PROFIL

Cleo [www.ichlesehaltgern.wordpress.com]

  • 10
  • Rezensionen
  • 13
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 12
  • Bewertungen

Lustich war's!

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 25.09.2012

Spätestens seit ich letztes oder vorletztes Jahr "Die Wächter der Wüste" gesehen habe, habe ich mich in Erdmännchen verliebt. Sie sind blitzgescheit, unheimlich fleißig, haben den Schalk im Nacken sitzen und sind durch und durch Familientiere. Ich merke gerade: auch ich könnte ein Erdfrauchen sein :) . Jedenfalls sind sie einfach süß und daher auch absolut prädestiniert, sie zu Romanfiguren zu machen.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Ray erzählt und man muss schon sagen: der gute Ray hat auch einiges zu erzählen! Man mag kaum glauben, was in so einem Zoo den lieben langen Tag so alles passiert… Das geht sogar bis zum gemeinen Mord und den kann natürlich nicht jeder aufklären! Da muss jemand ran, der mit allen Tieren auf Du & Du ist, einer, der den Zoo wie seine eigene Westentasche kennt und vor allen Dingen einer, der keine Angst hat: RAY.

Und da ebendieser ohnehin ein verkannter Privatdetektiv ist, passt das ja auch wunderbar und das Abenteuer kann beginnen! Wir lernen mit Ray alle möglichen Tiere des Zoos kennen und ich muss sagen: ich habe mich dabei sehr amüsiert. So weiß ich nun, dass auch Chinchillas richtige Womanizer sein können und man sich vor den miesen Berliner Kanalratten besser in Acht nehmen sollte.

Wenn man es nicht besser wüsste, dächte man, die Geschichte sei Herrn Herbst auf den Leib geschneidert worden; er hat sich da im Zoo so herrlich ausgetobt, dass es eine wahre Freude war, zuzuhören. Die Geschichte an sich ist nett – wer allerdings einen tatsächlichen Krimi mit entsprechender Handlung erwartet, sei gewarnt. Bei Ausgefressen steht primär der Spaß im Vordergrund und davon bekommt der Hörer (ich weiß nicht, ob ich diesen Spaß auch in dem Maße als Leserin gehabt hätte) mehr als genug.

Für mich vollverdiente 4 Sterne für den herrlich-schrägen Tierspaß!

Ich. Schlafe. Gleich. Ein.

Gesamt
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 01.08.2012

Dieses. Buch. Ist. Reine. Zeitverschwendung. Lies. Es. Nicht!

Der Klappentext klang vielversprechend und Andrea Sawatzki mag ich auch nach ihrem peinlichen Outfit bei Wetten, dass…? auch als Vorleserin auch sehr gerne, also was soll da schon schief gehen? -Einiges. Nicht nur, dass es sich hierbei um einen schlechten Abklatsch von Und täglich grüßt das Murmeltier und eine Vergewaltigung von Joy Fieldings genialem Lauf, Jane, lauf! handelt, die Handlung zieht sich über die knappen 8 Stunden (gekürzt!) wirklich eeeewig. Ab und an gibt’s mal ein bisschen Spannung, wenn vielleicht doch der ein oder andere Erinnerungsfetzen durchscheint, was sich aber spätestens am nächsten Tag erledigt, da Christine es wieder vergessen hat.

Ich würde gerne mehr dazu schreiben, aber außer, dass ich mich tierisch gelangweilt habe und froh war, als es dann endlich vorbei war, gibt es leider nicht zu sagen. Für den ein oder anderen spannenden Moment und eine tolle Leseleistung von Andrea Sawatzki gibt es daher nur 1 Sternchen.

1 Person fand das hilfreich

Leider recht enttäuschend

Gesamt
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 14.05.2012

10 Stunden und 50 Minuten, die ich definitiv sinnvoller hätte nutzen können; deshalb mag ich mich jetzt auch nicht ewig mit einer Rezension aufhalten. Die Stimme von David Nathan war wieder grandios. Er konnte jede Situation stimmlich perfekt umsetzen und ich war mehr als einmal in der Handlung gefangen.

