PROFIL

iseb

  • 7
  • Rezensionen
  • 57
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 48
  • Bewertungen

Es kommt auf die Erwartungen an...

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 27.11.2009

...mit denen man an Robert Langdons nunmehr drittes Abenteuer herangeht. Anders als andere Leser/Hörer hatte ich bereits im Vorfeld mit einem "aufgewärmten" Konzept vor neuem mythologischem Hintergrund gerechnet. Platt ausgedrückt: Ein größenwahnsinniger Charakter hetzt Langdon durch eine Weltstadt (hier Washington), wobei sich dieser auf die sagenumwobenen Spuren einer weiteren Geheimgesellschaft (diesmal der Freimaurer) begibt. Bekommen habe ich genau das und habe mich dabei, nicht zuletzt durch Wolfgang Pampels tollen Vortrag, gut unterhalten gefühlt. Drei Sterne für den neuen Brown, der vierte Stern ist ein Bonus für den Sprecher.

Das Dämonentor (Necroscope 6) Titelbild

Immernoch gut, aber...

Gesamt
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 16.05.2009

Band 1-5 der Serie, welche sozusagen einen in sich abgeschlossenen Zyklus bilden, gehörten lange Zeit zu meinen absoluten Lieblings-Hörbüchern. Diese einzigartige Mischung aus Agenten-Thriller, Mystery und Horror war einfach ein Garant für stundenlangen Hörgenuss.
In Band 6 wird nun der Grundstein für eine weitere (mehrteilige) Geschichte im Necroscope Universum gelegt. Alles beginnt in einer einsamen Felslandschaft irgendwo im Uralgebirge, unter der sich eine, von den westlichen Geheimdiensten mit Sorge beobachtete, russische Forschungsstation befindet. Auf der Suche nach einer Möglichkeit, Mütterchen Russland für das atomare Waffenarsenal des Westens unangreifbar zu machen, unterläuft den Wissenschaftlern ein verhängnisvoller Fehler: Sie öffnen ein Tor in eine andere Welt... Und nun zur Begründung meiner Bewertung: Obwohl die Geschichte für sich genommen durchaus gut ist, hält sie meiner Meinung nach dem Vergleich mit den vorherigen Bänden nicht stand. Dort erschien mir alles besser durchdacht und 'glaubwürdiger'. Die Handlung war stets überschattet von der eisigen politischen Stimmung des Ost-West-Konfliktes und die Fähigkeiten der Agenten, ja selbst die Einführung der Vampire in den Konflikt der Dezernate, wirkten, obwohl reine Phantastik, irgendwie schlüssig. Was Lumley mit Band 6 beginnt, driftet mir zu sehr in Richtung des gewöhnlichen Science Fiction-Horrors ab, was der außergewöhnlichen Stimmung der Serie großen Schaden zufügt. Ein Dimensionstor hinter dem Monster/Vampire lauern, naja... Band 7 werde ich mir wohl noch anhören, um einen Blick in die Welt der Vamphyri zu werfen. Sollte mich dieser auch nicht überzeugen können, werde ich die genialen Vorgänger in guter Erinnerung behalten.

Zufälle gibt es nicht...

