PROFIL

Ute

Heppenheim, Deutschland
  • 340
  • Rezensionen
  • 3.940
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 349
  • Bewertungen
  • Wie Gräser im Wind

  • Tage des Sturms 1
  • Autor: Ella Zeiss
  • Sprecher: Oliver Wronka
  • Spieldauer: 11 Std. und 48 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 116
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 108
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 107

Eine berührende und authentische Familiensaga über ein bislang wenig bekanntes Kapitel der Geschichte. 1930 wütet das Sowjetregime mit Enteignungen und Verhaftungen in den ehemals wohlhabenden deutschen Dörfern der Krim. Jeder, der noch Land oder Einfluss hat, schwebt in Gefahr. Wilhelm Scholz weigert sich, seinen letzten Grundbesitz an den Staat zu überschreiben. Mitten in der Nacht zerren bewaffnete Männer ihn, seine Frau Anna und ihre kleinen Kinder aus dem Haus. Die Familie wird in die eisige Wildnis des Hohen Nordens gebracht und Baumfällarbeiten zugeteilt.

  • 5 out of 5 stars
  • 1930 - Enteignungen auf der Krim

  • Von Ute Am hilfreichsten 16.02.2019

1930 - Enteignungen auf der Krim

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 16.02.2019

Wenn ich an das Hörbuch denke, friert es mich gleich wieder und ich bekomme eine Ganzkörpergänsehaut vor lauter Kälte. Diese Geschichte spielt zunächst auf der Krim, dann im hohen Norden Russlands. Die Beschreibung der nächtlichen „Überfälle“ des Sowjetregimes auf die deutschen Familien, die noch Grund und ein wenig Besitz hatten, sind wirklich schockierend. Sie hatten kaum Zeit, um ihre Sachen zu packen, geschweige denn, um sich für die noch eisigeren Temperaturen des Nordens ausreichend einzudecken, sei es mit Essen oder mit Kleidungsstücken.

Irgendwo im Nirgendwo wurden sie dann abgeladen. Dort gab es so gut wie nichts! Eine einzige Baracke für alle! Nicht mal genug Betten gab es, so dass sie in Schichten schlafen mussten und das auch noch mit mehreren Personen auf einer schmalen Pritsche. Sonst musste alles, auch ihre zukünftigen Unterkünfte zunächst noch erbaut werden. Im etwas abgelegenen Ort erfahren sie auch keine große Hilfe, nur spärlich wird von den Bewohnern der ein oder andere Rat erteilt. Somit kämpfen die Enteigneten fortan täglich mit dem Überleben. Nicht selten geraten sie in wirklich lebensbedrohliche Situationen.

Unvorstellbar, was diese beiden Familien – und noch viele weitere Familien – durchhalten mussten.

Es ist wirklich unglaublich, was sich das Sowjetregime mit den Enteignungen erlaubt hat. Mit den Menschen sind sie wie mit Vieh umgegangen. Von Menschlichkeit oder Mitgefühl ist hier keine Spur zu merken. Trotzdem ist es natürlich äußerst interessant, da dies eine historische Tatsache ist.

Der Sprecher Oliver Wronka hat mir sehr gut gefallen.

10 von 10 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Liebe und Verderben

  • Autor: Kristin Hannah
  • Sprecher: Eva Mattes
  • Spieldauer: 16 Std. und 17 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 341
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 325
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 324

1974: Als Lenora Allbright mit ihren Eltern nach Alaska zieht, ist die Familie voller Hoffnung, das Trauma des Krieges, das der Vater in Vietnam davongetragen hat, hinter sich zu lassen. In Matthew, dem Sohn der Nachbarn, findet Leni einen engen Freund, und aus ihrer Vertrautheit entwickelt sich bald eine junge Liebe. Doch auf die Schönheit des Sommers in Alaska folgt unweigerlich die Finsternis des Winters, und je länger diese andauert, desto weniger vermag Lenis Vater die in ihm wohnenden Dämonen zu bändigen. Schon bald müssen die beiden jungen Liebenden um ihr Miteinander kämpfen - bis sie eines Tages auszubrechen versuchen.

