PROFIL

Ginger

  • 4
  • Rezensionen
  • 22
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 72
  • Bewertungen

Super, aber auch herausfordernd für den Hörer

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 09.01.2018

Die Krimihandlung dreht sich um den Tod eines SA-Mannes, an dessen Aufklärung Gereon Rath beteiligt ist. Dieser Teil der Handlung wird aber fast zur Nebensache. Mindestens ebenso viel Raum in der Geschichte hat die politische Entwicklung in Deutschland im Jahr 1934 und deren Auswirkungen auf Gereon, seine Frau Charlie und ihr Pflegekind Fritze.

Kutscher schildert sehr eindrucksvoll das tägliche Leben und die sich ändernde Gesellschaft im Sommer 1934. Es entsteht eine atmosphärisch dichte Beschreibung der Zeit. Man fühlt beim Hören regelrecht die unheimliche Bedrohung. Daran hat sicherlich auch die ausdrucksvolle Stimme von David Nathan ihren Anteil.

In der Handlung kommen die historischen Ereignisse des Jahres 1934 vor. Die fiktive Handlung ist so eng mit historischen Figuren und tatsächlichen Schauplätzen verwoben, dass ich parallel die geschichtlichen Ereignisse noch einmal nachgelesen habe.

Besonders beeindruckend und bedrückend ist, wie anhand der Beziehungen von Gereon und Charlie die Folgen der beginnenden Nazi-Herrschaft für das Verhältnis zwischen Kollegen und in Familien beschrieben werden. Die Geschichte nur als Krimi zu lesen, ist kaum möglich, aber es wäre auch schade drum. Für mich der beste Teil der tollen Reihe.

Spannend wie die Vorgänger

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 06.01.2018

Auch der vierte Teil der Geschichte von Maarten S. Snijder und Sabine Nemez ist gut geschrieben, total spannend, in sich schlüssig und richtig gute Krimi-Unterhaltung. Wie immer ist die Auflösung mit verschiedenen Handlungssträngen über mehrere Ecken gestrickt, aber man verliert den Faden nicht.

Ich hätte nicht gedacht, dass nach dem Ausgang des dritten Teils der Anschluss so gut klappt und man es als Leser nachvollziehen kann, dass Maarten S. Snijder im Laufe dieser Geschichte wieder in die Ermittlungen einsteigt. Der schräge Charakter von Snijder, seine abweisende Art und sein neurotisches Verhalten werden in diesem Teil vielleicht weniger deutlich als in den ersten Geschichten, aber ich glaube, alle Snijder Fans kommen doch auf ihre Kosten. Dafür steht Sabine Nemez mehr im Mittelpunkt, was allerdings an einigen Stellen nach meinem Empfinden etwas zu dick aufgetragen wirkt. Aber trotzdem ein Hörbuch, das ich sehr gerne und schnell gehört habe.

Überraschend gut

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 07.06.2017

Anders als der Schafkrimi Glennkill von Leonie Swann ist Gray nicht aus der Sicht eines Tieres geschrieben, was ich als wohltuend empfand. Es ist statt dessen so, dass der Graupapagei Gray die Ermittlungen des jungen, etwas verschrobenen Professors Augustus Huff durch seine "Hinweise" antreibt: Mal direkter, mal subtiler, mal geschrien, mal geschnäbelt. Die Idee ist frisch, sie passt zur Geschichte und Grays Einsatz ist dabei liebevoll und superlustig dargestellt . Die Geschichte hätte für mich allerdings spannender sein können.
Bjarne Mädel als Vorleser eines Krimis - das konnte ich mir erst nicht vorstellen. Aber er macht das richtig gut! Vor allem liest er auch Gray toll, man sieht förmlich, wie der Papagei den Kopf schief legt und "Bad romance!" kommentiert.

Andreas Föhr kann Krimi

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 05.06.2017

Dieser Wallnerkrimi schließt nahtlos an die Vorgängerbücher an, der Plot ist interessant, die Handlung stimmig, spannend und in der richtigen Dosis auch lustig. Ich mag die Sprache. Die Auflösung, der ganze Schluss hätte vielleicht ausführlicher sein können.
Michael Schwarzmaier als Vorleser ist toll, er verleiht der Geschichte zusätzlich Dimension. Richtig gut!