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Matas Hörbuchblog

am schönsten Ort Deutschlands
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  • Mir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag

  • Geschichten vom schönen Scheitern
  • Autor: Katrin Bauerfeind
  • Sprecher: Katrin Bauerfeind
  • Spieldauer: 3 Std. und 2 Min.
  • Gekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 248
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 226
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 225

Scheitern kann so schön sein - Joggen und Nichtrauchen, Wachbleiben und Haare färben, Sex und Geschenke, feiern und trauern: Katrin Bauerfeind erzählt, was alles schiefgeht und warum das so sein muss. Aber keine Angst! Dies ist kein deprimierendes Hörbuch. Im Gegenteil. Es ist perfekt für alle, die sich schon mal entschlossen zum Arbeiten an ihren Computer gesetzt und dann stundenlang YouTube-Videos von Haushaltsunfällen und Katzenbabys geguckt haben.

  • 5 out of 5 stars
  • Ein kurzweiliges Hörvergnügen

  • Von Christian Molter Am hilfreichsten 03.06.2014

Der Tag fehlt mir auch ...

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
2 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 27.02.2017

Wer kennt sie nicht:
1. Die ehemaligen Raucher, die sich selber zum Nichtraucher-Papst ernennen und den anwesenden Rauchern die Feuerzeuge wegnehmen? (Ich selber rauche übrigens nicht und mich nerven solche Nichtraucherpädagogen trotzdem).
2. Die ehemaligen Freundinnen, die, seit sie (Zitat) "ein Kind besitzen", den Beruf aufgegeben und den Fernseher abgeschafft haben, um sich mehr um ihr Kind zu kümmern, aber dann aus lauter Langeweile Socken bügeln?
3. Die Berufsemanzen mit literarischem Doktortitel, die jemandem, der seit 20 Jahren in einem Männerberuf erfolgreich ist, erkären, dass man gendergemäß Sternchen und Großbuchstaben einfügen sollte?

Irgendwie hatte ich, nachdem ich Frau Bauernfeind im Fernsehen gar nicht schlecht finde, eine ironisch-liebevolle Abrechnung mit den typischen "Versager-Fallen" des Lebens gerechnet.

Bekommen habe ich eine Menge Selbstzweifel und Frust.

Sorry, aber im Minirock auf eine Veranstaltung über Emanzipation zu gehen, war vielleicht in den 70ern provokant. Heute ist es traurig. Und irgendwie ein Beweis dafür, dass Frau Bauernfeind verpasst hat, dass mittlerweile die meisten Emanzen selber Minirock tragen.

Die Kapitel über Übermütter und deren Kinder wären überzeugender, wenn nicht der Frust durchblinken würde, dass einfach nur "der Richtige fehlt".
Halllooooo ... es ist völlig normal, kinderlos und zufrieden damit zu sein und - warum auch immer - hatte ich diese Meinung bei Frau Bauernfeind erwartet.

Und wenn man gerne mal eine Tour ins Blaue mit einem Kleinbus machen will, kann man das Ganze gut planen oder spontan losfahren.
Wenn man spontan losfährt, kann es ein großes, buntes Abenteuer mit schönen Augenblicken und Pannen werden.
Man kann aber auch nach der ersten Panne umdrehen.
Soweit ist das alles OK, so weit bleibt die jeweilige Entscheidung jedem selbst überlassen.

Bloß wenn man nach der ersten Panne umdreht, ist das - ganz ehrlich - weder ironisch oder lustig noch ein Zeichen von "schönem Scheitern".
Höchstens die Panne selber kann hier noch mit Situationskomik herhalten, wenn sie denn komisch ist.
Bei Frau Bauernfeind ist sie ... naja, raten Sie mal.

Da hilft auch nicht, dass die Autorin sich permanent darauf beruft, wie ehrlich sie zu ihrem Scheitern steht, wie authentisch und witzig sie sich doch findet.
Einzig die herrlich schnodderige Lesung wäre noch einen Punkt wert.

Fazit:

Trauriger Versuch, das eigene Lebenskonzept zu verteidigen, mit dem die Autorin selber nicht zufrieden zu sein scheint.
0 von 100 Punkten und die "Gefällt mir-Garantie" von Audible zur Rückgabe nutzen.

