PROFIL

Rüdiger

Hof, Deutschland
  • 75
  • Rezensionen
  • 160
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 91
  • Bewertungen
  • Calibans Krieg (The Expanse-Serie 2)

  • Autor: James S. A. Corey
  • Sprecher: Matthias Lühn
  • Spieldauer: 22 Std. und 19 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 404
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 385
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 381

Die Menschheit hat das Sonnensystem kolonisiert. Auf dem Mond, dem Mars, im Asteroidengürtel - überall gibt es Kolonien und werden Rohstoffe abgebaut. Doch der Frieden ist brüchig, denn die Kolonien begehren gegen die Vorherrschaft der Erde auf. So haben auf dem Jupitermond Ganymed bereits Kämpfe begonnen - und dann wird auf der Venus auch noch eine Substanz entdeckt, die nicht menschlichen Ursprungs ist. Droht die Invasion? Das Schicksal der Menschheit steht auf Messers Schneide.

  • 5 out of 5 stars
  • Packend, interasant und klingt nach mehr....

  • Von Yury Am hilfreichsten 22.11.2018

Deutliche Verbesserung zu Teil 1

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 02.10.2018

Auch wenn das Protomolekül als unglaublich starke Superbedrohung mir immer noch ein wenig übertrieben vorkommt: In diesem zweiten Band hat das Autorenduo Corey sich deutlich gesteigert und die Welt der "Expanse" auf die nächste Stufe angehoben.

Vorteilhaft schon einmal die Erweiterung der Perspektivcharaktere: Statt zwei gibt es nun vier Erzählerfiguren, die aus unterschiedlichsten Sichtweisen die Situation betrachten: Ein Wissenschaftler auf Ganymed, eine Politikerin auf der Erde, eine Soldatin des Mars und der gute alte James Holden. Das ist schon mal wesentlich dynamischer als in Band 1, auch wenn die Autoren erneut den Fehler machen, dass sich diese Charaktere im Laufe des Buches treffen und dadurch die Sicht des Zuhörers quasi einengen. Gegen Ende sind zeitweilig alle vier Erzähler auf einem Raumschiff - das ist natürlich Unfug. Dennoch ist die Erzählweise von Band 2 insgesamt viel dynamischer, vor allem vertieft die Ebene der Politikerin Avasarala den Blick in das Geschehen hinter den Kulissen und bietet damit entscheidende neue Erkenntnisse. Dramatisch auch die Suche des Botanikers Prax nach seiner Tochter - hier punktet "Calibans Krieg" ganz kräftig, die Geschichte ist mitreißend und nicht immer leicht vorherzusagen.

Während in diesem Band noch politische Ränkespiele einen Hauptteil der Handlung prägen, entwickelt sich auf der Venus unaufhaltsam die größere Bedrohung durch das Protomolekül, das zunehmend unbesiegbar erscheint. Wie gesagt, ein bißchen weit hergeholt wirkt dieses mysteriöse Etwas aus dem tiefen All schon, aber es gibt einige Szenen, in denen der Kampf gegen das Ding durchaus hochspannend, weder zu lang noch zu konfus geschildert wird, Corey gelingt es hier, die Balance zu finden zwischen "unheimlich mächtig" und "man kann sich irgendwie noch dagegen wehren".

Dank mehrerer hochdramatischer Wendungen, gelungen dargestellter politischer Intrigen und neuer Charaktere gibt es hiermit schon fünf Sterne - auch wenn ein bißchen Luft nach oben noch drin ist. Band 3 ist bereits "in meiner Online-Bibliothek"... :-)

1 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • DOORS - Der Beginn

  • Autor: Markus Heitz, Norman Cöster
  • Sprecher: Johannes Steck, Detlef Tams, Andreas Borcherding, und andere
  • Spieldauer: 2 Std. und 14 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 2.575
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 2.444
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 2.439

Höre jetzt die Vorgeschichte "DOORS - Der Beginn" und bereite dich auf eine spannende Reise vor. Am Ende der Vorgeschichte wirst du vor die Wahl gestellt: drei Türen, drei Hörbücher - durch welche Tür sollen die Helden treten? Greife zu dem DOORS-Hörbuch deiner Wahl und erfahre, was hinter den Symbolen steckt.

