PROFIL

Der Leser

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  • Rezensionen
  • 64
  • Mal wurden Ihre Rezensionen als "hilfreich" bewertet
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  • Bewertungen
  • Der Herr des Turmes

  • Rabenschatten 2
  • Autor: Anthony Ryan
  • Sprecher: Detlef Bierstedt
  • Spieldauer: 30 Std. und 44 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 2.814
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 2.660
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 2.655

Vaelin Al Sorna ist der größte Krieger seiner Zeit und Zeuge einer verheerenden Niederlage. König Janus' Traum vom vereinten Reich forderte einen hohen Blutzoll und Vaelin ist des Kämpfens müde. Doch der neue König ist schwach, seine Feinde schmieden ein mächtiges Bündnis. Wird Vaelin, der das Töten hasst und um die Lügen weiß, auf denen Janus' Reich fußt, wieder zum Schwert greifen?

  • 5 out of 5 stars
  • Zufallsgriff, einer der BESTEN!

  • Von Gess Am hilfreichsten 03.05.2016

Lieblose Fortsetzung

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
2 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 14.04.2019

Ich habe das Hörbuch ausführlich auf meinem Blog redustrial.de besprochen. Hier die Rezension:

So gut, wie mir der erste Teil der Rabenschatten-Trilogie gefallen hat, so enttäuscht bin ich vom zweiten Teil „Der Herr des Turmes“. Geänderte Erzählperspektive, langweiliges Vorgeplänkel und endlos viele Kampfszenen nerven ungemein.

[Um was geht es?]
Folgten wir im ersten Band noch Vaelin al Sornas Aufstieg zum größten Krieger aller Zeiten und seiner Niederlage am Ende, knüpft Band 2 nahtlos an Vaelins Kriegsgefangenschaft an. Er kehrt in die Königslande zurück und könnte nun – des Kämpfens müde – so einige Konflikte durchleben.

Leider entschied sich der Autor dazu, Vaelin aus dem Fokus zu nehmen und stattdessen zusätzliche Perspektivträger einzuführen. So folgen wir nun auch den Erlebnissen des Chronisten (wie im ersten Band, aber mit mehr Handlung), Lyrna, Reva und einer fünften Person, die erstmal ungenannt bleiben soll (Spoiler). Das Ganze zieht die Handlung in die Breite und sorgt für einige Langeweile.

Vaelin wird „Herr des Turmes“ im Norden, wo er nicht viel macht, außer sich schamanistischen Zeremonien und Visionen hinzugeben und damit erstmal raus ist aus der Haupthandlung.

Lyrna zieht in diplomatischer Mission in den Norden, was für den weiteren Verlauf der Handlung vollkommen irrelevant ist, denn ihre Handlung beginnt eigentlich erst, nachdem sie zum Palast zurückkehrt.

Reva, eine neue Figur, zieht in den Süden und ist eine ziemliche Mary Sue, die auch ohne viel Training zur Meisterbogenschützin, Herrscherin und Heerführerin wird.

Der Chronist wird entführt und folgt den Volorianern in den Krieg.

Der fünfte Handlungsstrang (der der ungenannten Figur) ist eigentlich der interessanteste.

Das „Finale“ des Buches stellt die wohl entspannteste Stadtbelagerung der Fantasy-Geschichte dar. Die Volorianer – die gefährlichsten bösartigsten Krieger aller Zeiten (gähn) –, die bereits die ganzen Königslande unterworfen haben, kommen mit einem unvorstellbaren großen Heer (gähn) zur Stadt und lassen sich dort über Wochen einfach niedermetzeln. Sie greifen immer mit gerade so wenig Soldaten, dass die Bogenschützen der Stadt alle abschießen können. Pfeile gehen natürlich nie aus und das gerade vor kurzem aus Amateuren gebildete Bogenschützenheer ist ja so gut. Der Himmel verdunkelt sich sogar, wenn sie schießen, weil sie so viele Pfeile so schnell hintereinander abschießen. Gähn.

Die Angreifer verwenden scheinbar nutzlose Wurfmaschinen, die so ungefährlich sind, dass die Mary-Sue-Heerführerin Reva eben mal entspannt im Schneidersitz auf den Zinnen der Stadtmauer sitzt und zuschaut, wie die Felsbrocken in die Wand krachen. Zeit für Sex mit der Frau ihres Onkels bleibt während der Belagerung auch noch und generell hat man nie das Gefühl, dass da wirklich eine Bedrohung vor der Stadt stünde.

Am Ende gibt es einen Cliffhanger, der Lust auf den dritten Teil machen soll, aber Fehlanzeige. Ich lese doch nicht noch einmal ein halbes Buch, in dem nichts geschieht, nur um zu wissen, wie eine Geschichte ausgeht, die mich nicht interessiert. Vaelins Geschichte wurde bereits in Band 1 erzählt.

[Unmotivierte Langeweile]
Ich bin der Meinung, dass es sich hier um ein Produktbuch handelt. Kein Leidenschaftsbuch. Der Autor hat wahrscheinlich ein alleinstehendes Buch geschrieben (Band 1 – Das Lied des Blutes) und dann hat der Verlag gesagt: „Verlegen wir. Aber du musst drei Bücher draus machen.“

So kam es zur in der Fantasy üblichen Pflichttrilogie. Band 1 ist in sich abgeschlossen. Band 2 wirkt wie eine Portion Mörtel, die vollkommen unmotiviert an eine Mauer geklatscht wurde. Man merkt einfach, wie hier gestreckt wurde, was das Zeug hält. Drei(!) zusätzliche Perspektivträger und vierhundert Seiten Anlauf, bis es losgeht – wohlgemerkt im zweiten Band einer Trilogie, deren Welt bereits vollumfänglich im ersten Teil eingeführt wurde.