1 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Die Ernte des Bösen

  • Cormoran Strike 3
  • Autor: Robert Galbraith
  • Sprecher: Dietmar Wunder
  • Spieldauer: 18 Std. und 23 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 2.063
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 1.955
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 1.946

Nachdem Robin Ellacott ein mysteriöses Paket in Empfang genommen hat, muss sie zu ihrem Entsetzen feststellen, dass es ein abgetrenntes Frauenbein enthält. Ihr Chef, Privatdetektiv Cormoran Strike, ist nicht überrascht. Ihm fallen vier Menschen ein, denen er eine solche Tat zutrauen würde. Während die Polizei im Dunkeln tappt, wagen sich Strike und Robin vor in eine düstere und verstörende Welt... Fesselnd von Anfang bis Ende gelesen von Dietmar Wunder, der deutschen Stimme von Daniel Craig.

  • 5 out of 5 stars
  • klassisch englisch

  • Von reusch Am hilfreichsten 01.03.2016

Sie hat es schon wieder getan ...

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 27.02.2017

Sie hat es schon wieder getan.
Die große J.K. Rowling, alias Robert Galbraith, hat es schon wieder getan.

Beim letzten Mal, dass ich über ein Jahr wirklich fieberhaft auf ein Buch gewartet habe, war nach dem Halbblutprinzen.
Und jetzt wieder. Wer Cliffhanger nicht mag, sollte den dritten Cormoran Strike-Band erst lesen, wenn der vierte draußen ist.

Und der Rest des Buches überzeugt in gewohnter Weise.
Die Handlung beginnt mit einem Schock. Strikes Mitarbeiterin Robin ist mittlerweile fast zu seiner Partnerin geworden, als sie ein mysteriöses Paket erhält, dass ein abgetrenntes weibliches Bein enthält.
Schon bald wird klar, dass Cormoran selber in seiner Vergangenheit nach dem Täter suchen muss, und so machen sich Beide auf die Suche nach einem Serienmörder, der skrupelloser ist als alles vorher gesehene.

Durch die enge Verwicklung der beiden Ermittler erfährt der Leser spannende Details aus dem Vorleben von Robin und Cormoran, psychologische Feinheiten sind wie immer geschickt in den Fall eingearbeitet.

Selbstverständlich kommt dadurch auch Robins Verhältnis zu ihrem Verlobten mehr in den Blickpunkt.

Es bleibt also in jeder Hinsicht spannend, der Schreibstil ist gelungen und fesselnd, der Spannungsbogen ist exakt und sauber gezogen.

Sehr interessant fand ich die Nebenhandlung, in der sich die Autorin mit dem Krankheitsbild BIID aus verschiedenen Blickwinkeln kritisch auseinandersetzt.

Wie immer excellent gesprochen von Dietmar Wunder.

Fazit:

Für mich das bisher beste Buch aus der Cormoran Strike-Serie, 100 von 100 Punkten und ein gespanntes Warten auf Band 4.

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Halloween

  • Autor: Andreas Eschbach
  • Sprecher: Jürgen Prochnow
  • Spieldauer: 35 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 511
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 478
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 478

Um die Eine zu erobern gibt es viele Möglichkeiten. Weil alle anderen Versuche nicht glücken, will der Student Norbert einen Pakt mit dem Teufel eingehen, um die Frau seiner Träume zu erobern. Dass er das Ritual an Halloween durchführt, soll ihn schützen, denn nur an diesem Tag steht dem Teufel als Gegenleistung nicht seine Seele zu. Zusammen mit seinem besten Kumpel setzt er seinen Plan in die Tat um und tatsächlich scheint es zu funktionieren.

  • 5 out of 5 stars
  • Alles was eine gute Story braucht +Spannung&Grusel

  • Von Amazon Customer Am hilfreichsten 25.03.2017

Kurz und gut

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 08.01.2017

Eschbach und Halloween - das hat für mich erst einmal nicht gepasst.
Und bei der (sehr kurz gehaltenen) Einführung erfährt der Hörer, dass es Eschbach selber genauso geht.

