PROFIL

Annette

Hamburg, Deutschland
  • 85
  • Rezensionen
  • 1.171
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 143
  • Bewertungen
  • NSA - Nationales Sicherheits-Amt

  • Autor: Andreas Eschbach
  • Sprecher: Laura Maire
  • Spieldauer: 22 Std. und 14 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 1.237
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 1.178
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 1.174

 Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen, ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet.

  • 5 out of 5 stars
  • Großartig geschrieben, aber sehr beunruhigend.

  • Von Blutende Ohren Am hilfreichsten 02.10.2018

Der richtige Roman in "Modernen Zeiten"

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 05.10.2018

Wie auch schon andere Romane von Andreas Eschbach erscheint „NSA - Nationales Sicherheits-Amt“ als eine Art Matroschka-Puppe mit verschiedenen Schichten und Lesarten, die detailreich Effekte und Akzente setzen, die sich dann wiederum kunstvoll in ein stimmiges Gesamtbild einfügen.
Schon die oberste Lesart ist ein Geniestreich, denn Eschbach erschafft diesmal keine hypothetische dystopische Zukunft, wie es sonst üblich ist. Er bedient sich der uns bestens bekannten „echten“ Diktatur aus unserer eigenen Geschichte, die, das darf man wohl behaupten, aufgrund ihres besonderen Schreckens, vielen Science-Fiction-Autoren bis heute als Inspiration für dystopische Weltentwürfe dient.
Natürlich hat Eschbach keinen historischen Roman geschrieben, denn wenn man genau hinhört, sind viele geschichtliche Tatsachen, oft kaum merklich, etwas anders dargestellt, werden manipuliert und umgeschrieben. Wieder einmal habe ich mir ein interaktives Buch gewünscht und Wikipedia fleißig bemüht. So hat Eschbach an wichtigen Stellschrauben gedreht und eine Parallelwelt entworfen, die zwar im Dritten Reich angesiedelt ist, sich aber anders entwickelt, als es uns bekannt ist.

Als ich die Buchbeschreibung das erste Mal las, war ich fast enttäuscht von dem Thema. Nazideutschland mit Internet. Wie das ausgeht, kann man sich doch wohl denken, oder?

Aber darum geht es ja nur vordergründig. Die Erzählweise und Sprache der Figuren sind sehr glaubwürdig an die Nazizeit angepasst und die typischen Errungenschaften des Internets toll eingedeutscht. Eschbach hat sich wieder mal überaus treffende Begriffe als Pendant für die „echten“ englischsprachigen Originale ausgedacht und einige Gegebenheiten unerwartet verändert, was mich (ganz am Anfang) einige Male zum Schmunzeln brachte.
Der Roman stützt sich auf zwei Protagonisten, deren sehr unterschiedliche Geschichten sich im Verlauf verknüpfen und wieder auseinandergehen. Mit Helene kann man sich leicht solidarisieren, mit ihr fühlen und sich ängstigen. Aber Eugen Lettke ist mal wieder eine herrlich unsympathische Figur, die Eschbach in den Vordergrund rückt und uns dessen Innenansichten wie ein Psychogramm präsentiert. Kurz gesagt, das Konzept ist ungewöhnlich und genial, die Figuren großartig gezeichnet.

Im Text versteckt finden sich Anklänge oder Anspielungen an berühmte Dystopien wie z.B.„1984“, aber es werden auch Ideen aus der „Out“-Reihe, Eschbachs eigener Jugendromantrilogie aufgegriffen.
Natürlich hat das Nationale Sicherheits-Amt, nicht nur namentlich, beängstigende Ähnlichkeit mit der allseits bekannten amerikanischen National Security Agency (NSA) in unserem realen Universum. Und natürlich geht es Eschbach nur vordergründig um die uns bekannte vergangene Diktatur. Der Roman erscheint bestimmt nicht zufällig zu einer Zeit, in der weltweit rechtsgerichtete Populisten an die Macht streben oder dies in einigen Ländern sogar schon erreicht haben. Zeitzeugen aus der Nazizeit werden langsam rar und sterben aus. Durch die Herabsetzung der seriösen Presse, Fake News, „alternativen Fakten“ und der zweifelhaften, leicht manipulierbaren Meinungsbildung in den sozialen Netzwerken verliert sich jegliche Sensibilisierung für die Gefahren durch rechtes Gedankengut.
Wie konnte es passieren, dass rechte Parteien in Parlamenten und Regierungen wie dem Bundestag sitzen und täglich mehr Stimmen hinzugewinnen? Was kann noch passieren? In einer Welt, in der jeder einzelne Tastenklick registriert, analysiert und gespeichert wird.

„NSA - Nationales Sicherheits-Amt“ ist wohl der komplexeste, ambitionierteste und wichtigste Roman, den Andreas Eschbach (bis jetzt) geschrieben hat. Nicht nur thematisch wertvoll, sondern literarisch ebenfalls brillant, eignet sich der Roman besonders als Schullektüre für junge Menschen, die den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen können.

Denn was will uns der Autor damit sagen? Offensichtlich dies: „Wehret den Anfängen!“

Laura Maire hat mich ebenfalls aus den Socken gehauen. Großartig gelesen!

