PROFIL

Bernd

  • 21
  • Rezensionen
  • 161
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 40
  • Bewertungen

Gut, kommt aber nicht an LEICHENPUZZLE heran

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 02.11.2018

Ich komme nicht umhin, den Vergleich mit LEICHENPUZZLE anzustellen; ein Hörspiel desselben Autors und mit derselben Hauptfigur (Friedrichsberg), welches zu meinen Lieblingskrimis zählt und welches vor schwarzem Humor wunderbar trieft und das eine (einzige) Geschichte ganz wunderbar erzählt.

Zur Geschichte: Zunächst wusste nicht, dass es sich um mehrere Geschichten handelt! Hatte mich auf ein zweieinhalb-Stunden-Hörspiel gefreut und war etwas enttäuscht, dass die Ermittlungen des Herrn Friedrichsberg hier oft nur daraus bestehen, dass er eine bereits fertige Theorie zum Besten gibt und dass die Täter freizügig von ihren Taten berichten. Da fehlte mir zuweilen das trickreiche Überführen durch den charakteristischen Hobbyermittler. Immerhin haben auch diese Geschichten ihren schwarzen Humor bewahrt.

Zu den Sprechern: Nein, die machen ihre Sache nicht schlecht. Aber wenn man LEICHENPUZZLE kennt, kann es stören (zumindest hat es mich gestört), dass die Stimme des Friedrichsberg hier genau dieselbe ist, wie die eines Ekelpakets von Restaurantkritiker in LEICHENPUZZLE. Wirkte auf mich unpassend, irgendwie unfreundlicher. (Mag aber sein, dass man das ohne die Kenntnis von LEICHENPUZZLE genau anders herum sieht.)

Nicht wie erwartet

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 30.03.2018

Natürlich muss sich ein Buch von Andy Weir einen Vergleich mit dem genialen Buch "Der Marsianer" gefallen lassen, insbesondere wenn es groß mit dem Slogan >>Der neue Roman vom Autor des Weltbestsellers "Der Marsianer"<< beworben wird.

Leider kommt es da nicht ran! Wieder geht es um eine Person auf einem anderen Planeten und wieder wurden technische Hintergründe gut recherchiert (vom möglichen Alltag auf dem Mond bis zum Schweißerhandwerk). Doch schon die Figur hat für mich nicht den Charme eines Mark Watney, der sich mit Intelligenz, Sarkasmus und Sachverstand an die Sache ranging. Die hiesige Protagonistin ist eher das Gegenteil. Eine Kleinganovin (Schmugglerin), die ein Talent dafür zu besitzt, sich Ärger einzubrocken und promt in eine Sache reingerät, die größer ist, als sie gedacht hätte. Sie wird zwar auch als intelligent beschrieben, aber auch als Figur mit viel verschenktem Potential. Tatsächlich handelt sie oft unüberlegt.

Die Story ist eine Kleinganove-maneuvriert-sich-in-echte-Probleme-und-muss-am-Ende-nicht-nur-sich-sondern-die-Welt-retten-Story. An sich nichts ganz neues, aber vom Setting her halt auf dem Mond. Kann man sich anhören, aber wenn ich ehrlich bin, fand ich den Marsianer deutlich besser und auch das SciFi-Mond-Werk "Limit" von Frank Schätzings ziehe ich einem Werk wie Artemis vor. Es ist immer noch gut, aber kein Meisterwerk.

Zu den Sprechern: Der männliche Sprecher, Marius Clarén, taucht nur selten auf, wenn die Korrespondenz mit einem männlichen "Brieffreund" auszugsweise vorgelesen wird. Dies fand ich enttäuschend, hatte eine 50/50-Verteilung erwartet. 90% der Zeit spricht Gabrielle Pietermann. Die macht ihre Sache zwar nicht schlecht, ich empfinde ihre Stimme aber weder als angenehm, noch unangenehm. Ich höre halt lieber männlichen Vorlesern zu. Ist angenehmer von der Stimmlage her.