  • 4 out of 5 stars
  • clever

  • Von Peggy Am hilfreichsten 03.09.2018

Durchwachsener Anfang einer an sich witzigen Idee

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 27.09.2018

Ein toller Hörspielgedanke: Man bekommt den Prolog geschenkt und darf dann selbst bestimmen, welche Variante der Story man weiterhört (und kauft). So weit, so gut, so originell.

Leider ist die Geschichte eher blass. Ihr geht die Faszination von z.B. "Locke and Key" ab, auch schafft sie es nicht, einen förmlich hineinzusaugen wie die Produktionen von Ivan Leon Menger ("Porterville", "Monster 1984") dies schaffen. Markus Heitz wartet mit einem Schwung von Mystery Elementen auf, die er zu einer Story zusammenfügt, die noch nicht so recht trägt. Das Team von Spezialisten auf der Suche nach der verschwundenen Tochter ist nicht besonders spannend charakterisiert, überhaupt droht die gesamte Produktion immer wieder, in die Belanglosigkeit abzurutschen. Für ein Hörbuch das größte Minus: "Doors" gelingt es nicht, die Aufmerksamkeit zu fesseln, immer wieder schweifen die Gedanken davon ab, weil das besondere Etwas fehlt.

Insgesamt zu trivial, um zum Weiterkaufen anzuregen. Das liegt auch daran, dass mir die konkreten Hinweise gefehlt haben, warum ich mich nun für die eine oder andere Tür entscheiden sollte. Abseits der finsteren Vision des Mediums Beate gibt es wenig Anhaltspunkte, wo nun die verschwundene Tochter abgeblieben sein könnte - die Wahl muss also nach dem Prinzip Zufall getroffen werden (oder nach Gusto, je nachdem welcher Klappentext einem bei den drei Varianten der Forsetzung am besten gefällt). Das ist dann doch ein bißchen dünn.

  • Leviathan erwacht (The Expanse-Serie 1)

  • Autor: James S. A. Corey
  • Sprecher: Matthias Lühn
  • Spieldauer: 21 Std. und 45 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 549
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 517
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 519

Die Menschheit hat das Sonnensystem kolonisiert. Auf dem Mond, dem Mars, im Asteroidengürtel - überall gibt es Kolonien und werden Rohstoffe abgebaut. Doch noch ist das Sonnensystem die Grenze. Als der Kapitän eines kleinen Minenschiffs einen havarierten Frachter aufbringt, ahnt er nicht, welch gefährliches Geheimnis er in Händen hält - ein Geheimnis, das die Zukunft der ganzen menschlichen Zivilisation für immer verändern wird.

  • 4 out of 5 stars
  • Sprecher nervt...

  • Von Raimond Am hilfreichsten 05.06.2018

Starker Beginn, Ende ausbaufähig

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 16.07.2018

Ich habe das Buch "Leviathan erwacht" vor zwei Jahren angefangen und war begeistert. Das waren also Schüler des großen George R.R. Martin im Alias des James S.A. Corey, und sie verfrachteten Game of Thrones ins Weltall. Toll! Allerdings nur ein halbes Buch lang.

Das Buch verliert ungefähr zur Hälfte der Geschichte nämlich mächtig an Fahrt, ungefähr zu dem Zeitpunkt, als sich die beiden Perspektivcharaktere Holden und Miller treffen - und von nun an nur noch ein Handlungsstrang vorangeht. Auch was dann so genau vorgeht auf der Phoebestation mit dem Protomolekül und so weiter war in seiner "Weithergeholtheit" nicht mehr dem tollen Start entsprechend - am Ende habe ich das Buch nie zuende gelesen.

Nun kam das Hörbuch. Ja, das Szenario der "Expanse"-Reihe ist ein Spannendes, es hat viele verschiedene Parteien, die Erde, den Mars, den Asteroidengürtel, Figuren, die keine Alleskönner sind, eigentlich ist alles da für eine gelungene SciFi Story. Also gab ich der Reihe noch eine Chance und hörte das Buch nun zuende. Der Sprecher ist bemüht, sehr stark zu betonen, das ist nicht immer passend. Aber man gewöhnt sich daran besser als ich zunächst dachte, Matthias Lühn ist sicherlich kein Christian Brückner, aber er ist auch kein Grund, das Buch NICHT zu hören.