Das Kopfkino lief auf Hochtouren und ich habe eifrig mitgerätselt und -gefiebert, wer die Stalkerin sein könnte. Den ein oder anderen vermeintlichen Hinweis bekam man von der Täterin selbst, da die Geschichte aus 2 Perspektiven erzählt wurde.

So weit, so gut, wenn da nicht diese abstruse Auflösung gewesen wäre, die man auf meinem Blog nachlesen kann - ich möchte hier niemanden spoilern.

Nun gut, war halt leider nix. Ich find’s einfach immer nur ärgerlich, wenn man ewig auf eine Auflösung hinliest, respektive -hört und dann sowas bei rauskommt. Klar, man könnte auch sagen: genial gemacht. Aber selbst das kann ich nicht mal behaupten, weil es mMn auch hier noch Punkte gibt, die nicht wirklich einen Sinn ergeben – aber sei’s drum. Der Vorgänger Kalte Stille hat mir sehr gut gefallen, da kann ich auch einen kleinen Flop verkraften.

Für David Nathan und die spannenden knapp 10 Stunden gibt es leider nur 2 Sternchen.

3 Leute fanden das hilfreich

Hercule Poirot - genial wie immer!

Gesamt
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 19.09.2011

Was soll ich großartig schreiben? Ein typischer Agatha Christi-Krimi mit einem genialen Hercule-ich-bin-kein-Franzose-ich-bin-Belgier!-Poirot als Ermittler in der Londoner High Society zu Anfang des 20. Jahrhunderts. 10 Verdächtige, von denen 5 ausgeschlossen werden um kurze Zeit später wieder verdächtig zu sein - einfach herrlich und very British - ähm, excuse me, Belgish!

Das Schema ist ebenso altbewährt wie unterhaltsam und spannend: Mord geschieht - Poirot befindet sich rein zufällig in der Nähe und wird zu Rate gezogen. Er ermittelt munter vor sich hin, flirtet mit der ein oder anderen mutmaßlichen Mörderin, hat Ideen, zieht Schlüsse und entlarvt am Ende den Mörder, in dem er die ganze Handlung erneut Revue passieren lässt und sich langsam aber sicher Mörder und Motiv ergeben. Der Leser/Zuhörer ist neben aktivem Staubwischen angehalten, munter mitzuraten; kommt aber meist [zumindest ich nicht] auf des Rätsels Lösung und ist fasziniert ob Poirots Scharfsinnigkeit und Genialität. Am Ende des Hörbuchs - übrigens klasse gesprochen von Ben Hecker - ist die Wohnung sauber und London des 20. Jahrhunderts wieder um einen Mörder ärmer.

5 Leute fanden das hilfreich

Sebastian Fitzek - Das Kind

Gesamt
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 19.09.2011

Simon Jäger als Stimme kannte ich ja schon aus Filmen mit Matt Damon und mag sie auch sehr gerne - also beste Voraussetzungen für literarischen Hörgenuss und ich wurde auch nicht enttäuscht. Die Geschichte war sehr spannend und von Simon Jäger wirklich super erzählt - es passierte das, was meiner bescheidenen Meinung bei einem Hörbuch auch passieren muss: man taucht vollkommen in die Geschichte ein und erschreckt sich tierisch, wenn man während des Lauschens (mit Kopfhörern in den Ohren) angesprochen wird.

Ich fand die Hauptprotagonisten Robert Stern und den kleinen Simon sympathisch und authentisch und ich war die ganze Zeit über gespannt wie ein Flitzebogen, wie der Autor den Fall ausgehen lassen würde. Leider war ich vom Ende ein bisschen enttäuscht; es erschien mir einfach zu mystisch, obgleich Fitzek eine plausbible Erklärung für alles lieferte. Ich persönlich hätte mir etwas „Handfesteres" gewünscht. Daher auch „nur" 3 Sterne.

