PROFIL

Romena

  • 10
  • Rezensionen
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  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 43
  • Bewertungen

Güte, Mut und Rechtschaffenheit bis zum Erbrechen

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.08.2017

Was genau hätte man an Thinblade noch verbessern können?

Den Figuren mehr Profil geben!
Der Held dieser Geschichte ist gut bis zum Erbrechen. Er macht immer alles moralisch richtig. Wenn mal alles nicht so perfekt läuft, glaubt er zwar, er hätte es besser machen müssen, aber mit einem Hauch gesunden Menschenverstand müsste sogar dieser Volldepp wissen, dass er es gar nicht hätte wissen können. Und natürlich beschließt er anschließend, dass er denselben Fehler nie mehr wieder machen darf. Und tut das dann natürlich auch nicht. Er verliebt sich in ein Mädchen, von dem er dank seiner Magie sofort weiß, dass sie ebenso gut (ja, bis zum Erbrechen!) ist wie er. Und obwohl sie noch einen anderen Verehrer hat, wollte sie den nie, sondern nur unseren Helden. Folgerichtig stellt sich der Rivale dann auch prompt als einer der Bösen heraus, der selbstverständlich nur von verachtenswerten Motiven angetrieben wird und keine Schandtat auslässt.
Ach ja, selbstverständlich vertraut er nur den richtigen Menschen, nämlich denen, die genauso (*Würgreiz*) perfekt sind wie er.
Und seine Gegner sind böse. Und angeblich übermächtig. Aber irgendwie können sie dann doch bei keiner einzigen Begegnung mit unserem strahlenden Helden punkten. Er findet immer den einen Ausweg unter Tausenden (dank seiner Magie) und rettet damit den Tag. Die Bösen können also eh nur was ausrichten, wo er gerade nicht anwesend ist.
Ehrlich: Die Bösewichter können einem Leid tun. Die armen Schweine hatten nie eine Chance. Ich brauch nicht den nächsten Teil zu hören, um zu wissen, dass sie am Ende alle ihre gerechte Strafe kriegen dafür, dass sie so blöd sind, gegen einen zu kämpfen, der von seinem Autor mit mehr Glück als Verstand und einem Dutzend Schutzengeln ausgestattet wurde.

Würden Sie sich wieder etwas von David A. Wells anhören?

Nein.

Würden Sie sich auch für ein anderes Hörbuch interessieren, das Derek Perkins spricht?

Ja, würde mich

Welche Emotionen hat dieses Hörbuch bei Ihnen ausgelöst? Ärger, Betroffenheit, Enttäuschung?

Ärger, Enttäuschung

1 Person fand das hilfreich

Längst nicht so gut wie "Starters"!

Gesamt
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 09.07.2013

Nachdem ich im letzten Jahr per Zufall auf "Starters" gestoßen war und es begeistert gehört hatte, wartete ich sehr gespannt darauf, dass endlich auch "Enders" erscheint und habe es dann auch sofort gehört.
Im Vergleich zu "Starters" war ich allerdings enttäuscht. Die Sprecherin ist nach wie vor gut und schafft es, Callie und den anderen Figuren eine ganz eigene Stimme zu geben. Die Erzählung aus Callies Perspektive finde ich weiterhin überzeugend.
Leider gilt das für den Rest der Geschichte nicht. In "Enders" gibt es mindestens drei kapitale Kehrtwendungen der Story. Eine davon wäre für eine solche Geschichte vielleicht tragbar - für drei von der Sorte müssten sie nach meinem Geschmack besser motiviert sein. Auch dass eine wichtige Figur vom Guten zum Bösen wechselt (oder doch nicht so ganz ...) und eine andere vom Bösen zum Guten, hat für mich einfach nicht funktioniert - das müsste einfach besser begründet sein.
Außerdem bin ich grundsätzlich ja eigentlich kein Fan von Trilogien - in diesem Fall sind "Starters" und "Enders" ja offensichtlich als "Duologie" konzipiert. Und das ist leider auch nicht überzeugend. Es sind viel zu viele Fragen offen geblieben. Die Welt am Ende von "Enders" ist höchstens geringfügig besser als die zu Beginn von Starters. Die Auflösung war noch nicht befriedigend, und irgendwie kann ich noch nicht so recht dran glauben, dass es das gewesen sein soll. Der Haken daran: Einem dritten Teil würde ich sicher nicht so sehr entgegenfiebern wie diesem zweiten, dafür war der zweite nicht überzeugend genug. Wenn es also jemals eine Fortsetzung geben sollte, dann dürfte sie für mich wohl nur dann in Frage kommen, wenn ich gerade mal nichts wirklich Interessantes im Audible-Angebot finde.
Fazit: Ich finde es schade, dass die Autorin aus ihrer interessanten dystoptischen Welt am Ende so wenig gemacht hat!