Mein Fazit: Das Szenario ist alles in allem stärker als diese erste Geschichte, da ist noch eine Menge Raum nach oben. Zwar wurden die Charaktere und die Welt sehr gut eingeführt und auch die ersten Konflikte z.B. mit der Canterbury waren extrem spannend. Die Komplexität im Worldbuilding ist zwar nicht auf Martins Niveau, aber man merkt schon, wo die beiden Autoren ihre Inspiration herhaben. Aber die Ausführung und Auflösung der auftretenden Probleme ist für meinen Geschmack im Laufe der Geschichte erstens zu lang und zweitens zu eindimensional. Holden und Miller sind einfach viel zu lang gemeinsam unterwegs, das ganze große Szenario ist dadurch über große Teile der zweiten Buchhälfte hinweg wertlos. Und wenn man sich den "Leviathan" anschaut, dann muss man sich schon fragen, ob es unbedingt schon im ersten Band notwendig gewesen ist, gleich eine Doomsday Maschine für die ganze Menschheit aus dem Hut zu zaubern - wie will man das noch toppen?

Das Autorenduo Corey hat gute Ideen, weswegen ich in jedem Fall auch dem zweiten Buch eine Chance geben werde. Aber es neigt noch dazu, ermüdende Passagen zu schreiben, die einem vorübergehend die Lust am Weiterlesen nehmen können. Für meine Science Fiction bevorzuge ich Geschichten mit ein bißchen mehr Fingerspitzengefühl statt gleich quasi mit der Brechstange des großen Auslöschungsszenarios daherzukommen. Immerhin: Im zweiten Band gibt es nach meinem ersten Reinhören schon mal deutlich mehr Perspektivcharaktere - ein guter Anfang...

  • Patronat

  • Die Welten der Skiir 3
  • Autor: Dirk van den Boom
  • Sprecher: Günter Merlau
  • Spieldauer: 11 Std. und 21 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 170
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 164
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 164

Ein Tor, ein Wall und ein Zerstörer - die Erde steht im Mittelpunkt des galaktischen Interesses, wenngleich es an allen Ecken und Endes des Skiir-Imperiums brennt. Es wird aufgeräumt im Reich der Insektoiden und es werden keine Gefangenen gemacht. Widerstand regt sich, Rechnungen werden beglichen und eine geheime Intrige beginnt, sich bemerkbar zu machen.

  • 5 out of 5 stars
  • Das Finale

  • Von D. G. Am hilfreichsten 10.12.2017

Solide zuende gebracht

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 26.06.2018

Auch der dritte Teil der "Welten der Skiir" wird von Dirk van den Boom routiniert erzählt und zu einem logischen Ende gebracht. Insgesamt bleibe ich bei der ganzen Trilogie bei meinem Gesamturteil: Gute Grundidee, anständige Dramaturgie, aber mit blassen Figuren. beispiel im letzten Teil: Im großen Finale (das so besonders spektakulär nun nicht ausfiel) überleben nicht alle Protagonisten - und es geht einem nun wahrlich nicht zu Herzen. Glücklicherweise gelingt es dem Autor immerhin, auf übergroßes Actiongedöns zu verzichten, und auch die kurz aufkeimende (und mich in tausenden US Comics entsetzlich nervende) Moraldiskussion, ob man töten darf um anderes Leben zu retten, erstickt schnell wieder im Keim. Dennoch hätte es von der Charakterisierung einfach etwas mehr sein dürfen, vielleicht waren es am Ende zu viele Figuren oder dem Autor selber war nicht klar genug, wer eigentlich seine Hauptfigur ist.

Die große Überraschung gegen Ende der Erzählung war in jedem Fall gut ausgedacht, auch wenn es einem im Handlungszusammenhang doch schwer fällt, daran zu glauben. Aber auf so eine Idee muss man erst mal kommen - darum auch vier Sterne und nicht nur drei.

  • Protektorat

  • Die Welten der Skiir 2
  • Autor: Dirk van den Boom
  • Sprecher: Günter Merlau
  • Spieldauer: 11 Std. und 23 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 206
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 200
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 200

Die endgültige Aufnahme der Menschheit in das Imperium der Skiir steht unter keinem guten Stern. Kaum haben die Menschen gezwungenermaßen ihren Platz in der neuen galaktischen Gemeinschaft eingenommen, überzieht eine geheimnisvolle Entität, nur "Zerstörer" genannt, das Reich mit Tod und Vernichtung. Zunehmend zerstritten und am Rande eines Bürgerkrieges richtet sich die Aufmerksamkeit des Reiches auf die Erde, die eine wichtige Rolle in der Abwehr der Bedrohung einzunehmen scheint.