1 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Die Optimierer

  • Autor: Theresa Hannig
  • Sprecher: Richard Barenberg
  • Spieldauer: 9 Std. und 12 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 969
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 923
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 922

MEHRFACH PREISGEKRÖNT! Ausgezeichnet mit dem Stefan-Lübbe-Preis 2016 und dem Seraph 2018 für das beste Debüt. Im Jahr 2052 hat sich die Bundesrepublik Europa vom Rest der Welt abgeschottet. Hochentwickelte Roboter sorgen für Wohlstand und Sicherheit in der sogenannten Optimalwohlökonomie. Hier werden alle Bürger von der Agentur für Lebensberatung rund um die Uhr überwacht, um für jeden Einzelnen den perfekten Platz in der Gesellschaft zu finden.

  • 5 out of 5 stars
  • Kommt auf meine Bestenliste!

  • Von Ute Am hilfreichsten 18.06.2018

... denn sie wissen, was wir tun

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 08.09.2018

Im Urlaub hörte ich „Die Optimierer“ mit der Audible App, da ich meinen MP3-Player nicht dabei hatte. Währenddessen bekam ich von meinem Antivirenprogramm eine Aufforderung, geänderte Konditionen zu Vermarktung und Weitergabe meiner Daten zu akzeptieren. Keine persönlichen Daten würden gespeichert, (super!) nichts über Religion oder sexuelle Veranlagung. (Na, da bin ich aber froh!) Dafür würden die Systemdaten, die Zeiten, die ich im Internet verbringe und die Websites, die ich mir ansehe, mein Standort, sowie Inhalte aus E-Mails gespeichert. Ein Antivirenprogramm muss halt alles wissen. Natürlich werden meine Daten an Dritte weitergegeben (Google Analytics) und auf Servern in Deutschland, Frankreich, Schweiz, Großbritannien, USA, China, Singapur und Aserbeidschan gespeichert.

„Die Optimierer“ ist überhaupt kein Zukunftsroman, denn wir sind längst mittendrin in der Totalüberwachung. The Almighty Google, Smarthome und Apps zur Optimierung der Gesundheit sind längst Realität. Roboter fehlen noch, aber die KI spricht schon mit den Stimmen von Alexa, Siri und Cortana.

Die große Frage ist nicht, ob oder wann es zur Komplettüberwachung kommen wird, sondern, warum es nicht schon längst eine nennenswerte Gegenbewegung gibt. Diese Frage wird in „Die Optimierer“ sehr schön beantwortet und es wird auch dargestellt, dass es zu spät sein könnte, wenn immer mehr Menschen erkennen, dass all die Informationen, die sie über viele Jahre hinweg freiwillig zur Verfügung gestellt haben, sich gegen sie selbst wenden könnten.

Mir hat das Hörbuch sehr gut gefallen und Richard Barenberg liest großartig. „Die Optimierer“ ist nur eines von vielen aktuellen Romanen, die sich mit zukünftigen Möglichkeiten und Gefahren beschäftigen und das ist insgesamt eine erfreuliche Entwicklung.

Leider wird aber fast nie auf vorhandene Lösungsmöglichkeiten verwiesen und auch im wirklichen Leben suchen nur wenige Menschen aktiv Wege aus der Datenfalle. Dabei sind alle nötigen Informationen frei verfügbar und auch die Mittel dazu sind längst vorhanden. Wenn man aber z.B. „Linux“ bei Audible in die Suchleiste eingibt, dann erscheint als erstes das Hörbuch: „Hacking – a Beginners Guide to Your First Computer Hack“. Danach erscheint „Tor- Darknet Bundle“. Und erst an dritter Stelle: „Linux – the Ultimate Beginners Guide“. Recht aufschlussreich, was da mit den kostenlosen, quelloffenen und unabhängigen Betriebssystemen von Linux in Verbindung gebracht wird!

Willkommen im Jahr 2018, in dem Optimierer über unser Leben bestimmen, weil sie (fast) alles von uns wissen, uns suggerieren, was wir lesen oder hören, kaufen oder machen sollen und für uns „Gutes“ vom „Schlechten“ unterscheiden. Weil wir es nicht (mehr) können.

„Jeder an seinem Platz!“

  • The Alienist - Die Einkreisung

  • Autor: Caleb Carr
  • Sprecher: Sascha Rotermund
  • Spieldauer: 20 Std. und 16 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 84
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 79
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 80

New York 1896: Unter Polizeichef Theodore Roosevelt kommt es zu einem grauenvollen Mord an einem jungen Prosituierten aus einem der berüchtigsten Bordelle der Stadt, der sich als Teil einer ganzen Mordserie erweist. Mit den Ermittlungen wird Dr. Lazlo Kreisler beauftragt, ein Pionier im Feld der Psychoanalyse. Gegen erbitterte Widerstände und mithilfe des Polizeireporters John Moore und der Polizeisekretärin Sarah Howard gelingt es ihm, mittels eines detaillierten Psychogramms, dem Mörder auf die Schliche zu kommen.

  • 4 out of 5 stars
  • The game is on!

  • Von Annette Am hilfreichsten 26.05.2018

The game is on!

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 26.05.2018

Ohne die allgegenwärtige Netflix-Werbung, hätte ich nie von diesem Roman gehört, fand die kurzen Trailer allerdings ganz interessant. Dass die Serie nach einem Roman entstand, wusste ich zunächst gar nicht, freute mich aber, als ich den Roman dann zufällig bei Audible im Sortiment fand.