1 Person fand das hilfreich

Leider ziemlich enttäuschend

Gesamt
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 19.09.2011

Um eines vorweg zu nehmen: ich halte Christoph-Maria Herbst immernoch für einen der besten, wenn nicht sogar DEN besten Hörbuch-Vorleser [heißt es jetzt eigentlich Leser? Oder Sprecher? Oder Vorleser - Vorschläge sind jederzeit herzlich willkommen!]. Dies ist jedoch auch gerade mal der einzigste Grund [ich weiß, dass es einzigste nicht gibt, aber ich möchte damit explizit betonen, dass es auch wirklich der absolut einzige Grund war], wegen dem ich mir Schneller als der Tod fast zu Ende angehört habe [richtig - fast zu Ende - denn 8 Minuten vor Schluss wurde es dann nochmal so eklig, dass selbst der Christoph-Maria mit seiner Erzählkunst nichts mehr reißen konnte].

Am Anfang fand ich es schon etwas seltsam, dass ich nicht in die Handlung hineingefunden habe, versprachen der Klappentext und die Rezensionen bei Amazon & Co. doch einen rasanten Thriller und der Plot an sich hörte sich auch recht vielversprechend an. Also ließ ich Herrn Herbst noch ein bisschen erzählen und hoffte darauf, dass irgendwann mal der Wendepunkt kommen möge und ich die Kopfhörer des iPods nicht mal zum Duschen abnehmen wollen würde. Wie oben schon erwähnt, verweilte das Hörbuch dann doch recht lange auf meinem Pödchen, weil Herr Bazell, entsprechend Peter Brown, entsprechend Herr Herbst einfach nicht in die Puschen kamen.

Hier und da wurde mal einer umgelegt, dann sprang man plötzlich in die Vergangenheit [was eigentlich noch zum interssantesten Teil der Geschichte gehörte], alles natürlich gespickt mit Fäkalsprache vom Feinsten, mit der äußerst großzügig umgegangen wurde. Summa sumarum: ein Griff ins Klo, den man sich getrost hätte sparen können. Einzig Herr Herbst hat wieder einmal brilliert, wofür ich einen Troststern vergebe.

1 Person fand das hilfreich

Schon lange nicht mehr so gelacht!

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 19.09.2011

Ich bin einfach nur begeistert und behaupte jetzt mal ganz verwegen: Das beste Hörbuch, das ich in letzter Zeit gehört habe! (und das sind bei mir schon einige). Es gibt nichts zu meckern: die Story ist lustig und entspricht dem typischen Jaud-Humor (den ich sehr mag).

Alle, die sich sorgen, dass der Autor dieses Mal selbst liest und dies nicht wie bei den Vorgängern Christoph Maria Herbst übernimmt, seien beruhigt, Jaud macht seinen Job wirklich gut. Vom namibischen Guide Bahee über das österreichische Ehepaar (Käthe "die Gruberin" und Pepi) bis hin zum beim „Ironman 1011. gewordene" Kevin Schnabel aus der Nähe von Weimar - alle miteinander (insgesamt 7 Mitreisende) stattet Jaud mit einem einzigartigen Dialekt und Charme aus, dem man sich einfach nicht entziehen kann.

Das Buch legt eine gewisse Rasanz an den Tag und der Hörer/Leser fiebert jede Sekunde mit Matze mit und hofft natürlich, dass dieser die Reservierung für die Eigentumswohnung noch rechtzeitig unter Dach und Fach bringen kann.

Die Charaktere sind jeder auf seine Art herrlich schrullig und irgendwie muss man sie gerne haben. Ich für meinen Teil wurde gute 5 Stunden aufs Beste unterhalten und kann allen, die auf gute Comedy und exzellente Stimmenimitation stehen, dieses Hörbuch nur ans Herz legen. Das Buch hab' ich mir jetzt bei Tauschticket ertauscht, denn das muss ich einfach im Regal haben!

2 Leute fanden das hilfreich

Sebastian Fitzek - Der Seelenbrecher

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 19.09.2011

Spannend war's - keine Frage - darauf versteht sich der Herr Fitzek wirklich. Und das alles spannend rüberzubringen, darauf versteht sich der Herr Jäger. Ich hab überall gehört, wo ich konnte, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht - selbst bei der Arbeit hab' ich mir wenn es möglich war, die Gelegenheit genutzt, mir die Kopfhörer in die Ohren zu stecken... Die Geschichte ist an sich gut konstruiert und hat - wie anscheinend jeder Fitzek-Thriller - Filmqualitäten.

Aber irgendwie scheinen Herr Fitzek und mein Geschmack und Empfinden für Logik nicht zusammenkommen zu wollen.