  • 5 out of 5 stars
  • Ein emotionales Drama vor interessanter Kulisse

  • Von Ute Am hilfreichsten 28.01.2019

Ein emotionales Drama vor interessanter Kulisse

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 28.01.2019

Bei der Auswahl dieses Hörbuches erhoffte ich mir eine Geschichte, die mich das Wochenende von Samstag bis Sonntag beschäftigt und begleitet. Ja, es war die richtige Wahl. Denn am Samstag habe ich damit begonnen, am Sonntag habe ich es beendet.

Am meisten begeistert haben mich hier die Beschreibungen von Alaska. Ein gnadenloses Land, das mit seiner bitteren Kälte in den langen Wintern und langanhaltenden Dunkelheit die Menschen an ihre Grenzen bringt. Wenn dann ein labiler Mensch mit seiner Familie dort hinzieht, um ein neues Leben zu beginnen, ahnt man schon, dass es zwar im Sommer sehr motivierend und bezaubernd sein kann, ja, dass es sogar den Anschein hat, dass sich die Schwierigkeiten der Familie, die aufgrund der Dämonen, mit denen sich der Vater aus dem Vietnamkrieg und damit auch seine Familie quält, sich in Luft auflösen könnten. Doch wie ein Damokles-Schwert droht der nahende bitterkalte und erbarmungslose Winter. Hinzu kommt ein Nachbar, mit dem der Vater gerne einen trinkt. Was Alkohol mit einem psychisch angegriffenen Mann anrichten kann, kann man sich vorstellen. Es kam wie es kommen musste. Der Vater wird zum prügelnden Ehemann, die Tochter verzweifelt zunehmends. Ihr einziger Halt ist ihr Schulkamerad Matthew. Schnell wird aus deren Kameradschaft mehr als Freundschaft.

Es folgen viele Jahre der Verzweiflung und der Hilflosigkeit. Manchmal fiel es mir wirklich schwer, die Liebe der Mutter zu ihrem brutalen Ehemann noch nachvollziehen zu können. Auch der Tochter fiel es zunehmend schwerer. Sie wollte mit ihrer Mutter weg von ihm, doch ein Fluchtversuch endete hochdramatisch.

Von Kristin Hannah hatte ich bisher noch kein Hörbuch gehört. Ich weiß auch gar nicht genau, warum ich mir dieses Hörbuch aussuchte, vermutlich lag es an Alaska. Es war für mich einfach mal ein ganz anderer Handlungsort, der mich durchaus reizte.

Insgesamt fand ich die Geschichte klasse. Ich fand es durchweg sehr interessant, wenn es auch in der Mitte eine Länge aufwies, die sich wie eine Endlosschleife anfühlte, doch es passierte meist durchweg viel, und wenn nichts passierte, dann wurde man mit faszinierenden Landschaftsbeschreibungen belohnt. Außerdem ist es eine äußerst emotionale Geschichte!

Das Thema Liebe, welches den roten Faden in der Geschichte bildete, fand ich hier sehr gut und nachvollziehbar dargestellt. Es wurden hier eigentlich alle Facetten der Liebe aufgezeigt, ohne dass es aufgesetzt wirkte. Mir hat diese hochdramatische Geschichte jedenfalls sehr gut gefallen und ich war froh, dass es am Ende dann noch richtig schnulzig wurde. Eigentlich kann ich Schnulzigkeit überhaupt nicht leiden. Aber hier war es Balsam für meine Seele.

Eva Mattes war für diese Geschichte genau die richtige Sprecherin. Sie hat alle Personen – selbst die Männer – perfekt vertont. Es war für mich völlig mühelos, ihr über die 16 Stunden zuzuhören.

7 von 7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Triumph und Fall

  • Autor: Jeffrey Archer
  • Sprecher: Richard Barenberg
  • Spieldauer: 23 Std. und 20 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 1.282
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 1.203
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 1.197

Im Londoner East End verkauft der junge Charlie Trumper Obst und Gemüse auf der Straße. In sehr ärmlichen Verhältnissen lebend, träumt er davon, einmal das größte Kaufhaus der Welt zu besitzen. Aber die Zeiten sind hart, und der Erste Weltkrieg reißt Charlie zunächst aus seinen Träumen. Doch auch die schlimmsten Feinde und Tragödien können ihn nicht aufhalten... Nach der Kain und Abel-Trilogie leiht Richard Barenberg auch "Triumph und Fall" wieder seine warme und charismatische Stimme.