Und verblüffenderweise passt es dann doch.
Die Geschichte ist logisch und doch phantastisch aufgebaut, der Schreibstil fesselnd, die Charaktere bei aller Kürze gut ausgearbeitet und nicht unsympathisch.

Die Pointe ist gelungen - und steigert sich in den letzten Minuten in wirklich unerwartete Wendungen hinein.

Jürgen Prochnow als Sprecher habe ich erst durch Audble-Hörbuchsnacks von Eschbach kennen gelernt (ja, klar, als Schauspieler habe ich ihn schon gekannt. Aber Hörbücher hatte ich vorher keine von ihm).
Und auch hier kann man nur sagen: passt.

Fazit:
Spannend, gut geschrieben, gelungenes Ende. 5 von 5 Sternen.

  • Dämliches Rentier. Wienerwald

  • Winterkrimi
  • Autor: Franz Zeller
  • Sprecher: Hans Jürgen Stockerl
  • Spieldauer: 28 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    3 out of 5 stars 2.488
  • Sprecher
    4 out of 5 stars 2.324
  • Geschichte
    3 out of 5 stars 2.321

Rentier oder Christkind, das ist hier die Frage. Ein Streit um die "richtige" Weihnachtstradition im idyllischen Wienerwald gerät völlig aus den Fugen. Ein paar Nachbarn geraten darüber auf sehr unweihnachtliche Weise aneinander.

  • 1 out of 5 stars
  • Ach, war das lustig....

  • Von Westano Am hilfreichsten 01.12.2016

Wie spaßig ...

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 08.01.2017


Ein Mann wacht gefesselt im Kofferraum eines Autos auf.
In einem Rückblick erfährt der Leser, wie es dazu kam ...

Ja, wo soll ich anfangen?
Die Charakere sind unsympathisch bis zum Abwinken, allen voran der Ich-Erzähler.
Seine spießige Erbsenzähler soll wohl lustig sein oder fällt vielleicht unter Satire.

Leider ist diese Art aber leider weder besonder lustig noch besonders satirisch dargestellt, sondern einfach nur ziemlich - sorry - armselig.
Übrig bleibt nach dem Hören ein Funken Mitleid für solche Kleingeister und die Frage, ob der Autor sich hier vielleicht den Frust über einen seiner Nachbarn therapeutisch von der Seele geschrieben hat (einen davon gibt es in jeder Straße :D).

Das einzig sympathische bleibt die Stimme des Vorlesers.

Fazit:
Angefangen zu hören, weil es umsonst war, und zu Ende gehört, weil eine Gewinnspielfrage dazu gelockt hat.
Insgesamt 5 Punkte für den Sprecher und 0 für die Story.

  • Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind

  • Autor: Jonas Jonasson
  • Sprecher: Jürgen von der Lippe
  • Spieldauer: 9 Std. und 25 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 1.918
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 1.823
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 1.822

Anders, ein Kleinkrimineller - seit seinen zahllosen Gefängnisaufenthalten nur noch "Mörder Anders" genannt -, ist frisch aus dem Knast entlassen und braucht einen neuen Job. Da kommt ihm die Begegnung mit der geschäftsfreudigen Pfarrerin Johanna, die wegen ihrer atheistischen Gesinnung arbeitslos geworden ist, gerade recht. Zusammen mit dem Hotelmitarbeiter Per gründen sie eine "Körperverletzungsagentur" mit Anders in der Rolle des Auftragsschlägers.

  • 3 out of 5 stars
  • Jürgen von der Lippe enttäuscht total..

  • Von Bettina Am hilfreichsten 26.05.2016

Ich schwenke die weiße Fahne

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
1 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.09.2016

Ich habe aufgegeben.
Ganz ehrlich: es passiert sehr selten, dass ich bei einem Hörbuch nicht bis zum Schluss durchhalte, aber hier war einfach keine Möglichkeit mehr, weiterzuhören, ohne Schaden zu erleiden.
Dabei hatte ich mich nach dem Hundertjährigen und der Analphabetin unbändig auf Jonassons nächstes Buch gefreut.