Ich habe jetzt von vielen Seiten gehört, dass man wohl besser vorher die Therapie hätte lesen sollen. Da ich Splitter noch zu Hause habe, werde ich erstmal dem lauschen und mir dann Die Therapie besorgen. Ich bin gespannt.

Aufgrund der durchgängigen Spannung, Fitzeks flüssiger Sprache und Simon Jägers toller Art vorzulesen, bekommt Der Seelenbrecher 4 Sterne

Leider nicht ganz überzeugend

Gesamt
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 19.09.2011

Ich habe schon einige Bücher von Joy Fielding gelesen. Manche waren spitzenklasse (vor allem die alten wie Lauf, Jane, lauf! oder Sag Mommy Goodbye), andere weniger berauschend, aber nicht schlecht. Zur letzteren Kategorie gehört Im Koma.

Genial vorgelesen von Hansi Jochmann, die dem Buch auch die nötige Spannung und Emotionalität gibt. Denn das sind die beiden Dinge, von denen diese Story zehrt. Ein wahrer Albtraum: Casey wacht auf und findet sich in einem Krankenhausbett wieder. Sie wurde Opfer eines missglückten Mordanschlags und Das Perverse an der ganzen Sache: sie bekommt um sich herum alles mit, kann sich jedoch in keinster Weise bemerkbar machen. So erfährt sie an ihrem Bett so einiges, wovon sie vorher nichts wusste, allen voran, wer versucht hat, sie umzubringen.

Und damit kommt auch schon das Hauptmanko: ich wollte das noch nicht so früh wissen - da war dann die Luft schon ein bisschen raus bei mir, denn danach plätschert die Handlung merklich stiller vor sich hin, bis es dann zum finalen Showdown kommt (wie es sich gehört, natürlich in letzter Minute).

Wirklich gut gefallen hat mir die Ausarbeitung der Nebencharaktere. Caseys Schwester, ihr Mann, ihre Freundinnen und die Schwester, die Casey pflegt. Jeder einzelne spielt eine bestimmte Rolle und macht die Handlung lebendig, was ich in Anbetracht einer eher passiven - im Sinne von kommunikationseingeschränkten - Protagonistin auch sehr wichtig fand.

Ein solider Thriller, den ich in gelesener Form sicher nicht als so intensiv und packend empfunden hätte - auch hier nochmals ein Lob an die tolle Hansi Jochmann (auch die restlichen Joy Fielding Hörbücher mit ihr sind wärmstens zu empfehlen), der zu spannenden Lesestunden einlädt, einen aber nicht wirklich vom Hocker reißt.

Der Sturm - dem Geheimnis ein Stück näher...

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 08.03.2011

Nachdem meine Rezension zum Vorgänger Die Katastrophe sagen wir mal nicht so begeistert ausgefallen ist, konnte der 3. Teil wieder einiges wett machen. Vielleicht lag es auch an Franziska Pigulla, von der ich mir dieses Mal den Jugendthriller hab vorlesen lassen. Ich hatte zugegebenermaßen so meine Zweifel, ob sie diese Art von Thriller auch gut rüberbringen könnte; diese Zweifel waren jedoch nach einer kleinen Hörprobe auf audible, die mir freundlicherweise den Download zur Verfügung gestellt haben, sofort ausgeräumt.

Sie beherrscht es wieder einmal perfekt, das richtige Maß an Spannung und Thrill rüberzubringen und ich war immer ziemlich zerknirscht, wenn ich die Kopfhörer abnehmen musste.

Auch die Handlung hat mich dieses Mal mehr überzeugt. Zwar gehörte „Nervie-Debbie" neben Chris zu den Hauptprotagonisten, jedoch war ich nicht so schnell und auch nicht so sehr von ihr genervt wie gedacht. Auch hier verstand es Pigulla meisterlich, die Stimme der weinerlichen Grace-Studentin zu interpretieren und der Person sozusagen ein Stück Seele einzuhauchen.

Ansonsten war Spannung garantiert. Es wurde keine Sekunde langeweilig und langsam aber sicher setzen sich die Puzzleteilchen zu einem Ganzen zusammen und natürlich endet auch diese Folge nicht ohne Tote...