  • 5 out of 5 stars
  • Jeffrey Archer ist einfach zuverlässig

  • Von Ute Am hilfreichsten 21.01.2019

Jeffrey Archer ist einfach zuverlässig

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.01.2019

Hach, ich liebe einfach Jeffrey Archers Zuverlässigkeit. Denn auch Triumph und Fall zeichnet sich wieder dadurch aus, dass sich ein Junge aus ärmlichen Verhältnissen ganz nach oben kämpft. Zwischenzeitlich fand ich dieses vorhersehbare Schema in seinen Romanen zwar schon etwas nervig, doch ihm fallen immer wieder gänzlich neue Szenarien und Umfelder ein, so dass seine Geschichten letztendlich doch immer ganz verschieden sind. Und vor allem eines: Immer, wirklich immer äußerst kurzweilig, spannend und hörenswert.

Auch versteht es Archer ganz hervorragend, die unterschiedlichsten Charaktere ausgesprochen lebensecht zu beschreiben. Schnell hat man als Hörer immer seine Lieblinge und natürlich auch Feinde. Man zittert und bibbert mit dem Protagonisten mit und durchlebt und durchleidet quasi selbst all die geschilderten Situationen.

Auch hier wird an triumphalen Situationen nicht gegeizt, doch natürlich gibt es auch verdammt harte Rückschläge. Diese abwechslungsreichen Szenen sorgen natürlich für viel Schnelligkeit in der Story. Es kommt eigentlich nie ein Moment der Langeweile auf, da ständig etwas passiert.

Triumph und Fall ist für diese Geschichte ein wirklich sehr passender Titel. Besonders hervorheben möchte ich auch noch das wunderschöne Ende. Ich war wirklich gerührt.

Richard Barenberg kann ich natürlich wieder nur in höchsten Tönen loben. Er war wieder bombastisch gut.

51 von 52 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Der Reisende

  • Autor: Ulrich Alexander Boschwitz
  • Sprecher: Torben Kessler
  • Spieldauer: 7 Std. und 26 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 66
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 63
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 62

Berlin, 1938: Der Kaufmann Otto Silbermann findet sich nach den Novemberpogromen und seiner Flucht aus Berlin als rastloser Reisender in den Zügen der Deutschen Reichsbahn wieder. Verwandte und Freunde sind verhaftet oder verschwunden. Was ihm noch bleibt, ist eine Aktentasche voller Geld. In den Waggons, auf Bahnsteigen und in Bahnhofsrestaurants, auf seinen Fahrten quer durchs Land trifft er auf andere Reisende, Flüchtlinge und Nazis, auf gute wie schlechte Menschen.

  • 5 out of 5 stars
  • Erschütternde Geschichte - großartig gelesen

  • Von Menolly Am hilfreichsten 18.06.2018

Ergreifend und zutiefst menschlich

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 20.01.2019

Otto Silbermann steckt mitten in Verhandlungen, um sein Haus zu verkaufen, als die Nazis seine Wohnung stürmen. Hals über Kopf verlässt er seine arische Frau und sein Heim, um seiner Verhaftung zu entkommen. Doch wo soll er hin? Sein Geschäftspartner sollte doch schon längst von den Verkaufsverhandlungen aus Hamburg zurück sein. Will er ihn etwa um sein Geld bringen? Becker, ein Arier, man weiß ja nicht mehr, wem man noch vertrauen soll. Kurzentschlossen reist er mit der Bahn nach Hamburg. Dort sieht er auch seinen Geschäftspartner zusammen mit Nazis an einem Tisch ausgiebig feiernd. Die Zweifel steigen, denn Becker ignoriert ihn komplett, so als würde er Silbermann überhaupt nicht kennen. Zuhause in Berlin treffen die beiden wieder aufeinander. Becker löst in einem höchst unerfreulichen Disput die Geschäftsbeziehung auf und zahlt Silbermann aus. Mit einem Koffer voller Geld steigt er in den nächsten Zug, denn er weiß nicht recht, wo er denn hin soll. Freunde und Verwandte wurden entweder verhaftet oder sind in der Partei. Fortan ist er auf Reisen, diverse Versuche, Deutschland zu verlassen, scheitern, so dass er immer weiter auf Reisen ist.

