PROFIL

Ute

  • 390
  • Rezensionen
  • 4.361
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 416
  • Bewertungen

Hat mich nicht überzeugt

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.03.2020

Diese Geschichte konnte mich nicht so recht überzeugen. Ich bekam kaum bis keine Vorstellung, wie die Landschaften oder die Städte waren. Selbst den Tross, mit dem die Protagonistin von Augsburg nach Prag reiste, konnte ich mir nicht recht vorstellen. Es wurden keinerlei Angaben über die Größe gemacht. So habe ich bis heute nur eine vage Vorstellung von den Wagen, die hier reisten.

Es gab aber auch durchaus einige Passagen, die ich sehr interessant fand. Doch insgesamt fand ich die Story eher mäßig nett. Ganz gut anzuhören, doch nichts, was großartig im Gedächtnis haften bleiben würde.

Da ich von der Familie Fugger eine gänzlich andere Vorstellung hatte, googelte ich natürlich im Anschluss, woher denn meine Vorstellung von den gutherzigen Fuggers kam oder ob ich schlicht den Namen verwechselte. Doch nein, die Fuggerei, die es bis heute in Augsburg gibt, ist eine Ansammlung von Sozialbauten, die auch heute noch von der Familie Fugger unterstützt wird. Und eben genau in dieser Zeit der Entstehung der Sozialsiedlung der Fuggers spielt dieser Roman. Und hier werden die Fuggers als gnadenlose Ausbeuter dargestellt. Hm. Wäre die Story 100 Jahre früher angesiedelt, ok. Aber so – nein, das fand ich nicht sonderlich überzeugend oder passend.

Die Sprecherin hingegen hat mir sehr gut gefallen.

Richtig gut!

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.03.2020

Über 18 Stunden hochbrisante Spannung gefällig? Dann bist du hier genau richtig. Um was es genau geht, steht ja schon größtenteils oben in der Beschreibung. Deshalb will ich hierzu auch nichts weiter sagen.

Ich kenne noch nicht viele Bücher von Charlotte Link. Deshalb kann ich nur aus dem in dieser Story Gesagten erahnen, dass sich Kate Linville von Scotland Yard schon öfter in die Ermittlungen von Caleb Hale eingemischt hat, was letzterem natürlich überhaupt nicht passt. Doch ich muss schon gestehen, dass sie für diese Einmischung dieses Mal ja wirklich nichts konnte. Wohnte sie doch gerade bei der Familie Goldsby, als deren Tochter plötzlich wie vom Erdboden verschluckt ist. Nun beginnen die Ermittlungen von Caleb und – ganz nebenbei und eigentlich auch gar nicht gewollt – von Kate.

Die folgenden Stunden fand ich extrem gut aufgebaut, ließ doch der Spannungsbogen kaum nach. Er befand sich auf einem konstant hohen Niveau und als Zuhörer konnte man munter seine eigenen Verdächtigen verfolgen. Natürlich lag ich mal wieder komplett daneben mit meinem Verdacht. Doch bis kurz vor dem Ende konnte man wirklich nicht ahnen, was sich wirklich zugetragen hatte und sich langsam dem dramatischen Höhepunkt näherte.

Claudia Michelsen als Sprecherin fand ich auch sehr gut! Ich hatte sie bisher nur einmal in einem anderen Hörbuch von Charlotte Link gehört. Sie hat dieser Geschichte genau die richtige ruhige Stimme verpasst und doch die Spannung jeweils auch stimmlich spürbar werden lassen.

Sehr faszinierend

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.03.2020

Dieses Hörbuch hat mich wirklich fasziniert. Ich hatte mir selbst schon die Frage gestellt, ob ich wissen wollte, wann ich sterben würde. Ich habe diese Frage für mich verneint. Und zwar einfach deshalb, weil ich nicht wusste, wie mich dieses Wissen in meinem zukünftigen Leben beeinflussen würde. Somit fand ich es natürlich spannend, als ich die Beschreibung dieses Hörbuches las.

