PROFIL

Klausine

  • 77
  • Rezensionen
  • 105
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 95
  • Bewertungen

Ein gesprochener Comic

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 20.09.2020

Ich habe mir dieses vielgelobte Hörbuch mehrmals angesehen und mich endlich trotz Bedenken dazu hinreissen lassen, mal wieder etwas ganz Anderes zu hören.
Ja, die Story ist schwungvoll, witzig, spritzig, leicht und seicht. Hervorragend gelesen - aber nix für mich. Ich bin keine Comicleserin und breche lange vor dem Ende ab.

Nicht Mistkerl - Menschwerdung

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 16.09.2020

Super Lesung!, Christoph Jablonka hörte ich zum ersten Mal - seine Stimmführung ist ganz und gar wunderbar.

Es steckt ganz viel in diesem Buch. Ab dem 2. Drittel wirkt die Geschichte überladen; ich bin mir nicht sicher, ob es ein guter Kniff war, Gabors Eltern so prominent auszuführen, die Story wird zunehmend schwülstig, ja, ich hab mich an einigen Sachen gestossen.
Aber Izquierdo kriegt die Kurve, zeichnet Gabor authentisch bis zum Schluss, man glaubt ihm, leidet mit ihm.
Doch bevor sich die Ereignisse dramatisieren, gibt es viele Lacher und "Schmunzler" - da kann man sich köstlich amüsieren.

In der Zusammenfassung steht, dass sich Gabor zu allem hin auch noch in eine Frau verliebt, die ihm nicht gleich zu Füssen liegt. - Hier bitte null Erwartungen, erst "im Abspann" kommt etwas dazu...

In welche Kategorie ist das Buch einzuordnen? - Ich finde, es passt gut zu "Achtsam morden" und "Das Rosy-Projekt". Auch hier passiert Unwahrscheinliches neben realen Begebenheiten und auch hier gibt es zu keinem Zeitpunkt eine finanzielle Not.
Ich unterrichte - und dachte während der Arbeit in den Klassenzimmern immer wieder an Gabors Schüler.
Ich meine, man kann auch aus einem Buch, das Unwahrscheinliches enthält, Wahrheiten ins eigene Leben übernehmen; alles in allem fünf Sterne fürs Gesamtpaket und eine klare Hörempfehlung von mir.

Wunderbares Fabulieren

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 08.09.2020

Michael Schwarzmaier kenne ich von Jack Reacher her - er liest auch diesen facettenreichen Roman wunderbar. Und "Fräulein Hedy ... " ist mein zweiter Izquierdo, der dritte wartet bereits in meiner Bibliothek auf mich.
Es handelt sich bei den Izquierdos um Kopfkino, um empathische Geschichten, hier mit spannenden Rückbblenden, einer eigenständigen Geschichte in der Rahmenhandlung, die in der Gegenwart spielt.
Die Protagonisten werden authentisch gezeichnet, das Buch kennt weder Längen noch offene Fäden.
Die geneigten Lesenden erwarten u. a. Überraschungen, Humor, flotte Dialoge, Liebenswürdigkeiten, Grausamkeiten des 2ten WK, Spannung, ...
Das ist Gegenwartsliteratur, die sich nicht in einem tollen Buch erschöpft und die nicht von Fortsetzungen lebt, die nicht mehr an den ersten Band herankommen. - Ich bin ein Izquierdo-Fan - eine klare Hörempfehlung von mir.

2 Leute fanden das hilfreich

Es ist nicht, was nicht ist

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 03.09.2020

Kurz und knapp wird einem in diesem Ratgeber nach einer Einleitung, die lang erscheinen mag, aufgezeigt, dass man sich an den Tatsachen orientieren muss, wenn man sich von Gedanken/Gefühlen, die einen plagen, befreien will.
Einmal durchhören reicht m. E. nicht; praktisch ist es, sich bei Stellen, die man als wichtig empfindet, Lesezeichen zu setzen oder das Hörbuch zu pausieren, während man sich Notizen macht.

Grossartig

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 28.08.2020

In diesem Werk erfährt man, was wirkliche Freundschaft ausmacht und wie sich die Geizigen, Gierigen und Niederträchtigen verbünden, gegen die Schwachen wenden - und sich gegenseitig ausspielen. - Sie sind sich für nichts zu schade.
Derweil wachsen einem Karl, Arthur und Isi ans ❤️. Man ist mit allen drein unterwegs, hofft und bangt mit ihnen, dass sich ihr Mut auszahlen wird.
Eine Geschichte, die vor und während dem 1. WK spielt - und die berührt.
Der Schluss ist offen und gibt Anlass zu Hoffnung - mehr soll nicht verraten werden.

In diesem Hörbuch treffen zwei Meister ihres Fachs aufeinander: Der eine versteht es, zu schreiben, und der andere versteht es, einfach gesagt, vorzulesen.

Eine absolute Hörempfehlung von mir.

6 Leute fanden das hilfreich

Ein Drama voller Dramen ...

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 19.08.2020

... ohne jegliche Spannung, wunderbar gelesen, wunderbar! geschrieben (wobei ich ein bisschen weniger "ficken" etc. nicht unpassend fände).
Das Geheimnis, die Lebenslüge, wird ohne Emotionen, distanziert, dargelegt. Einzig Walter wird emotional fassbar durch seine klaren harten Anweisungen an seinen Bruder.