Gesamt
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 14.05.2009

...und so wird es wohl auch kein Zufall sein, dass die hier präsentierte -zugegeben sehr interessante- Grundidee, unterhalb von London existiere eine von allerhand skurrilen Wesen bevölkerte Parallelwelt, so bereits in Neil Gaiman's 'Niemalsland' zu lesen war. Sogar einige Charaktere weisen eine überzufällige Ähnlichkeit auf. Selbst wenn man ein Auge zudrückt und die Überschneidungen mit Gaiman's Buch als Neuinterpretationen gelten lässt, führt das, jedenfalls meiner Meinung nach, zu keinem besseren Urteil für 'Lycidas'. Der Auftakt der Geschichte konnte mein Interesse durchaus wecken, da er flüssig in eine, wenn auch nicht wirklich neue, Handlung einführt. Was dann folgt wirkt eher so, als hätte der Autor selbst noch keine Vorstellung davon, in welche Richtung es denn weitergehen soll. Er hangelt sich nach Lust und Laune durch Zeiten und Perspektiven, wobei der Verlust der Logik hier nicht gerade wie ein der Geschichte Tiefe verleihendes Stilmittel wirkt. Das endgültige Aus war für mich jedoch der Schreibstil. Die ständige Wiederholung der gleichen Phrasen: 'Fragen Sie nicht!', 'Zufälle gibt es nicht!', 'Dieses Kind!', Charakterbeschreibungen à la 'sie sahen beide aus wie Rowan Atkinson' etc., etc.. Einen Stern gibt es für Helmut Krauss, der eine gute Vorstellung liefert, den anderen gibt es für die positiven Ansätze, die trotz des Remake-Faktors spürbar waren. Letztendlich konnte mich die Geschichte aus den hier teilweise angesprochenen Gründen nicht begeistern.

Auch nach Teil 13 ungebrochene Spannung

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 14.05.2009

Nachdem die vorangegangenen Teile den Tod einiger Schlüsselcharaktere mit sich brachten, werden nun neue Personen ins Spiel gebracht und bereits bekannte erlebt man erstmalig als Kapitel-Charakter.
Auf den eigentlichen Inhalt ist mein Vorredner bereits eingegangen, deshalb beschränke ich mich darauf zu sagen, dass Martin's Epos -zumindest meiner Meinung nach- das hohe Niveau der ersten Teile durchweg hält. Auch nach etlichen Stunden Spielzeit folge ich den Geschehnissen in Westeros gespannt und bin vom Ideenreichtum des Autors und der Tiefe dieser High-Fantasy Welt absolut begeistert. Besonders gefallen hat mir, dass man sich in Westeros bereits Geschichten über eine Drachenkönigin jenseits des Meeres erzählt. Es sind diese liebevollen Details, die Martin's Welt so lebendig machen. Ich kann das Erscheinen des nächsten Teils jedenfalls kaum erwarten.

Der Beginn eines innovativen Fantasy Epos

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 31.03.2009

Nicht noch ein 'neuer' Tolkien dachte ich, als ich auf diversen Webseiten las, mit welchen Superlativen die Printausgaben von
G.R.R. Matrins 'Das Lied von Eis und Feuer' beworben werden. Nach ein bisschen Recherche auf der deutschen Fanseite der Saga und
der ansprechenden Hörprobe hier bei audible bin ich dann aber doch neugierig geworden. Ich kann, wie viele andere Rezensenten
vor mir auch, nur sagen, dass mich Martins eindrucksvolle Mischung
aus Fantasy- und historischem Roman komplett in ihren Bann
geschlagen hat.
Nach dem Vorbild der englischen Rosenkriege des 15. Jahrhunderts erlebt der Hörer ein Netz aus Intrigen, welches von zahlreichen
zwielichtigen Personen gesponnen wird und die Herrschaft des einst so heldenhaften, doch durch Wein und Weib träge
gewordenen Herrschers Robert Baratheon bedroht. Während große und kleine Lords ihre eigenen Ziele verfolgen, gewinnt
insbesondere das ehrgeizige Adelsgeschlecht der Lannister, aus welchem auch König Roberts Gemahlin und Königin Cersei stammt, mehr
und mehr an Einfluss. Nach dem rätselhaften Tod John Arryns, des zweitmächtigsten Mannes im Reich, tritt König Roberts
Jugendfreund Lord Eddard Stark dessen Nachfolge als rechte Hand des Königs an, um Licht in das Dunkel der Machenschaften bei Hofe
zu bringen...
Sowohl die Anlehnung an historische Vorlagen des europäischen Mittelalters, als auch die Erzählweise, bei der man jedes Kapitel
aus der Sicht eines der Hauptcharaktere erlebt, tragen zur Schaffung einer dichten Atmosphäre und lebendiger Personen bei.
Auch G.R.R. Martins gelungener Schreibstil und die hervorragende Interpretation von Sprecher Reinhard Kuhnert sollen hier nicht
unerwähnt bleiben. Es bleibt mir also nur noch, eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für jene auszusprechen, die sich zumindest
mit einer der beiden genannten Romangattungen indentifizieren können. Hoffentlich halten auch die kommenden Teile, was der Beginn
dieses Epos verspricht.