Vier noch junge Geschwister haben nun alle ein Datum im Kopf, wann sie sterben werden. So ganz ernst nimmt man es nicht – zumindest nicht nach außen hin. Doch innen sieht es dann doch anders aus. Zu, da manche nicht sonderlich alt werden sollen.

Fortan wird die Geschichte der Geschwister erzählt. Diese Episoden fand ich sehr spannend, interessant und kurzweilig beschrieben. Ich konnte ihre Lebensentscheidungen gut nachvollziehen, auch wenn sie nicht immer von Glück gekrönt waren. Dadurch gingen einem die einzelnen Schicksale natürlich noch mehr zu Herzen. Aber kein Kitsch. Einfach nur das wahre Leben, wie es sich den ganz normalen Menschen eben entgegenstellt, manchmal auch in den Weg stellt.

Wolfram Koch als Sprecher liebe ich! Und er hat mich auch hier nicht enttäuscht. Ganz wunderbar hat er „Die Unsterblichen“ gesprochen.

Absolut empfehlenswert

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.03.2020

1963. Damals wurde die deutsche Geschichte noch nicht in der Schule aufgearbeitet, wie dies heute ein Glück der Fall. Wie man bei diesem Buch sehen kann, hatten die meisten Kinder, die während oder nach des 2. Weltkrieges geboren wurden, keine Ahnung von dem, was sich damals zutrug. Alles wurde totgeschwiegen, das ganze Ausmaß kam wohl auch erst nach und nach ans Licht.

Und so nahm die junge Eva völlig unbedarft als Dolmetscherin eine Stelle bei dem ersten Auschwitz-Prozess in ihrer Heimatstadt Frankfurt an. Sie war Übersetzerin für die polnische Sprache und dolmetschte somit die Aussagen der ehemaligen Gefangenen, der Überlebenden des Horrors aber auch die Zeugenaussagen, die über die grausamen Morde getroffen wurden. Eva war entsetzt! Und ich als Zuhörer auch. Auch wenn es für mich nun nicht neu war. Aber die Beschreibung der Zustände und Behandlungen und die Gleichgültigkeit der Angeklagten machten wirklich sprachlos, wütend, fassungslos und – hierfür gibt es gar nicht die richtigen Worte. Nicht schuldig, immer nur nicht schuldig. Anette Hess hat die Stimmung im Gerichtssaal sehr gut beschrieben und auch die Gedanken, die Eva Bruhns immer schlimmer quälten.

Und dann muss sie auch noch feststellen, dass selbst ihre eigene Familiengeschichte davon betroffen ist.

Eva Bruhns wächst im Laufe der Geschichte von der unbedarften Verlobten zu einer Frau mit Selbstbewusstsein und Kampfgeist heran. Ihre Entwicklung hat mir auch sehr gut gefallen.

Insgesamt fand ich also sowohl den Plot an sich als auch die persönliche Geschichte um unsere Protagonistin herum sehr bewegend und absolut empfehlenswert.

Eva Meckbach fand ich auch ganz hervorragend passend zu dieser Geschichte. Zurückhaltend und doch sehr intensiv hat sie dieses Hörbuch gesprochen.

Ein Hörbuch für meine Bestenliste

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.03.2020

Rabenfrauen erzählt die Geschichte zweier Frauen, die in den Sog der Colognia Dignidad – einer üblen Sekte – gerieten. Christa mehr als Ruth, Christa geht mit nach Chile, Ruth zweifelt immer mehr an den Freikirchlern und bleibt alleine zurück.