Die Story selber ist jetzt nicht schlecht:
Drei verlorene Seelen finden sich, ein Mörder, der lange in Haft war, ein zielloser, aber geldgieriger junger Mann und eine Pfarrerin, die nicht an Gott glaubt und der deswegen gerade gekündigt wurde. Gemeinsam und manchmal auch gegeneinander suchen sie einen Weg zu Geld und durchs Leben. Dieser Weg ist nicht immer einfach und natürlich kommt es dabei häufiger zu Auseinandersetzungen mit dem "alten" Leben des Mörders.

Die Idee hat Potential, die Umsetzung bleibt dahinter zurück.
Irgendwie fehlen die witzigen Ideen, die liebevolle Ausarbeitung und die umwerfende Situationskomik. Das Geschehen plätschert dahin, hier und da kommt ein Seitenhieb auf Politik, Presse und Religion als kleines satirisches Highlight, aber fesselnd ist etwas anderes
Die Schreibe ist jetzt nicht wirklich schlecht, aber lange nicht so umwerfend wie Jonassons bisherige Bücher.

Geköpft wird der Roman allerdings durch die Hörbuchfassung.
Ja, um alles in der Welt, was hat Herrn von der Lippe da geritten, die einzelnen Charaktere so zu entstellen?
Man kann - und soll - als Vorleser den einzelnen Personen Leben einhauchen.
Man soll nicht - nein, man darf nicht - jeden einzelnen Menschen mit einem Dialekt und einem Sprachfehler versehen und dadurch lächerlich machen.
Der Mörder klingt wie ein weinerliches Kleinkind, es wird gelispelt und genuschelt und zwischen Köln und der Nordsee hin- und hergesprungen, dass ein Zuhören immer schwieriger wurde.

Nachdem ich das Hörbuch viermal (!) zugunsten anderer Hörbücher unterbrochen habe, schwenke ich jetzt nach stolzen drei Vierteln die weiße Fahne und kapituliere.

Fazit:
Jonas Jonasson als Autor wird aufgrund seiner herausragenden bisherigen Bücher mit Sicherheit noch eine nächste Chance bekommen.
Jürgen von der Lippe als Leser nicht.

  • Be My Match (Be My Match 1)

  • Autor: Anna Basener
  • Sprecher: Richard Barenberg, Maja Maneiro, Nora Jokhosha, und andere
  • Spieldauer: 35 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    3.5 out of 5 stars 1.258
  • Sprecher
    3.5 out of 5 stars 1.144
  • Geschichte
    3 out of 5 stars 1.138

Radiomoderator Jan wird von seinem Intendanten gezwungen, sich auf ein gewagtes Experiment einzulassen: Über das Datingportal bemymatch.de soll er eine Frau finden, die das komplette Gegenteil von ihm ist und anschließend mit einer Paartherapeutin live im Radio über seine Dates berichten. Auf seiner "Suche" stößt Jan auf das Profil von Sophie - das perfekte Anti-Match wie es scheint: Die verkopfte Chemikerin und der vielreisende Digitalnomade könnten verschiedener nicht sein.

  • 4 out of 5 stars
  • Nicht meine Welt

  • Von Beate Am hilfreichsten 17.07.2016

Das geht doch besser ...

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
1 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 13.08.2016

Ein anscheinend despotischer Chefredakteur zwingt seinen Mitarbeitern die absurde Idee einer Reportage über Datingportale auf.
Die Geschichte hört sich eigentlich ganz vielversprechend an (auch wenn mir nicht ganz klar ist, wie diese Reportage der Dame, die als Versuchsperson herhalten soll, verborgen bleiben soll, wenn es sich um eine Live-Übertragung des Lokalsenders handelt. Aber ich will hier mal dem Plot zuliebe nicht kleinlich sein).

Also, so weit, so gut, der erste Teil war als Probe umsonst, daher habe ich bei dem interessanten Klappentext gerne zugegriffen.

Den zweiten Teil werde ich nicht kaufen.