Der Plot ist schnell erzählt: Eine Art American-Ripper geht im New York des späten 19. Jahrhunderts um und metzelt minderjährige Stricherjungen ab. Eine ausgewählte Gruppe von Detektiven soll den Fall heimlich lösen, weil die korrupte New Yorker Polizei nicht an der Auflösung derartiger Fälle interessiert ist.

„The Alienist“ ist ein weiterer Pastiche-Roman mit unverkennbaren Anklängen an Sherlock Holmes – wenn er auch einige Jahre später und in New York angesiedelt ist. Hier geht es um Psychologie, Feminismus und moderne Detektivarbeit, wie z.B. Daktyloskopie und damit auch um besondere Menschen, die ihrer Zeit voraus sind und zur Aufklärung dieses Falles moderne Mittel nutzen, die in der Epoche kaum bekannt oder sogar geächtet waren. Diese Mittel, sorgfältige Recherche und besonders die psychologische Beratung durch Dr. Kreizler bewirken, dass sich die Schlinge um den Hals des Serienmörders immer enger zuschnürt.

Geschrieben ist der Roman ganz prima, denn er hält sich nicht nur stringent an die veraltete Sprache und schafft ein „American-Sherlock-Holmes-Flair“, sondern er bietet auch eigenständige Figuren mit hervorstechenden Charaktereigenschaften.

Auch wenn die Geschichte durchweg relativ spannend ist, hatte sie, nach meinem Empfinden, dann doch einige Längen und im direkten Vergleich würde ich David Piries Pastiche-Romanen den Vorzug geben. Aber so eine Bewertung ist natürlich immer subjektiv zu betrachten. Unterhaltsam ist die Geschichte auf jeden Fall und dazu noch ganz hervorragend gelesen von Sascha Rotermund.

Fazit: Wer von Detektivgeschichten aus dem 19. Jahrhundert nicht genug bekommen kann, ist hier richtig!

12 von 13 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Die Tyrannei des Schmetterlings

  • Autor: Frank Schätzing
  • Sprecher: Sascha Rotermund
  • Spieldauer: 23 Std. und 52 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    3.5 out of 5 stars 3.001
  • Sprecher
    4 out of 5 stars 2.858
  • Geschichte
    3.5 out of 5 stars 2.855

Kalifornien, County Sierra, Goldgräberprovinz: Sheriff Luther Opoku hat mit Kleindelikten und illegalem Drogenanbau zu kämpfen. 300 Meilen westlich davon, im Silicon Valley, wetteifern IT Visionäre um die Erschaffung des ersten ultraintelligenten Computers mit dem Ziel, die großen Probleme der Menschheit zu lösen. Als eine Biologin in Sierra unter rätselhaften Umständen ums Leben kommt, muss Luther erkennen, dass sein verschlafenes Naturidyll längst Testgelände eigenwilliger Experimente geworden ist.

  • 3 out of 5 stars
  • Zwar interessant - doch sehr chaotisch und wirr

  • Von Ute Am hilfreichsten 29.04.2018

Tragisch misslungen!

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 08.05.2018

Natürlich bin ich mit den meisten anderen Rezensenten einer Meinung: Sprachlich ist der Roman eine Katastrophe! Gekünstelte, blumige und unmoderne Sprache, die in überlangen Bandwurmsätzen umständlich und ungeschickt verschachtelt wird. Viel zu viele überbordende und oft sinnfreie Landschaftsbeschreibungen sowie die ständigen Vergleiche mit bekannten Kinofilmen, Fernsehserien oder anderen Romanen, habe ich als extrem nervig empfunden.
Nach einigen Stunden begann ich, mir Notizen zu machen. Es treten auf: Scarlett O`Hara aus Vom Winde verweht, die Shiloh Ranch, die Ponderosa aus Bonanza, Kampfstern Galactica, Barbarella, Navy C.I.S., Charlie Brown, La la Land, Tim Burton, Dirty Harry, House of cards, Transformer, die Truman Show, die glorreichen sieben, Desperate housewifes, Iron man, Wonderwoman, Spiderman, Hulk, James Bond, Ex Machina, Citizen Cane, Matrix, Godzilla, The Grinch, Silver Surfer, X-Man, Krieg der Welten, R2D2 und C3PO, Kaa, die Schlange aus dem Dschungelbuch und Gandalf. Star Trek, Terminator, und Jurassic Park werden mehrfach genannt.

Selbstverständlich ist es legitim, in Romanen ab und an Vergleiche anzustellen, aber das, was Frank Schätzing hier betreibt, kann ich nur als (Orwell lässt grüßen…) Kinosprech bezeichnen. Er schafft es kaum, eigene Ideen selbstbewusst stehen zu lassen, sondern relativiert ständig seinen Text, indem er die Geschichte hinter die bekannten Filme, Fernsehserien oder Romane stellt. Ich fragte mich, ob Schätzing einen Werbedeal mit Amazon haben könnte, denn nach jeder Filmnennung wartete ich innerlich darauf, dass das Hörbuch unterbrochen wird und eine freundliche Stimme sagt: "...jetzt im Sonderangebot erhältlich als Blu-ray oder DVD, für nur soundsoviel Euro neunundneunzig. Und jetzt geht`s weiter mit dem Film… äh… Roman."

Mir schwirrte der Kopf vor lauter Bildern aus Star Trek, Jurassic Park oder Matrix, aber der Protagonist Luther Opoku, sowie die meisten anderen Figuren blieben blass und fremd.