Ich fand diese Geschichte wirklich toll aufgebaut und auch richtig klasse von den drei sehr passenden Sprecherinnen gesprochen. Ich konnte mir schon sehr gut vorstellen, wie Christa und Ruth von dem charmanten und gut aussehenden Erich fasziniert waren. Aufgrund ihrer verschiedenen Charaktere konnte ich auch ihre unterschiedlichen Entscheidungen nachvollziehen. Allerdings fiel mir das bei Ruth etwas schwerer. Doch vermutlich ahnte ich schon schlimmes, wie hätte das Ruth in ihrer Verliebtheit erkennen sollen? Ich glaube, ihre Entscheidung sollte man nicht leichthin als blauäugig abtun. War es damals doch alles neu und entwickelte sich ja erst zu dem, was es dann wurde.

Erzählt wird die Story in Rückblicken, somit setzt sich nur Stück für Stück das ganze Ausmaß dieser gnadenlosen Sekte zusammen. Ich hatte den Begriff Colognia Dignidad zwar schon mal gehört, konnte aber nicht wirklich etwas damit in Verbindung bringen. Ich staunte von Minute zu Minute mehr und konnte das Hörbuch nicht mehr ausschalten. Anschließend recherchierte ich zu dieser Sekte im Internet. Unglaublich.

Mich hat dieses Hörbuch jedenfalls sehr begeistert. Und ich bin fest davon überzeugt, dass es als Hörbuch mit diesen drei Stimmen noch eindrücklicher ist, als wenn man es selbst als Buch lesen würde. Denn dies ist keine reine Lesung. Dies ist Kopfkino pur.

Interessant und kurzweilig

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.03.2020

Der erste Teil der Dorá-Guðmundsdóttir-Reihe von Yrsa Sigurðardóttir hat mir sehr gut gefallen. Ich fand den Fall des etwas seltsam aussehenden deutschen Studenten sehr interessant und kurzweilig. Denn nicht nur konsumierte er Drogen, er interessierte sich auch sehr für alte Hexenkulte. Doch was war nun der wahre Grund für sein Ableben?

Manche Dialoge fand ich zwar etwas unbeholfen, doch das störte nicht weiter im Verlauf der Geschichte. Das private Umfeld der sehr sympathischen Protagonistin fand ich interessant und sehr kurzweilig und interessant beschrieben.

Die Sprecherin Christiane Marx hat mir zwar gut gefallen, aber nicht sehr gut. Doch das sollte sich in den nächsten Folgen der Reihen ändern.

Insgesamt bekommt der erste Fall von mir 4,8 Punkte.

Ja, gut - aber nicht umwerfend

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.03.2020

Der 2. Teil der Reihe hat mir zwar auch gut gefallen, doch ich fand ihn nicht so spannend, wie den 1. Teil. Lange rätselte ich mit, doch so wirklich mitgefiebert habe ich hier nicht. Den Fall an sich fand ich einfach nicht so interessant. Am Ende stellte sich zwar durchaus eine schockierende Auflösung heraus, doch da man so lange im Dunkeln tappte, war die Story insgesamt schon recht langatmig.

Die Dialoge waren hier nicht mehr so unbeholfen wie im 1. Teil. Auch das Privatleben von Dorá gestaltete sich hier sehr turbulent. Ja, die Entwicklung in ihrem privaten Umfeld fand ich sogar spannender als den Fall an sich.

Die Sprecherin hat mir in dieser Folge besser gefallen. Hier bekommt sie die volle Punktzahl von mir.

Mal so, mal so...

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.03.2020

Also der 3. Teil der Reihe forderte wirklich all meine Geduld. Die ersten sieben Stunden fand ich derart langweilig, dass ich wirklich überlegte, ob ich es nicht abbrechen soll. Gerade als ich dachte: „Ok, 30 Minuten gebe ich dem Hörbuch noch, wenn es dann nicht spannender wird, war es das“ wurde es spannend. Und wie. Ich saß dann bis 1 Uhr in der Nacht gefesselt von der Geschichte auf der Couch.