Erstens werde ich mit den handelnden Personen nicht warm. Jedes Klischee wird mitgenommen und dann ziemlich platt beibehalten.
Die taffe Karrierefrau, die keine Männer braucht, die Alleinerziehende, die mit ihrem Kind nicht zurecht kommt, der schwule Mitbewohner, der seine Genialität mit Alkohol bekämpft, der selbstverliebte Radiomensch ... alle treffen sich bei "Be My Match", ohne dann wirklich sympathisch oder witzig ausgearbeitet zu werden.
Zweitens sind die Dialoge so flach wie Geschenkpapier. Kraftausdrücke und Alkohol sollen wohl für Humor, Geist und Witz sorgen, was ihnen nicht gelingt.
Drittens lässt auch die Hörspielumsetzung sehr zu wünschen übrig. Die Sprecher scheinen an einem Schnellsprechwettbewerb mit Dieter Thomas Heck teilzunehmen, die Hintergrundgeräusche sind so laut, dass das Zuhören wirklich anstrengt.

Schade, ich hätte gerne gewusst, wie die Story an sich weitergeht.
Aber die Hörspielversion ist mir echt zu anstrengend.

  • Garten Eden

  • Autor: Andreas Eschbach
  • Sprecher: Christoph Wortberg
  • Spieldauer: 28 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 181
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 174
  • Geschichte
    3.5 out of 5 stars 175

Für die Hochzeitsfeier eines Verwandten reist Tonak zum ersten Mal in seinem Leben ins weitentfernte Amazonas-Gebiet - und stellt enttäuscht fest, dass es dort genauso aussieht wie in seiner Heimat: eine gepflegte Parklandschaft, sauber, ordentlich und ungefährlich. Selbst der Regen wird von der Wetterkontrolle des Staates kontrolliert. Dschungel und wilde Tiere scheint es nur noch in den über 300 Jahre alten Büchern zu geben, die er in einer einsamen Ecke einer alten Bibliothek liest und für die sich außer ihm niemand mehr zu interessieren scheint. Doch dann stößt Tonak auf einer Landkarte im Haus seines Verwandten auf einen seltsamen Fleck: Wildnis? Hier? Das muss er unbedingt rausfinden!

  • 3 out of 5 stars
  • Irgendwie ...

  • Von Matas Hörbuchblog Am hilfreichsten 12.08.2016

Irgendwie ...

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 12.08.2016

Irgendwie hatte ich bei der Kurzgeschichte "Garten Eden" ein Deja vu.
Vor meinem geistigen Auge erschien mein Deutschlehrer mit einem Stapel Bölls, Borcherts, Kafkas und anderen Klassikern in der Hand und verkündete mit unheilvoller Stimme: "Die erste Frage der Klassenarbeit: Die Definition einer Kurzgeschichte!"

Eigentlich liebe ich Kurzgeschichten an sich und Eschbachs Kurzgeschichten im Besonderen.
Aber hier hat der Autor jede, wirklich jede Eigenschaft von Kurzgeschichten so herausgefeilt, dass die Geschichte selber im Mittelmaß verblieb.
Nicht falsch verstehen: Ich mag Kurzgeschichten wirklich. Aber nicht, wenn ich das Gefühl habe, sie wurden als Beispiel für ein Autoren-Ratgeber geschrieben, um mir zu zeigen, wie eine Kurzgeschichte auszusehen hat.

Wo soll ich anfangen?
Am besten mit dem Ende.
Ein richtiges Ende hat die Geschichte nicht, schon gar keine Pointe. Der Schlusssatz ist vorhersehbar.
Der Anfang ist ebenfalls einem Lehrbuch für Kurzgeschichten entsprungen "in die Handlung hineingeworfen".
Der sonst so fesselnde Schreibstil verkommt in einem lakonischen Plauderton.

Die Botschaft an sich ist gut, entspricht auch meiner Lebenseinstellung ("Artenschutz beginnt vor der eigenen Haustür" und "gebt der Wildnis das Wilde zurück" bis hin zu "Willkommen Wolf"). Aber diese Botschaft wird in Metaphern vermittelt, die so deutlich sind, dass sie die Bezeichnung Metapher nicht mehr verdienen.

Einzig Herr Wortberg als Sprecher hat mir wirklich gefallen.