Man darf sich zu Recht fragen, ob das Lektorat den Text unbesehen durchgewinkt hat, denn natürlich hätte man den Roman, mit einigem Aufwand und drastischen Kürzungen, retten können! Kein unbekannter Autor wäre jemals mit so einem Text bei einem Verlag angenommen worden, das ist sicher!

Aber die Geschichte selbst finde ich in ihrem Kern tatsächlich gut! Lange schon habe ich auf eine Story über Paralleluniversen und Quantencomputer gewartet und es ist schwierig, dieses Thema darzustellen. Die Handlung selbst, mit den Ausflügen in Parallelwelten und den zwangsläufig auftretenden Paradoxien, finde ich gelungen. Aber meiner Meinung nach wurden zu wenige Angaben über die Funktionsweise eines Quantencomputers gemacht. Schrödingers Katze kam ganz am Ende vor - ohne weitere Erklärungen. Klar, Science-Fiction-Leser sind gut informiert, aber weniger Kino und mehr Quantenphysik wäre mir lieber gewesen. Auch wurden politische Verhältnisse in dem Paralleluniversum, das in der Zukunft liegt, gar nicht erwähnt. Das Ende fand ich folgerichtig und demnach nicht besonders aufregend.

Ohne Sascha Rotermund hätte ich das Hörbuch nicht zu Ende gehört. Er hat diesem sperrigen Text alles abgewonnen, was möglich war und etwas Leben in die faden Figuren gehaucht. Seine Interpretation der Mexikanerin Pilar mochte ich besonders, denn durch den (sehr gut imitierten) spanischen Akzent erscheint sie, in Schätzings Kinosprech ausgedrückt, wie eine charmante Mischung aus Speedy Gonzalez und Lara Croft.

Wie konnte es nur geschehen, dass der sonst so sprachgewandte Frank Schätzing plötzlich eine (nach der Meinung anderer hochgeschätzter Rezensenten) verschwurbelte klingonische Oper schreibt?
Hier meine Theorie: Frank Schätzing hatte die Idee zu dieser Story und hinterließ die Aufzeichnungen dazu, bevor er in ein Paralleluniversum entführt wurde. An seiner Stelle schickte man uns einen Parallel-Schätzing, der Werbefachmann geblieben ist und, in seiner Welt, nie Schriftsteller war. Der sah sich zu seinem Schrecken mit Buchverträgen konfrontiert, die er einhalten musste und fand, zum Glück, die Aufzeichnungen seines entschwundenen Pendents. Und so ist dieser Roman entstanden.

Fazit: Wenn der uns bekannte und hochbegabte Frank Schätzing jemals von seinem Ausflug in andere Welten zu uns zurückkommt, werden wir es merken!

95 von 102 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Die Geschichte des Wassers (Das Klima-Quartett 2)

  • Autor: Maja Lunde
  • Sprecher: Christiane Pearce-Blumhoff, Shenja Lacher
  • Spieldauer: 10 Std. und 4 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 493
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 470
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 468

Was geschieht, wenn unser Wasser knapp wird - wie weit sind wir bereit zu gehen? Virtuos verknüpft Maja Lunde Gegenwart und nahe Zukunft zu einer ergreifenden Geschichte über die Grundlagen des Lebens. Irgendwo in der Nordsee im Jahr 2017. Die fast 70-jährige Umweltaktivistin Signe will von Norwegen bis an die französische Küste segeln - um jenen Mann zur Rede zu stellen, der die Liebe ihres Lebens gewesen ist.

  • 5 out of 5 stars
  • Solche Bücher braucht es heute

  • Von Udolix Am hilfreichsten 21.03.2018

Prädikat wertvoll!

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 29.04.2018

Keine Ahnung, wie es passieren konnte, dass „Die Geschichte der Bienen“ im vergangenen Jahr an mir vorbeigegangen ist. Nicht nur die vielen positiven Rezensionen bei Audible, sondern auch etliche dringende Leseempfehlungen aus meinem Bekanntenkreis haben mich inzwischen wieder auf Kurs gebracht.

Um die Entwicklung und Auswirkungen des Klimawandels über einen langen Zeitraum plastisch zu verdeutlichen, hat Maja Lunde (wie auch schon David Mitchell im „Wolkenatlas“ und den „Knochenuhren“) in beiden Romanen eine Art analoge Darstellung gewählt. Auf unterschiedlichen Zeitebenen, die ständig hin- und herwechseln, werden verschiedene Einzelschicksale erzählt, die zunächst scheinbar gar nichts miteinander zu tun haben. Jedoch wird ihre übergeordnete Verbindung nach und nach enthüllt, bis, in beiden Romanen erst ganz zum Schluss, die direkten Zusammenhänge deutlich werden.

In beiden Romanen ist jeweils ein Erzählstrang in der Zukunft angesiedelt. In „Die Geschichte des Wassers“ geht es um die dem heutigen Norwegen entstammende Umweltaktivistin Signe, die letztendlich resigniert, nachdem sie ihr gesamtes Leben erfolglos dem Kampf gegen den Raubbau an Flüssen und Gletschern ihrer Heimat, sowie gegen Umweltsünder jeglicher Art gewidmet hat. Maja Lunde hält uns allen den Spiegel vor, denn tatsächlich werden selbst die spektakulärsten Aktionen von Umweltaktivisten in der Bevölkerung oft als spinnert oder übertrieben wahrgenommen. Da Politik und Industrie zu mächtig sind und die Mehrheit der Weltbevölkerung entweder nicht in der Lage, zu bequem oder zu ignorant ist, um sich dagegen zu stemmen, kann die umweltschädliche Entwicklung nicht mehr abgewendet werden und nimmt nun ihren Lauf.

