PROFIL

Damnatus

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  • Rezensionen
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  • Bewertungen

Kling und die Kybernetik. Gut mit Schwächen.

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.01.2018

Das Buch lässt Einführung in die Kybernetik und Science and Technology Studies betrachten. Es geht größtenteils reflektiert mit den dahinterstehenden Theorien um und verfällt nicht in einen Kultur-Pessimismus. Vielmehr wird auf unterhaltsame und größtenteils witzige Art die Themen Künstliche Intelligenz, Algorithmen, Subjektivierung und digitaler Kapitalismus mit Blick auf ihre gesellschaftliche Wirkung untersucht. Dabei entwirft Kling aber auch eine Antwort, welche nicht abschließend ist.
So wie es Anschlussmöglichkeiten für eine Fortsetzung gibt.

Leider schafft es Kling nicht ganz mit Diskriminierungsstrukturen auf derselben Weise umzugehen und reproduziert dadurch Sexismus, Rassismus und Ableismus.

Kling Fans dürfte es freuen, dass es Verknüpfungen zu anderen Schriften gibt. Wie, wird an dieser Stelle nicht verraten.

Geschichte außer-dimensionell mit wunderbarem Sprecher

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 07.08.2017

Ich bin großer Freund von Volker Niederfahrenhorst als Sprecher und mag die Vielfalt seiner Stimme. Es hat dann schon etwas von einem Hörspiel.
Mir gefällt das sehr. Ich ziehe VN den anderen Sprecher*innen vor und freue mich jedes Mal, wenn Pratchett von ihm gelesen wird.

Die Geschichte selbst ist gewöhnungsbedürftig. Ich habe nun etwa 10 Scheibenwelt Romane gehört und für mich ist dieser der außerordentlichlichste. Er spielt abseits dem Bekannten und hat auch kaum Verbindung zu anderen Geschichten und Charakteren. Statt dessen kommt eine neue Kultur, Umgebung und Logiken zum Einsatz.

Es ist noch seltsamer als Geschichten aus dem Gegengewicht Kontinent, nicht zuletzt weil Bindeflied-Charaktere weniger stark positioniert sind und der Hauptdarsteller das mMn nicht ganz kompensieren kann.

Es hat großen Spaß gemacht sich auf die Reise in Unbekanntes zu begeben. Nur darauf gefasst muss eins sein. Der ansonsten heimeligen Flair einer Pratchett Geschichte in und um Morpork oder den Hexen als etablierte Bühne ist hier nicht gegeben.

Seid lieb, aber scheißt auf nicht-verletzende Begriffe?

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 05.12.2016

Das Buch ist weit zynischer und böser als die "Bibel nach Biff" und bei weitem weniger feinhumorig. Statt dessen kommt die Religionskritik, durchaus manchmal zutreffend und überspitzt mit herben Sprüchen um die Ecke. Der Autor reflektiert die Nutzung von Begriffen nicht, mit welchen die "Außenstehenden" bezeichnet werden und reproduziert damit in vielen Fällen die Diskriminierungen. Der Versuch das aufzulösen ist insofern fast ironisch: Die Handlungen der Charaktere wird mehr Gewicht beigemessen als der Gestaltungskraft des Wortes.

Der Sprecher macht insgesamt einen guten Job, doch die Charakterstimmen passen nicht immer und wirken ab und an nasal.

Viel Cyber und viel Kopfkino

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 16.04.2015

Ich habe mich lange gewehrt Glashaus anzuhören und habe es nun doch innerhalb von knapp 3 Tagen durch.

Der große Handlungsbogen ist wenig originell, hat aber schöne Wendungen und auch die eine oder andere Überraschung. Die Einarbeitung aktueller Geschehnisse rund um das Internet, Geheimdienste und Whistleblower ist gelungen. Leider werden sehr Buzzwords genutzt, sodass man durchaus Bullshit-Bingo spielen kann: Allen voran "Cyber" gefolgt von "VPN" und "Hack". Die Beschreibung der technischen Vorgänge ist auch hier kein Meisterwerk.