Ständig wiederholt sich alles. Alle paar Seiten wird gekämpft. Und zwar immer im Detail. Wie jemand den Arm hebt, wie jemand ausweicht, wie sich jemand dreht, bla, bla, bla. Wie oft musste ich lesen, wie eine Kehle aufgeschlitzt wurde, wie Blut oder Gehirnmasse irgendwo hinspritzte – mal im Ernst: wen interessiert sowas? Und dann kommt das ständig. Das ist nichts als Seitenschinderei und der plumpe Versuch, die Story irgendwie „erwachsen“ wirken zu lassen.

Und übrigens: Ein Schwert auf dem Rücken zu tragen ist so ziemlich die blödeste Idee, die man sich denken kann. Meine Stirn schmerzt vom vielen facepalmen immer noch.

[Ein liebloses Produkt]
Das Buch wirkt lieblos. Es wirkt erzwungen. Es ist kein Leidenschaftsbuch. Es ist ein Produkt. Das zeigt sich vor allem in der unmotivierten Namensgebung für Personen und Tiere wie Flamme, Schneetanz, Flechter, Schlepper oder Weisheit. Eine wichtige Figur wird das ganze verdammte Buch lang nur als „die Frau“ bezeichnet. Wie einfallslos ist das denn bitte? Selbst wenn ihr Name unbekannt bleibt, könnten andere ihr Eigennamen geben wie „dreckige Hexe“ oder „blutgierige Teufelin“ (die Dame ist äußert skrupellos), etc. Aber nein, es bleibt die ganze Zeit bei „die Frau“. „Die Frau“ macht dies, „die Frau“ macht das. Und wo ist eigentlich „der Priester“?

[Wieder viel ausgeliehen]
Wie im ersten Band hat der Autor sich wieder munter bei den Werken der Szenegrößen bedient.
Man nehme:

Von „Das Lied von Eis und Feuer“
• Wechselnde Perspektivträger mit den Namen als Kapiteltitel – CHECK
• Irgendwas mit einem Sklavenheer – CHECK
Von „Elantris“
• Ein Volk dessen Name auf „-sil“ endet – CHECK
• Religionsfanatiker – CHECK
Von „Der Herr der Ringe“
• Einen zweiten Band mit „Turm“ im Namen – CHECK

[Ab hier kommen die Spoiler]
Gibt es auch Gutes? Wenig. Nachdem Lyrnas Handlungsstrang mit ihrer Entführung endlich richtig losgeht, ist er ziemlich gut. Die Idee, die hübsche Prinzessin zu verbrennen und sie Piraten in die Hände zu geben, ist sehr gut und Lyrna macht einiges daraus.

Frentis ist wieder da. Dies war eine angenehme Überraschung. Und er überragt Vaelin (die angebliche Hauptfigur) um Längen, wenn es um Charisma geht. Der Autor hat Vaelin dermaßen in die Ecke geschrieben, dass es echt traurig ist. Frentis dagegen leuchtet und hat mit Abstand den interessantesten Handlungsstrang (den mit „der Frau“ …)

[Hörbuch]
Wer ein Hörbuch mit Detlef Bierstedt hören muss, ist gestraft. Diesmal nervten nicht nur seine albernen tiefen Krokodil-aus-dem-Kasperle-Theater- sowie gehauchte, devote Frauenstimmen, sondern auch eine gehörige Portion Diskontinuität. Prinz Malcius, ehedem ausgesprochen als „Malkius“, ist nun „Malzius“. Vaelin, früher charakterisiert durch eine raue, heisere Stimme, hat nun eine völlig normale Stimme. Und überhaupt nervt mich dieser Sprecher ungemein.

[Fazit]
Finger weg von diesem „Produktbuch„. Es ist vollkommen lieblos, reine Seitenschinderei, um ein bereits abgeschlossenes Buch auf drei Bände auszudehnen. Die Pflichttrilogie ist der Fluch der Fantasy-Literatur.

Dinge, die ich nie wieder in einem Buch lesen möchte: Waritai, Kuritai, Freie Schwerter.

  • Das Lied des Blutes

  • Rabenschatten 1
  • Autor: Anthony Ryan
  • Sprecher: Detlef Bierstedt
  • Spieldauer: 28 Std. und 43 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 3.735
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 3.541
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 3.541

Der Kämpfer Vaelin soll im Auftrag des Kaisers hingerichtet werden, da er den jungen Thronfolger und Hoffnungsträger Hope ermordet hat. Auf seiner letzten Schiffsreise erzählt er einem Chronisten sein Leben: Von den Anfängen, als er nach dem Tod der Mutter von seinem Vater bei einem Orden abgegeben wurde, über seine Ausbildung zum Kämpfer bis hin zu seinen Abenteuern und Schlachten, die er bis zuletzt im Namen seines Königs Janus geführt hat.

  • 5 out of 5 stars
  • Fesselndes Fantasyepos!

  • Von reusch Am hilfreichsten 21.10.2014

Endlich mal wieder ein gutes Fantasy-Buch!

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
2 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 17.03.2019

Endlich mal wieder ein Fantasy-Buch, das mir Spaß gemacht hat. Ich habe es auf redustrial.de ausgiebig besprochen. Hier meine Rezension:

Nach langer Zeit und vielen Nörgel-Tweets habe ich endlich wieder ein Buch gefunden, das mir gut gefallen hat. »Das Lied des Blutes«, Teil 1 der Rabenschatten-Trilogie, war spannend und unterhaltsam.