  • 4 out of 5 stars
  • Solide. Ohne Ausschläge nach oben und unten.

  • Von Rüdiger Am hilfreichsten 16.04.2018

Solide. Ohne Ausschläge nach oben und unten.

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 16.04.2018

Unvermittelt geht die Geschichte um die Welten der Skiir weiter, eine Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse gibt es leider nicht. Da seit Band 1 einige Zeit vergangen war bei mir, fand ich das etwas ärgerlich. Immerhin: Mit einigen neuen Charakteren und einer relativ geradlinigen Handlungsführung ist man schnell wieder drin.

Die Schwächen des ersten Bandes bleiben: Die Figuren zünden weiter nicht richtig. Sie sind nicht wirklich schlecht, auch nicht zu eindimensional, aber doch teilweise langweilig und teilweise zu wenig ausgestaltet. Vor allem der Widerstand mit seinen vielen Aliens bleibt völlig blass.

Die Handlung als solche geht zielstrebig weiter, wir erfahren in diesem zweiten Teil viel über den mysteriösen Zerstörer und einiges der Verschwörungskabale aus dem ersten Band wird auch logisch und nachvollziehbar aufgeklärt. Es geht so gesehen voran mit dem Zukunftsszenario um die freundlich unterjochte Erde, auch wird deutlich gemacht, was auch in dieser Geschichte mal wieder so besonders an unserem schönen blauen Planeten ist.

Positiv auch zu erwähnen dass es keine ellenlangen langweiligen Actionsequenzen gibt, die Überlegenheit des Zerstörers im Raumkampf zum Beispiel ereignet sich off-panel: Auf explodierende Atomsonnen verzichtet Dirk van den Boom weitgehend und hebt sich damit wohltuend vom Genredurchschnitt ab. Das ist prima.

Insgesamt bleibt am Ende der Eindruck grundsolider Science Fiction, der die denkwürdigen Charaktere abgehen. Gut genug, um den dritten Teil auch wieder anzuhören. Nicht gut genug, um mit Meisterwerken wie "Red Rising" mitzuhalten.

  • Enceladus (Eismond 1)

  • Autor: Brandon Q. Morris
  • Sprecher: Mark Bremer
  • Spieldauer: 9 Std. und 37 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 755
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 720
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 719

Im Jahre 2031 finden Forscher in den Signalen einer Roboter-Sonde, die den Saturnmond Enceladus studiert, eindeutige Spuren biologischer Aktivität. Beweise für außerirdisches Leben - eine Weltsensation. Fünfzehn Jahre später macht sich ein eilig dafür gebautes, bemanntes Raumschiff auf die weite Reise zum Ringplaneten. Der internationalen Crew stehen nicht nur schwierige siebenundzwanzig Monate bevor: Falls sie es ohne Zwischenfall bis zum Enceladus schafft, muss sie mit einem Bohrschiff den kilometerdicken Eispanzer des Mondes durchdringen.

  • 4 out of 5 stars
  • Solide Produktion ohne große Ausschläge nach oben

  • Von Rüdiger Am hilfreichsten 02.03.2018

Solide Produktion ohne große Ausschläge nach oben

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 02.03.2018

Vergleicht man Enceladus mit der auch unlängst von Audible produzierten "Riesen-Trilogie" von James Hogan, schneidet Enceladus ganz gut ab, denn die Geschichte ist doch deutlich weniger trocken. Zwar erscheint mir das Grundszenario einer Weltraumexpedition zu einem Saturnmond im hier vorgestellten Zeitverlauf überaus optimistisch, es wird aber alles technisch sehr glaubwürdig dargestellt und die Tücken der Reise sind ja dann auch ganz enorm. Das kann man also schlucken.

Trotzdem ist die Handlung nicht durchgängig spannend, die Charaktere sind nur zum Teil überzeugend, mitreißend ist etwas anderes. Enceladus ist in klassischem Sinne mehr Science als Fiction, Menschen die sich bei emotionaleren Produktionen daran stören, dass irgendein physikalisches Gesetz verletzt wurde, sind hier sicherlich richtig.

