PROFIL

mareike83

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  • Rezensionen
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  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 5
  • Bewertungen

Unterhaltsame Stunden

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 29.08.2011

In gewohnt turbulenter Manier, trockenem Humor und wundbaren Dialogen erzählt und Dora Heldt die Geschichte der Endvierzigern Christine und ihrer Familie, ihren Sorgen und Nöten, Ängsten und Launen. Das alles nett verpackt in 3:15 Stunden pures Hörvergnügen. Denn auch wenn das Hörbuch gekürzt, so hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl, dass hier etwas fehlt. Für mich war es wirklich (Abend-) Unterhaltung pur, sodass ich, entgegen meiner Vorstellung selten einschlafen konnte, bevor der iPod ausging. Das passiert mir nämlich sonst gerne mal. Doch hier habe ich gerne mal eine Viertelstunde verlängert und mich so um meinen Nachtschlaf gebracht.

Der Aufbau der Geschichte ist gelungen, es ist von einer Familiengeschichte bis hin zu einem leichten Kriminalroman alles dabei - und das ohne zu überladen zu wirken. Alles fügt sich wunderbar zu einem harmonischen Ganzen.

Gelesen wird das Hörbuch übrigens von der Autorin selbst. Viele kritisieren dies, doch mir gefällt es gut. Denn Dora Heldt hat sich beim Schreiben ja etwas dabei gedacht, den Figuren bestimmte Charaktere zugeordnet. Und genau dies bringt sie beim Lesen wunderbar rüber. Ihre Figuren wirken lebendig, haben Charakter und es könnte genauso gut die Familie von nebenan sein. Die leicht kratzige Stimme der Frau Heldt stört mich wirklich im geringsten, denn genau so kenne ich sie! Nicht als Frau Heldt, das heutige Zugpferd des dtv Verlags, sondern als unsere Vertreterin, die lange Jahre die Geschäfte des Verlags aus Verkäufersicht ankurbelte ;-) Deshalb ist es für mich eher ein "Wiederhören" als ein Kritik. Denn ich bin der Meinung, Dora Heldt hat das wunderbar gemacht. Gelesen und geschrieben.

Deshalb empfehle ich dieses kurzweilige Hörbuch allen, die gute Unterhaltung zu schätzen wissen, die auch gerne mal lachen und ausgefeilte Dialoge durchsetzt mit schwarzen Humor lieben.

2 Leute fanden das hilfreich

Der Palast des Poseidon Titelbild

Was für ein fantastischer Abenteuerroman

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 27.08.2011

Nachdem mich Thomas Thiemeyer schon mit dem ersten Band "Die Stadt der Regenfresser" gefesselt und überzeugt hat, musste ich natürlich auch direkt Teil 2 haben und dank audible.de wurde mir dieses Abenteuer auch noch auf unnachahmliche Weise von Dietmar Wunder vorgelesen. Es ist spannend, sich gemeinsam mit Oskar und seinen Gefährten ín ein neues Abenteuer zu stürzen und so das Europa Ende des 19. Jahrhunderts auf magische Weise kennen zu lernen. Zügig wird man förmlich hineingesogen in diese Welt, so dass man überhaupt nicht bemerkt, dass das Buch irgendwann ins Fantastische abdriftet, so authentisch und überzeugend ist es geschrieben.
Sowieso ist es ein Buch das keine Vergleiche scheut und es wird im gleichen Atemzug mit Jules Verne "20.000 Meilen unter dem Meer" genannt. Doch "Der Palast des Poseidon" ist nicht nur ein reiner Abenteuerroman, es finden gibt auch Stellen, die ganz ganz stark an einen Science Fiction Roman erinnern und Thomas Thiemeyer hat auch an die gedacht, die es gerne mal etwas gefühlvoller mögen: Eine zarte Liebesgeschichte bandelt sich an, ohne dass ich jetzt zu viel verraten möchte. Die Figuren sind (wieder einmal) wunderbar herausgearbeitet. Es gibt mehrere Hauptpersonen, allen voran Oskar und auch sein "Chef" Carl Friedrich von Humboldt, doch auch die Nebenfiguren haben soviel Charakter und Charme, sodass man wirklich jeden gerne "wiedertrifft" - bis auf die Bösewichte natürlich.

Dietmar Wunder liest, wie oben schon kurz erwähnt, die Hörbücher von Thomas Thiemeyer. Und das macht er, meiner Meinung nach, ganz grandios. Er versteht es den Figuren Leben ein zu hauchen und die Bösewichte so richtig fies klingen zu lassen. Die Betonung und Sprechweise hat mich mitgerissen und mich mit auf eine fast achtstündige Reise genommen, die mich die reale Welt fast hat vergessen lassen. Einfach Wunder-bar ihm zuzuhören.

5 Leute fanden das hilfreich

Ein Frau auf der Suche...

