PROFIL

Grobi-Wan

  • 30
  • Rezensionen
  • 260
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 115
  • Bewertungen

Mir hat das Buch besser als das Audiobook gefallen

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 28.05.2020

Leider ist "Nate" meiner Meinung nach fehlbesetzt ... er klingt absolut nicht nach der coolen Socke, die er im Buch ist. Die Geschichte selbst ist aber total unterhaltsam. Ein Jugendkrimi zwischen Breakfastclub und Murder Mystery, der viele amerikanische Klischees bedient, diese im Laufe der Geschichte aber clever umkrempelt und eine wirklich kreative Auflösung hat. Es kommt zwar keine nervenzerreißende Spannung auf, aber die Geschichte und ihre Charaktere fesseln dennoch,

Typischer Mittelteil

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 26.05.2020

Die Geschichte ist weiterhin nett anzuhören, wirkt aber arg gestreckt. Und so ist dies ein typischer Mittelteil, der zwar einige neue Erkenntnisse liefert, ansonsten aber maßgeblich vor sich hin plätschert. Wenig Detektivarbeit, viel Internatsalltag, garniert mit neuen Charakteren und ein wenig künstlichem (Teenager) Drama, auf das ich gerne verzichtet hätte, weil es vom eigentlich Fall ablenkt.Ich hoffe auf mehr Spannung im letzten Band der Reihe.

Anfangs noch etwas trocken, aber dann...

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 26.05.2020

Anfangs benötigt man ein wenig Geduld: Zunächst steckt der Autor den geschichtlichen und geografischen Rahmen ab (Beginn des 20. Jahrhunderts, Südstaaten der USA).

Auch an die Forschheit des ersten Sprechers musste ich mich erst gewöhnen. Fast unbemerkt wird man aber in ein spannendes Abenteuer/Kinderkrimi im Tom Sawyer Stil gezogen. Ein rundum gelungenes (Hör-)Buch mit Mord, Gaunern, Schmugglern, tollen Charakteren und viel geschichtlichem Flair.

Toll, dass jeder Teil aus Sicht eines der vier Kids erzählt wird und die Charaktere somit wunderbar lebendig werden.

Das Buch ist teilweise durchaus hart (Themen wie Missbrauch und Gewalt werden angeschnitten), es feiert aber auch Mut und Freundschaft und ich persönlich finde es gut, dass hier keine verklärte Vergangenheitsromantik präsentiert wird - so gibt es nämlich gleich noch Mehrwert in Sachen Allgemeinwissen.

Einziger Wermutstropfen ist der Epilog, der aus Kindersicht deutlich zu langatmig ausgefallen ist.

Kinderabenteuer, das bis heute begeistert

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 26.05.2020

Diesem Hörspiel gelingt, was selten ist: Nämlich Erwachsene wie Kinder gleichermaßen zu begeistern. Wir haben es bereits vor vielen Jahren in der Familie gehört und sind glücklich, es nun bei Audible zu finden, da unser alter CD-Player längst den Geist aufgegeben hat. Die Charaktere sind liebevoll gestaltet, Spannung ist kontinuierlich vorhanden. Und auch, wenn man der Produktion ihr Alter anhört, hat die Geschichte nichts von ihrem Charme verloren. Ein tolles Kinderabenteuer mit cleveren Hauptakteuren!

Im Vergleich enttäuschend

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 23.05.2020

Ich habe mich auf das Hörbuch gestürzt, sobald es draußen war. Nun, ein paar Tage später, bin ich einigermaßen enttäuscht. Das liegt zum einen daran, dass ich 16 Hörstunden über die Jugend von Ekelpaket Snow nicht wirklich faszinierend fand. Vor allem aber daran, dass das Buch hölzern wirkt. Mit zuviel Fokus auf (blassen) Nebenfiguren, zu wenig Spannung und lebendigen Bildern und einen starken Einschlag ins *Anakin-Vader-Drama*, das von vorneherein absehbar ist.

Als Vorgeschichte ist es vielleicht ganz interessant zu sehen, in welchem ​​Umfeld die Spiele mehr als 50 Jahre vor Katniss entstanden sind. Zeitlich deutlicher näher an der Revolution, sind die Menschen im Kapitol noch nicht ganz die blasierten, realitätsfernen Eliten, wie wir sie kennengelernt haben. Vieles ist in der Entwicklung - sowohl die Show, als auch die Kampfsituation selbst und die Einstellung zu den Spielen: Fast niemand schaltet seinen Fernseher ein, um zu sehen, wie Teenager sich gegenseitig ermorden. Und die Jugendlichen werden auch noch nicht für die Spiele aufgepäppelt und herausgeputzt, sondern eher wie Ungeziefer behandelt.