[Um was es geht]
»Das Lied des Blutes« ist ein Low Fantasy-Buch. In einer Art »Military Fantasy« verfolgen wir den Weg der Hauptfigur Vaelin, der als Kind in einen militärischen Orden gegeben wird, wo man ihn zum Krieger ausbildet. Das Ordensleben ist hart und viele von Vaelins Kameraden segnen das Zeitliche frühzeitig.

Es stellt sich schnell heraus, dass Vaelin ein Anführer ist und er erhält ständig neue Kommandos, in denen er sich den Ruf als »Größter Krieger des Reiches« erarbeitet und durch die er an Erfahrung gewinnt. Nach und nach baut sich so die Geschichte auf, in der immer wieder ein magischer Feind auftritt, der Besitz von Menschen ergreifen kann und Vaelin heimsucht.

Den Höhepunkt der Geschichte bildet ein nicht gerechtfertigter Feldzug gegen ein Nachbarland, dem Vaelin sich aber aufgrund seiner Stellung und diverser politischer Verstrickungen nicht entziehen kann.

[Was mir gut gefallen hat]
Endlich mal ein Entwicklungsroman, in dem auch eine Entwicklung stattfindet. Im Gegensatz zu dem ganzen Jugend-Fantasy-Rotz, in dem Kinder die Größten sind, altert Vaelin tatsächlich und gewinnt durch Erfahrung an Reife. Generell hat der Autor hier eine glaubwürdige Figur geschaffen, die viele Ecken und Kanten hat und auch schon einmal Dinge macht, die falsch sind, denen sie sich aber nicht widersetzen kann. Hier zeigt sich eine andere Stärke des Buches: die Motivationen der handelnden Figuren sind glaubwürdig.

Auch wenn Vaelin sich manchmal nicht widersetzen kann, findet er aber Lösungen, die das Schlimmste verhindern. Er ist der geborene Anführer, der weiß, was er will und das auch klar macht. Während seine Kameraden bessere Bogenschützen, Reiter oder Messerwerfer sind, ist Vaelin eben der beste Anführer und nicht der absolute Superheld, der einfach alles kann. Das empfand ich als schlüssig.

Bereits zu Anfang verrät der Erzähler, dass Vaelin am Ende geschnappt wird und einem Kampf gegenübersteht, den er nicht gewinnen kann. Bis dahin erzählt er seine Geschichte. Dieser den »Königsmörder Chroniken« entliehene Kniff schafft zusätzliche Spannung, denn man will ja wissen, was letztendlich schief läuft. Allerdings sei verraten, dass sich diese Vorwegnahme nur auf Band 1 bezieht und was in Band 2 geschieht ist noch vollkommen offen.

[Was mir nicht gefallen hat]
Es gibt natürlich auch etwas zu meckern, sonst wären wir ja nicht bei redustrial.de. Vaelin und sein Orden dienen »dem Glauben«, der ihre kriegerischen Handlungen rechtfertigt. Allerdings wirkt dies aufgesetzt, denn Einblicke in diese Religion erhalten wir keine. Nie wird gebetet, der Name der Götter/des Gottes ist mir nicht klar und es wird einfach immer nur von »dem Glauben« geredet. Das ist etwas dünn.

Und dann ist da noch die Nummer mit den Leihgaben, deren sich der Autor bedient hat. Manchmal liest sich das Buch wie ein Mashup aus den bekannteren aktuellen Fantasy-Werken.

Man nehme:
*** Aus »Das Lied von Eis und Feuer« ***
Einen »XY«-Mörder – CHECK
Etwas mit Nordmännern – CHECK
Etwas mit Wölfen – CHECK


*** Aus »Die Königsmörder Chroniken« ***
Ein Chronist, dem die Hauptfigur seine Geschichte erzählt – CHECK

*** Aus »Elantris« ***
Etwas mit Religionsfanatikern und Orden – CHECK

Alles in allem nicht so schlimm, ist mir aber aufgefallen und ich musste schmunzeln.

[Zum Hörbuch]
Ich beziehe mich bei dieser Rezension auf die Hörbuch-Version. Über Detlef Bierstedt und seine albernen Stimmen äußere ich mich gar nicht mehr – leider wird er ja ständig besetzt. Mein Sprecher ist das nicht. Davon abgesehen ist das Hörbuch ordentlich umgesetzt und hat eine Spieldauer von etwa 30 Stunden.

[Fazit]
»Das Lied des Blutes« konnte nach vielen Enttäuschungen auf dem Fantasy-Buchmarkt endlich mal wieder überzeugen und ich freue mich auf den zweiten Teil. Einen Punkt Abzug gibt es für das traurige Ende, so etwas nimmt mich einfach immer zu sehr mit.

  • Das Komplott

  • Autor: John Grisham
  • Sprecher: Charles Brauer
  • Spieldauer: 14 Std. und 29 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 1.662
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 1.503
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 1.519

Malcolm Bannister, früher Anwalt in Winchester, Virginia, sitzt zu Unrecht im Gefängnis. Als ein Bundesrichter und seine Geliebte ermordet aufgefunden werden, steht das FBI vor einem Rätsel, denn es gibt weder Zeugen noch Spuren. Bis Bannister auf den Plan tritt. Er kennt Identität und Motiv des Mörders. Dieses Wissen tauscht er gegen seine Freiheit, und damit nimmt eine teuflische Intrige ihren Lauf...

  • 5 out of 5 stars
  • Genial anders

  • Von Flyboy01 Am hilfreichsten 20.09.2013

Spannend bis zum Schluss

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 02.12.2018

Seit langem Mal wieder ein Buch, das mich richtig gefesselt hat. Konnte es gar nicht erwarten, weiterzuhören. Die Story steckt voller Überraschungen, vor allem nachdem der Hauptkonflikt bereits nach einem Drittel aufgelöst zu sein schien – aber dann geht es erst richtig los! Manchmal dachte ich, einen Logikfehler gefunden zu haben, aber am Ende wird alles zufriedenstellend aufgelöst, z.B. warum wer wie gehandelt hat. Am Ende ergibt alles Sinn.