Hierbei lernt er verschiedene Menschen kennen, die Gespräche sind immer höchst interessant anzuhören. Auch Silbermanns Gedanken, wenn er alleine im Abteil sitzt sind zutiefst menschlich und nachvollziehbar und stellen sehr deutlich die innere Zerrissenheit der Juden dar. Denn was unterscheidet sie denn von den Goys? Und plötzlich wird er kurzzeitig gedanklich selbst zum jüdischen Antisemit und meint, all die anderen Juden seien an seinem Elend schuld.

Es ist wirklich unglaublich gut geschildert, welche Verzweiflung in Silbermanns Kopf Form annimmt. Ich fand diese Geschichte äußerst beklemmend und zutiefst menschlich erzählt. Er steht hier für viele Tausend anderer Juden, die im Nazideutschland gnadenlos verfolgt, verhaftet und ermordet wurden.

Wie man sich denken kann, ist diese Geschichte keine seichte oder leichte Unterhaltung. Doch trotzdem oder gerade deshalb möchte ich dieses Hörbuch sehr empfehlen! Nicht zuletzt, da Torben Kessler als Sprecher wirklich eine grandiose Leistung hingelegt hat.

2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Girl in a Strange Land

  • Autor: Karl Olsberg
  • Sprecher: Julia Stoepel
  • Spieldauer: 8 Std. und 12 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 98
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 94
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 95

Überall auf der Welt herrscht ein erbarmungsloser Krieg. Nur im Tal der Erweckten, das von der Außenwelt abgeschottet ist, können die Menschen noch in Sicherheit und Frieden leben. Das glaubt zumindest Sophia. Doch als ihr Freund Mirko verschwindet, beginnt Sophia ihre streng religiöse Gemeinde infrage zu stellen. Sie verlässt das Tal und findet anstelle eines Schlachtfeldes eine scheinbar perfekte, hoch technisierte Gesellschaft vor. Kann es sein, dass Sophias bisheriges Leben eine einzige Lüge war?

  • 4 out of 5 stars
  • Kurzweilig, interessant, spannend

  • Von Ute Am hilfreichsten 19.01.2019

Kurzweilig, interessant, spannend

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 19.01.2019

Dies ist die Fortsetzung von „Boy in a white room“. Da mir der erste Band schon richtig gut gefallen hatte, freute ich mich natürlich auf den 2. Band.

Hier hat Olsberg wieder zwei fantastische Welten erfunden. Ein Tal der Erweckten, die nach altem religiösen Glauben lebten – eine Sekte also, aus der es kein Entkommen zu geben schien. Denn die Predigt lautete immer wieder, dass der Rest der Welt in Schutt und Asche liege und dort – wenn überhaupt – nur noch Verbrecher leben würden. Also ein Ort, an den man sich freiwillig wohl nicht begeben will. Doch natürlich gab es einen, der zweifelte und plötzlich war er weg. Das war der Freund unserer Protagonistin Sophia. Er hatte ihr Bücher gezeigt, die im Tal natürlich verboten waren. Heimlich las sie darin. Die Bücher waren keine Liebesromane, nein, es waren naturwissenschaftliche Werke, die Sophia immer mehr staunen ließen, wurde ihr ihr ganzes Leben lang doch etwas gänzlich anderes eingetrichtert. Von Neugierde und Sehnsucht nach ihrem Freund getrieben, machte sie sich also auf ins verbotene Land. Und hier erlebte sie eine enorme Überraschung.

Mir hat der krasse Gegensatz der zwei von Olsberg geschaffenen Welten sehr gut gefallen. Etwas unglaubwürdig fand ich zwar die äußerst schnelle Auffassungsgabe unserer Protagonistin, die im Nullkommanichts die neue Welt verstand. Aber gut, das Hörbuch hat nur acht Stunden, da bleibt keine Zeit für stundenlanges Hinterfragen und Fragezeichen über dem Kopf. Immerhin hat Olsberg in Ansätzen ihre anfängliche Verwirrung sehr gut dargestellt.

