PROFIL

R. Eickenberg

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Künstliche und langatmige Geschichte

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 11.11.2015

Ich mag Jojo Moyes und ihre Geschichten mitten aus dem Leben. "Ein Bild von dir", "Weit weg und ganz nah" und auch "Ein ganzes halbes Jahr" habe ich sehr gerne gehört. Jojo Moyes gelingt es durch ihre Sprache sehr gut die Gefühle und Beweggründe ihrer Protagonisten auf den Zuhörer zu übertragen.
"Ein ganz neues Leben" hat mir nicht gefallen. Die Geschichte wirkt sehr künstlich und konstruiert; angefangen von Louisas Sturz vom Dach, der plötzlich aus dem Nichts auftauchenden Tochter von Will, das Jobangebot aus New York, der Schussverletzung ihres Sanitäters und der plötzlichen Emanzipation ihrer Mutter.
Die Tochter von Will kommt stellenweise so nervig rüber, dass man Louisa laut zurufen will: "Schmeiß sie endlich raus.". Aber Louisa - offensichtlich mit einem kräftigen Helfer-Syndrom - lässt alles über sich ergehen.
Das alles wirkt sehr aneinandergereiht, langweilig und stellenweise total kitschig.
Luise Helm fand ich in den bisherigen Hörbüchern, die sie von Jojo Moyes gelesen hat, immer sehr gut. Bei diesem Buch ging mir dann auch ihre Stimme irgendwann auf die Nerven. Zu theatralisch und zu gefühlsduselig, manchmal einschläfernd.
Mit Mühe habe ich das Hörbuch bis zum Ende durchgehört, mich aber oft dabei erwischt, dass ich mit den Gedanken ganz woanders war und nicht mehr bei der Geschichte. Passiert mir sonst nie.
Nach den vorhergehenden tollen Hörbüchern von Jojo Moyes dieses Mal eine große Enttäuschung. Aber vielleicht fehlte mir auch einfach nur der "intellektuelle Zugang" ;-)

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