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Die Monster, die ich rief

  • Monster Hunter 1
  • Autor: Larry Correia
  • Sprecher: Robert Frank
  • Spieldauer: 22 Std. und 9 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 4.437
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 4.208
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 4.203

Owen Pitt ist Buchprüfer. Eines Abends erfüllt er sich einen lang gehegtenTraum und wirft seinen Boss aus dem Fenster. Allerdings nicht ganz freiwillig, denn dieser hatte sich vor seinen Augen in einen leibhaftigen Werwolf verwandelt und versucht, ihn zu fressen. Als Owen im Krankenhaus erwacht, ist ein Agent bei ihm. Er erklärt ihm, dass es Monster wirklich gibt und seine Organisation sie im Zaum hält, natürlich unter strenger Geheimhaltung. Und er macht Owen ein interessantes Jobangebot.

  • 5 out of 5 stars
  • Endlich mal wieder eine schöne Überraschung!

  • Von Jana Am hilfreichsten 18.11.2014

Alles - nur nicht langweilig

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 09.08.2016

Es war eher Zufall, dass ich bei den Monsterjägern gelandet bin, und eigentlich gehört das Hörbuch so gar nicht in mein Beuteschema.

Und Gott, was bin ich froh, dass ich dem Klappentext erlegen bin und das Buch heruntergeladen habe!

Natürlich lässt sich die Handlung klar umreißen mit: typisch amerikanischer Waffennarr stellt fest, dass es wirklich Monster gibt und metzelt viele davon nieder.

Aber hey, einmal angefangen, konnte ich nicht mehr mit diesem Hörbuch aufhören.
Klar, es spritzt Blut, ja, es ist brutal, doch, es ist makaber, aber mit Sicherheit auch nicht detaillierter als in einem normalen Durchschnittsthriller.

Es ist:

- unglaublich witzig
Owen Pitt stellt sich selber gerne als etwas grobschlächtigen, tumben Waffennarren hin. Aber der trockene Humor hat genau meinen Nerven getroffen.

- kritisch und ironisch
Die Darstellung der Arbeit eines Buchprüfers, die Mühlen der amerikanischen Behörden sind wunderbar satirisch herübergebracht (alleine das Amt zur Monsterbekämpfung und das Amt für Umweltschutz, das sich mit dem Problem auseinandersetzt, was passiert, wenn Tiere einer geschützten Art zu Monstern mutieren - herrlich).

- eine Hommage an den großen Lovecraft

- verdammt gut geschrieben
Die oben schon erwähnten Horror-Szenen sind vor allem eins: gut geschrieben.
Fesselnd.
Wer meine Rezensionen kennt, weiß, dass ich schon Bücher aufgrund von detailgetreuen Kampfszenen im Börsennachrichtenstil abgebrochen habe.
Aber auch der gesamte Rest ist fesselnd und reißt den Hörer mit.

- gut recherchiert
Fantasy-Fans seien gewarnt: oft hält sich Larry Correia eher an "echte", "überlieferte" Monstervarianten. Man merkt, dass er sich mit der Materie auseinandergesetzt hat und nicht die Rollenspiel-Comic-Ego Shooter-Version abschreibt. Finde ich gut!

- gut gesprochen
Der Sprecher hat mich überzeugt. Endlich mal wieder jemand, der die einzelnen Personen und Dialekte unterscheidet, ohne dabei wenigstens eine Person in einen Volltrottel zu verwandeln.

Fazit:
5 Sterne :)!

4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

Das Haus in der Löwengasse Titelbild
  • Das Haus in der Löwengasse

  • Autor: Petra Schier
  • Sprecher: Sabine Swoboda
  • Spieldauer: 10 Std. und 44 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 205
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 161
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 163

Pauline Schmitz ist Waise. Die 23-jährige ist nach dem Tod ihres Oheims ganz auf sich gestellt, 1823 keine einfache Situation für eine unverheiratete, mittellose Frau...

  • 4 out of 5 stars
  • Schöne Geschichte zur Jahrhundertwende

  • Von Beate Am hilfreichsten 26.07.2014

Wunderschöner historischer Liebesroman

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.07.2016

Pauline hat es nicht leicht in Ihrem jungen Leben:
von der Familie beim Erbe übergangen, sucht sie sich eine Stelle als Gouvernante. Doch wie so oft in dieser Zeit wird diese Stellung ausgenutzt und so landet sie als Magd in einer Kaufmannsfamilie.