Der Vampyr (Die Chronik der Unsterblichen 2) Titelbild

Hohlbeins Vampir nimmt Gestalt an

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 15.03.2009

Im zweiten Teil der als Buchreihe mittlerweile 10 Bände umfassenden Chronik der Unsterblichen setzen Andrej und Frederik ihregefährliche Reise zusammen mit dem ehemaligen Sklavenhändler Abu Dun fort. Diese führt sie zwischen die Fronten der in Osteuropa einfallenden türkischen Heere und der zahlenmäßig weit unterlegenen walachischen Verteidiger, angeführt von keinem geringeren als dem gefürchteten "Pfähler" Fürst Vlad Tepes. Der von seinen Untertanen ehrfürchtig Fürst Dracul genannte, grausame Despot,der sein Leben der Suche nach Unsterblichkeit gewidmet hat, ist begierig darauf hinter Andrejs Geheimnis zu kommen... Nachdem sich der Vampir in Band 1 für meinen Geschmack noch zu gut versteckt hatte, tritt die alte Legende in Teil 2 wesentlichdeutlicher und in wunderbar düsterer Atmosphäre zu Tage. Hohlbein hat die Geschichte der inzwischen drei Hauptcharaktere seinerChronik geschickt in die "Türkenkriege" eingebunden, das Zusammentreffen mit Vlad Tepes, der historischenVorlage des als Dracula bekannten Vampirfürsten, fesselnd in Szene gesetzt und dabei seine eigene Interpretation dieser sagenumwobenen Figur geschaffen.Für mich ist "Der Vampir" eine klare Steigerung gegenüber "Am Abgrund" und auch Sprecher Dietmar Wunder setzt seine Arbeitin gewohnt hoher Qualität fort. Ein sehr empfehlenswertes Hörbuch!

Am Abgrund (Die Chronik der Unsterblichen 1) Titelbild

Trotz anderer Erwartungen solide Unterhaltung

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 13.03.2009

Was zunächst, durch den Handlungsort und einige der Eigenschaften des Hauptcharakters Andrej, sowie dessen Verfolgung durch die römische Inquisition, den Anschein einer Vampirgeschichte erweckt, entpuppt sich im Laufe des Buches eher als eine ins Rumänien des 15. Jahrhunderts verlagerte Adaption der Highlander Filme.Ob die Geschichte in den folgenden Bänden typischere Elemente des Vampirmythos aufgreifen wird (immerhin lautet der Titel von Band 2 "Der Vampir") kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht beurteilen, da ich nur Band 1 gehört habe.Trotz der Tatsache, dass ich etwas anderes erwartet habe, würde ich dieses Hörbuch als ein Stück solide Unterhaltung bezeichnen. Die Geschichte wartet mit interessanten Charakteren auf und der Sprecher Dietmar Wunder versteht es meiner Meinung nach ausgezeichnet, das geschriebene Wort vor dem geistigen Auge des Hörers zum Leben zu erwecken, wobei er jedem Charakter seine "eigene Stimme" verleiht.FAZIT:Wer sich dieses Hörbuch mit der Erwartung kauft, eine klassische Vampirgeschichte vorzufinden, wird sicher enttäuscht werden.Wer jedoch Lust hat, den schwertkämpfenden "Unsterblichen" auf einer Reise durch die mittelalterliche Welt zu folgen, wird an diesem Hörbuch sicher Freude haben.