Grishams Schreibstil gleicht eher dem eines gut recherchierten Spiegel-Artikels. Es wird häufig einfach erzählt, was geschieht, bzw. geschehen ist und man erlebt nicht viel mit, z.B. durch Dialoge. Aber das stört mich überhaupt nicht, ich will Handlung, Handlung, Handlung – und die habe ich bekommen.

Der Autor verwendet drei verschiedene Erzähler: einen Ich-Erzähler im Präsens, einen Erzähler in der dritten Person Präteritum und gegen Ende kommt noch ein Erzähler in der dritten Person Präsens hinzu. Das Ganze greift häufig flüssig ineinander über und ich finde es handwerklich sehr gelungen.

Sprecher Charles Brauer hat mir sehr gut gefallen. Ich erwarte von einem Hörbuchsprecher, dass er mir das Buch vorliest und nur hin und wieder die Stimme in Dialogen verändert. Ich HASSE Sprecher, die versuchen, jeder Figur eine eigene Stimme zu geben und ein aus dem Hörbuch ein Ein-Mann-Hörspiel zu machen.

Ich bin wirklich mäkelig was Bücher und Hörbücher angeht, diesmal aber sehr zufrieden.

  • Der Nostradamus-Coup

  • John Finch 3
  • Autor: Gerd Schilddorfer
  • Sprecher: Wolfgang Wagner
  • Spieldauer: 20 Std. und 30 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 1.514
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 1.426
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 1.423

Die Prophezeiungen des Nostradamus sind auch heute noch kryptisch. Als dem raubeinigen Piloten John Finch ein Notizbuch mit verschlüsselten Texten und der Fotografie eines Gemäldes in die Hände fällt, ahnt er nicht, dass es ihn auf die Spur genau dieser Prophezeiungen führt. Und dass sie ein Geheimnis bergen, das so spektakulär und atemberaubend ist, dass John sich bald auf einer gefährlichen Verfolgungsjagd quer durch Afrika und Europa befindet.

  • 5 out of 5 stars
  • Spannend

  • Von biba Am hilfreichsten 22.02.2017

Konstruiert und langatmig - John Finch ist Pilot

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 23.10.2018

Es gibt Romane, die die Figuren in den Mittelpunkt stellen. Und es gibt Romane, die die Geschichte in den Mittelpunkt stellen. Und es gibt diesen Roman hier, der die Recherche in den Mittelpunkt stellt. Ich fordere hiermit, dass man einen Autor nie wieder mit „schön recherchiert“ loben darf, denn was Schilddorfer hier macht ist einfach nur noch nervig. Zu allem und jedem wird die Geschichte rezitiert. Und das auf ziemlich langweilige Art und Weise. Man stelle sich das vor wie ein Computer-Rollenspiel. „Held“ John Finch kommt an einen neuen Ort, trifft eine Person, die dann sofort ungefragt einen seitenlangen Monolog über irgendein Faktum aufsagt. „Das Buch XY wurde im Jahr X geschrieben, im Jahr Y von den Mongolen nach Babylon entführt, wo es von Figur Z im Jahr W zerfleddert wurde. Die Schnipsel gelangten in Jahr G nach Ort K, wo es von … bla bla bla“. Das geht die ganze Zeit so. Und jede Figur weiß immer alle Jahreszahlen und Namen ganz genau. Dieser ewige Info-Dump wirkt einfach nur noch eitel. Der Autor wollte einfach zeigen was er alles weiß. Natürliche Dialoge entstehen so nicht.

Dann zu „Held“ John Finch, der laut Untertitel „John Finch 3“ ja die Hauptfigur sein soll. Ist er aber nicht. Er ist nur Stichwortgeber für die Anderen, reist von A nach B und hört sich dort die oben genannten Monologe an. Aber er treibt die Handlung selbst nicht voran. Warum auch? Er hat ja ÜBERHAUPT KEINEN GRUND, die Schnitzeljagd durch die Kunstgeschichte mitzumachen. Man stelle sich vor, er findet ein Notizbuch und ein Foto mit geheimnisvollen Hinweisen und schon schnitzeljagt er los. Aber warum? Um was geht es? Welche Motivation hat die Hauptfigur? Keine. Aber man schnitzeljagt halt, weil der Autor es so will. Am Anfang weiß John Finch ja noch gar nicht, dass es um einen Schatz geht. Er will einfach nur schnell mal das Rätsel lösen, wegen dem reihenweise Leute abgeschlachtet werden. Ach ja, apropos Schatz: am Ende findet man tatsächlich einen und – fertig. Es wird nicht erklärt, woraus der Schatz besteht. Was wird dort gefunden?