Was in der Konsequenz daraufhin passiert, schildert Maja Lunde im zweiten Erzählstrang, der in Frankreich im Jahr 2041 angesiedelt ist. In Maja Lundes Zukunft sind Skandinavien und Nordeuropa überflutet (genau wie auch in Megan Hunters Roman „Vom Ende an“), während in Südeuropa Hitze und Dürre herrschen. Dies ist ein von seriösen Wissenschaftlern schon lange vorhergesagtes Szenario, das Maja Lunde glaubhaft darstellt.

Auf der Flucht kommt der junge Franzose David mit seiner kleinen Tochter in ein Flüchtlingscamp. Seine Frau und den kleinen Sohn haben die beiden auf der Flucht vor einem Feuer verloren und hoffen nun, dass das Rote Kreuz die beiden ausfindig machen kann. Doch die Lage verschlechtert sich zusehends, Essen und Wasser werden knapp und die beiden müssen einen anderen Ausweg suchen.

Maja Lunde hat einen klaren Schreibstil von schlichter Eleganz, der gerade durch seine Zurückgenommenheit beeindruckt. Kein Wort zu viel, kein Wort zu wenig. Der strukturelle Aufbau beider Romane ist ähnlich und verweist auf das übergeordnete Thema Klimawandel. Die Autorin erzählt nicht „nur“ eine Geschichte, sie schafft in beiden Romanen einen vollkommenen Einklang durch das harmonische Zusammenspiel von Struktur, Sprache und Thematik. Alle Figuren, bis hin zu den Nebenfiguren, haben Tiefe und verhalten sich authentisch. Es gibt keine Helden, nur Menschen mit Ängsten, Fehlern, Hoffnungen, Wut und Verzweiflung. Nicht zuletzt auch durch die beiden hervorragenden Sprecher kommen einem die Figuren so nahe, dass es kaum möglich ist, sich zu entziehen und die Geschichte hallt lange nach.

Um es auf den Punkt zu bringen: Dies ist engagierte Literatur im allerbesten Sinne!
Mit Spannung erwarte ich die beiden folgenden Teile des Klima-Quartetts.

2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Gespräche mit Gott 2

  • Gesellschaft und Bewusstseinswandel
  • Autor: Neale Donald Walsch
  • Sprecher: Pascal Breuer, Henk Flemming, Claudia Jacobacci
  • Spieldauer: 9 Std. und 20 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    5 out of 5 stars 136
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 122
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 121

Endlich folgt der zweite Band des Bestsellers Gespräche mit Gott als Hörbuch! Der grandiose Dialog mit Gott wird fortgesetzt. Kreiste er im ersten Band noch um Fragen des individuellen Schicksals, so handelt das Gespräch jetzt vor allem von unserer Beziehung zu unseren Mitmenschen und zum Planeten Erde. In der Auseinandersetzung mit dem Autor nimmt dieser menschliche und humorvolle, aber auch strenge und konsequente Gott u. a. zu den Themen Zeit, Sexualität, Gefälle zwischen Arm und Reich und globalem Bewusstsein Stellung.

  • 5 out of 5 stars
  • What if God was one of us ...

  • Von Annette Am hilfreichsten 26.03.2018

What if God was one of us ...

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 26.03.2018

.. sang Joan Osborne Mitte der neunziger Jahre und traf mit dieser unerhörten Idee einen Nerv in der Gesellschaft. Bereits zu diesem Zeitpunkt gab es verstärkt Kirchenaustritte, da sich viele Menschen nicht mit dem zornigen, strafenden und heuchlerischen Gott abfinden wollten, den die drei großen Weltreligionen ihren Anhängern seit Jahrtausenden vorbeteten.
Die Religionslehren mit ihren unvereinbaren Gegensätzen, den vielen Anweisungen und demütigenden Zwängen, die offen manipulativ eingesetzt werden, haben vor der Wissenschaft, mit der sie größtenteils unvereinbar sind, in den Augen vieler moderner und gebildeter Menschen nicht standhalten können.
Die Folge ist, dass sich immer mehr Menschen von den klassischen Religionen abwenden. Aber bei vielen bleibt dann eine Leerstelle, denn es scheint im Leben etwas zu fehlen. Auf die Frage, ob sie an Gott glauben, antworten viele Menschen mit „ja, aber irgendwie anders.“

So erging es mir selbst auch, denn wenn das Konzept „Gott“ in den Religionen nicht mehr glaubwürdig sein kann, wie könnte es dann sein?
Zu mir kamen die drei Bände der „Gespräche mit Gott“ Ende der neunziger Jahre, wie im Buch beschrieben, genau zur richtigen Zeit wie eine Offenbarung, beantworteten alle meine Fragen, regten mich zu selbstständigem und kritischem Denken an und halfen mir, meinem Leben eine andere (für mich bessere) Richtung und Bedeutung zu geben.