Eine kurze Geschichte von fast allem Titelbild

Das ist

Gesamt
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 11.08.2007

Zunächst einmal sollte man klarstellen, dass mit 'fast allem' die Naturwissenschaften und ihre Geschichte gemeint sind. Diese werden recht allgemein verständlich erklärt, aufgelockert durch Berichte und Anekdoten über die Wissenschaftler, die diese Disziplinen voranbrachten, insbesondere dann genüsslich ausgebreitet, wenn diese sich aus heutiger Sicht auf Abwege begaben. Auch leicht abwegige Vergleich, die dennoch die Relationen klarmachen, kommen vor.
Als populärwissenschaftliche und unterhaltsame Einführung in die Naturwissenschaften von der Astrophysik bis zur Humanbiologie ist das Hörbuch durchaus brauchbar, auch wenn ich nach dem Büchern von Bill Bryson, die ich bisher kannte, mir von ihm eigentlich etwas anderes erwartet hatte.

Was mir leider gar nicht gefällt, ist die Art der Lesung. Der Sprecher klingt die ganze Zeit hindurch überheblich und arrogant, kurz: besserwisserisch. Wenn er Zitate von Wissenschaftlern liest, dann gibt er ihnen immer dieselbe Art mit - ebenfalls arrogant, dazu noch umständlich. Das empfinde ich dann nicht mehr als amüsant, sondern nur noch als störend.
Was mich dann noch mehr geärgert hat, war, dass er es in seiner arroganten Art noch nicht einmal nötig hatte, sich über die korrekte Aussprache der Fachausdrücke zu informieren, selbst englische Begriffe sind häufig falsch ausgesprochen. So ein Sprecher liest das doch nicht aus dem Stegreif!

Ich habe zum Vergleich auch die Hörproben der drei englischsprachigen Ausgaben angehört - die gefallen mir um Klassen besser. Die hören sich nicht besserwisserisch an, sondern neurierig-amüsant, und insbesondere in der von Bill Bryson selbst gelesenen Fassung erkenne ich (auch wenn er rein technisch wohl der schlechteste der Sprecher ist) ihn (in der Art, die ich von seinen anderen Büchern kenne) viel mehr wieder als in der besserwisserischen deutschen!
Wenn ich nochmal vor der Wahl stünde, würde ich mir entweder die gedruckte Fassung oder eine englischsprachige Hörbuchfassung kaufen!

91 Leute fanden das hilfreich

Krimi, Thriller oder ganz was anderes?