Schön auch die glaubwürdige Darstellung der Beziehung von John Finch zu Fiona. Anscheinend seine Lebensgefährtin. Als sie entführt wird und man von ihm fordert, mit der Schnitzeljagd aufzuhören, was sagt er da? Na was? Richtig, er sagt: „Da muss ich erstmal eine Nacht drüber schlafen.“ Besorgt sein ist anders. Als die Entführer dann später einen abgeschnittenen Finger schicken und sich herausstellt, dass dieser nicht von seiner Fiona ist, sagt er allen Ernstes: „Wir können Entwarnung geben, der Finger ist nicht von Fiona“. Naja, sie ist ja nur noch in den Händen der Entführer, also ist Entwarnung schon ganz OK …

Und nicht vergessen: John Finch ist Pilot. Pilot! Das erwähnt er an jeder Stelle. „Hallo, mein Name ist John Finch. Ich bin Pilot.“ Hatte ich schon erwähnt, dass er Pilot ist? Das ist in etwa so wichtig, als wäre er Busfahrer. „Hallo, mein Name ist John Finch. Ich bin Busfahrer.“

Schilddorfers Schreibstil ist wenig elegant. Hauptsächlich deshalb, weil er überladen ist. Jedes Nomen wird mit einem (unnötigen) Adjektiv präzisiert. Jedes Verb erhält ein Adverb. Kein Wunder, dass er auf 800 Seiten kommt (naja der Info-Dump trägt auch ganz schön auf).

Der Sprecher ist sehr gut, was das Hörbuch aufwertet.

Dinge, die ich nie wieder in einem Buch lesen will: „Der Lynx“, DC3, „Ich bin Pilot“

  • Der Ursprung allen Zorns

  • Star Trek Prometheus 2
  • Autor: Bernd Perplies, Christian Humberg
  • Sprecher: Reinhard Kuhnert
  • Spieldauer: 10 Std. und 58 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 385
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 367
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 368

Die fantastische Trilogie zum Jubiläum! Erstmals in der 50-jährigen Geschichte der großen Science-Fiction-Kultsaga erscheinen von deutschen Autoren verfasste Romane. Die Sternenflotte entsendet die U.S.S. Prometheus, eines ihrer stärksten Schlachtschiffe, als gleichzeitig neue Spannungen zwischen der Föderation und dem Klingonischen Reich entstehen. Im Lembatta-Cluster, einer unheimlichen Raumregion am Rand der Föderation, wächst ein gefährliches Übel heran.

  • 4 out of 5 stars
  • Ansprechend mit Luft nach oben

  • Von M. Steinkamp Am hilfreichsten 16.02.2017

Tolles Buch, schlechtes Hörbuch

Gesamt
4 out of 5 stars
Sprecher
3 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 28.06.2018

Ich habe das Hörbuch auch auf meinem Blog redustrial.de besprochen.

Der zweite Teil der Prometheus-Trilogie aus deutschem Hause hält qualitativ, was das erste Buch versprochen hat. Hier wird gutes Star Trek geboten.

[Um was geht es?]
Die Prometheus nimmt gemeinsam mit ihren klingonischen Zwangsverbündeten die Verfolgung der flüchtigen Terroristen aus dem ersten Band auf. Dabei stoßen sie auf den titelgebenden „Ursprung allen Zorns“, der jedes Lebewesen im Lembatta-Cluster erfasst und dessen Herkunft ein Geheimnis birgt, das es zu erforschen gilt.

Gut gefällt dabei die Referenz an ein vor langer Zeit verschollenes Schiff, der Valiant. Überhaupt wissen die vielen Referenzen an bekannte Ereignisse und Figuren des Star-Trek-Kanons zu gefallen. Gastspiele von Captain Picard und Worf mit inbegriffen.

[Schreibstil]
Die Autoren Bernd Perplies und Christian Humberg schreiben unauffällig – und das ist als Kompliment zu verstehen. Man wundert sich nicht über affektiert wirkende Bilder, sondern fließt als Leser mit der Geschichte mit. Genau hier spielen die Autoren ihre Stärke aus, denn sie verstehen es, einen weitläufigen Handlungsbogen zu spannen und den Leser dennoch immer im klaren darüber zu lassen, um was es gerade geht. Zu jeder Zeit ist die Motivation der handelnden Figuren klar und niemand macht etwas, nur „weil man es eben macht.“

Wieder gut gefallen hat mir hier Captain Kromm, dem klingonischen Captain, der im Spannungsfeld seines Strebens nach Ruhm und seiner eigenen Unfähigkeit einen Konflikt nach dem anderen provoziert. Als Hobbyschriftsteller würde ich mir den gerne einmal ausleihen 🙂

[Bewertung]
Der CrossCult Verlag hat viele Dinge richtig gemacht und eine Reihe starker Star-Trek-Bücher im Programm. Die Prometheus-Trilogie zählt definitiv dazu, auch wenn ich den dritten Band noch nicht gelesen habe. Aber ich rechne nicht mit einer Enttäuschung und bin schon gespannt, wie die Bücher im Vergleich zu meinem persönlichen Benchmark, der Vanguard-Reihe, abschneiden werden.

[Hörbuchumsetzung]
Leider habe ich mich bei diesem Buch für das Hörbuch entschieden – ein übriges Guthaben war schuld. Und ich überlege bereits, ob man Hörbuchproduzenten dafür verklagen kann, ihren offensichtlich Star-Trek-unkundigen Sprechern keine vernünftigen Regieanweisungen zu geben. Reinhard Kuhnert hat in seinem Leben sicher nie TNG gesehen. Noch nicht einmal TOS, da bin ich mir sicher. Aus dem klingonischen petaQ macht er eine „Peta-Kuh“. Das MHN lässt er abgehakt wie einen Roboter sprechen. Das MHN! Captain Adams – für mich der Inbegriff des dynamischen Mitt-/Endvierzigers, eines echten Leaders mit breiten Schultern – verleiht er eine Greisenstimme mit viel Speichel im Rachen, die er unnötigerweise auch gleich noch Admiral Akaar verpasst, der hin und wieder an einem völlig anderen Handlungsort auftritt, worauf man sich immer fragt, wie zur Hölle nun Captain Adams dorthin gekommen ist … Frauenstimmen werden weinerlich bis debil gesprochen und die Krönung sind grobschlächtige Typen, die einen berliner Akzent bekommen.