Warum habe ich das Hörspiel "durchgesuchtet"? Weil es genial inszeniert ist und die Sprecher den Charakteren Leben einhauchen wie ich es selten erlebt habe. Das Sounddesign und die Geräuschkulisse sind fabulös, die Abmischung mit eingeschlossen.

Audible setzt hier seinen in der Werbung genutzten Slogan (Ich bin die Stimme in deinem Kopf. Ich bin dein Kopfkino) mit Bravour um!

Eine gelungene Science-Fact-Geschichte

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 07.03.2015

AndyWeir schafft es mit seiner Science-Fact-Geschichte und dem Erzählstil eine unglaublich dichte Atmosphäre aufzubauen (in diesem Kontext durchaus ein Wortwitz). Relevante wissenschaftliche Vorgänge werden dabei auf Laien-Niveau erklärt ohne dass es aufgesetzt wirkt.

Der Erzähler macht einen sehr guten Job und ließt mit angenehmer Intonation und Geschwindigkeit, nur beim Verkörpern der Charaktere abseits von Mark wirkt er etwas hölzern und starr. Das ist manchmal anstrengend, bricht aber nicht das Innere Kopfkino.

Ich habe die Geschichte in drei Tagen durchgehört und war bis zum abrupten Ende voll dabei.

1 Person fand das hilfreich

Witzig! und immer noch brandaktuell

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 30.12.2014

Auch der zweite Teil der Känguru-Chroniken ist sehr unterhaltsam. Es wird bspw. ein Asoziales Netzwerk gegründet, welches Anti-Terror-Anschläge durchführt. Diese haben zwar nicht immer Erfolg, aber meist Konsequenzen.
Etwas unheimlich sind allerdings die Vorgriffe auf aktuelle politische Entwicklungen: AfD (gegründet Feb. 2013) und Pegida ( beginnt ca. im Okt. 2014) sind in diesem (Hör-)Buch aus 2011 antizipiert inkl. Reaktionen von Politik und Gesellschaft.
So wird das Intro, in dem behauptet wird, dass das Buch in Teilen in der Zukunft liegt, durchaus makaber.

Nicht immer ist es auch ratsam, dass der Autor sein Werk selbst vorliest. Nicht hier! Marc-Uwe Kling macht einen sehr guten Job und gibt mit schöner Vielfalt den Charakteren unterschiedliche Stimmen. Meiner Meinung nach fehlt ihm zwar die Brillanz eines Simon Jäger oder David Nathan, was im Kontext der Geschichte aber nicht sonderlich ins Gewicht fällt.

Ein schräg-humoriger Original mit Liebe gemacht

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 07.01.2012

Apokalypse im Advent, die nunmehr dritte Geschichte mit den Ohrdebil(Audible)-Mitarbeitern, ist wieder eine herzallerliebste Erzählung mit Charme, schrägen Charakteren und Humor. Es ist eine phantastische Geschichte in zweierlei Sinne: Einmal ist die Rahmenhandlung durch die Klassiker und ihre Erscheinung einem Märchen gleich, dass dann mit sehr viel Liebe, und hier kommt die zweite Bedeutung, phantastisch und kurzweilig erzählt wird.
Ich war praktisch am Dauergrinsen.

Man merkt dass die Sprecher deutlich sicherer geworden sind und sich freier in ihren Rollen durch Betonungsvielfalt bewegen. Dabei bleibt der Hintergrund einer semi-proffessionellen Produktion aber, zum Glück, spürbar.

Das macht das zu etwas Besonderem, denn hier hört man Audible-Mitarbeiter was eine, wie John vielleicht sagen würde, "persönliche Relation und Identification des Endkunden mit dem Product" zur Folge hat.
Auch wenn es bei Audible.de vielleicht nicht ganz so zugeht wie bei Ohrdebil.de
( wer weiß, vielleicht ja doch ;) wirkt es authentisch und macht, zumindest mir, den "Haufen" sehr sympathisch.

Ich freue mich auf weitere Ohrdebil.de - Abenteuer :-)

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