Ganz gut wurde das Leben auf Enceladus dargestellt, hier kommt die Fremdartigkeit gut rüber und das ist dann ja doch eine gelungene Leistung. Und obwohl es eine Fortsetzung zu geben scheint, könnte ich mit dem Buch auch erstmal als alleinstehende Geschichte leben, es ist in sich sauber abgeschlossen und das ist gut so.

22 von 23 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Der Turm von Avempartha

  • Riyria 2
  • Autor: Michael J. Sullivan
  • Sprecher: David Nathan
  • Spieldauer: 11 Std. und 10 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 2.237
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 2.129
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 2.125

Als eine junge Frau das Diebespaar Royce und Hadrian anheuert, um ihr abgelegenes Dorf von nächtlichen Angriffen zu schützen, werden beide erneut in die Ränke des Zauberers Esrahaddon verwickelt. Royce bemüht sich darum, das uralte Geheimnis eines nahegelegenen Elfenturms zu enträtseln. Währenddessen schart Hadrian die Dorfbewohner um sich und versucht, eine Verteidigung gegen das unsichtbare Monster auf die Beine zu stellen. Und diesmal könnte der Ausgang der Ereignisse die Zukunft der ganzen Welt verändern.

  • 5 out of 5 stars
  • Mein Lieblings Sprecher

  • Von Angelika Am hilfreichsten 13.02.2015

Solide Fantasy, angenehm auch für zwischendurch.

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 02.03.2018

Auch im zweiten Riyria Buch wird eine in sich abgeschlossene Geschichte präsentiert. Das ist bei all den Endlosserien ja auch mal was Schönes. Ja, im Hintergrund läuft auch eine längere Story die sich durch die Bücher durchziehen wird, aber die Komplexität hält sich doch noch in Grenzen, man muß nicht permanent irgendwo nachschlagen was da eigentlich gerade vor sich geht.

Die Handlung dieses Buches dreht sich um ein Fabelwesen, das irgendwo in der Provinz sein Unwesen treibt, und Hadrian und Royce sind natürlich schnell wieder mittendrin. Gut fand ich insbesondere den Verlauf des später stattfindenden Turniers mit doch reichlich unerwartetem Ausgang, mit gefällt es wenn ein Autor einfach mal einige Figuren aus dem Feld nimmt, statt alles endlos in die Länge zu ziehen. Am Ende dieses Buches gibt es eine neue Situation, die den Status Quo herausfordert - so gesehen also ein Anreiz, das nächste Buch zu hören - aber die Geschichte um den Turm von Avenpartha ist erstmal beendet, und zwar zufriedenstellend.

Ein bißchen schwierig ist bei all dem Lob für mich weiterhin, auf der Landkarte den Überblick zu behalten (die ich mir im Internet suchen mußte) und zu überschauen, welche Unterkönigreiche es gibt und wie die zusammengehören. Das wird im Text zwar runtergerattert, aber da fehlt mir so ein bißchen das Plastische, hier fällt Riyria gegenüber den Branchenklassikern ab. Auch die Charaktere sind zwar insgesamt ganz nett, aber nicht außergewöhnlich. Riyria ist eher Fantasy für zwischendurch, angenehm, weil nicht übermäßig irgendwelcher schwarz-weiß Zeichnung verfallen, aber noch nicht meisterhaft. Das Gute: Man kann hier jederzeit eine Pause machen um später wieder einzusteigen.

  • Monster 1983: Die komplette 3. Staffel

  • Autor: Ivar Leon Menger, Anette Strohmeyer, Raimon Weber
  • Sprecher: David Nathan, Luise Helm, Simon Jäger, und andere
  • Spieldauer: 11 Std. und 8 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    5 out of 5 stars 3.272
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 3.161
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 3.147

Amy ist zurück in Harmony Bay - und mit ihr das Monster. Cody weiß, dass seine kleine Tochter eine Gefahr für die gesamte Stadt darstellt, und trotzdem kann er es nicht zulassen, dass irgendjemand ihr etwas antut. Eine echte Zerreisprobe bahnt sich an. Als sich unter den Einwohnern der kleinen Küstenstadt ein merkwürdiges Virus verbreitet, das die Betroffenen unkontrollierbar macht, scheint der Nachtmahr allerdings nicht mehr die einzige Gefahr zu sein. Sheriff Landers muss handeln, um seine Stadt zu retten - und trifft dabei eine folgenschwere Entscheidung...