Insgesamt fand ich die Fortsetzung ebenso gelungen wie den ersten Teil. Es ist kurzweilig und rasant geschrieben und keine Minute langweilig. So soll es sein.

Julia Stoepel als Sprecherin hat mir auch sehr gut gefallen. Sie passte gut zum Charakter von Sophia.

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Udo

  • Autor: Udo Lindenberg, Thomas Hüetlin
  • Sprecher: Udo Lindenberg, Charly Hübner
  • Spieldauer: 7 Std. und 56 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 298
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 277
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 275

"Stell Dir einmal vor, Du gibst eine Party, und das Ganze dauert ein bisschen länger. Nicht bis zum Morgengrauen. Nicht zwei oder drei Tage. Eher vierzig Jahre. So genau weißt Du es nicht mehr. Es ist schließlich eine Party, und da kann es schon mal passieren, dass man den Überblick verliert. Du konntest Dir das leisten, weil es Dein Beruf ist, das Leben zu feiern und Dich dabei gehen zu lassen, denn Du bist ja ein Rockstar..." Die Beatles, die Stones, Bob Dylan, ja gut, aber ein Deutscher, der auf Deutsch rockt - unmöglich. Dann kam Udo und machte alles anders.

  • 4 out of 5 stars
  • Unterm Säufermond

  • Von Klaus Am hilfreichsten 29.10.2018

Schockierend aber auch sehr interessant

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 27.12.2018

Ich muss gestehen, ich bin kein eingefleischter Udo-Fan. Die erste CD, die ich mir von ihm gekauft habe, war „Stark wie zwei“. Aber diese CD fand ich richtig klasse. Und jetzt weiß ich auch, wem er dieses Lied gewidmet hat.

Udos Leben ist kein stetiger Aufstieg nach oben. Vielmehr hat er einiges zu verkraften, was ihm meist am besten mit Unmengen an Alkohol gelingt. Umso erstaunlicher, welchen Erfolg er trotz dieser ausufernden Eskapaden hatte und noch immer hat. Das Leben als nicht enden wollende Party. So mag es sich für Außenstehende darstellen. Doch dieses Bild trügt.

Klasse fand ich Beschreibungen seines persönlichen Widerstands, den er immer wieder in Liedern wie Sonderzug nach Pankow usw. leistete und damit jede Menge Anhänger fand.

Diese Biografie ist sehr offen und ehrlich, wie mir scheint. Sehr froh war ich, dass Udo selbst nur kleine Passagen des Hörbuchs gelesen hat. Den Rest las Charly Hübner, dessen Aussprache wesentlich angenehmer ist. Udos Stimme in Liedern finde ich zwar toll, aber als Sprecher – nein, da gefällt er mir mit seiner schnoddrigen Art nicht wirklich.

Insgesamt fand ich diese Biografie sehr schockierend aber auch äußerst interessant.

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Hendrikje, Vorübergehend erschossen

  • Autor: Ulrike Purschke
  • Sprecher: Ulrike Purschke
  • Spieldauer: 7 Std. und 1 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 310
  • Sprecher
    4 out of 5 stars 295
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 295

Von Einer, die sich immer selber die Schuld gibt. Hendrikje Schmidt ist eine Pechvogelin. Und jetzt sitzt sie auch noch im Gefängnis und erzählt der spröden Psychologin Frau Dr. Palmenberg ihre Geschichte. Denn eigentlich hatte Hendrikje ihr Leben mal ganz gut im Griff. Tagsüber arbeitet sie als Bedienung in einem Café, nachts malt sie Bilder. Doch an Weihnachten schlägt das Schicksal knüppeldick zu: Von einem Tag auf den anderen ist Hendrikje bis über beide Ohren verschuldet, allein und todunglücklich. Und weil ihr Selbstmordversuch kläglich misslingt, wollen ihre Freunde ihr beim zweiten Mal helfen. Bloß, dass am Ende nicht Hendrikje, sondern zwei ihrer Freunde tot sind.