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 05.08.2007

In diesem Hörbuch geht es um einen Mord (oder besser gesagt: um mehrere), das macht es zu einem Krimi und Thriller. Da ich mit dieser Erwartungshaltung heranging, ansonsten wegen über das Hörbuch und den Autor wusste, war ich dann doch sehr überrascht. Klar, der erste Mord geschieht in der ersten Minute des Hörbuchs, aber mit der Aufklärung des Mords befasst sich die Geschichte dann allerhöchstens am Rande. Vielmehr entbreitet der Autor dann anhand dieses Mordes die Welt der Wiener Staatsoper vor dem Zuhörer aus, überwiegend in Erinnerungen verschiedener Beteiligter. Als Krimi empfinde ich das Buch aber nicht!
Anfangs war ich von dem Buch ein wenig abgestoßen. Nicht nur der erste Mord war meines Erachtens ein wenig zu genüsslich und die Tote zu ästhetisch beschrieben, auch die erste Beschreibung der Affäre des Operndirektors fand ich doch etwas abartig, nicht so sehr vom geschilderten Sex her, sondern von der Art, wie er geschildert wird.
Aber irgendwann in der ersten halben Stunde habe ich mich dann doch noch an diesen breiten Stil gewöhnt, der dann später auch nicht mehr so sehr auf diese Schockeffekte von Sex und Tod setzt, sondern auf interessante Art das Innenleben der verschiedenen Charaktere schildert. Ich glaube zwar nach wie vor, dass die Schilderung der verschiedensten Affären an der Oper arg übertrieben ist (oder vielleicht geht es nur an der Wiener Staatsoper so zu), aber ansonsten beweist der Autor doch wirklich profunde Kenntnisse des Opernbetriebs, und er versteht es, das eindrucksvoll vor dem Zuhörer auszubreiten.
An sich finde ich es furchtbar, wenn der Autor selbst liest, und anfangs fand ich diese Lesung viel zu schnell. Aber das hat auch dazu geführt, dass ich mit den Gedanken weniger abgeschweift bin als bei vielen anderen Hörbüchern.
Schade finde ich, dass die Welt der Oper nicht auch durch eine entsprechende Musikuntermalung oder Kapiteltrennung durch Musik (aus Carmen) noch zusätzlich ins Hörbuch gebracht wird!

4 Leute fanden das hilfreich

Schluss mit dem ewigen Aufschieben. Wie Sie umsetzen, was Sie sich vornehmen Titelbild
  • Schluss mit dem ewigen Aufschieben. Wie Sie umsetzen, was Sie sich vornehmen
  • Autor: Hans Werner Rückert
  • Sprecher: div.

Trocken, aber gut

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 24.07.2007

Was mir an diesem Hörbuch nicht gefallen hat, ist, dass es extrem trocken und stellenweise langweilig ist. Das macht keinen Spaß und motiviert auch nicht sonderlich.
Wenn man sich da aber durchkämpft, dann ist es erstaunlich seriös und brauchbar. Was mir zum Beispiel gefallen hat, ist, dass es hier nicht zugeht, wie in vielen anderen Motivations(hör)büchern, die nach dem Motto verfahren: nimm dir vor, was du nur willst, und wenn du nur genug daran glaubst, dann wirst du es schaffen - was sich dann halt doch regelmäßig als illusorisch erweist (wobei die Autoren dieser Bücher dann vermutlich sagen würde, man hätte selbst nicht genug dran geglaubt).
Der Autor von 'Schluss mit dem ewigen Aufschieben' fordert dagegen dazu auf, erstens zu überlegen, ob das Ziel überhaupt realistisch ist, und zweitens, ob man dieses Ziel überhaupt wirklich in der Realität erreichen will und ob es nicht nur als Wunschtraum schön klingt. Ein sicherlich wichtiger und richtiger Ansatz!

5 Leute fanden das hilfreich

Mein Günter ist zum Knutschen

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 23.07.2007

An grundlegend Neuem (was in anderen Motivationsbüchern bzw. -hörbüchern nicht zu finden ist) bietet dieses Hörbuch vor allem das oben zusammengefasste Bild vom inneren Schweinehund und die Idee, dass man diesen inneren Schweinehund umerziehen muss, damit er einen künftig nicht mehr behindert, sondern in den eigenen Zielen unterstützt. Dieses Bild finde ich sehr treffend und sicher manchmal nützlich, um das, was einen selbst hemmt, zu verstehen. Wer aber nach dieser ungewöhnlichen und kreativen Motivationstrainings-Idee in den 100 Tipps mehr solche ganz neuen Gedanken erwartet, der wird sicherlich enttäuscht. Ansonsten enthalten die Tipps Ideen, die auch in anderen Motivationsbüchern regelmäßig findet. Nur wer mit 'Günter' in die Welt der Motivationsratgeber einsteigt, wird dort also viel finden, was ihm noch unbekannt ist. Sonst dürfte einem sehr, sehr vieles bekannt vorkommen.