  • 5 out of 5 stars
  • Schade, dass es vorbei ist. Einfach genial!

  • Von Saarpirat Am hilfreichsten 03.11.2017

Monster goes Splatter

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 02.01.2018

Monster 1983 geht in die letzte Runde. Im Gegensatz zum Vorgängerband 2 wird diesmal auf eine ausführliche Rückschau "was bisher geschah" verzichtet, allerdings kommt man trotzdem ganz gut rein weil aus einer Zukunftsperspektive gewisse Ereignisse und Figuren kurz noch einmal vorgestellt werden.

Leider entwickelt sich die Handlung dann in eine Richtung, die mir persönlich nicht so viel Spaß gemacht hat: Die Kinder des Nachtmahrs metzeln Bevölkerung nieder, es erinnert manchmal an mir verhasste 80er Jahre Horrorschinken, wo es immer nur darum geht, wer als nächstes stirbt. Bäh, mag ich nicht. Aufgelöst wird die Handlung dann recht pfiffig, vor allem die Pointe um Hunter fand ich sehr gelungen.

Technisch wieder auf allerhöchstem Niveau, picobello von Sprecher bis hin zu Effekten, auch prima Besetzungen. Der Exorzist Giovanni Marzini war für mich der eigentliche Star, bei Gerrit Schmidt-Foss' Stimme war vor meinem geistigen Auge immer der Seriendarsteller Wentworth Miller, den er ja auch synchronisiert. Aber war es wirklich so gedacht, dass Giovanni Marzini plötzlich der Hauptheld ist, der ja gar nicht aus Harmony Bay kommt?

Handlungstechnisch gibt es nicht nur für das deutlich gestiegene Ausmaß an Gesplatter Abzüge. Auch das Verkommen des ehemaligen Heldens Sheriff Cody zum weinerlichen Alkoholiker ist ziemlich mißlungen, inklusive der,

>>>>>>> Spoiler Spoiler Spoiler Alarm,

reichlich dämlichen Art und Weise, wie er am Ende dann wieder zu sich kommt - und ihn die gute Taylor auch noch sofort in ihre Arme nimmt, als wäre nix gewesen...

Spoiler Spoiler Ende. <<<<<<<<<

Auch beim Finale wird auf Friede Freude Eierkuchen gemacht, Ende gut alle gut obwohl die halbe Stadt umgekommen ist, darunter auch viele der in den ersten beiden Teilen geduldig aufgebauten Nebenfiguren. Nein nein, so ganz rund war das nicht, dafür gibts nicht die volle Punktzahl.

Alles in allem trotzdem natürlich noch gerade für den deutschsprachigen Raum eine beispiellose, tolle Produktion, aber beim dritten Teil hätte ich mir etwas mehr Subtilität und Treue zu den aufgebauten Charakteren gewünscht.


1 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Der Thron von Melengar

  • Riyria 1
  • Autor: Michael J. Sullivan
  • Sprecher: David Nathan
  • Spieldauer: 10 Std. und 59 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 2.686
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 2.543
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 2.547

Royce, ein gewiefter Dieb, und sein Partner Hadrian betreiben ein einträgliches Geschäft mit Aufträgen des korrupten Adels. Bis eines Tages ein Unbekannter die beiden anheuert, ein berühmtes Schwert zu stehlen. Was zunächst nach einem ganz gewöhnlichen Job aussieht, stellt sich jedoch als Falle heraus. Sie werden noch in derselben Nacht als Mörder des Königs verhaftet und in den Kerker geworfen. Als sie mit Hilfe der Prinzessin entkommen können, entdecken Royce und Hadrian eine Verschwörung.

  • 5 out of 5 stars
  • Leichte, flotte Kost...

  • Von Michael Am hilfreichsten 17.03.2014

Fantasy ohne Ecken und Kanten

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.11.2017

Insgesamt würde ich den ersten Band der Riyria Saga bei 3,5 Sternen einstufen. Die Geschichte ist flüssig, man kommt schnell rein und fühlt mit den Hauptfiguren mit, wenn sie in den ersten großen Schlamassel geraten. Soviel ist schon mal gut.