  • 5 out of 5 stars
  • <br /><br />Sehr schöne Geschichte

  • Von toni Am hilfreichsten 10.08.2018

Schlimmer geht immer :-)

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 23.12.2018

Schlimmer geht immer! Ich bin immer noch am Grinsen. Ich glaube, so schnell bekomme ich das Grinsen auch nicht mehr aus dem Gesicht. Heute habe ich mir dieses Hörbuch geholt. Ich hatte es schon lange auf dem Merkzettel, immer wieder verworfen, doch heute war es soweit. Heute wollte ich es hören. Es war die richtige Entscheidung.

Ich brauchte wirklich mal eine kleine Abwechslung zu all den Krimis, Thrillern, 2. Weltkrieg-Geschichten und Sachbüchern, die ich mir in letzter Zeit so angehört hatte.

Hendrikje, vorübergehend erschossen ist eine herrlich komische Geschichte, obwohl sie an Tragik und Drama kaum zu überbieten ist. Doch sie ist derart gut erzählt, dass ich selbst an den tragischsten Stellen mein Schmunzeln nicht mehr aus dem Gesicht bekam. Was aber auch oft an der Reaktion der Psychologin lag, die völlig fassungslos Hendrikjes Geschichte lauschte. Also, so etwas muss man sich erst einmal einfallen lassen. Mir hat es jedenfalls ausgesprochen gut gefallen.

Die Autorin hat dieses Buch selbst gesprochen, was ich perfekt fand. Ich kannte die Stimme zwar nicht, fand sie aber vom ersten Satz an passend und angenehm. So etwas ist selten! Aber ich bin überzeugt, dass keine andere Stimme besser gepasst hätte. Sie hat den Sätzen und wirklich jedem einzelnen Wort die genau richtige Betonung und den perfekten Ausdruck gegeben. Ich bin wirklich rundum begeistert.

Ok, das letztliche Ende fand ich dann nicht mehr ganz überraschend, aber auch das hat sie wunderbar erzählt. Als ich das Hörbuch heute Morgen lud, hätte ich nicht gedacht, welchen Spaß ich damit haben würde. Danke liebe Frau Purschke! Gerne mehr davon!

7 von 8 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Der Totengräbersohn 4

  • Autor: Sam Feuerbach
  • Sprecher: Robert Frank
  • Spieldauer: 9 Std. und 44 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    5 out of 5 stars 1.882
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 1.793
  • Geschichte
    5 out of 5 stars 1.787

Der Abschluss der Bestseller-Saga! Der Kampf gegen die Nekorer führen Farin und Ritter Emicho in die Hauptstadt Nabenstein. Dank Ekels dämonischer Zutaten steigt der Totengräbersohn zu der Attraktion am königlichen Hof auf. Allzu schnell muss er sich zwischen Machenschaften und Intrigen beweisen. Der andere Kontinent verlangt Aross mehr ab, als sie zu geben bereit ist. Ihr Weg führt sie zu einer geheimnisvollen Gilde in einem alten Kloster. Je mehr sie über ihre Magie lernt, desto weniger möchte sie wissen.

  • 5 out of 5 stars
  • Zorrghorozza und Borghezza! Klasse Abschluss!

  • Von Ute Am hilfreichsten 21.12.2018

Zorrghorozza und Borghezza! Klasse Abschluss!

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.12.2018

Was für ein toller Abschluss für diese Reihe! Gestern ist der 4. und somit letzte Teil des Totengräbersohns erschienen. Natürlich musste ich das gleich haben. Und eben habe ich es leider, leider schon fertig gehört.

Es war wieder grandios! Wirklich! Ekel läuft wieder zur Höchstform auf und konnte mich immer wieder neu überraschen. Farin hat sich auch gehörig weiterentwickelt, doch sein Auftritt vor dem König war mal wieder derart genial - ich musste mir die Szene glatt nochmals anhören, da ich vor lauter Lachen nicht alles genau mitbekommen hatte. Aross ist mit der Barbarossa zu einem anderen Kontinent gesegelt. Doch was sie dort zusammen mit dem Künstler Ki alles erlebt, hat mir nicht selten den Angstschweiß auf die Stirn getrieben.

