PROFIL

Eliza

NRW
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  • Rezensionen
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  • Bewertungen

Mein Jahreshighlight

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 22.09.2017

Dieses Hörbuch hat mich auf der ganzen Linie überzeugt, denn dieses Hörbuch hat nicht nur eine tolle und intensive Sprecherin, nicht nur eine grandiose Story, sondern auch sehr viele historische Details und eine noch viel größere Portion Freundschaft und Liebe!
Marlies Folkens hat ein Buch geschrieben, welchem ich an einigen Stellen atemlos gelauscht habe, denn diese Geschichte berührt, geht unter die Haut, lässt Tränen kullern und das Herz hoffnungsvoll schneller schlagen. Für mich ist diese Autorin eine absolute Neuentdeckung und ich werde ihr erstes Buch „Von Schwalben und Mauerseglern“ auf jeden Fall auch noch lesen oder mir vorlesen lassen.
Mit Wiebke und Freerk hat Marlies Folkens zwei Figuren geschaffen, die so authentisch nordisch sind und die man sofort ins Herz schließt. Wiebke die „aktuell“ alleinerziehende Mutter, von Ike und Piet, da ihr Mann Jan sich noch in russischer Gefangenschaft befindet. Freerk, der im Krieg ein Teil seines Beins verloren hat und nun mit einem Holzstumpf zurechtkommen muss. Wiebkes Brüder Gerd und Enno, die zwar schnell zu Erwachsenen werden, aber dennoch den Rat und die Unterstützung ihrer Schwester brauchen. Von Helgoland mussten sie flüchten und beginnen nun an der Nordseeküste ihr neues Glück, es ist nicht leicht für Wiebke die gesamte Familie, der auch noch eine Tante und ihre Schwiegermutter angehört, durchzubringen. Letztlich bleibt ihr nichts anderes übrig als für die britische Besatzungsmacht zu arbeiten, um die Mägen ihrer Familie zu füllen. Doch in diesen Zeiten zählt auch Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe im Dorf.
Der Roman wird größtenteils chronologisch erzählt, dennoch gibt es Rückblenden, gerade dann, wenn Wiebke an die Vergangenheit denkt, an ihre Zeit mit ihrem Mann, Jan, dem sie immer noch Briefe schreibt, damit er eines Tages nachlesen kann, was alles in der Zeit seiner Abwesenheit passiert ist.
Wie bereits erwähnt ist dieser Roman hervorragend recherchiert und bietet äußerst viele historische Details. Es geht zum einen um den Schmuggel, aber auch um die Bedeutung von Helgoland, die Bunker und die strengen Regeln der Besatzungsmacht. All das verflechtet die Autorin so gekonnt in diesem Roman, dass es weder lehrhaft noch langweilig herüberkommt.
Camilla Renschke liest diesen Roman meiner Meinung nach sehr, sehr überzeugend. Sie gibt vor allen Dingen Wiebke eine Stimme die stark, zugleich aber auch verletzlich ist. Eine Frau die zwischen den Stühlen sitzt, die die Hoffnung nicht aufgibt, auch wenn das Leben noch so grausam zu ihr ist.
Für mich war dieses Hörbuch eine absolute Überraschung und ich werde das andere, bereits erschienene Buch, von Marlies Folkens mit sehr großer Sicherheit noch lesen, denn diese Autorin hat mich überzeugt.
Ein sehr gutes historisches Hörbuch, hier kann ich nur eine vollumfängliche Lese-, Hör- und Kaufempfehlung aussprechen.