Alle drei GmG-Bände habe ich mehrfach gelesen und hatte schon die Hoffnung aufgegeben, dass sie jemals bei Audible auf deutsch erscheinen würden. Der erste Band wurde schon vor längerer Zeit ungekürzt vertont, erschien aber nicht bei Audible – bis jetzt. Leider wurden nicht dieselben Sprecher wie im ersten Band verpflichtet, denn die haben mir etwas besser gefallen. Da es sich ja um einen Dialog handelt, ist es nicht so ganz einfach, das Buch zu vertonen und um zu verdeutlichen, dass Gott sowohl männlich als auch weiblich sein kann, wird dieser Part mit zwei verschiedenen Stimmen gesprochen. Dies kann ein wenig zu Verwirrung führen, aber daran gewöhnt man sich rasch.

Diesen zweiten Band der GmG-Bücher „Gesellschaft und Bewusstseinswandel“, hatte ich früher immer als den Schwächsten der Reihe angesehen, aber nun ist mir beim Hören klar geworden, dass auch dieser Band hervorragend ist. Die Themen in diesem Teil behandeln soziale und gesellschaftliche Strukturen, Wirtschaft, Politik, Umwelt, und sogar ein wenig Kosmologie, Man muss bedenken, dass das Buch vor zwanzig Jahren erschienen ist und natürlich damalige Verhältnisse beschreibt. Umso betroffener wird man, wenn man feststellt, dass sich die im Buch angeprangerten Zustände in Diktaturen, bezüglich der Umweltproblematik oder dem Schulwesen inzwischen überhaupt nicht verbessert, sondern sogar verschlechtert haben.

Ein Kritikpunkt wäre, dass die GmG-Bücher aus stark nordamerikanischer Sicht geschrieben wurden und es einige angesprochene Punkte gibt, die schon Ende der Neunziger in Deutschland kein Thema mehr waren. Da sich die „Gespräche mit Gott“ aber an die ganze Welt richten und es in vielen anderen Ländern nicht so fortschrittlich zugeht, wie bei uns, sind, meiner Meinung nach, alle behandelten Themen, nach wie vor, aktuell und gerechtfertigt.

Fazit: Die „Gespräche mit Gott“-Bände sind nichts zum Nebenbeihören, denn so einfach geschrieben, wie es anfangs durch den lockeren Erzählton scheinen mag, sind sie nicht.

Wenn man sich darauf einlässt, könnten sich neue Sichtweisen eröffnen – oder nicht. Religiösen Menschen könnte das Buch blasphemisch erscheinen, den Atheisten dagegen bedeutungslos – oder auch nicht. Man könnte zu mehr Selbstverantwortung angeregt werden und, wow, vielleicht sogar Gott für sich finden.
Oder auch nicht.

9 von 10 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Das Meer

  • Autor: Wolfram Fleischhauer
  • Sprecher: Johannes Steck
  • Spieldauer: 13 Std. und 11 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 383
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 358
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 358

Das Blut an unseren Händen. Teresa, eine Fischereibeobachterin der EU, verschwindet spurlos auf hoher See. Sie sollte die Arbeit auf einem modernen Fischfang- und Gefrierschiff dokumentieren. Entsetzt darüber ist nicht nur John vom Fischereirat in Brüssel, der die junge Kontrolleurin ausgebildet hat und seit Kurzem mit ihr zusammen war. Genauso am Boden zerstört sind Ragna und ihre Gruppe von Umweltaktivisten, denen sich Teresa heimlich angeschlossen hatte.

  • 5 out of 5 stars
  • Über das Fische essen

  • Von doktorFaustus Am hilfreichsten 30.04.2018

Sehr gut!

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 12.03.2018

Dieser Roman hat wirklich alles, was ich mir bei einem guten Ökothriller wünsche!
Das Thema betrifft jeden einzelnen Menschen auf diesem Planeten und die Art und Weise, wie die Story aufgerollt wird, ist hochinteressant. Außerdem wird ein Tabu gebrochen, denn hier begehen keine tumben Fanatiker eine gefährliche Sabotage, sondern hoch qualifizierte Wissenschaftler kämpfen gemeinsam in einem weltweiten geheimen Netzwerk für die Erhaltung der Fischbestände. Allerdings ist dies nicht mit Aktionen von Greenpeace z.B. zu vergleichen, denn der Kampf dieser Wissenschaftler ist derart militant, dass dadurch auch mögliche Todesopfer in Kauf genommen werden. Somit kommt die Manipulation von Speisefisch einem Terroranschlag gleich.

Die Geschichte wird aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt, wobei die Hauptfiguren herrlich ambivalent sein dürfen und am Ende wird es dem Hörer/der Hörerin selbst überlassen, sich ein eigenes Urteil zu bilden.
Ich konnte fünf Erzählstränge ausmachen, die sich im Handlungsverlauf verflechten. Manchmal wissen die Hörer mehr als die Figuren, an anderen Stellen ist es umgekehrt. Die sehr kluge und geschickte Erzählweise hat mir außerordentlich gut gefallen. Dass die Handlung nicht rasch und actionreich vorangetrieben wird, sondern eher bedächtig und ausführlich erzählt wird, nimmt ihr nicht die Spannung.