Quest Titelbild

Science Fiction vom Feinsten

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 23.03.2018

Dieses Hörbuch gehört zu denen, die ich auch mehrfach immer wieder gerne höre. Nun sind Eschbachs Geschichten in den meisten Fällen ja ohnehin schon fesselnd genug, aber der Sprecher tut sein Übriges, dieser Leben einzuhauchen. Sehr angenehm zu hören, und inhaltlich möchte man gar nicht mehr aufhören. Ein todkranker Raumschiffkapitän kapert das eigene Schiff, um eigennützig den Grundfragen einer Menschheit in vielen tausend Jahren nachzugehen: Wo sitzt der Ursprung der Menschheit und gibt es ewiges Leben? Interessante Figuren wie ein Novize aus dem Tempel allen Wissens, der Leibärztin des Kapitäns oder einem Unsterblichen Fremden bereichern die Story.

Weitgehend spannend; angenehm zu hören

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 28.06.2017

Diese Rezension bezieht sich auf die erste Hälfte des Hörbuches, denn soweit habe ich es bisher erst gehört. Aber ich bin bereits sehr begeistert. Der Sprecher Uve Teschner gehört spätestens jetzt zu meinen Lieblingssprechern. Er versteht es, die Geschichte lebendig und angenehm für's Ohr zu erzählen, ohne zu übertreiben. Die Geschichte an sich ist weitgehend spannend, verliert sich für mich zuweilen aber in Nebenschauplätzen, wo eine Kürzung gut getan hätte, um die Spannung noch mehr zu erhöhen. Da ich das Buch ja nicht lese, sondern nur höre, war es für mich zu Beginn schwierig, die Namen zu verstehen, was ihre Geschlechtszugehörigkeit betrifft. Sam ist eine Frau, Kate (geschrieben vermutlich Kade oder so) ein Mann. Hm... aber davon abgesehen im Ganzen bisher sehr gelungen.

Hohe Erwartungen nicht erfüllt

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 05.05.2017

Ich habe fast alles, was Audible an Hörbüchern, Hörspielen und Kurzgeschichten von Andreas Eschbach anbietet. Ich mag den Schreibstil des Autors sehr und die meisten Umsetzungen sind sehr gut anzuhören, aber dieses hier schwächelt.

Primär liegt das wohl am Sprecher. Nicht, dass der objektiv betrachtet, seine Sache schlecht macht, aber verglichen mit anderen Sprechern entspricht seine Art nicht meinem persönlichen Geschmack.

Die Geschichte an sich ist eine der Schwächeren des Autors, wobei ich ehrlich sagen muss, dass es auch an den Kürzung durch den Hörverlag liegen kann, dass sie mich nicht derart mitreißt, wie andere Geschichten.

sehr gelungen und kurzweilig

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 28.04.2017

Gestern gekauft und gleich durchgehört. Ich finde das aus vier Teilen bestehende Werk sehr gelungen: Die düstere und grausame Athmosphäre überträgt sich auf den Hörer, sodass ich das Hörspiel als gelungen bezeichnen darf.

Ich kannte den Tom-Cruise-Film vor diesem Hörspiel oder der Originalgeschichte, sodass ich erst hier feststellte, wie sehr sich die Handlungen doch ähneln, wenngleich der Film alles ins frühe 21. Jahrhundert beförderte, während hier noch Kutschen unterwegs sind.