Jetzt ist das Motiv des gerade frei gewordenen Königsthrons nicht gerade besonders originell, und George R.R. Martin hat es natürlich um Längen besser gemacht. Aber das Lied von Eis und Feuer steht genretechnisch ja eh weit über dem Rest der verfügbaren Fantasy Produktionen. Im Vergleich zu z.B. Shadowmarch muss sich "Der Thron von Melengar" dagegen auf keinen Fall nicht verstecken: Es gibt keine wesentlichen Längen, kein verschwurbeltes Götterpandämonium und die Handlung des ersten Bandes ist auch weitgehend in sich abgeschlossen, wenn man nicht weiterlesen würde, hätte man trotzdem eine komplette Geschichte gehört.

Der ganz spezielle Kick fehlt dem Ganzen noch etwas. Was an dem von einigen Bösewichten angestrebten Imperium so toll sein soll, keine Ahnung. Hier versteckt sich aber natürlich der rote Faden, der zu den nächsten Bänden führt, und da sowohl die Diebe Royce und Hadrian, als auch die beiden Königskinder einen durchaus sympathischen Gesamteindruck bei mir hinterlassen haben, werde ich den zweiten Teil mal bestellen. Schauen wir, wie es weitergeht.

  • American War

  • Autor: Omar El Akkad
  • Sprecher: Uve Teschner
  • Spieldauer: 13 Std. und 10 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 274
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 265
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 265

Amerika in der Zukunft: Der Meeresspiegel steigt, Teile des Landes stehen unter Wasser, der Norden führt Krieg gegen den Süden. In einem Flüchtlingscamp in Mississippi lebt die junge Sarat Chestnut mit ihrer Familie hinter Stacheldraht. Sie haben sich gerade in einem der Zelte eingerichtet und zurück in ein halbwegs normales Leben gefunden, da droht das nächste Unheil... Omar El Akkad entfaltet mit großer erzählerischer Kraft die dramatische Geschichte einer Radikalisierung.

  • 1 out of 5 stars
  • Unfassbar langweilig und zäh

  • Von Gunnar Am hilfreichsten 13.08.2017

Plädoyer gegen den Krieg

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 08.11.2017

Omar El Akkad zeichnet hier eine moderne Dystopie, in der für Ruhm, Ehre und Heldentaten kein Platz mehr ist. Ein finsteres Amerika, innerlich zerissen, vom Hass zwischen Nord und Süd an den Rande des Untergangs gebracht.

Wegen irgendwelcher Streitigkeiten ums Öl haben es vier Bundesstaaten für eine tolle Idee gehalten, einen eigenen Verein aufzumachen weil es damit ja soviel besser gehen wird. Parallelen zur Kleinstaatlerei, nach der momentan manche Gruppierungen in Europa streben, drängen sich sofort auf. Was daraus resultiert ist erstmal: Elend, Verlust von Wohlstand, Hunger, persönliche Dramen und am Ende nur noch Hass. Und wozu dieser Hass dann wiederum verzweifelte Menschen treibt, davon erzählt El Akkad und zeichnet einen großen Bogen von der Zeit, in der noch Orte existierten, in denen die Welt trotz Armut und Krieg noch in Ordnung war zu einer Zukunft, in der der Konflikt im Kern zwar überwunden, aber der Schaden nicht mehr zu reparieren ist.

Sehr geschickt schildert El Akkad am Beispiel einer einzelnen Familie, was Krieg bedeutet: Die Menschen sehen sich Willkür ausgesetzt, verlieren ihre Heimat, ihre Würde, folgen falschen Propheten oder sterben einfach dumme, sinnlose Tode. Nichts am Krieg ist glorreich oder den Blutzoll wert, am Ende verlieren alle.

Der Roman ist in meinen Augen schon harter Tobak. Durch fiktive Dokumente aus der Zeit des zweiten Bürgerkriegs bekommt man mit, was jenseits der Erzählperspektive der Familie Chestnut vorgeht, aber der Fokus liegt auf wenigen wichtigen Figuren. Unaufhaltsam werden sie in den Strudel der Geschehnisse gezogen, man kann als Hörer nur lauschen, wie sich das Unheil aufbaut, man weiß, wie es endet, und man bleibt dabei auch wenn es nicht schön ist, was der Autor hier auftischt.

Nicht nur wegen der Darstellung der verheerenden Auswirkungen der globalen Veränderungen Pflichtlektüre für Politiker, für manche aber wahrscheinlich zu lang und zu negativ. In jedem Fall hörenswert, aber durchaus schwere Kost.