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Ich

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Mumenschanz für Goethefreaks

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.01.2019

Die Story von "Wolf und Harlekin" ist über weite Strecken ein solider historischer Krimi, betrachtet freilich aus der Perspektive der Gegenwart. Und unterm Strich würde ich das Ganze mit 4 Sternen bewerten, aber das geht aus folgenden Gründen nicht: Zum einen ist es das unendliche Goethe-Geschwurbel, das einem auch die beste Krimilust verderben kann. Damit meine ich nicht die ständige Verschränkung des Fauststoffes mit der Krimihandlung, sondern die unzähligen Wiederholungen der Originalmotive, die der Erzähler uns zumutet, als säßen wir in der Deutschklasse in der Abiturvorbereitung. Überhaupt scheint der Autor eine Schwäche für die Wiederkehr des Bekannten zu haben. Zum anderen ist Vieles ziemlich dick aufgetragen. Ich möchte hier nicht ins Detail gehen um nicht zu spoilern, aber es geschehen einfach zu viele Dinge, die die Krimihandlung nicht vorantreiben und die Glaubwürdigkeit der Erzählung untergraben. Weniger Irrungen und Wirrungen, weniger Wahlverwandtschaften wäre hier mehr. Besonders misslungen wirkt der Schluss, was daran liegt, dass zuvor so viele Baustellen unnötig aufgemacht wurden (s.o.). Das dennoch eine gute Note rauskommt, liegt eben an der spannenden Krimihandlung.