Bekannte Idee in neuem Gewand

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 24.03.2017

Die Idee, einen Menschen legitim jagen und töten zu dürfen, ist nicht neu. Als "vogelfrei" bezeichnete man in früheren Zeiten einen Menschen, der nicht direkt zum Tode verurteilt wurde, aber keinerlei gesetzlichen Schutz mehr erhielt, sollte ihn jemand töten - und letzterer auch keine Strafe zu erwarten hatte. Filmisch wurde dies vor kurzem von "The Purge" aufgegriffen, worin jedoch jeder Mensch für eine Nacht vogelfrei war. Ich AchtNacht geht es nur um eine (bzw. zwei) vogelfrei erklärte Person(en), doch Sebastian Fitzek macht keinen Hehl darum, woher er die Inspiration hat. Aber man erwarte bitte keinen Abklatsch des Films. Im Gegenteil. Die Geschichte ist viel interessanter und - wie so oft bei Fitzek - ein Gedankenspiel á la "was wäre, wenn..." an den Abgründen menschlicher Psyche. Das ganze spielt in Deutschland, genauer gesagt in Berlin. Man fragt sich als deutscher Höhrer natürlich, ob so etwas wirklich möglich wäre. Und mal ehrlich. Man hofft natürlich, dass die Bundesregierung so etwas nicht wirklich unterstützt - dieser Umstand wird im Roman aber auch als Lüge bezeichnet - und doch, irgendwie scheint es gar nicht mal sooo abwegig. Man werfe einen Blick in die Onlineforen des World Wide Web, die Hetzkommentare, die verherrlichte Lynchjustiz, oder das Privatsendernachmittagsprogramm: Durchaus denkbar, dass es genug Leute gibt, die bei so etwas mitmachen würden. An einigen Stellen fand ich, hatte das (Hör-)buch seine Längen, da finde ich die Fitzek-Hörspiele besser, insofern 4 Sterne, aber Simon Jäger als Sprecher reißt das trotzdem wieder raus.

gewohnt gut

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 28.02.2017

Der Titelgebende Nobelpreis ist im Grunde nur die Rahmenstory eines Krimis, bei dem es um eine Kindesentführung geht. Ungewohnt: Nach einer Weile wechselt der Protagonist! Erleben wir den Anfang noch aus Sicht eines Nobelpreiskomitees, der erpresst und dessen Tochter schließlich entführt wird, wechselt die Sicht dann zu dem zwielichten Schwager der bisherigen Hauptfigur, der - frisch aus dem Gefängnis raus - seine Fähigkeiten nutzt, um seine Nichte wiederzufinden. Mit überraschendem Ende!

Die Geschichte an sich ist auch in gekürzter Form in sich schlüssig. Das ich das Buch gelesen habe, ist eine Weile her, aber ich habe keine großen Logiklücken feststellen können. Wie bei so ziemlich allem von Eschbach, ist das Buch stilistisch spannend und man liest es gern, bzw. hört gerne zu, denn der Sprecher macht seine Sache sehr gut.

1-

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 12.02.2017

Ich weiß noch, das ich das Buch vor einiger Zeit in einem Rutsch durchgelesen hatte. Insofern gebe ich dem Buch 5 Sterne.

Das Hörbuch ist gekürzt. Einen direkten Vergleich kann ich nicht vornehmen, aber trotz der Kürzungen ergibt sich eine insgesamt schlüssige und spannende Geschichte, von daher auch hier 5 Sterne.

Ulrich Noethen macht seine Sache wie gewohnt gut. Einzig seine Interpretation des Karl Block trifft nicht meine Erwartung. Obgleich Noethen es versteht, der Figur einen österreichischen Akzent zu verleihen, kommt Block viel unglaubwürdiger und defensiver daher, als ich sie in Erinnerung hatte. 4 Sterne.

Einziges Problem: Die Kürzung

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 27.01.2017

Ich mag Eschbachs Schreibstil. Wieder mal wird ein brisantes Thema, hier die Frage, ob man Wahlcomputern vertrauen kann, auf unterhaltsame und lehrreiche Weise zugleich beleuchtet, indem die Folgen eines potentiellen Wahlbetrugs von Protagonisten auf die Spitze getrieben werden.

Ulrich Noethen, den ich bislang nur als Schauspieler vor der Kamera kannte, macht seine Sache gut. Man kann ihm sehr angenehm zuhören.

Das Problem, weshalb die Geschichte an vielen Punkten zu haken scheint, ist die Kürzung. So wurde zum Beispiel fast alles, bis auf das Nötigste, um Simon Königs Sohn oder den dubiosen Zantini herausgekürzt. Spätestens wenn man das Buch kennt, das ich sehr gerne gelesen habe, fallen diese Lücken auf. Die Schuld kann man freilich nicht dem Autor geben, die Kürzung nimmt der Hörbuchproduzent vor. Daher für das Hörbuch 4 Sterne, wenngleich ich dem ungekürzten Buch 5 Sterne gegeben hätte.