Dieser Kontrast war während der ersten Hörstunden nett, wirklich Fahrt nahm die Handlung allerdings nicht auf. Wir LeserInnen erleben alles aus der Sicht von Snow, der seinerseits nur passiver Beobachter der Hungerspiele ist und sich ansonsten hauptsächlich mit seinem gesellschaftlichen Stand innerhalb des Kapitols beschäftigt. Für mich war das zunehmend ermüdend. Nichts Halbes, nichts Ganzes.

Das letzte Drittel behandelt die Konsequenzen der Geschehnisse, stellt die Weichen für die Katniss-Ära und erfordert nochmal ordentlich Geduld... puh.

Fazit: Gedehnt, spannungsarm. Kommt absolut nicht nicht an die Trilogie, vor allem die ersten beiden Teile, heran. Ist als Vorgeschichte vielleicht für Fans interessant. Konsequent in gewisser Weise, wenn auch voraussehbar. Lob an den Sprecher, der seine Sache sehr gut macht. 2,5 Pkt.

Fräulein Ming, mit dem Leuchter, in der Bibliothek

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 27.03.2020

Der Auftakt zu einer Jugendkrimi-Reihe, schön gelesen und unterhaltsam. Eine Kombination aus Detektiv- und Internatsgeschichte, spannend, humorvoll und durchaus komplex.

Man springt zwischen zwei Zeitebenen hin und her. Zum einen geht es um das Rätsel eines mehr als 80 Jahre alten nie aufgeklärten Verbrechens an der „Ellingham Academy“, eine Privatschule für überdurchschnittlich talentierte Kids. Frau und Tochter des Akademiegründers Albert Ellingham sind damals entführt worden; die Frau wurde trotz Lösegeldzahlung kurze Zeit später tot aufgefunden, die Tochter blieb verschollen.

In der Gegenwart lernen wir die 17-jährige Stevie Bell kennen, die ein großer Fan von Agatha Christie und Sherlock Holmes ist und den Ellingham-Fall unbedingt lösen möchte. Deshalb kommt sie an die Akademie, wo sie unerwartet in ein neues, waschechtes Verbrechen verwickelt wird.

Informationen zu dem Ellingham-Fall fließen kapitelweise in Form von Rückblicken und alten Akten ein. Das Ganze funktioniert wie ein Puzzle. Mit anderen Worten: Gutes, altes Cluedo-Mystery-Feeling. Inklusive viel Nebel, kryptischen Botschaften und Geheimgängen.

Die Figuren sind noch etwas unübersichtlich, es dauert auch eine Weile, bis die Geschichte Fahrt aufnimmt und ganz am Ende scheint mir dann ein sehr unwahrscheinlicher Zufall ins Spiel zu kommen, was nichts daran ändert, dass ich mit diesem Buch viel Spaß hatte und hoffe, dass die finale Auflösung mit der Idee mithalten kann. Warnung: Endet mit einem dicken Cliffhanger! Der nächste Teil ist aber schon erschienen.
P.S.: Die Sprecherin ist okay, betont aber recht gleichförmig. Zum Charakter "Stevie" hätte vielleicht eher eine etwas "rauhere" Stimme gepasst. Aber gut.

Sprecherin top, aber unausgewogen

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 17.02.2020

Leigh Bardugo schätze ich generell sehr. Ihr erster "Erwachsenenroman" ist allerdings - obwohl reichlich Potential vorhanden ist - nicht ganz so gut gelungen. Vor allem der Sprecherin ist es zu verdanken, dass man bis zuletzt dran bleibt. Dreiviertel des Buches passiert im Grunde nichts. Der in der Inhaltsangabe angepriesene Mord verkommt zur Nebensache. Stattdessen bekommen HörerInnen ausgiebig Rückblicke und Hintergrundinformationen um die Ohren gehauen. Man erfährt, wie Heldin Alex Stern es an die Yale geschafft hat, wie sie früher gelebt hat, von ihrem Verhältnis zu Mentor Darlington, von Darlingtons Familiengeschichte etc. etc. Bardugo missachtet dabei eine der wichtigsten Regeln: Show, don't tell. Sie erzählt wortgewandt, aber passiv,über weite Strecken langweilig. Dadurch gelingt es nicht, den vielen Namen echte "Gesichter" zuzuordnen, von den magischen Fähigkeiten eine klare Vorstellung zu entwickeln.