Die witzige Verpackung der Ratschläge finde ich dagegen überaus erfrischend. Es macht einfach Spaß, dieses Hörbuch zu hören, und zwar nicht nur einmal.
Ich finde diese lustige Art der Darstellung auch besonders motivierend - wenn ich einen Tipp umsetze, denke ich an Günter und freu mich wieder dran, und dann hab ich auch Spaß an dem, was ich gerade tue, um meinen Günter umzuerziehen. Ich habe auf diese Art tatsächlich schon angefangen, Motivationstipps umzusetzen, die ich schon lange kannte, aber noch nie praktisch angewandt habe.

3 Leute fanden das hilfreich

Willkommen zum Derby Kirche gegen Krone!

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 23.07.2007

In diesem Hörbuch geht es vornehmlich um die Machtkämpfe zwischen Kirche und Krone, also um die Geschichte der Mächtigen, noch genauer gesagt: der Mächtigen im Bereich von Mitteleuropa bis an Europas westliche und südliche Grenzen. Ausgeweitet wird diese geografische Einschränkung nur zur Zeit der Kreuzzüge, als auch der Nahe Osten auf einmal in den Brennpunkt der europäischen Machtinteressen gelangt. Das scheint mir wichtig, weil sowohl die soziale als auch die geografische Auswahl zwar das darstellt, was wir so gemeinhin als 'das Mittelalter' wahrnehmen, aber da die Geschichtsforschung sich immer mehr der arbeitenden Bevölkerung und dem Leben außerhalb dieses engen geografischen Rahmens zuwendet, ist das natürlich eine gewaltige Einschränkung.

Besonders gelungen finde ich, dass die geschilderten Ereignisse gelegentlich um Originaltexte aus der damaligen Zeit (natürlich in modernes Deutsch übertragen) ergänzt werden, die einen viel stärkeren Eindruck von der damaligen Zeit und der eigenen Wahrnehmung der damals lebenden Menschen vermitteln können als jede moderne Darstellung.
Schön ist auch, dass das Hörbuch teilweise auch leicht ironisch auf die geschichtliche Überlieferung eingeht, etwa wenn von einem Ereignis die Überlieferung der kirchlichen Geschichtsschreiber der Überlieferung von den Schreibern des weltlichen Herrschers gegenübergestellt wird.
Darüber hinaus runden auch viele Anekdoten die Darstellung ab, und zwar nicht so unseriös, wie diese Anekdoten manchmal behandelt werden (als 'Geschichte', nicht als Anekdoten), sondern durchaus jeweils mit einem Hinweis darauf, dass das eben eine Anekdote ist, die vielleicht einen wahren Kern hat, aber sicher nicht die ganze Wahrheit ist.

Das Ritual der Familie Musgrave (Sherlock Holmes) Titelbild

Geschenkt? Aber gerne!

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 23.07.2007

Wer schon Sherlock Holmes-Erz?hlungen gelesen hat, der wei? sicherlich, dass sie nicht viel mit modernen 'Krimis' zu tun haben und sich auch relativ stark von den meisten Holmes-Verfilmungen unterscheiden.
Sherlock Holmes kommt in den Erz?hlungen normalerweise nicht pers?nlich in Gefahr, und er macht normalerweise auch keine Fehler. Wenn es mal kurzzeitig scheint, dass er sich irrt, dann stellt sich wenig sp?ter heraus, dass er von Anfang an Recht hatte, die L?sung nur noch einen klitzekleinen Schritt weiter weg liegt.
Im Vergleich zu heutigen Krimis kommt also kaum Spannung auf, h?chstens intellektuelle Neugier, was wohl hinter diesem Fall wieder stecken k?nnte und wie Sherlock Holmes das scharfsinnig nachweist. Auch mit Sympathie f?r Sherlock Holmes tue zumindest ich mich sehr schwer - insgesamt ist er doch ein intelligentes, aber ?u?erst arrogantes Arschloch, wenn man ehrlich ist, oder? Und wenn man die F?lle einmal analysiert, dass man mit vern?nftigem Denken und Analysieren der Spuren gar nicht auf Holmes' geniale L?sungen kommen kann, dass Holmes immer recht hat, entlarvt sich allzu h?ufig als Konstruktion.
Wer also das lesen bzw. h?ren will, was wir heute unter einem Krimi verstehen, der sollte doch lieber zu anderen Geschichten greifen!