2 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

Der zweite Fall für Wallner und Kreuthner

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 18.06.2012

Mit diesem Hörbuch sind Wallner und Kreuthner zu meinem Lieblingsermittlerduo geworden. Der erste Fall der Beiden war schon nicht schlecht, doch dieses Hörbuch hat meine Erwartungen noch übertroffen. Super spannend und unglaublich gut erzählt von Michael Schwarzmaier.
Es ist ein kalter Sonntagmorgen im Oktober, als der Kleinkriminelle Kummeder auf dem Riederstein erschossen wird. Die Ermittlungen ergeben, dass hier ein Profi am Werk war, denn dem Opfer ist der Kopf mit einem Präzisionsgewehr zerschossen worden. Wallner und Kreuthner stoßen bei ihren Ermittlungen auf ein Ereignis, dass schon zwei Jahre zurück liegt. In dieser besagten Nacht verschwindet eine junge Frau spurlos, ein Anwalt fährt mit 200 000€ in der Nacht durch die Gegend, ein prügelnder Wirt, mit übermenschlichen Kräften, wird zum Dieb und alles hat mit einer Partie Schafkopf ihren Anfange genommen.
Ich möchte noch einmal ausdrücklich die hervorragende Leistung von Michael Schwarzmaier hervorheben. Dieser unglaubliche Sprecher schafft es, meiner Meinung nach, nicht nur perfekt den Dialekt rüber zubringen, sondern auch jeder einzelnen Figur eine eigene Stimme zu geben. Manchmal habe ich wirklich geglaubt ein Hörspiel vor mir zu haben, als nur einen einzigen Sprecher. Mir hat auch dieses Hörspiel wieder viel Freude bereitet und ich freue mich jetzt schon auf die neuen Fälle von Wallner & Kreuthner und hoffentlich ist auch wieder Michael Schwarzmaier mit von der Partie.

6 von 6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

gute Fortsetzung

Gesamt
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 27.04.2012

Nach „Arkadien erwacht“ ist „Arkadien brennt“ der zweite Teil der Triologie um Allessandro und Rosa. Auch diesmal ist Andreas Fröhlich der Sprecher dieses Hörbuches.
Rosa braucht dringend Abstand von Sizilien, um ihre Gedanken ordnen zu können. Sie fliegt zurück nach New York „um nach ihrem alten Leben zu schauen“. Sie will unter anderem mit ihrer Mutter reden, um etwas mehr über ihre Familie zu erfahren. Doch in New York angekommen, erwarten sie dort bereits die Stellvertreter der Clans und ein erneuter erbitterter Kampf entbrennt. Rosa erfährt immer mehr über ihre Familie und ihren Vater. Besonders die Geschichte um ihren Vater lässt Rosa nicht los, die Anzeichen verdichten sich, dass er gar nicht tot ist. Aber auch Allessandro spielt immer wieder eine Rolle in all den Geschichten. Welche Rolle spielt er bloß?
Ich finde die Mischung aus Fantasy und Krimielementen auch im zweiten Teil sehr gelungen. Kai Meyer lässt uns Zuhörern keine Zeit zum Verschnaufen, die Handlung schreitet immer weiter fort. Besonders gut finde ich Rosas Zwiespalt dargestellt, für mich ist sie eine absolut glaubwürdige Protagonistin. Sie ist hin und her gerissen zwischen ihrer Familie/Clan und ihrer Liebe zu Allessandro. Doch im Laufe des Romans entdeckt sie auch die Schattenseiten ihrer Familie und steht auf einmal vor einer ungewissen Zukunft, da die Vergangenheit sie wieder einholt. Wenn man meint es geht nicht mehr spannender, dann legt er noch eine Schippe drauf. Nägelkauen ist hier definitiv angesagt und der dritte Teil lässt bestimmt nicht mehr lange auf sich warten ;-)

Mafia meets Fantasy

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 12.03.2012

Selten hat mich ein Fantasy-Roman so beeindruckt wie „Arkadien erwacht“, außer vielleicht „Die Tribute von Panem“. In „Arkadien erwacht“ geht es um die junge Rosa, die von den USA nach Sizilien fliegt, um dort ihre Schwester und Tante zu besuchen und sich ein wenig zu erholen. Während des Flugs lernt sie Alessandro kennen, dieser ist auf dem Weg zur Beerdigung seines Vaters. Alessandros Vater war das Oberhaupt des Cosa-Nostra-Clans. Auf der Beerdigung sehen sich Rosa und Alessandro wieder, denn Rosas Familie erweist Alessandros Vater die letzte Ehre, alle Clans Siziliens sind auf dieser Beerdigung anwesend. Rosas und Alessandros Clans sind seit Generationen miteinander verfeindet. Haben ihre Gefühle für einander dennoch eine Chance? „Na, super“ habe ich gedacht „und wo soll hier actionreiche Fantasy sein?“, aber die kommt jetzt. Rosa und Alessandro gehören uralten, arkadischen Geschlechtern an, die sich bei sehr heftigen Gefühlsregungen in große, mit besonderen Fähigkeiten ausgestattete Tiere verwandeln. Rosa weiß dies noch nicht und somit hat sie keine Ahnung wer oder was ihr beim ersten Mal gegenüber steht. Ein blutiger Kampf um die Vorherrschaft der Clans beginnt, Rosa und Alessandro sind mittendrin. Außerdem ist da noch das Geheimnis um den Tod von Alessandros Mutter und welche Rolle spielt Rosas Schwester in den Mafia-Geschäften ihrer Tante. Fragen über Fragen…
Andreas Fröhlich liest dieses Buch in einer Weise, dass die einzelnen Charaktere lebendig werden, wie ich es höchst selten bei einem Sprecher erlebt habe. Sowohl die junge Rosa, als auch dem mächtigsten aller Mafia-Bosse haucht er Leben ein, dass der Zuhörer /die Zuhörerin Gänsehaut bekommt. Gut fand ich auch, dass man die einzelnen Kapitel beim Zuhören durch eine kurze Pause getrennt hat, so konnte man sich auf eine neue Szene /Schauplatz einstellen.
Ein rundum fantastisches Hörbuch, dem ich noch viele Zuhörer wünsche, da die Mischung aus Spannung, Gefühl und Handlung stimmt. Bitte anhören!

