner und Berliner Republik vorausgesetzt.

Auch kann ich Bernds Kritik (erste Rezension) nicht nachvollziehen, die Figuren seien alle "dumm". Brillant ist anders, aber da gibt's Schlimmeres im Krimi-Zoo.

Mit den Sprecherqualitäten von Kai Wiesinger hat Bernd (leider) recht. Der liest - ich sage es mal ehrlich - geradezu erstaunlich schlecht, was dem Hörbuch leider einiges an Spannung nimmt.
Für mich hat Wiesinger damit in Sachen "Bekannte TV-Gesichter sind nicht zwingend gute Sprecher" mal locker Hannes Jaenicke entthront ;-)

8 Leute fanden das hilfreich

Guter Thriller, aber Klappentext nicht lesen!

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 28.07.2013

Grangé reift sichtlich heran, sein neuer Thriller ist vielschichtig und bricht gekonnt mit einigen Genre-Standards. Das Hin und Her zwischen hartem französischen Cop-Thriller und den Lebensgeschichten seiner Protagonisten ist gekonnt in Szene gesetzt. Der Plot und natürlich auch die tolle Lesung von Ditmar Wunder erinnern an die besten Lincoln-Rhyme-Krimis von Jeffery Deaver. Das alles könnte also äußerst spannend sein. Ist es aber dann doch nicht.
Der finale Dreh der Story wird nämlich schon im Klappentext verraten. Die ersten zwei Drittel der Story weiß man, dass es doch noch anders kommt. Danke. Wer schreibt sowas? Redakteure, die auf den Textbaustein "doch dann stellt sich heraus, dass ..." auch nicht verzichten können, wenn sie damit bis ins letzte Fünftel der Story vorspringen?
Da macht ein Autor wie Grangé einen wirklich guten Job - und dann wird das Lesevergnügen von einem ignoranten oder ahnungslosen Lektor ruiniert.
Mir ist klar, dass Audible die Klappentexte der Verlage übernimmt (wahrscheinlich übernehmen muss, da eigene Texte zu viel Aufwand erfordern würden und 95 % der Verlagstexte sind ja auch okay). Aber bei diesem an sich tollen Thriller ist es echt eine Schande …

32 Leute fanden das hilfreich

Rasanter Techno-Kracher

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 03.05.2013

Ein erstklassiger Popcorn-Reißer, der das von Michael Crichton und Tom Clancy begründete Techno-Thriller-Genre auf den neuesten Stand bringt - und richtig Spaß macht.

Hightech-Finsterlinge kämpfen skrupellos mittels böser Drohnen darum, ebenjene zur weltbeherrschenden Waffengattung zu machen. Nicht zwingend logisch, aber doch mit gut recherchierten Hintergrundinfos von der IT-Massenüberwachung bis zur Ameisenforschung unterfüttert. Besonders das Intro um das Stanford-Team ist klasse und überraschend - und der Showdown voll Hollywood-kompatibel.

Daniel Suarez hat ja noch ein paar Techno-Bücher mehr verfasst, die darf Audible gerne nachlegen. Und bitte wieder mit Tobias Kluckert.

35 Leute fanden das hilfreich

Clancy in echt

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 02.12.2012

Dass man von einem (in diesem Fall amerikanischen) Elitesoldaten keine allzu reflektierte Betrachtung seines Tuns erwarten sollte, ist klar. Dennoch gibt es ein paar Momente in diesem Hörbuch, die mir die Zehennägel aufrollen - etwa, wenn Owen erst trocken die praktischen Vorteile des Tötens Verdächtiger rekapituliert und im nächsten Kapitel ausführlich über Teenie-Humor und Streichespielen innerhalb der Seal-Einheit berichtet. Mitunter scheint der Co-Autor (oder der Übersetzer?) öfter die Notbremse gezogen zu haben, bevor die persönlichen Ansichten Owens nicht mehr zitierfähig wurden.
Dem gegenüber steht allerdings ein hochinteressanter Text, der viele Hintergrundinfos zu den Seals, deren Ausbildung und natürlich auch dem Osama-Abmurksen bietet - und unterm Strich als ziemlich sachlich durchgeht. Die Schilderungen von Planung und Durchführung der verschiedenen Operationen lesen sich wie Tom Clancy in echt. Auf dessen völlig überzogene Heroisierung der amerikanischen Soldaten hat Owen großteils verzichtet, allerdings ebenso auf die Auseinandersetzung mit dem Tod von Kameraden.
Fazit: Als Sachbuch wirklich spannend und informativ, solange man mit dem Blick durch die amerikanische (Nachtsicht-)brille klarkommt.

12 Leute fanden das hilfreich

Der Wolf Titelbild

Katzenbach kann es einfach

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 08.10.2012

Man soll ja in den Rezensionen keine Bücher vergleichen, dennoch bitte ich um Nachsicht. Direkt hintereinander habe ich den neuen Fitzek ("Abgeschnitten") und den neuen Katzenbach gehört - danke ans Audible-Team übrigens für diese beiden Veröffentlichungen.
Die Bücher sind sich nicht unähnlich, beide sind trickreich konstruierte Thriller (mein absolutes Lieblingsgenre :-). Während aber aus Fitzeks Bausteinen (clevere Zeitsprünge, ein paar gezielte Tabubrüche, eine Prise Lisbeth Salander etc.) irgendwie doch nichts Ganzes wird, zeigt Altmeister Katzenbach, wie es geht. Sein Plot ist nicht minder zurechtgebastelt als Fitzeks, aber deutlich glaubhafter und damit spannender. Katzenbach kommt mit weniger Wendungen aus, lässt die Spannung langsam wachsen und nimmt sich mehr Zeit für seine Charaktere, denen er sogar eine schöne Portion Humor zugesteht.
Fitzek dagegen setzt auf Dauer-Spannungsmache (Kurzkapitel mit teils völlig überzogenen Cliffhangern) und Dauer-Spekulation (beide Hauptprotagonisten haben Sidekicks, die ständig Fragen stellen und Thesen aufstellen).
Katzenbach lässt die Fragen und Ideen da entstehen, wo sie hingehören: im Kopf des Hörers. Daher: 1:0 für Katzenbach.

93 Leute fanden das hilfreich