Und gerade als ich dachte, dass diese Auflösung nun für all die langweiligen Stunden zuvor belohnte, und ich eigentlich nur noch auf das Ende wartete, nahm die Story nochmals eine Wende und alles wurde über den Haufen geworfen. Poh, aber das fand ich dann derart konstruiert und unglaubwürdig, dass ich es echt nicht glauben wollte. Schade drum.

Christiane Marx war hier wieder sehr gut!

So schön!

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.03.2020

Tina lernt Christian durch einen Zufall kennen. Mit Anfang 60 schreibt sie an einen Museumsleiter, dessen Museum sie als Kind schon besuchen wollte. Da er natürlich nicht mehr lebt, erhält sie Antwort von seinem Nachfolger, einem ebenfalls um die 60-jährigen Mann. Daraus entwickelt sich unverhofft eine innige Brieffreundschaft. Sind die Briefe anfangs noch recht allgemein und Moorleichen und Landschaften betreffend, so werden sie zunehmend privater und vertrauter. Bis die beiden bald eine äußerst innige Beziehung in Form von Briefen führen. Denn gesehen haben sie sich noch nie.

Mir hat die Art der Briefe sehr gut gefallen. Beide könnten kaum unterschiedlichere Laben führen und doch vereint sie ein zartes Band des gegenseitigen Verstehens. Die Freude auf den nächsten Brief des jeweils anderen steigert sich immer mehr, bis plötzlich und völlig unvorhergesehen Tina den Briefwechsel beenden will. Ohne Begründung. Einfach so. Das kann Christian natürlich überhaupt nicht verstehen und bohrt nach – jedoch auf eine sehr feinfühlige Art, so dass ihre Briefe doch wieder aufgenommen bzw. weitergeführt werden. Hier wird es dann sehr tragisch.

Waren die Briefwechsel anfangs noch banalen Themen gewidmet, so wurden sie später hin immer vertrauter. Mir hat dieser Aufbau sehr gut gefallen. Und ich fand ihn absolut glaubwürdig! Denn ich hatte auch solch einen Freund, mit dem ich über Jahre – zwar keine Briefe – aber E-Mails austauschte. Bei uns war die Entwicklung exakt so, wie hier in diesem Buch geschrieben. Leider ist mein E-Mail-Freund dieses Jahr im viel zu jungen Alter von 60 Jahren verstorben. Joschi, ich werde dich nie vergessen! (Dieser absolut private Einschub musste jetzt sein – in Gedenken an ihn.)

Insgesamt hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Sie ist ruhig, manchmal trivial, manchmal aber auch voller Emotionen.

Andrea Sawatzki und Wolfram Koch hier als Sprecher auszuwählen, fand ich die absolut richtige Wahl! Die beiden waren spitzenmäßig.

PS: Den Original-Titel finde ich wesentlich treffender: Meet me at the Museum. Auch das englische Cover gefällt mir viel besser.

Äußerst interessant! Sehr empfehlenswert

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.03.2020

Dieses Hörbuch ist sehr informativ. Sowohl von der Entwicklungsgeschichte her, als auch vorausschauend. Es ist ja immer gut, wenn man zum gleichen Thema verschiedene Hörbücher hört, da man dann einfach einen besseren Gesamtüberblick bekommt. Was der eine nicht erwähnt oder nur als Nebensatz eingefügt hat, beschreibt der andere Autor wesentlich ausführlicher.

So fand ich auch dieses Buch wieder sehr interessant und inspirierend, da es durchaus auch andere Aspekte in den Vordergrund rückt. Auch gibt es Tipps, wie man sich als zukunftsorientierter Mitarbeiter in der Firma präsentieren könnte und sollte. (Anmerkung: Allerdings bezweifle ich, dass dies bei allen Arbeitgebern gut ankommen würde. Vermutlich sind viele deutsche Firmen noch lange nicht so weit.)

Den Sprecher, der wie oben bereits ausgeführt nicht Gordon Piedesack ist, hat mir auch sehr gut gefallen. Er hat dieses Thema sehr interessant präsentiert.