Aufgrund ihrer Bildung, ihres guten Charakters und natürlich ihrer Schönheit fällt die kleine Magd jedoch einem Bekannten der Kaufmannsfamilie auf, dem verwitweten Textilfabrikanten Julius Reuther, der sie vom Fleck weg als Erzieherin für seine beiden Kinder engagiert. Doch bald stellt Pauline fest, dass auch Julius Reuther nicht der einfachste Arbeitgeber ist.
Seine unzugängliche Art hat ihre Gründe, und Pauline muss nicht nur ihrer eigenen, sondern auch Julius' Vergangenheit und der der ihr anvertrauten Kinder entgegentreten.
Zusätzlich kommen (nicht nur) geschäftliche Verwicklungen dazu...

Soweit, so gut.

Das Buch ist wunderbar fesselnd geschrieben, die Charaktere sind sympathisch trotz (oder wegen) all ihrer Ecken und Kanten. Der Leser fiebert mit und kann sich in jedem Satz gut in die handelnden Personen einfühlen.

Es gibt mehrere gut eingefügte Nebenhandlungen. Geschäftlich und privat sind die Handlungsstränge unauffällig und doch fesselnd und spannend miteinander verknüpft.

Bei aller Menschlichkeit siegen zum Schluß nicht "nur" die Liebe, sondern auch Familie und Freundschaft :). Ein rundum gelungenes Buch.

Die Zeiten sind gut recherchiert, das Leben als Magd genauso realistisch und gut dargestellt wie das Leben als Gouvernante oder das Leben der "oberen Gesellschaftsschichten". Auch die technische Seite der Textilverarbeitung ist detailliert recherchiert worden. (Das ist aber nur an Kleinigkeiten spürbar. Gott sei Dank gibt es keine zu detailreiche Beschreibung der Webstühle :D).

Die Rolle der Frauen "damals" ist ebenfalls realistisch und ohne Schönfärberei beschrieben. Hier ein echtes Kompliment.

Auch als Hörbuch (hier in der ungekürzten Download-Version) sehr zu empfehlen, einwandfrei und einfühlsam vorgelesen.

Trotzdem kommt mein "Ja, aber" - allerdings mit einem Augenzwinkern:
Manchmal kommen doch sehr bekannte Motive durch.
Eine Gouvernante, die selber ein schreckliches Schicksal hinter sich hat, findet eine Anstellung bei einem unzugänglichen, aber im Inneren edlen reichen Mann.
Schon mal gehört? Ich auch.

Das ist schon an sich kein neuer Stoff und dazu fallen mir mehr als ein Liebesroman ein.

Trotzdem erinnerte mich beim Lesen Julius Reuther in jedem Wort, jedem Satz und jeder Tat an Edward Rochester.

Es gibt auch in der Handlung noch mehr als eine weitere Parallele zu Charlotte Brontë, die ich jetzt aber nicht aufzähle um nicht zu spoilern.

Stört mich das jetzt?
Nein, nicht im Geringsten!
Denn erstens gibt es natürlich Unterschiede.
"Jane Eyre" bleibt ein unerreichbares Stück Literaturgeschichte voller Anspielungen und mit einer dichten Atmosphäre.

Zweitens ist der Stoff so schön umgesetzt und liebevoll beschrieben, dass mir jede Sekunde ein Genuss war.
Wer "Jane Eyre" wegen der Liebesgeschichte mag, wird auch am "Haus in der Löwengasse" seine Freude haben.

Trotz - oder wegen - der bekannten Motive von mir eine einwandfreie Kaufempfehlung.