Gesamt
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 18.04.2011

Schon lange habe ich nichts mehr von Barbara Wood gelesen, gehört habe ich sogar noch nie etwas von ihr. Nachdem ich als Teenie ihre großen Werke, wie „Rote Sonne, schwarzes Land", „Das Paradies" oder „Traumzeit" verschlungen habe, war ich jetzt ganz gespannt auf das Hörbuch „Dieses goldene Land", welches von Tanja Geke gelesen wird.
Diese verleiht der Geschichte ihre ganze eigene Stimme, leicht rau und dennoch gefühlvoll schildert Tanja Geke das Leben und die Abenteuer in Australien, sodass man der gekürzten Geschichte wunderbar folgen kann. Auch wenn mich Barbara Wood nicht mehr ganz so überzeugt hat, wie sie es früher getan hat. Das schiebe ich aber jetzt mal auf mich, da ich solche groß angelegten Sagen schnell über habe. Dennoch bringt Frau Wood nicht viel Neues: mutige, unkonventionelle Frau bricht auf in ein fremdes Land und revolutioniert dort das Ansehen der Frau. Trotzdem habe ich gerne zugehört - und sei es nur um ruhig in den Schlaf zu finden.

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Wie Zuckerwatte mit Silberfäden. Die erste Kollektion Titelbild

Süß wie Zucker, Cool wie Silber

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 03.04.2011

Eine Rahmenhandlung, die erst so oberflächlich anmutet, faltet sich wunderbar auf in eine Erzählung über Mut, Freundschaft und Nächstenliebe. Nach Beenden hätte ich mir am liebsten direkt den 2. Teil angehört, doch der erscheint ja leider erst im Herbst 2011.

Die Sprecherin Nina Spier hat mit ihrer tollen Stimme fast 5 Stunden ungestörten Hörgenuss geschaffen. Ich hatte sie schon mit diversen Hörbuchproduktionen (Ein Herz auf Flügeln so zart, Evernight, u.a.) in den Ohren, doch hiermit hat sie mich wirklich überzeugt!
Sie gibt das alles so toll wieder, dass man sich fast so vorkommt als wäre man dabei. Fast wie eine Freundin, die einem am Telefon die neuesten Geschichten erzählt!

"Wie Zuckerwatte mit Silberfäden" ist eine tolle Geschichte, zum abtauchen und Alltag vergessen. Gelesen von Nina Spier wird es zu einem noch größeren Highlight. Für mich eins der besten Jugendhörbücher für Mädchen ab 11 die es zur Zeit gibt.

2 Leute fanden das hilfreich

Urbayerischer Hörbuchgenuss

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 03.04.2011

Der erste Fall für Franz Eberhofer, ehemals Polizist in München, nun Dorfgendarm in seiner Heimatgemeinde Niederkaltenkirchen.
Franz lebt ein sehr ruhiges, beschauliches Leben. Die einzige Aufregung die er hat, ist wenn er mit seinem Hund, dem Ludwig, die Gassirunde in neuer Rekordzeit geschafft hat, oder wenn der Papa die Beatles mal wieder zu laut angestellt hat.

Aufregend wird es auch, als Mercedes Dechampes-Sonnleitner ins Dorf kommt, angeblich um das Haus ihrer Eltern, ein altes Gut, zu renovieren.
Als dann auch noch die Familie Neuhofer durch viele mysteriöse Umstände komplett ausgelöscht wird, ist Franz Eberhofers Ehrgeiz geweckt und er beginnt zu ermitteln.

In humorvoller, urbayerischer Art ist das Buch geschrieben und genauso wird es auch von Christian Tramitz, bekannt aus Produktionen mit Michael "Bully" Herbig, erzählt. Auch als sture Westfälin, der die bayerische Mundart manchmal sehr fremd ist, habe ich meinen Spaß gehabt und mich wirklich amüsiert. Freunde der hohen Krimikultur werden hier allerdings nicht auf ihre Kosten kommen: Betitelt ist das Werk als Provinzkrimi. So findet man viel Provinz und weniger Krimi. Dennoch ist das ganze wirklich sehr locker und humorvoll aufgearbeitet, auch wenn der eigentliche Fall nicht ganz so spektakulär ist. Jetzt, kurz nachdem ich das Hörbuch zu Ende gehört habe, sitzen noch so viele bayerische Formulierungen in meinem Kopf, dass es ganz komisch ist, wenn man direkt wieder Hochdeutsch schreibt

Die Personen sind liebevoll ausgearbeitet, zum Beispiel die Oma, die ausschaut wie eine Rosine und schon so geschrumpft ist, dass sie ihre Klamotten in der Kinderabteilung kaufen muss. Dennoch werden auch viele Klischees bedient, vom einfältigen Dorfdepp oder dem geldhungrigen Ossi. Das ist oft grenzwertig, aber schrullig und nett. Die Hörbuchproduktion ist einfach gelungen, wenn auch gekürzt.

"Winterkartoffelknödel" hat mich über 5 Stunden wunderbar unterhalten, es war fast wie ein kleiner, spannender Urlaub in Bayern

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