Die Ohnmacht der Europäischen Union gegenüber den mafiösen und desaströsen Zuständen in der industriellen Hoch- und Tiefseefischerei wird gut dargestellt und komplexe wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Zusammenhänge treffend auf den Punkt gebracht. Auch dass hier kein Geheimnis aufgedeckt wird, sondern, sozusagen, alles vor laufenden Kameras und im Sekundentakt im Internet abrufbar geschieht, findet Erwähnung. Inwieweit die im Roman angeprangerten Zustände den Tatsachen entsprechen, kann also jeder, der sich im Internet umsieht, mehr oder weniger, selbst nachvollziehen.

Das Wort „Biozid“ geistert durch das gesamte Buch und es ist wohl jedem klar, dass damit allgemein die Zerstörung von Leben gemeint ist, und der Begriff nicht „Schädlingsbekämpfungsmittel“ bedeuten soll, wie sonst üblich. An einer Stelle wird von Ökozid gesprochen und das ist es wohl eher, was gemeint ist, denn dies ist „… die Ausrottung eines Volkes durch die ökologische Zerstörung seiner natürlichen Lebensgrundlagen…“

Und darum geht es letztendlich: Darum, dass der Mensch durch Überfischung der Meere, Massentierhaltung, Schad- und Giftstoffe, die er in die Natur einbringt, durch Plastikmüll und damit der Zerstörung seiner gesamten Umwelt, an seinem eigenen Ast sägt. Hier geht es um die Tragik der Allmende und damit auch um Evolutionary Suicide. Denn diese wild gewordenen Biologen im Roman, deren Warnungen im wirklichen Leben seit vielen Jahren im Sande verlaufen, wollen nicht nur die Fische vor dem Aussterben bewahren, sondern letztendlich auch die Menschheit selbst.

Dabei wäre die Lösung des Problems so einfach: Weniger Fisch, weniger Fleisch essen. Weniger von allem, was unsere Nahrungsmittelindustrie im Überfluss produziert - zum Nachteil für das Ökosystem und damit auch für uns selbst. Die Konsumenten bestimmen das Warenangebot. So einfach ist es. Doch die Konsumenten wollen nur eines: Mehr! Und so ist es kaum zu erwarten, dass sich die Situation in naher Zukunft bessert.

Fazit: Der von Johannes Steck hervorragend gelesene spannende Ökothriller „Das Meer“ bietet Tiefgang in Form und Inhalt, ist brandaktuell und regt zum Nachdenken an. Klasse!

20 von 22 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Wolkenschloss

  • Autor: Kerstin Gier
  • Sprecher: Ilka Teichmüller
  • Spieldauer: 10 Std. und 8 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 1.768
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 1.638
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 1.638

Ein magischer Ort in den Wolken. Eine Heldin, die ein bisschen zu neugierig ist. Und das Abenteuer ihres Lebens. Hoch oben in den Schweizer Bergen liegt das Wolkenschloss, ein altehrwürdiges Grandhotel, das seine Glanzzeiten längst hinter sich hat. Aber wenn zum Jahreswechsel der berühmte Silvesterball stattfindet und Gäste aus aller Welt anreisen, knistert es unter den prächtigen Kronleuchtern nur so vor Aufregung.

  • 5 out of 5 stars
  • Ich brauche extra Sterne *-*

  • Von Chillima Am hilfreichsten 19.10.2017

zum Schmökern

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 06.03.2018

Muss es immer Fantasy sein? Nein, muss es natürlich nicht! Und Kerstin Gier kann und muss auch nicht jedes Mal eine Edelstein-Trilogie schreiben.
Mir hat das neue Jugendbuch von Kerstin Gier gut gefallen, ich habe mich gut unterhalten und Ilka Teichmüller liest auch prima. Es ist eine nette Hotelgeschichte und ein winziges bisschen Mystery kommt auch darin vor.

Allerdings ist der Roman auch nicht "der absolute Knaller", sondern eher etwas zum Schmökern für lange Winterabende. Auch wenn in einem Hotel immer etwas los ist, finde ich nicht, dass es dazu noch weitere Teile geben müsste. Für mich ist die Geschichte auserzählt und beim nächsten Buch kommt hoffentlich eine ganz neue Story.

Fazit: Nettes Jugendbuch, jedoch nicht so herausragend wie die Vorgänger von Kerstin Gier.

2 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Sturm

  • Autor: Uwe Laub
  • Sprecher: Stefan Kaminski
  • Spieldauer: 9 Std. und 46 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 261
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 252
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 251

Weltweit häufen sich scheinbar unerklärliche Wetterphänomene. USA: Ein Hurrikan unbekannten Ausmaßes rast auf die Bahamas zu. Deutschland: Das Olympiastadion in Berlin wird von einem Tornado verwüstet, in weiten Teilen Hannovers wüten Hagelstürme. Laura Wagner konnte sich und ihren Sohn vor dem Monsterhagel noch rechtzeitig retten. Als ihr Chef tot aufgefunden wird, findet sie heraus, dass er eine Software an eine Weltmacht illegal verkauft hat.

  • 5 out of 5 stars
  • Interessantes Thema, spannend erzählt

  • Von Ute Am hilfreichsten 24.02.2018

Interessant und zeitgemäß

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.03.2018

Noch einige Rezensionen zuvor hatte ich mir mehr Ecofiction gewünscht und schon kommt da ein cooler Ökothriller von dem mir bisher unbekannten Autor Uwe Laub daher. Klasse!
Über Geoengineering lese ich seit Jahren alle Artikel, die ich finden kann, und denke mit Schaudern darüber nach, was durch einen unkontrollierten Einsatz dieser Möglichkeiten auf uns zukommen könnte. Klar, dass ich „Sturm“ hören musste, zumal auch noch von Meister Kaminski (klasse wie immer) vorgelesen!