Überhaupt geht es nicht gerade zimperlich in diesem Teil zu. Oftmals stecken unsere Protagonisten in wahrhaft lebensbedrohlichen Situationen, bei denen man sich natürlich nicht sicher sein kann, ob sie dies alles überleben. Bei einem letzten Teil einer Reihe weiß man ja nie.

Die Story glänzt wieder durch herrliche Dialoge, die von Robert Frank wieder ganz hervorragend in äußerst lebendiger Sprache gesprochen, ja gar durchlebt und durchfühlt wurden. Es mangelt wieder nicht an Situationskomik und ebenso an tragischen Geschehnissen. Die perfekte Mischung, um diese knapp 10 Stunden lange Geschichte in ein suchterzeugendes Hörerlebnis zu verwandeln.

Tja, doch nun ist die Serie abgeschlossen. Ich werde Farin, Ekel, Aross, den Künstler Ki und ja auch Emicho sehr vermissen. Sie haben mich über 40 Stunden ganz hervorragend unterhalten. Danke Sam Feuerbach und Robert Frank für dieses tolle Hörerlebnis.

Und jetzt, da die Reihe abgeschlossen ist, kommt natürlich auch der Totengräbersohn auf meine Bestenliste. Ebenso wie schon die Krosann-Saga des gleichen Autors und gleichen Sprechers.

18 von 19 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Nanos. Sie bestimmen was du denkst

  • Malek Wutkowski 1
  • Autor: Timo Leibig
  • Sprecher: Uve Teschner
  • Spieldauer: 13 Std. und 26 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 435
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 413
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 411

Deutschland 2028: Die Bevölkerung ist hörig. Dank Nanoteilchen in Lebensmitteln und im Trinkwasser glauben die Menschen alles, was ihnen die Regierungspartei weismacht. Nur wenige sind "free", also resistent gegen die manipulativen Nanos - und sammeln sich im Untergrund zu einer Rebellion. Unter ihnen befindet sich der entflohene Sträfling Malek, ein Mann, der nur ein Ziel hat: überleben. Und wer wie er nichts zu verlieren hat, den kümmert auch kein Freiheitskampf - wäre da nicht jenes Versprechen, das er seinem besten Freund auf dem Totenbett gab.

  • 3 out of 5 stars
  • Der Funke wollte einfach nicht überspringen

  • Von Ute Am hilfreichsten 16.12.2018

Der Funke wollte einfach nicht überspringen

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 16.12.2018

Die Geschichte „Nanos“ fand ich eine gute Idee. Eine erschreckende Idee! Denn dank der Nanos, die alle Menschen über die Nahrung zu sich nehmen, werden sie zu hirnlosen Robotern, die der Regierungspartei bedingungslos hörig sind. Selbst vor Denunziation in der eigenen Familie scheuen sie sich nicht. Denn ihre Gefühle sind durch die Nanos gänzlich außer Kraft gesetzt.

Jetzt gibt es aber ein paar vereinzelte Menschen, die gegen die Nanos resistent sind und denen dadurch natürlich extrem auffällt, was im Land alles schief läuft. Schnell ist also eine Untergrundorganisation gebildet, die die Regierung stürzen will.

Und schon ist man mittendrin in einem Kampf zwischen David gegen Goliath. Und dieser Kampf ist zwar ziemlich kurzweilig anzuhören und hat auch sehr spannende Elemente. Doch so wirklich begeistern konnten mich die Schilderungen nicht. Für mich war die Story nach wenigen Tagen schon wieder fast in Vergessenheit geraten, so dass ich eben zum Verfassen dieser Rezension große Teile erneut hören musste, um mich überhaupt genauer erinnern zu können.

Ich kann gar nicht genauer definieren, warum mich die Story nicht so wirklich gepackt hat. Vielleicht waren es die vielen „eiskalten“ Menschen, von denen mir einfach kein einziger wirklich ans Herz gewachsen ist. Ich hatte hier niemanden, mit dem ich richtig mitfiebern konnte, mit dem ich Angst hatte.

Somit bleibt Nanos für mich zwar eine gute Idee für eine Story, doch leider ohne Funkensprung zu meinem Innersten.