Mit einem Wort: unzufrieden.

[Fazit]
Lassen wir die Hörbuchumsetzung außen vor, lest das Buch. Dann bekommt ihr gutes, ja sehr gutes Star Trek. Unterhaltsam, spannend, mit liebevollen Referenzen an Bekanntes, sowie einer guten Balance zwischen Technik und Action. Klare Kaufempfehlung!

  • ALIEN - In den Schatten: Die komplette 1. Staffel

  • Autor: Tim Lebbon, Dirk Maggs
  • Sprecher: Karin Buchholz, Dietmar Wunder, Michael Iwannek, und andere
  • Spieldauer: 4 Std. und 29 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 5.145
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 4.854
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 4.852

Der Raumfrachter MARION soll das wertvolle Mineral Trimonit vom Planeten LV178 zur Erde bringen. Doch bei den Schürfungen unter Tage stößt die Crew auf unbekannte Wesen, die tief in den Minen geschlummert haben - und die Hölle bricht los. Als die Arbeiter panisch die Flucht ergreifen, kommt es zur Katastrophe: Beim Anflug auf das Mutterschiff rast eine der Transportfähren ungebremst in die MARION und das Minenraumschiff kann nicht mehr gesteuert werden.

  • 5 out of 5 stars
  • Echtes "Alien"-Feeling

  • Von Olaf Winsson Am hilfreichsten 30.03.2017

Gefällt

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
4 out of 5 stars

Rezensiert am: 16.05.2018

Das Hörspiel hat mir gut gefallen. War spannend und ist technisch gut gemacht. Das einzige was vielleicht nicht ganz so gut ist, ist die Anbindung an die Original-Alien-Geschichte, die ich ohne Spoiler natürlich nicht verraten kann. Aber alles in allem gut.

  • Das Auge der Welt

  • Das Rad der Zeit 02
  • Autor: Robert Jordan
  • Sprecher: Helmut Krauss
  • Spieldauer: 23 Std. und 14 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 1.210
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 622
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 623

Rand al'Thor und seine Freunde werden auf dem Weg nach Tar Valon durch einen überraschenden Angriff blutrünstiger Trollocs, der Häscher des Dunklen Königs, getrennt. Während Rand und Mat versuchen, sich allein nach Caemlyn durchzuschlagen, gesellen sich Perrin und Egwene zu dem Nomadenvolk der Kesselflicker. Doch schon bald geraten sie in die Fänge der Kinder des Lichts - ein Entkommen scheint aussichtslos.

  • 5 out of 5 stars
  • Auch Teil 2 ist zu empfehlen!

  • Von fosko Am hilfreichsten 25.05.2010

Riesiger Mist

Gesamt
1 out of 5 stars
Sprecher
1 out of 5 stars
Geschichte
1 out of 5 stars

Rezensiert am: 13.03.2017

Ich habe noch nie sowas Langweiliges gehört. Ständig wird beschrieben, was die Figuren machen, was sie dabei fühlen und denken. Aber es passiert so gut wie nichts.
Und häufig ist nicht klar, wer gerade spricht, denn nach seitenlangen Beschreibungen darüber, wie sich alle fühlen, kommt etwas wie "sagte er". Aha. Nur wer "er" ist, hat man da schon wieder vergessen.
Ich habe mir den zweiten Teil angetan, weil ich dachte, dass die Handlung ja mal Fahrt aufnehmen müsste, aber es blieb bei langweiligen Beschreibungen. Was macht die Figur? Was denkt sie dabei? Ist schon beschrieben worden, wie sie sich dabei fühlt? Nein! Sofort beschreiben!
Und die Story "Junger Mann aus dem Dorf entdeckt, dass er der Auserwählte ist" ist auch furchtbar langweilig.
Das Ganze ist auch noch ein schamloser Herr-Der-Ringe-Abklatsch. Gandalf ist zwar ne Frau, aber Aragorn ist mit dabei. Die Hobbits sind Hirtenjungen. Sauron und Mordor gibt's auch, halt mit anderen Namen.
Ich fand's grauenhaft.

  • Eisiges Runengrab

  • Autor: Robert J. Mrazek
  • Sprecher: Herbert Schäfer
  • Spieldauer: 7 Std. und 51 Min.
  • Gekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 61
  • Sprecher
    4 out of 5 stars 56
  • Geschichte
    4 out of 5 stars 56

Grönland: Ein Expeditionsteam versucht, ein im Zweiten Weltkrieg verschollenes Flugzeug zu orten. Zufällig entdeckt es ein gut konserviertes Wikingerschiff, in dem sich eine mit Runen behauene Steintafel befindet. Es wird ein Team aus renommierten Wissenschaftlern zusammengetrommelt. Doch bereits in der ersten Nacht wird das Lager von einem Trupp bewaffneter Männer überfallen.

  • 2 out of 5 stars
  • Beginnt spannend, wird aber schnell blödsinnig

  • Von Der Leser Am hilfreichsten 03.12.2016

Beginnt spannend, wird aber schnell blödsinnig

Gesamt
2 out of 5 stars
Sprecher
2 out of 5 stars
Geschichte
2 out of 5 stars

Rezensiert am: 03.12.2016

Mir hat das Hörbuch nicht gefallen. Einzig die übersichtliche Länge ist OK, denn länger hätte ich das Geschwurbel nicht ausgehalten.

Was zunächst spannend beginnt, wird schnell hanebüchen und abgegriffen. Es gibt die übliche Schnitzeljagd, um einen ultrageheimen Geheimbund daran zu hindern, etwas unsagbar Böses zu tun. Das ist das althergebrachte, hundert mal durchgekaute Thriller-Rezept, das mir mittlerweile zum Hals raushängt.

Die Motivation der Charaktere ist einfach nur hanebüchen. Eben noch von einer Horde Terroristen auf dem grönländischen Eis verfolgt, stürzt man sich sofort in die erwähnte Schnitzeljagd um, nun ja, um was eigentlich? Warum bleiben die Protagonisten eigentlich nicht zuhause nachdem sie es nach Amerika geschafft haben? Man hat das Gefühl, sie machen das alles nur, "weil man es eben in Thrillern so macht." Irgendwer muss halt sinnbefreit durch die Welt laufen.

Dem Autor gelingt es auch nicht, Stimmung und Atmosphäre zu erzeugen. Wie es irgendwo aussieht, riecht oder was die Leute fühlen, bleibt auf der Strecke. Die sensationelle Entdeckung am Anfang des Buches wird im Hörbuch in zehn Minuten abgehandelt. Dafür wird immer explizit erwähnt, welches Waffenmodell gerade zum Einsatz kommt. Amis halt.

Dann gibt es da noch eine blödsinnige Romanze. Plötzlich knutschen Lexi und McAulley. Aber warum eigentlich? Da hat sich vorher nichts angebahnt. Kein Knistern, keine Entwicklung. Wie aus dem nichts meint er (sinngemäß): "Ich will dich." Und sie "Ich dich auch." Sie kennen sich seit drei Tagen und führen sich plötzlich auf, wie ein jahrelang verheiratetes Ehepaar.

Der Sprecher krönt diese schlechte Leistung. Er nuschelt sich durch das Buch und klingt wahlweise wie jemand, dessen Gebiss zu locker sitzt, oder der zu viel Speichel im Mund hat, was vor allem bei "Sch"-Lauten ekelhaft klingt. Dabei sitzt er gaaaanz naaaah am Mikrofon und spricht stellenweise so langsam und unbeteiligt, dass der langweilige Stoff noch viel langweiliger klingt.

Sorry, das hier ist ein billiger Abklatsch von Dan Brown und als Hörbuch dazu noch schlecht umgesetzt.

2 von 2 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Drachenzwielicht

  • Die Chronik der Drachenlanze 1
  • Autor: Margaret Weis, Tracy Hickman
  • Sprecher: Gordon Piedesack
  • Spieldauer: 10 Std. und 42 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4 out of 5 stars 1.065
  • Sprecher
    4.5 out of 5 stars 506
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 507

Sechs Freunde aus vergangenen Abenteurer-Zeiten treffen sich nach Jahren wieder in Solace, der Stadt auf den Bäumen...

  • 5 out of 5 stars
  • ENDLICH! Ein Muss für jeden Fantasy-Fan!

  • Von derjungewerther Am hilfreichsten 12.07.2010

Hochklassige Fantasy mit überragendem Sprecher

Gesamt
5 out of 5 stars
Sprecher
5 out of 5 stars
Geschichte
5 out of 5 stars

Rezensiert am: 28.08.2016

Ich habe die sechs Bände der Chronik der Drachenlanze bereits vor über 20 Jahren gelesen, konnte mich aber nicht mehr an die Handlung erinnern. Deshalb habe ich mir das Hörbuch zu Gemüte geführt und war somit in der komfortablen Situation, ein Buch zu hören, dessen Story für mich zwar wieder wie neu war, von der ich aber bereits wusste, dass sie mir sicher gefallen würde. Und ich wurde nicht enttäuscht.

In Drachenzwielicht ziehen die Gefährten um den Halbelfen Tanis und den Magier Raistlin durch die Welt Krynn und werden in diverse Abenteuer verstrickt, die sie bestehen müssen, um Krynn vor dem Untergang zu retten. Dabei kommt jedem Mitglied der Gruppe eine bestimmte Eigenschaft zu Gute, ohne die die Gefährten verloren wären. Caramon und Sturm sind Krieger, Tanis der Anführer, Flint ein unverwüstlicher Zwerg, Raistlin der Magier, Goldmond und Flusswind zwei Barbaren, die einen magischen Stab mit sich führen, der sie einige Male rettet. Ach ja, und es gibt da noch Tolpan den Kender. Kender sind die unausstehlichste Rasse auf Krynn, da sie stets fröhlich sind, immer und alles stehlen, und ein Talent dafür haben, sich und ihre Gefährten in Schwierigkeiten zu bringen.

Hier wird hochklassige Fantasy geboten, die nicht nur alles bedient, was man sich als Fan wünscht, sondern die auch noch hervorragend geschrieben ist. Margaret Weis und Tracy Hickman sind Könner ihres Faches und lassen Welt als auch Figuren mit ihren Worten lebendig werden.

Drachenzwielicht ist der erste von sechs Bänden und nicht ein in sich abgeschlossener Roman. Fünf Fortsetzungen gibt es, bevor die Chronik der Drachenlanze vollständig ist. Aber wie eingangs bereits erwähnt, habe ich diese schon gelesen, erinnere mich aber nicht mehr an die Story, und freue mich nun auf die nächsten fünf Hörbücher.

Die Hörbuchumsetzung ist sehr gut, was nicht nur für den Sprecher gilt, sondern auch für liebevoll eingefügte Musikelemente und den ein oder anderen Effekt auf der Stimme.

[Fantastischer Sprecher]

Gordon Piedesack ist mit Abstand der beste Sprecher, den ich je gehört habe. Bitte, lest meine anderen Hörbuch-Rezensionen hier, und ihr werdet sehen, wie kritisch ich bei Sprechern bin. Aber diesmal war es perfekt.

Er schafft es, den unterschiedlichen Charakteren eigene Stimmen zu verleihen, ohne sich dabei allzu sehr verstellen zu müssen. Stattdessen unterscheiden sich die Stimmen nur in Nuancen, sind aber dennoch charakteristisch. Am Beeindruckendsten gelingt das beim Magier Raistlin, den er nur flüsternd spricht, aber mit einer Eindringlichkeit, die ihn auf gespenstische Art und Weise lebendig werden lässt.

Hervorragend auch seine Interpretation von Bupu, der kleinen Gossenzwergin, die durch Gordon Piedesacks Stimme derart sympathisch und lebendig wirkt, dass es eine Freude war, sie zu hören. Er verleiht ihr eine derart süße Stimme, dass es einfach zum Dahinschmelzen ist, z.B. wenn Bupu mit den Fingern bis fünf zählt, dann vier Finger hochhebt und voller Stolz sagt: „Zwei“.

Abzüge in der B-Note nur dafür, dass Raistlin englisch ausgesprochen wird (Das „Rai“ wie das englische „Ray“), während die anderen Namen mit deutscher Aussprache versehen werden. Raistlin wird für mich aber „Reistlin“ bleiben.

[Fazit]

Drachenzwielicht ist Fantasy auf höchstem Niveau. Hervorragend als Hörbuch umgesetzt. Mehr Kaufempfehlung geht nicht!

2 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

  • Noah

  • Autor: Sebastian Fitzek
  • Sprecher: Simon Jäger
  • Spieldauer: 15 Std. und 10 Min.
  • Ungekürztes
  • Gesamt
    4.5 out of 5 stars 5.681
  • Sprecher
    5 out of 5 stars 5.296
  • Geschichte
    4.5 out of 5 stars 5.289

Sind sieben Milliarden Menschen zu viel? - Sebastian Fitzek: "Noah". Stellen Sie sich vor: Sie wachen auf und wissen nicht, wo Sie sich befinden. Sie wissen nur: Jemand versucht, Sie umzubringen. Sebastian Fitzeks "Noah" erzählt von einem Mann, der ein Geheimnis hat, das er selbst nicht kennt. Wird er sich erinnern, bevor es zu spät ist?

  • 5 out of 5 stars
  • Ein Thriller der uns in die Gegenwart katapultiert

  • Von ME Am hilfreichsten 29.12.2013

Anfangs spannend, dann wird es aber hanebüchen

Gesamt
3 out of 5 stars
Sprecher
4 out of 5 stars
Geschichte
3 out of 5 stars

Rezensiert am: 08.08.2016

Dies ist mein zweiter Roman von Sebastian Fitzek. Davor hatte ich mir "Passagier 23" zu Gemüte geführt. Beides jeweils als Hörbuch. Leider muss ich sagen, dass mir "Passagier 23" um Längen besser gefallen hat als "Noah".

Spoiler habe ich unten markiert. Bis dahin komme ich ohne aus.
Die Geschichte beginnt äußerst spannend. Viele Geheimnisse werden thrillertypisch aufgebaut und häppchenweise aufgelöst. Das kann Sebastian Fitzek sehr gut. Allerdings ist die Story an sich nicht gut, denn der Autor nimmt so ziemlich alle Verschwörungstheorien, die es auf der Welt gibt, und verwurstet sie in eine riesige weltumfassende Überverschwörungstheorie. Das ist am Ende dermaßen hanebüchen, dass es keinen Spaß mehr gemacht hat. Natürlich ist es in diesem Genre üblich, Dinge zu überzeichnen, aber diesmal hat der Autor übertrieben.

Und dann sind da einige Dinge ziemlich unlogisch. Warum z.B. tragen die Auftragsmörder der super-geheimen Supergeheimorganisation den Namen derselben als Tattoo(!), wenn sie sonst doch peinlich genau darauf achten, keine Identifizierungsmöglichkeiten zu bieten?

Und es ist natürlich ziemlich praktisch, der Hauptfigur eine Amnesie zu geben und diese so zu formen, dass sie alles für die Story Relevante vergisst, einiges aber dann doch nicht (dazu mehr in der Spoiler-Sektion weiter unten)

Was mir gut gefallen hat, sind die Figuren. Noah ist toll, mit dem fiebert man gerne mit. Oskar ist spitze. Und Toto sowieso ;-)

Langweilig dagegen war der Nebenstrang, der in einem Slum auf den Philippinen spielt und der die Hauptgeschichte überhaupt nicht beeinflusst. Hier hatte ich das Gefühl, dass er nur eingebaut wurde, um Seiten zu schinden.

Sprecher Simon Jäger ist sehr gut. Abzüge in der B-Note gibt es nur für Frauenstimmen, die er immer weinerlich und mit leicht beleidigtem Unterton spricht, und dafür, dass der die Figur "Saphire" anfangs mit einer anderen Stimme spricht (aggressiv, schnell, laut) als am Ende (ruhig, langsam, mit belegter Stimme).

Fazit: Spannend angefangen, sich dann aber zu einer komplett unrealistischen Story entwickelt. 3 Sterne.

[Spoiler]
Wie oben beschrieben, leidet Noah unter partieller Amnesie, was dazu führt, dass er nicht weiß, woher er kommt und was er mit dem ganzen Schlammassel zu tun hat. Später stellt sich raus, dass er immer vergisst, was vor 6 Wochen passiert ist. Wie aber zur Hölle konnte er dann zum Profikiller ausgebildet werden? Wie hat er sich das gemerkt?

Dass Oskar stirbt, finde ich furchtbar. Er war sehr sympatisch und sein Tod unnötig. Aber das spricht eigentlich für den Autor, denn er hat mich damit emotional angesprochen. Genauso mit Toto: man was war ich froh, als Noah ihn am Ende abgeholt hat!