PROFIL

Kristoph

Münster, Deutschland
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  • Bewertungen

Leider der schwächste Band der Reihe...

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.09.2013

Ich habe Wächter der Nacht geliebt und Wächter des Tages fand ich sogar noch besser. Leider spürte ich bei Wächter des Zwielichts bereits einen gewissen Abwärtstrend, der bei Wächter der Ewigkeit fortgesetzt wurde und nun in Wächter des Morgen seinen (vorläufigen) Höhepunkt/Tiefpunkt erreicht hat.
Nachdem das Konzept des Nullmagiers eingeführt worden war, viel es Lukjanenko offenbar ausgesprochen schwer, sich eine neue, noch mächtigere Bedrohung einfallen zu lassen. Seine Lösung: das Zwielicht selbst ist der (allmächtige) Schurke. Dies lässt leider den ganzen Roman wie einen einzigen großen Deus Ex Machina erscheinen. Dinge passieren mehr oder weniger willkürlich und der Protagonist Anton wird einfach von ihnen mitgerissen.
Zwischendurch stand ich kurz davor, dem Buch sogar nur zwei Sterne geben zu wollen, aber es ist weiterhin sehr gut geschrieben und das Ende, wenn auch alles andere als perfekt, hat mich zumindest wieder an seine höheren Leistungen in frühen Bänden erinnert.
Was lernen wir daraus? Kein Autor sollte jemals eine allmächtige Figur einführen, wenn er noch weitere Bände seiner Geschichte schreiben möchte. Ob Nullvampir, Nullmagier oder das Zwielicht in Gestalt des Tigers, zu mächtige Charaktere und Antagonisten schaden einer Geschichte leider beinahe immer.

2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich