PROFIL

Mariella

  • 6
  • Rezensionen
  • 9
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
  • 14
  • Bewertungen

Hinreissend ehrlich, traurig, komisch

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 21.11.2019

Ich würde am liebsten 10 Sterne vergeben und bin normalerweise eher nicht so spendabel. Mit Selbstironie aber ohne Albernheiten beschreibt Frau Decker ihren Weg zurück ins Leben nach einer Zeit im Wachkoma. Mehr will ich nicht beschreiben, das muss man selber miterleben, denn genau das passiert beim Hören: Katja Riemann macht einen wunderbaren Text lebendig. Ich wünschte sie würde mehr und öfter Bücher vertonen. Mit ihrem Können hört man sogar das Kölner Telefonbuch in einem Rutsch durch.

Eher schwach

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 28.02.2016

Ich bin etwas enttäuscht. Nach zwei furiosen Werken erschöpft sich dieser Roman in langatmigen und vorhersehbaren inneren Dialogen, oder besser Monologen. Dazwischen wird viel über Morbus Huntington doziert, allerdings nichts was über Dr. House hinausgeht. Ich wurde beim Hören das Gefühl nicht los, dass hier eine kleine Geschichte zu einem langen Roman aufgeblasen wurde. Am Schluss geht dann urplötzlich die Luft aus. Das Buch endete genau an der Stelle, wo zum ersten Mal so was wie Spannung aufkam. Dennoch freue ich mich auf Lisa Genovas nächstes Werk, das nur besser werden kann.

3 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

Großartig

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 13.11.2015

Einfach nur großartig! Eins der besten Bücher dieses Jahres für mich. Gut geschrieben, packend und hochemotional ohne jeden Kitsch: Lesen!

Zu wenig für die Länge

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 13.11.2015

Dank der wunderbaren Sprecherleistung von Andrea Sawatzki habe ich bis zum enttäuschenden Schluss durchgehalten. Hier war wirklich jeder Twist vorhersehbar, wobei es leider nicht viele gab. Das Ganze hatte mehr von einem Frauen-Schicksals-Roman als von einem Thriller. Leider nichts für mich.

Großartig!

Gesamt
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 05.08.2013

Ich mag Science Fiction nicht. vielleicht hat mir deshalb dieser Roman so gut gefallen. Im reduzierten und enorm sachlichen Stil wird hier das ganz große philosophische Thema "Unsterblichkeit" auf eine Selbstverständlichkeit runtergebrochen, auf die hundert kleinen Konsequenzen für den Alltag, die schließlich dem Wunschtraum die Maske runterreißen. Dahinter kommt das Tier im Menschen hervor, der letztlich an sich selber zugrunde geht.
Mir gefällt der Stil, die News, die Blogs - der harte Realismus lässt keinen Raum für Spinnereien. Der Autor - die Hauptperson - ist nur mäßig sympathisch, biedert sich nie an. Man ertappt sich am Ende dabei, dass man seine Handlungsweise, die gemeinhin als unmoralisch verurteilt wird, im Kontext der Story nachvollziehen kann.

2 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

Talentfrei und witzlos

Gesamt
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 01.01.2012

Ich habe nicht glauben wollen, dass ein von mir so hochgeschätzer Schauspieler seine Rolle als sich selbst überschätzender Möchtegern-Manager Stromberg in sein Leben schwappen lässt: Er hält sich offenbar für einen begnadeten Autor und für komisch. Beides sind leider Fehleinschätzungen. Wenn sie ihm in der Rolle des Stromberg unterlaufen, ist die Fremdscham dafür ein Vergnügen, begeht sie C.M. Herbst als "Autor" sind sie irgendwas zwischen peinlich und dilettantisch. Nur eines sind sie nie: lustig. Obwohl es eigentlich keines besonderen Talents bedarf, um die Besetzung einer Traumschiff-Folge auf Drehreise zumindest unterhaltsam zu einer Grinsvorlage zu verwursten. Man braucht nur Humor, wenigstens ein bisschen. Aber genau daran fehlt es Herbst. Er strampelt sich ab wie ein Frosch in der Butter, um eine möglichst riesige ironische Distanz zu seinen meist berühmteren Kolleginnen und Kollegen zu erschaffen, aber bleibt dabei doch immer der Ernie Heisterkamp mit Billighandy im Gürtelholster, der Selbstgerechtigkeit mit Souveränität verwechselt.
Leider hört er sich auch so an, weshalb das Zuhören schnell einem Erdulden nahekommt. Herbst chargiert sich staatstragend durch den witzlosen Text, als handele es sich um die Neufassung der 10 Gebote. Schlimmer wird es nur bei den Parts, die er für lustig hält. Hier zieht er alle Register des übertrainierten Sprechers und feixt, greint, kiekst sich durch sein Werk wie ein Vorschulkind beim Vortrag seiner Häschen-Witze-Sammlung. Entweder war der Regisseur betäubt oder gar nicht da: Ein "Wow" auf jeder zweiten Seite passt bestenfalls in Martin Rütters "Hund - Deutsch"- Fibel.
Schauspieler sind immer nur so gut, wie der Text, den ihnen Profis schreiben. Herbst hätte seine Autoren dran lassen sollen, dann hätten wir über dieses Buch wahrscheinlich Tränen gelacht. So taugt es als Übungsheft für Volontäre: "Wie richte ich eine Glosse zugrunde."

4 von 5 Hörern fanden diese Rezension hilfreich