Roth zerpflückt seine Protagonisten mit viel psychologischem Feingefühl auf eine eigenartig anmutende, distanzierte Weise, ja, er seziert sie förmlich und es wirkt, als ob er sie in einem Terrarium beobachten und analysieren würde, und während er dies tut, erfindet er ihre Welt, ihre Sorgen, Nöte, Freuden, Leiden, Wünsche, Hoffnungen, inneren Zerwürfnisse. Und das macht er ausgiebig mit Coleman, Faunia, Lester, Delphin, Iris, Steena, ...
Dazu spielt er mit den Erzählperspektiven und Darbietungsformen des Erzählens; immer wieder muss man sich fragen, aus welcher Sicht das Geschehen erlebt wird oder auch wer spricht.
Weiter schaffen Zeitsprünge Abwechslung.

Der Schriftsteller Zuckerman sowie das Thema "Rassismus" geben der Geschichte den Rahmen.
Das Werk ist ungeheuer dicht, nicht nur sprachlich, sondern auch wegen der thematischen Vielfalt; nebenbei hören (z. B. beim Haushalten) lässt es sich über weite Teile nicht (was keineswegs als Kritik zu verstehen ist).
Roth zeigt in "Der menschliche Makel" die Grenzen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten auf, wie prüde, verlogen und selbstgefällig die Gesellschaft ist.

Der Schluss ist keine Überraschung, das Ende wird schon früh angekündigt.

Der Roman verfügt über einige Längen und Wiederholungen, die Protagonisten werden fassbar und bleiben doch distanziert.

Alles in allem ein sehr schönes Buch, wunderbar gelesen von Jürgen Hentsch.

Von einem, der über Leichen geht

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 05.08.2020

Gute Unterhaltung, nicht ohne Spannung, mit viel Witz, sehr gut geschrieben und wunderbar gelesen.

Aber der sich weltmännisch verhaltende Henry kann einem nicht sympathisch werden, auch wenn man immer wieder hofft, er möchte entkommen, denn er ist zu sehr darauf bedacht, seine Haut zu retten - und sein Handeln ist verwerflich; bis zum Schluss hoffte ich auf eine erlösende Überraschung - ...

Um zu beurteilen, ob Henry als Charakter überzeugen kann, müsste ich mir das Buch noch einmal anhören, aber auf diesen Psychopathen - mit durchaus liebenswürdigen Eigenschaften -
möchte ich mich dann doch nicht noch einmal einlassen.

Es geht und geht nicht vorwärts

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 03.08.2020

Interessant zu Beginn und mittlerweile - nach gegen vier Stunden Hörzeit - langweilig mit all den banalen Dialogen und Details, von denen man nicht weiss, wo sie hinführen sollen.
Einmal mehr habe ich keine Geduld mehr und gebe ich ein Hörbuch zurück.
Die Sprecherin hat den Berliner Dialekt zwar im Griff, kann mich aber auch nicht wirklich überzeugen.
Schade.

Toll ausgedacht und super gelesen!

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 22.07.2020

Keine Minute Langeweile und wer meint, von Beginn weg alles zu wissen, hört besser bis zum Schluss zu.
Higashino führt gekonnt durch die Geschichte. Zeitsprünge in die Vergangenheit und wieder zurück sorgen für kurze Weile und nie muss man zurückblättern, um etwas, was man nicht richtig mitbekommen zu haben meint, nachzulesen - es wird einem alles zum richtigen Zeitpunkt auf dem Silbertablett präsentiert.
Der Krimi fände übrigens ausgezeichnet auf einer Bühne Platz - die Spielorte sind überschaubar und wiederholen sich.
Weiter gibt es nicht zu viele Protagonisten; alle werden authentisch gezeichnet - bis zum ... Ende.
Gerne habe ich mich ein bisschen in Japan aufgehalten und Einblicke in diese Kultur gewonnen. -
Und schade wäre es, mehr zu sagen, etwas zu verraten. - Eine klare Hörempfehlung von mir für den Plot, die Sprache und auch wegen Olaf Baden, den ich zum ersten Mal gehört habe.

Aufstiegsmöglichkeiten für alle?

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 15.07.2020

Wenn Japan so funktioniert, dann können im Job alle "mehr" erreichen. Und es liegt viel auf dem Schein und wenig auf dem Sein.
Ich kann das nicht beurteilen. Und hoch loben kann ich die Novelle auch nicht.
Es stellt sich die Frage, ob eine Person, die unter der beschriebenen Beeinträchtigung leidet (aber: SIE leidet ja nicht), die eigene Situation so nüchtern und sprachgewandt analysieren kann (Ich-Perspektive). Scheint mir wenig realistisch.
Weiter habe ich den Eindruck, der Plot würde aus der personalen Perspektive besser funktionieren.
Auch finde ich die Personen einigermassen farblos und die Geschichte stellenweise etwas langatmig.
Letztlich ist es eine Erleichterung, dass die Anti-Heldin dorthin zurückfindet, wo es ihr wohl ist und worin sie einen Sinn sieht (Ausgang offen), und ein echtes Happy-End wäre, sie dürfte eine Führungsposition übernehmen :-).