1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Der Fall Jane Eyre

  • Thursday Next 1
  • Autor: Jasper Fforde
  • Sprecher: Elisabeth Günther
  • Spieldauer: 12 Std. und 25 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 539
  • Sprecher
    4 out of 5 stars 496
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 503

Können Sie sich eine Welt vorstellen, in der Literatur so wichtig genommen wird, dass es eine Spezialpolizei gibt, um sie vor Fälschern zu schützen? Als Geheimagentin Thursday Next ihre neue Stelle in Swindon antritt, ahnt sie schon, daß ihr die größte Herausforderung ihrer Karriere bevorsteht: Niemand anderes als der Erzschurke Acheron Hades hat Jane Eyre aus dem berühmten Roman von Charlotte Brontë entführt, um Lösegeld zu erpressen.

  • 4 out of 5 stars
  • Eldorado für Literaturfreaks

  • Von Matthias Am hilfreichsten 31.07.2014

Geniale Idee, Ausführung mau

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.07.2016

Vorsicht: diese Rezension hat angedeutete Spoiler. Wer es völlig spoilerfrei haben will, lieber nicht lesen!!

Das Buch Jane Eyre wird von allen geliebt - nur mit dem Schluss ist niemand zufrieden. Weil schon seit jeher das Happy End fehlt.

Dass hier eventuell etwas nicht stimmen kann, dass ein Schurke hier sein Unwesen treibt und von aussen auf die Handlung einwirkt... und eine echte Heldin ihn stellt: die Idee des Buchs, die Rezensionen haben mich neugierig gemacht.
Erstens bin ich eingefleischter Jane Eyre Fan und habe das Buch so oft gelesen, dass ich es fast auswendig kann.
Zweitens wurde mir hier eine furiose, spannende Parallelwelt versprochen, auf die ich als ebenfalls eingefleischter Terry Prattchett Fan sehr gespannt war.

Aber genau da hat es dann bei mir angefangen: mit dieser Parallelwelt konnte ich einfach nicht warm werden.
Eine Welt, in der die klassische Literatur eine so große Rolle spielt, dass Anhänger moderner Literatur geächtet werden wie in unserer Welt Anhänger einer extremen politischen Meinung.
Eine so große Rolle, dass der halbe Geheimdienst nichts anderes macht, als sich mit Literatur zu beschäftigen.
Eine so große Rolle, dass sich ganze Menschenmassen umbenennen lassen in den Namen ihres Lieblingsautors und sich zu Jahreskonferenzen treffen.
Bis hierher, gut :).

Auch die Zusammenstellung von Religionen passen sich gut in dieses Weltbild ein. Zeitreisen sind auch noch OK.

Aber warum muss in der gleichen Parallelwelt die Gentechnik auf so einem hohen Stand sein, dass sich jeder über kleine Geschenkpackungen ausgestorbene Tiere "basteln" kann, die Luftfahrt, Teile der Medizin und der Unterhaltungselektronik sind aber auf dem Stand Anfang des Jahrhunderts stagniert?
Passt für mich nicht, irgendwie bleibe ich da hängen (wobei es mir richtig gut gefallen hat, ich es als gelungene Satire und Kritik empfunden habe, wie der Autor in einem Unterhaltungsroman Gentechnik als Hobby für jeden darstellt).

Warum muss der Krimkrieg andauern und andauern und andauern?
Warum werden neue Regierungsformen für die Länder aufgedrängt?

(Ja, ich weiß, wegen Satire und Witz und Ironie und so weiter, ich fand es jetzt als Idee nicht schlecht, aber für mich hat es im Kontext nicht zum Rest gepasst).

Irgendwie fehlen mir hier Übergänge, ich habe das Gefühl, Jasper Fforde wollte möglichst viel in seinen Roman packen, ohne die Stimmigkeit zu prüfen, die Übergänge auszufeilen.
Die Welt von Thursday Next besteht aus vielen Puzzleklötzchen, mit denen der Leser beworfen wird, ohne dass er sie nachher ganz passend zusammensetzen kann.

Gerade am Anfang musste ich mich (trotz gutem Schreibstil und hervorragender Verarbeitung zum Hörbuch) zwingen, weiterzuhören, um die Fäden wieder zueinanderzuführen - zu durcheinander war die Welt, zu unstimmig die Zusammenhänge. Den Schluss habe ich mir nur noch angehört, weil ich wissen wollte, ob Thursday Landon bekommt und ob Jane Rochester auch in diesem Buch kriegt.