Insgesamt hat mir der Roman sehr gut gefallen - die Idee und Geschichte ist allemal 5 Sterne wert. Dazu ist er noch gut recherchiert und mit Erklärungen am Ende versehen. Wer noch mehr Details wissen möchte, der kann auf der Website von Uwe Laub mehr technische Details und genauere Angaben über seine Recherche nachlesen. Das finde ich richtig spannend, denn auf diese Weise kann man ein wenig über den Entstehungsprozess des Romans erfahren.

So weit so gut, die Geschichte ist klasse und der Roman entspricht wahrlich dem Zeitgeist. Nur eins ist, meiner Meinung nach, noch ausbaufähig und das ist der Schreibstil. Klar, beim Thriller ist keine hohe Literatur gefragt, aber die wirklich großen Bücher beinhalten immer beides: Eine gute Geschichte und ebenso gute Präsentation. Die kommt in „Sturm“ etwas zu kurz, denn auch wenn die Story spannend geschrieben ist, gibt es doch keine unerwarteten Wendungen und keine außerordentlichen Sätze, die man sich aufschreiben möchte. Die Figuren sind sehr glatt, ohne Ecken und Kanten und die Sprache ist an vielen Stellen etwas holprig mit häufigen Wiederholungen von Redewendungen. Das können andere Thriller-Autoren deutlich besser. Aber was nicht ist, kann ja noch werden, denn Schreiben kommt ja bekanntlich von Schreiben und Übung macht den Meister.

Klar, dass ich gern mehr von Uwe Laub hören würde. Es gibt noch einen Roman von ihm, der bisher nur als Buch oder E-Book erschienen ist: „Blow out“. Gibt’s den auch bald bei Audible?

Fazit: „Sturm“ ist ein interessanter und aktueller Ökothriller, der, trotz kleiner Schwächen, auf jeden Fall hörenswert ist. Die (hoffentlich) kommenden Romanerscheinungen von Uwe Laub werde ich im Blick behalten.

1 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Submarin (Saha 2)

  • Autor: Andreas Eschbach
  • Sprecher: Maximiliane Häcke
  • Spieldauer: 7 Std. und 17 Min.
  • Gekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 60
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 60
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 60

Noch immer kann es Saha kaum glauben: Sie ist ein Submarine, halb Mensch, halb Meermädchen. Gemeinsam mit ihrem Schwarm erkundet sie den Ozean. Als Saha auf den mysteriösen Prinzen des Graureiter-Schwarms trifft und mit ihm auf seinem Wal reitet, ist sie wie verzaubert. Sie ist entschlossen, von nun an selbst über ihr Schicksal zu bestimmen. Doch der König der Graureiter hegt finstere Pläne für die Submarines, in denen ausgerechnet Saha als Mittlerin zwischen den Welten eine wichtige Rolle spielt.

  • 5 out of 5 stars
  • Schöne Fortsetzung

  • Von Annette Am hilfreichsten 04.03.2018

Schöne Fortsetzung

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 04.03.2018

Der zweite Teil der aktuellen Jugendbuch-Serie von Andreas Eschbach nimmt den Faden dort auf, wo „Aquamarin“ geendet hat und lässt die Protagonistin Saha in die Welt der Wassermenschen eintauchen. Auf der Suche nach ihrem Vater lernt sie das Leben der Submarines kennen und schließt Freundschaften. Als Saha die beeindruckenden Graureiter kennenlernt, muss sie schnell lernen, dass Menschen nun einmal menschlich sind – mit allen guten und schlechten Eigenschaften - sei es nun über oder unter Wasser. Und so muss Saha wieder alles geben, um ihre Freunde zu retten und ihren eigenen Platz im Leben zu finden.

Der Roman ist kurzweilig und spannend, weist aber auch wieder unterschwellig auf wichtige Themen. So wird z.B. dargestellt, wie es zur Bildung von Machtzentren kommen kann und dass der Drang einiger, sich andere Untertan zu machen, nur allzu menschlich ist. Dass es Menschen gibt, die aus Habgier, und weil sie die Mittel dazu haben, vor Genozid nicht zurückschrecken, ist glaubhaft und realistisch dargestellt. Allerdings wird andererseits auch deutlich gemacht, dass der Lebensraum Meer von der Allgemeinheit anscheinend nur als schützenswert erachtet wird, wenn Menschen darin leben. Wichtig ist auch die Erkenntnis, dass das Brechen von althergebrachten, nie infrage gestellten Traditionen manchmal lebensnotwendig sein kann.

Auch wenn ich grundsätzlich, nach wie vor, nach dem wissenschaftlichen Stand von heute, eine heile Unterwasserwelt am Great Barrier Reef im Jahr 2151 für unrealistisch halte, hat mir der Roman doch sehr gut gefallen, weil er nicht nur phantasievoll und spannend ist, sondern auch wieder interessante gesellschaftskritische Fragen stellt.

Am Ende sind einige lose Handlungsfäden übrig geblieben und so wird es wohl einen dritten Teil geben. Maximiliane Häcke hat auch wieder gut gelesen.

Fazit: Submarin ist ein guter zweiter Teil der Serie und macht Lust, die Geschichte weiterzuhören.

3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich