PROFIL

Mauger

  • 7
  • Rezensionen
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  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
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  • Bewertungen

Entlarvung der Nazidiktatur

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 17.07.2019

Der Erzähler ist unaufgeregt und macht seine Sache sehr gut. Noch geglückter als die recht einseitige Charakterzeichnung des Karrieristen und Opportunisten Höfgen ist aber die brillante Entlarvung der Nazidiktatur und deren Hauptakteure durch Klaus Mann, zu einer Zeit, als der Holocaust sich noch nicht abzeichnete.

2 Leute fanden das hilfreich

Kuerzungen brachial und schlecht redigiert

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.07.2017

Für wen - wenn nicht gerade für Sie - ist dieses Hörbuch besser geeignet?

Das Hoerbuch ist fuer mich geeignet, allerdings nicht in dieser Form. Nur wer wirklich keine Zeit hat, sich mit einem Roman als Hoerbuch ein oder zwei Monate lang zu beschaeftigen, sollte zu dieser Variante greifen.

Welches andere Buch würden Sie mit Don Quixote von la Mancha vergleichen? Warum?

Da der Don Quijote in seiner Form stilbildend war, sollte man von Vergleichen absehen.

Haben Sie vorher schon ein Hörbuch mit Hans Paetsch gehört? Wie würden Sie beide vergleichen?

Fuer mich zaehlt nur der Inhalt aber Hans Paetsch zu hoeren ist immer ein Genuss. Man kennt ihn ja aus den klassischen Maerchenvorlesungen und seine Betonungen beleben jeden Text, ohne je uebertrieben zu sein. Hervorragendende, lebhafte Art zu lesen, die ich immer gerne hoere. Ich habe diese Version auch nur wegen Hans Paetsch zur Vervollstaendigung einer Sammlung gekauft.

Sie mochten dieses Buch nicht ... Haben Sie vielleicht irgendwelche rettenden Maßnahmen dafür?

Wer wirklich Interesse an Don Quijote hat, sollte zur Komplettlesung Christian Brueckners greifen. Wer einen Abriss haben will, kann, dank eines exzellenten Hans Paetsch evt. auch mit den Kuerzungen leben, aber man sei gewarnt, dass einem einiges vorenthalten wird.

Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

Ich liebe Hans Paetsch, als Sprecher, fuer mich immer ein Genuss, daher habe ich das Buch auch bis zum Ende mit einigem Genuss gehoert. Was zu hoeren ist, ist genial. Leider sind die Kuerzungen zum Teil brutal und werden dem Werk nicht gerecht. ZENTRALE Passagen, auf die spaeter auch im zu hoerenden Text des oefteren Bezug genommen wird, fehlen, so dass ein Hoerer, der das komplette Werk nicht kennt, verwirrt sein muesste. Hier nur zwei der krassesten Beispiele:

Aus der Werkkenntnis weiss ich, dass es ein Unding ist, im I. Teil die "Verabschiedung" aus der 2. Schenke herauszukuerzen. Durch Nichtbezahlung der Zeche raecht sich das anwesende Publikum an Sancho Pansa, der auf einer Decke mehrfach rabiat in die Luft geworfen wird. Don Quijote sieht zu und leistet keine Hilfe. Auf dieses "Wippen" auf der Decke nimmt Sancho Pansa, auch im zu hoerenden Text immer wieder wehleidig Bezug; kein Mensch versteht es, weil diese wichtige Stelle in diesem Hoerbuch fehlt.

Ein noch krasseres Beispiel betrifft den II. Teil des Don Quijote (er gilt vielen Kennern als der bessere und reifere Text), faellt hier aber geradezu brachialen Kuerzungen zum Opfer. Es ist ein Unding, dass man die zentrale Passage in der Hoehle des Montesinos herausgekuerzt hat, wobei Don Quijote (im Traum oder nicht?) auf Montesinos trifft, der ihm verraet wie die (angeblich) verzauberte Dulcinea von Toboso wieder entzaubert werden kann. Auch die darauf Bezug nehmende Passage beim Herzog wurde gekuerzt (Sancho muss sich selbst mehrere Tausend Schlaege zufuegen, um die Entzauberung Dulcineas zu erreichen). Nach Kuerzung dieser beiden Stellen versteht kein Hoerer die Stelle, spaet im Hoerbuch, wo Sancho sich beginnt (in einiger Entfernung von Don Quijote) zu geisseln, es ihm aber zu sehr wehtut, worauf er beginnt, zu simulieren, und den umliegenden Baeumen die Rinde abzuhauen. Da man die Passagen, die dieses Verhalten erklaeren, herausgekuerzt hat, haette man zumindest auch diese Stelle, in der Sancho sich durch die Aufgabe mogelt (und Don Quijote zu Unrecht Mitleid mit Sancho beweist), auslassen MUESSEN, da kein Mensch versteht, warum Sancho sich zur Entzauberung Dulcineas (ein Herzensanliegen Don Quijotes im II. Teil) ueberhaupt selbst zu geisseln hat.

13 Leute fanden das hilfreich

Hatte etwas mehr erwartet

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
1 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 24.02.2017

Ein besserer Sprecher hätte sicher gutgetan, das war vom Probehören schon klar. Der Informationsgehalt ist gut, aber leider ist die verwendete/zu Grunde liegende Aufnahme für die Musikbeispiele recht enttäuschend: Sänger und Orchester, das habe ich alles schon besser gehört. Es wurde sicher keine Referenzaufnahme verwendet und Beispiele wie Siegfrieds Tod/Trauermarsch erklingen zwar in Gänze, ist aber so schleppend im Tempo, dass man doch etwas enttäuscht zurückbleibt.

Großartige Elegie

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 01.12.2016

Großartiges elegisches Epos über den Untergang der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Diese Lesung dürfte nicht zu übertreffen sein, ein Genuss in allen Belangen.

1 Person fand das hilfreich

Für den Preis unschlagbar

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 27.09.2016

Der Sprecher ist sehr gut, angenehm zu hören und bei dem Preis bekommt man wirklich ein gutes kurzes Hörbuch.

Nicht mein Fall

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.02.2016

Habe nur Kapitel 1 als Geschenk von Audible gehört. Muss man nicht gehört haben, ich gehöre auch nicht zur Zielgruppe, ist wohl hauptsächlich als Teenie-Horror konzipiert. Technisch sicher gut und aufwändig produziert (das Hörspiel) ist das Material eine Geistergeschichte mit viel Gewalt und Geschrei/Gestöhn und einer bis auf die Twists weitgehend vorhersehbaren Handlung. Als Hörspiel ist so etwas für mich eher Zeitverschwendung, ein solches Material sieht man sich allenfalls mal als Film an.

1 Person fand das hilfreich

Genial!

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 19.02.2016

Schlichtweg genial! Das ist Literatur! Heinrich Mann steht seinem heute sicher berühmteren Bruder in nichts nach mit dieser bitterbösen Gesellschaftssatire, die weniger als "Der Untertan" ein Zeitgemälde sondern schlicht zeitlos ist. Gegen diese Romanvorlage ist der Film "Der Blaue Engel" geradezu harmlos und erreicht, trotz seines Erfolges und seiner Bekanntheit, die Qualität des Romans nicht annähernd. Und das, obwohl der Blaue Engel ein durchaus berühmter und gefeierter Film war und ist.

Die Lesung von Dieter Mann ist bis ins kleinste Detail perfekt, jede Nuance in der Intonation trifft genau ins Schwarze und illustriert Charaktere und Handlung aufs Genaueste und Unterhaltsamste. Die Qualität dieser Lesung dürfte schwerlich zu übertreffen sein, ich habe bis zum Schluss jede Minute genossen. Besonders hervorzuheben ist hierbei die perfekte Beherrschung des norddeutschen Akzents der Kleinstadtbürger und des schnodderig-berlinerischen Akzentes der "Künstlerin Fröhlich". - dieser ist zwar wohl sicher durch den Film inspiriert, ansonsten sind die Unterschiede aber riesig.
Ich hoffe, dass es bald noch mehr Hörbücher der Gebrüder Mann auf Audible geben wird. Wo sind der Zauberberg und eine Komplettlesung der Buddenbrooks?? Bitte mehr davon, mehr Heinrich und Thomas Mann. Weniger langweilige zeitgenössische Krimis, die gegen eine Kunst dieses Kalibers letztlich Zeitverschwendung bleiben.