Ausgeglichen werden all diese Kritikpunkte allerdings durch einen sch?nen, wenn auch altmodischen Stil, der nat?rlich auch wieder nichts mit moderner Erz?hlweise zu tun hat (schon gar nicht mit der meist sehr schnellen Erz?hlweise von Krimis), sondern sich viele Ausschweifungen erlaubt. Das zeigt sich schon in der Rahmenhandlung zwischen Sherlock Holmes und Dr. Watson, aber weitschweifige Erl?uterungen, etwa zum Anwesen der Musgraves, finden sich auch sp?ter noch zuhauf.
Im Buch f?nde ich es vielleicht zu langweilig. Als H?rbuch, auch noch toll eingelesen, ist es aber gut!

6 Leute fanden das hilfreich

Ich. Wie wir uns selbst erfinden Titelbild

Ich - oder doch eher wir?

Gesamt
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 20.07.2007

Das 'Ich' des Menschen ist kein Fakt und kein Ding, das man finden könnte, es ist vom Menschen erfunden. Das Hörbuch behandelt Aspekte des Ichs, etwa Persönlichkeits- und Selbstwahrnehmungsänderungen nach Schlaganfällen und anderen neurologischen Erkrankungen, die Evolution des Ichs, die frühkindliche Entwicklung des Ichs, Veränderungen des Ichs im Lauf des Lebens, sowie die Erfassung des Ichs.
Quintessenz ist, dass das 'Ich' eine Kulturleistung ist und ohne das 'Wir' weder Sinn macht noch definierbar ist.
Ich weiß, dass es Menschen gibt, für die sich Fragen nach dem Ich noch nie gestellt haben. Wahrscheinlich geht diesen Menschen auch die Faszination solcher Fragen ab. Bei mir in der Familie wurden solche Fragen allerdings schon immer diskutiert, vor allem zwischen meinem Vater und mir, da wir uns beide dafür begeistern können.

Nun kann ich gar nicht so genau in Worte fassen, was ich mir davon erhofft habe. Jedenfalls war es nicht wirklich das, was im Hörbuch dann behandelt wird - auch wenn die behandelten Themen das zum Teil anzudeuten scheinen. Ich hatte über weite Teile des Hörbuchs den Eindruck gewonnen, dass es eben nicht ums 'Ich' ging, sondern größtenteils viel mehr ums 'Wir' - also um die Entstehung von Kultur, nicht von individuellem Ich-Empfinden. Dort, wo es wirklich mal ums Ich geht, hatte ich teilweise den Eindruck, dass nur von Dingen berichtet wird, die mir eh schon bekannt waren, oder aber die Auskünfte relativ unkonkret wurden.
Auch die immer wieder angeführten Beispiele von Menschen mit neurologischen Störungen waren zwar teilweise interessant, insbesondere da, wo die Struktur des Ichs angerissen wurde, die in der Störung sichtbar wurde - aber doch irgendwie nicht anwendbar, da es mir doch um das eigene Ich, also quasi das Ich des neurologisch gesunden Menschen geht.
Insgesamt fand ich daher das Hörbuch nicht auf den Punkt.
Gesprochen ist das Hörbuch gut.

1 Person fand das hilfreich

Kleines Konversationslexikon für Haushunde Titelbild

Aber nicht als Audiobuch!

Gesamt
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 12.06.2007

Wer ist bloß auf die Schnapsidee gekommen, ein Buch, das wirklich als Lexikon, also nach Stichworten, gegliedert ist, als Hörbuch zu veröffentlichen? Spätestens beim dritten 'siehe auch Stichwort' gehe ich da doch durch die Decke! (Und leider gibt es mehr als drei, und der Witz erschließt sich manchmal nur aus den Querverweisen.) So begeistert ich sonst von Hörbüchern bin, dieses Buch sollte der Fan sich doch lieber in gedruckter Form zu Gemüte führen!

5 Leute fanden das hilfreich