8 von 10 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

Dieses Hörbuch lässt keine Wünsche offen.

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 02.03.2012

Michael Schwarzmaier erzählt die Geschichte in einer unglaublichen Weise, so dass die Figuren ein Eigenleben entwickeln und im Ohr des Zuhörers lebendig werden. Absolute Spitzenklasse!
„Prinzessinnenmöder“ ist ein Regional-Krimi der im „tiefsten“ Bayern spielt. Für mich ist es nach Rita Falks Franz-Eberhofer-Reihe (Winterkartoffelknödel, Dampfnudelblues und Schweinskopf al dente) die zweite Regional-Krimi-Reihe. Andreas Föhr schrieb für „SOKO 5113“, „Ein Fall für zwei“ und „Der Bulle von Tölz“. Er ist studierter Jura was man diesem Roman im positiven Sinne anmerkt. Wer hier jetzt an trockene Ermittlungsarbeit denkt, ist auf dem Holzweg…
Kommissar Clemens Wallner ermittelt in einem Mordfall. Die Leiche wird unter dem Eis des zugefrorenen Spitzingsees entdeckt, getötet durch einen Stich ins Herz. Sie trägt ein goldenes Brokatkleid. Was will der Täter bloß damit sagen? Das Opfer hat eine Plakette im Mund, die die Zahl 1 trägt, Kommissar Wallner und Polizeiobermeister Kreuthner sind sich nun sicher, dass dies nur die erste Leiche einer angelegten und wohl überlegten Mordserie ist. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Wann wird der Serien-Mörder wieder zuschlagen. Welches junge Mädchen ist diesmal das Opfer? Was haben die Opfer gemeinsam? Welches Muster liegt den Morden zu Grunde? Zwar ist dem Zuhörer sehr schnell klar, wer der Mörder ist bzw. sein könnte, dennoch schafft Andreas Föhr es, die Spannung hoch zu halten, damit der Leser bei der Stange bleibt. Bis zum Schluss fiebert man mit Kommissar Wallner mit und hofft, dass er den Täter bald überführen kann, bevor dieser wieder sein Unwesen treibt.
Besonders viel Spaß haben mir die Dialoge und die Originalität der Szenen gemacht. Kommissar Wallners Großvater Manfred hat mich mit seinen Bemerkungen das ein oder andere Mal zum Lachen gebracht. Er und sein Enkel sind liebenswürdige Vertreter des Freistaates. Allerdings muss man natürlich Humor in einem Krimi mögen. Für alle denen es genauso wie mir geht und die nicht einen blutigen Krimi hören möchten, sondern einen mit Charme, Lokalkolorit und Menschlichkeit, der ist hier genau richtig.

5 von 6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

Einfach großartig!

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 28.01.2012

Wer bei diesem Hörbuch einschläft ist selber schuld ;-)
Ein weiterer genialer Streich von Rita Falk. Schon "Winterkartoffelknödel" hat mich begeistert, doch "Dampfnudelblues" ist noch besser.
Heiterer Krimi aus dem "tiefsten" Bayern, manchmal skurril, manchmal einfach nur zu Lachen, aber immer herzlich.
Am Besten gefallen mir die echt bayrischen Dialoge, sie bringen dem Hörer einfach dieses unverwechselbare Lebensgefühl ins Ohr.