Im letzten Drittel wird es spannender. Jedoch wird man das Gefühl nicht los, zu lange hingehalten worden zu sein, nur damit Bardugo mit einer fantastischen Wendung nach der anderen aufwarten kann. Und das ist teilweise leider auch wieder zuviel des Guten. Ich bin sehr unentschlossen, ob mich die Fortsetzung reizt. Ich fürchte, vom Aufbau her wird der zweite Teil ähnlich sein. Denn das Ausladende ist einfach Bardugos Stil, der ihr mal mehr, mal weniger gut glückt. Drei Punkte für eine Geschichte, die erst gegen Ende fesselt und fünf Punkte für die sehr gute Sprecherin!

10 Stunden zu lang... :-(

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 20.01.2020

Schreibstil gut, Idee interessant .. trotzdem nur zwei Sterne für dieses unerträgliche Auf-der-Stelle-Getrete. Und die auch nur für den Sprecher. Was sollte das? Vor dem Hörer breitet sich ein unfassbar umständlich erzähltes Mosaik aus, das sich so gewaltig langsam zusammensetzt, dass man meint, der Autor mache sich einen Spaß daraus, die Auflösung bis in die Unendlichkeit hinauszuzögern.

Ein Mann kommt mitten im Wald zu Bewusstsein, findet zu einem alten Anwesen und erfährt, dass er dort einen Mord aufklären soll. Dazu springt er nacheinander (teilweise auch wiederkehrend) in verschiedene "Wirte", in die Körper von Personen, die mit dem Fall auf die eine oder andere Weise zu tun haben. Leider übernimmt er damit bis zu einem gewissen Grade auch deren Persönlichkeiten und Verhaltensmuster, weshalb er oft mit allem Möglichen beschäftigt ist, statt pragmatisch vorzugehen, was ich wohl erwartet hatte. Also nein, dies ist kein klassischer Whodunit.

Die Figuren sind ausnahmslos seltsam bis grässlich und agieren mitunter völlig irrational - vom Protagonisten bis zum nerbulös herumschwafelnden Pestdoktor, der immer wieder auftaucht und Hinweise streut. Ich habe irgendwann (ich gebe es zu) den Mittelteil um ein paar Stunden übersprungen und nur noch die letzten Kapitel gehört. Die eigentliche Auflösung ist okay. Vieles bleibt jedoch verschwommen. Ich honoriere die Idee dieser Art Geschichte, man hätte ihr jedoch einen strafferen Spannungsbogen verpassen müssen.

Charakterstudie mit Clou

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 06.01.2020

Man sollte zu der Geschichte wirklich nicht viel verraten... sie ist spannend, aber bitte erwartet keinen Thriller im herkömmlichen Sinne. Mishani betreibt eine Art Charakterschau - in drei Teilen lernen wir sehr ausführlich drei unterschiedliche Frauen kennen. Sie alle verbindet vor allem eines: Ein Gefühl von Einsamkeit. Das ist aber nicht alles. Denn das Ganze wird getoppt von einem Clou, der für sich genommen vielleicht nicht ungewöhnlich ist - in dieser Komposition aber total überrascht. Ich war gefesselt - von der ersten bis zur letzten Minute! Der Sprecher passt auch. Er liest unaufgeregt, sachlich, aber angenehm und auf eine Weise, die die anfangs offene Richtung der Geschichte wunderbar unterstützt. Lediglich gegen Ende hätte man etwas abkürzen können.

3,5 Pkt. - Unterhaltsam mit Abstrichen

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 29.08.2019

Ich habe die Geschichte gerne gehört. Was ich allerdings auch Jens Wawrczeck anrechnen muss, der wie immer toll liest. Nach einem spannenden Start, bei dem ich mich freute, wieder auf Nick Dunmore zu treffen, habe ich mich im Weiteren allerdings erstmal über die Ideenlosigkeit von Nick und die Naivität des zweiten Protagonisten, Derek, gewundert.

Die Handlung kommt im Mittelteil auch nicht recht vom Fleck, da verlässt sich Poznanski zu sehr auf die Wirkung ihrer kleinen Rätselreime und Computer-Kampfszenen. Was ich wirklich schade fand war, dass der technische Aspekt - eigentlich ja hochinteressant - zu kurz kommt. Er beschränkt sich im Wesentlichen auf die Formel: Erebos kann eben einfach alles! Da macht die Autorin es sich ein bisschen zu leicht.

Im letzten Drittel kommt wieder Spannung auf. Und die Auflösung ist soweit okay. So glatt und geschmeidig wie in "Erebos 1" fügt sie sich nicht ein, man spürt jedoch das Bemühen um eine realitätsnahe Thematik. Alles in allem okay.