7 von 7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • 10 Dinge, die ich von alten Menschen über das Leben lernte

  • Einsichten einer Altenpflegerin
  • Autor: Sonja Schiff
  • Sprecher: Franziska Singer
  • Spieldauer: 5 Std. und 2 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 4
  • Sprecher
    3 out of 5 stars 4
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 4

10 Dinge, die ich von alten Menschen über das Leben lernte: Arschputzen und Demenz-Patienten betreuen? Das trifft es nicht, findet Sonja Schiff, die aus Überzeugung Altenpflegerin ist. Denn alte Menschen haben schon immer über einen Schatz an Lebenserfahrung und Weisheit verfügt, der das Leben der nachkommenden Generationen bereichern könnte. Bloß hört ihnen keiner zu. Sie tut es. Sonja Schiff redet jeden Tag mit Menschen, die den Holocaust überlebt haben, die in ihrer Jugend Opernstars waren oder die ihr Schicksal rund um die Welt geführt hat.

  • 3 out of 5 stars
  • Etwas zu euphorisch

  • Von Ute Am hilfreichsten 09.12.2018

Etwas zu euphorisch

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 09.12.2018

Sonja Schiff erzählt in ihrem Buch durchaus sehr interessante und faszinierende Lebensgeschichten von alten Menschen, die dem Tod wesentlich näher stehen, als dem Leben. Die Lektionen, die sie aus den Gesprächen mit diesen alten Menschen gelernt hat und die sie hier mit uns teilt, sind durchaus sehr ermutigend und interessant.

Doch meiner Meinung nach, hat sie sich hier natürlich die ganz besonderen und vermutlich eher seltenen Fälle heraus gesucht, die meiner Meinung nach aber leider nicht den Großteil der Bevölkerung repräsentieren. Sicher hat jeder Mensch ein für sich gesehen aufregendes und interessantes Leben hinter sich. Doch die wenigstens sind in der privilegierten Lage, sich ein Leben zuhause leisten oder meistern zu können. Geschweige denn, dass es gesundheitlich noch machbar ist, alleine wohnen zu können. Irgendwann kommen die meisten Menschen in ein Pflegeheim, in denen leider einfach keine Zeit ist, sich mit den Patienten zu beschäftigen und ihnen wirklich zuhören zu können. Und das endet dann halt einfach damit, dass man in seinem Bett liegt und darauf wartet, dass man endlich stirbt. Wenn man überhaupt noch in der Lage ist, selbstständig zu denken. Sicherlich will sie mit ihrem Buch genau darauf hinaus, dass wir zu selten zuhören, was uns die Alten zu sagen haben und dass uns dies durchaus unser eigenes Leben bereichern könnte. Doch wirklich brauchbare Ideen, wie dies in unserer momentanen Gesellschaft möglich sein könnte, hat sie nicht.

Na, sei es wie es ist. Das Anhören dieses Buches fand ich sehr interessant, wenn auch über Strecken etwas zu euphorisch geschildert. Ich freue mich zwar durchaus auf die Rente, aber sicher nicht auf das Alter oder gar das Sterben. Denn in den meisten Fällen geht es mit Schmerzen einher, die nicht immer ausreichend gedämpft bzw. betäubt werden können.

Nun, Sonja Schiff ist auch nicht als Altenpflegerin in einem Pflegeheim tätig. Sie muss sich nicht um die alltäglichen Belange wie Arschputzen (wie es so treffend in der obigen Beschreibung formuliert ist) oder sich mit Demenzpatienten befassen. Sie berichtet meist von noch recht rüstigen, wenn auch sehr alten Menschen, zu denen sie nach Hause kommt. Zweifelsohne ist ihre Arbeit auch absolut notwendig und hilfreich. Und ich will ihr Buch auch gar nicht schlecht reden. Doch trotzdem gibt es meiner Meinung nach nur einen begrenzten Blick auf das Alter und das Sterben.

Franziska Singer als Sprecherin hat sicherlich zu dem euphorischen Eindruck beigetragen. Denn sie liest dieses Hörbuch derart munter und frisch, dass es eigentlich im Gegensatz zum Gesagten steht. Denn auch wenn es hier um die Lebenserfahrungen von alten Menschen geht, so steht dieser Erfahrung doch ausnahmslos immer der nahe Tod bevor.

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich